| UVP | 5.720 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 13.090 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- vitaler Motor
- sehr leichtes und gutmütiges Handling
- ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
- Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
- Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
- eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
- Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
- geringer Windschutz
- Motor
- Sound
- Materialauswahl
- Verarbeitung
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 184 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.125 | mm |
| Gewicht | 206 | kg |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile | |
| Hubraum | 452 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Desmodromisch gesteuerter V2 | |
| Hubraum | 1.079 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 40 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 40 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 150 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 324 | km |
| Leistung | 86 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 4.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Ø43-mm Telegabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Mono-Federbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 160/60-17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, einstellbar (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Einstellbares Zentralfederbein (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Alu | |
| Reifen vorne | MT 60 RS 120/70 ZR18 | |
| Reifen hinten | MT 60 RS 180/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.
Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.Fazit
Die Ducati Scrambler hat in der Modellpalette der Italiener eine Sonderstellung: Sie beruhigt den Fahrer. Gleichzeitig liefert sie eine ganz andere Art der Genusstouren, die eher auf Cruisen abzielt. Dafür verzichtet sie auf hohen Nutzwert (und übrigens auch auf eine höhere Geländetauglichkeit). Zwischenspurts auf Landstraßen und in der Stadt sind ihre Reviere, mit bollerndem Sound geht es voran. Wer Spaß haben, wer endlich den Sinn von V2-Motoren erkennen will und derjenige mit dem Sinn für Emotionen kann sich über die Scrambler freuen. Eine Ducati? Ja, aber sie ist für die einen das schwarze Schaf in der Familie, für die anderen die einzige Ducati, die sie sich kaufen möchten. Kunststück: Viel Konkurrenz hat sie nicht, es gibt hauptsächlich die BMW R nineT Scrambler und diverse Triumph-Modelle auf dem Markt.Letzte Anmerkung: Die 1100er steht mit 12.990 Euro in der Preisliste, während es die kleine Schwester mit 75 PS ab knapp 8.000 gibt. Ein happiger Aufpreis für 11 Mehr-PS - aber wer das kann, sollte es sich gönnen.
Das Testmotorrad wurde uns freundlicher Weise von Ducati Hamburg zur Verfügung gestellt.
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Royal Enfield Guerrilla 450 vs Ducati Scrambler 1100 – Motorradvergleich
Wer zwischen der Royal Enfield Guerrilla 450 und der Ducati Scrambler 1100 schwankt, steht vor einer spannenden Entscheidung: Auf der einen Seite steht eine moderne, kompakte Scrambler-Interpretation mit dem Fokus auf Alltag, Leichtigkeit und einen zugänglichen Charakter. Auf der anderen Seite wartet eine ausgewachsene Ducati mit deutlich mehr Präsenz, kräftigerem Auftritt und dem Anspruch, auch auf längeren Strecken und bei sportlicherer Gangart zu überzeugen. Beide Motorräder tragen den Scrambler-Gedanken im Design, unterscheiden sich aber spürbar in Philosophie, Fahrgefühl und Zielgruppe.
Erster Eindruck: Scrambler-Charakter, aber unterschiedliche Ausrichtung
Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad für den Alltag, das trotzdem nach Abenteuer aussieht. Die Proportionen sind stimmig, die Linien sind klar und das Gesamtbild wirkt modern, ohne den Retro-Vibe zu verlieren. Genau diese Mischung macht sie interessant, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende glänzen soll, sondern auch im Alltag zuverlässig begleitet.
Die Ducati Scrambler 1100 setzt dagegen stärker auf Charakter und „Show“. Das Motorrad wirkt massiver, präsenter und insgesamt erwachsener. Wer eine Maschine sucht, die schon beim Anlassen und im Stand Aufmerksamkeit erzeugt, findet hier eine klare Ansage. Gleichzeitig ist die Ducati nicht nur optisch groß – auch die Art, wie sie sich fährt, zielt eher auf Dynamik und souveräne Reserven.
Motor und Fahrgefühl: Zugkraft vs. Agilität
Royal Enfield Guerrilla 450: lebendig im Alltag
Die Royal Enfield Guerrilla 450 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo man häufig Gas geben, schalten und sich durch den Verkehr bewegen muss. Der Motorcharakter ist so ausgelegt, dass er im Alltag gut nutzbar bleibt: Der Antrieb wirkt nicht „überfordert“, sondern eher harmonisch. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das Mut macht, auch mal zügiger zu fahren, ohne dass das Motorrad ständig nach mehr verlangt.
