| UVP | 5.720 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 20.400 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- vitaler Motor
- sehr leichtes und gutmütiges Handling
- ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
- Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
- Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
- eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
- Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
- geringer Windschutz
- Wahsinns-Motor mit Raketen-Schubkraft
- fauchender Triple-Sound
- zupackende Brembo Stylema Bremsanlage
- volle Hütte inkl. semi-aktiven Fahrwerk von Öhlins
- nahezu einzigartiges Design
- sportlich fordernde Sitzposition
- Soziusbetrieb 1b
- Standgeräusch 98 db (konnte auch bei Pro stehen)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 184 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.125 | mm |
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.120 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile | |
| Hubraum | 452 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Dreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.160 | ccm |
| Hub | 61 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring-Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 40 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 40 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 150 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 324 | km |
| Leistung | 180 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 245 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 246 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Ø43-mm Telegabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Mono-Federbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 160/60-17 | |
| Rahmenbauart | Doppelrohrrahmen mit verschraubtem Heckrahmen | |
| Federung vorne | Voll einstellbare 43 mm Öhlins Up-Side-Down-Gabel, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Öhlins Monoshock Hinterradaufhängung mit Umlenkung, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Radialsättel, Kurven-ABS, radialer Handbremszylinder ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo-Doppelkolbenschwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.
Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.Fazit - was bleibt hängen
Was für ein Traumbike, die Speed Triple 1200RR! Vor allem der Motor und das Fahrwerk werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Sitzposition allerdings auch: Wie gesagt, das ist nichts für Bandscheiben-Geschädigte oder die, die es werden wollen. Ansonsten ist das Konzept der RR relativ einzigartig. Lediglich die MV Agusta Superveloce verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Optik Café-Racer, alles andere Racer-Racer. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der Triumph Speed Triple 1200 RR.Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Triumph-Hamburg. Wer Bock hat auf eine Probefahrt: Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf jede Menge Probefahrten, dazu ist sie schließlich da.
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Royal Enfield Guerrilla 450 vs Triumph Speed Triple 1200 RR – Vergleich
Wenn zwei Naked Bikes aufeinandertreffen, die sich in Hubraum, Charakter und Zielgruppe deutlich unterscheiden, wird der Vergleich besonders spannend. Die Royal Enfield Guerrilla 450 steht für einen modernen, alltagstauglichen Ansatz mit klassischer Anmutung. Die Triumph Speed Triple 1200 RR dagegen ist ein kompromissloses Performance-Naked-Bike, das auf Dynamik und sportliche Ansprüche ausgelegt ist. Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Modelle anhand der genannten Vergleichspunkte voneinander abheben – und wo jeweils Stärken und Schwächen liegen.
Motor und Fahrcharakter: von entspannt bis brachial
Royal Enfield Guerrilla 450: souverän im Alltag
Die Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad, das man gern täglich nutzt. Der Motorcharakter ist auf nutzbare Kraft im mittleren Drehzahlbereich ausgelegt. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das sich leicht dosieren lässt: Beschleunigen funktioniert spontan, ohne dass man ständig im oberen Drehzahlbereich arbeiten muss. Gerade im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen zeigt sich das als Vorteil, weil das Motorrad nicht „fordert“, sondern „mitgeht“.
Triumph Speed Triple 1200 RR: Performance mit Anspruch
Die Speed Triple 1200 RR ist dagegen klar auf maximale Dynamik getrimmt. Im Vergleich zur Guerrilla 450 liegt der Fokus weniger auf entspanntem Dahingleiten, sondern auf dem sportlichen Vortrieb. Die Leistung und das Drehmoment wirken deutlich „größer“ im Gefühl – besonders beim Herausbeschleunigen aus Kurven. Wer gern zügig fährt, findet hier ein Motorrad, das die Geschwindigkeit nicht nur ermöglicht, sondern regelrecht einfordert.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. sportliche Stabilität
Guerrilla 450: leicht zu bewegen
Im Handling zeigt sich die Guerrilla 450 als Motorrad, das sich unkompliziert in die Linie bringt. Das Fahrwerk unterstützt ein ruhiges, kontrolliertes Einlenken. Gerade bei wechselnden Geschwindigkeiten – etwa beim Überholen, beim Einfahren in Kurven oder beim Manövrieren im Alltag – wirkt das Setup angenehm berechenbar. Die Maschine vermittelt das Gefühl, dass sie auch dann noch Spaß macht, wenn die Fahrt nicht „auf Zeit“ geplant ist.
Speed Triple 1200 RR: präzise und belastbar
Die Speed Triple 1200 RR spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es sportlich wird. Das Fahrwerk ist auf Stabilität und Rückmeldung ausgelegt. Beim dynamischen Fahren bleibt das Motorrad