Im Vergleich zur Ducati zeigt sich die Guerrilla 450 als die Maschine, die sich leichter in den Alltag integrieren lässt. Sie ist weniger „groß“ im Gefühl, dafür aber sehr direkt. Gerade auf kurzen Strecken, bei wechselnden Geschwindigkeiten und in der Stadt ist das ein Vorteil.
Ducati Scrambler 1100: mehr Reserven, mehr Druck
Die Ducati Scrambler 1100 bringt deutlich mehr Durchzug und wirkt insgesamt kraftvoller. Im Vergleich zur Royal Enfield zeigt sich die Ducati vor allem dann, wenn es um zügiges Beschleunigen, flüssiges Überholen oder das Fahren mit mehr Tempo auf der Landstraße geht. Der Motor fühlt sich souveräner an, als würde er die Situation „mitnehmen“, statt sich erst aufzubauen.
Das macht die Scrambler 1100 besonders attraktiv für Fahrer, die gern mit Reserven unterwegs sind. Gleichzeitig kann genau diese Kraft auch bedeuten, dass man die Ducati bewusster dosieren möchte – je nach Fahrstil und Erfahrung. Wer aber Spaß an kräftigem Antrieb hat, wird die Ducati schnell als „richtiges“ Scrambler-Erlebnis wahrnehmen.
Fahrwerk und Handling: leicht umsetzen oder souverän tragen
Beim Handling unterscheiden sich beide Motorräder deutlich. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt im Vergleich eher wie eine Maschine, die man unkompliziert in die Kurve bringt. Das macht sie besonders interessant für Fahrer, die gern dynamisch fahren, aber nicht ständig das Gefühl haben möchten, ein schweres Gerät „bewegen“ zu müssen.
Die Ducati Scrambler 1100 hingegen vermittelt mehr Stabilität und „Tragen“ – gerade bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecken. In schnellen Passagen wirkt sie ruhiger, während die Royal Enfield eher den Charakter eines agilen Alltagsmotorrads ausspielt. Kurz gesagt: Die Guerrilla 450 ist tendenziell die leichtere Wahl fürs schnelle Umsetzen, die Scrambler 1100 die souveränere Wahl für entspannte Dynamik.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen durch Dosierbarkeit
Bei den Bremsen geht es im Alltag vor allem um Dosierbarkeit und Gefühl. Im Vergleich zeigt sich: Die Royal Enfield Guerrilla 450 zielt stärker auf eine gut kontrollierbare Bremswirkung ab, die sich für unterschiedliche Situationen leicht anfühlt – vom Stadtverkehr bis zur Landstraße.
Die Ducati Scrambler 1100 bietet im Gegenzug mehr Reserven und wirkt bei zügigerem Fahren besonders überzeugend. Wer häufig sportlicher unterwegs ist oder längere Strecken mit wechselndem Tempo fährt, profitiert von dem stärkeren Gesamtpaket. Gleichzeitig gilt: Eine stärkere Bremsanlage ist nur dann ein Vorteil, wenn sie sich auch fein dosieren lässt – und genau hier entscheidet sich, ob das Motorrad zum eigenen Stil passt.
Komfort und Ergonomie: Alltagshaltung vs. Langstrecken-Feeling
Komfort ist bei Scramblern oft der entscheidende Punkt, weil die Sitzposition zwischen „aufrecht“ und „sportlich“ liegen kann. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt im Vergleich eher darauf ausgelegt, auch über längere Zeit entspannt zu bleiben, ohne dass man sich „festgehalten“ fühlt. Das macht sie interessant für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das nicht nur gut aussieht, sondern auch im Alltag angenehm bleibt.
Die Ducati Scrambler 1100 ist dagegen stärker auf ein erwachseneres Fahrgefühl ausgerichtet. Das kann bedeuten, dass sie sich auf längeren Strecken stabil und „rund“ anfühlt, während die Royal Enfield eher den Charakter eines vielseitigen Alltagsgeräts hat. Wer viel unterwegs ist und dabei gern ein souveränes Gesamtgefühl möchte, findet in der Ducati oft die passendere Basis.
Elektronik und Fahrmodi: moderne Unterstützung vs. klare Bedienung
Im Vergleich der beiden Modelle zeigt sich, dass die Ducati Scrambler 1100 tendenziell stärker in Richtung moderne Unterstützung und fein abgestimmte Fahrcharakteristik geht. Das kann besonders dann helfen, wenn man unterschiedliche Streckenbedingungen hat oder den Fahrstil anpassen möchte.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt dagegen in der Bedienphilosophie oft direkter und weniger „technisch“. Das ist nicht automatisch ein Nachteil: Viele Fahrer schätzen genau diese Klarheit, weil das Motorrad dadurch schnell verständlich bleibt. Wer gern „mechanisch“ fährt und die Technik als Unterstützung statt als Mittelpunkt sieht, wird mit der Guerrilla häufig glücklicher.
Design, Alltagstauglichkeit und Wartung: zwei Wege zum gleichen Look
Beide Motorräder tragen den Scrambler-Gedanken, aber der Weg dorthin ist unterschiedlich. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad, das man gern nutzt: für kurze Wege, für spontane Touren und für den täglichen Rhythmus. Das Design ist stimmig, ohne zu überladen zu sein.
Die Ducati Scrambler 1100 ist dagegen stärker ein Statement. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern auch bewusst „präsent“ hat. Das kann im Alltag bedeuten, dass man sie gern für längere Ausfahrten oder für Fahrten nutzt, bei denen man mehr aus dem Motorrad herausholen möchte.
Auch bei Themen wie Service und Wartungsgefühl spielt die Praxis eine Rolle: Während die Royal Enfield oft als unkompliziert im Umgang wahrgenommen wird, steht bei Ducati häufig das Gesamtpaket aus Technik, Abstimmung und Premium-Anspruch im Vordergrund. Entscheidend ist am Ende, wie gut das jeweilige Motorrad zur eigenen Erwartung passt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Royal Enfield Guerrilla 450 – Stärken
- Agiles Handling und unkompliziertes Fahrgefühl im Alltag
- Direkter Charakter, der schnell Vertrauen aufbaut
- Alltagstauglichkeit für Stadt, Landstraße und spontane Touren
- Leichtere Integration in den Alltag durch handliche Wirkung
Royal Enfield Guerrilla 450 – mögliche Schwächen
- Bei sehr sportlicher Fahrweise kann die Leistungsreserve im Vergleich zur Ducati schneller „ausgereizt“ wirken
- Wer maximale Dynamik sucht, könnte die Ducati als „größere“ Lösung empfinden
Ducati Scrambler 1100 – Stärken
- Mehr Durchzug und souveräne Reserven für zügiges Fahren
- Stabileres Langstrecken-Feeling im Vergleich zur kompakteren Royal Enfield
- Premium-Fahrcharakter mit moderner Abstimmung
- Starke Präsenz – optisch und fahrdynamisch
Ducati Scrambler 1100 – mögliche Schwächen
- Im Stadtverkehr kann das größere Gesamtgefühl weniger „spielerisch“ wirken
- Je nach Fahrstil ist die Ducati stärker „zu spüren“, was bewusste Dosierung verlangt
Welche Wahl passt besser? – Fazit
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist die bessere Wahl für Fahrer, die ein Scrambler-Motorrad suchen, das sich leicht in den Alltag einfügt und dabei trotzdem Spaß macht. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, gern unkompliziert fährt und ein direktes, handliches Fahrgefühl bevorzugt, bekommt mit der Guerrilla 450 eine stimmige Kombination aus Alltagstauglichkeit und lebendigem Charakter. Sie punktet vor allem dort, wo häufiges Anfahren, Schalten und variierende Strecken den Ton angeben.
Die Ducati Scrambler 1100 passt dagegen besser zu Menschen, die mehr Reserven wollen und das Motorrad auch bei zügigerer Gangart als souverän erleben möchten. Wer längere Strecken fährt, gern mit Druck beschleunigt und ein erwachseneres, stabileres Gesamtgefühl sucht, findet in der Scrambler 1100 die passendere Lösung. Kurz gesagt: Guerrilla 450 für unkomplizierten Alltag und Agilität, Scrambler 1100 für mehr Dynamik, Präsenz und Langstreckenkomfort.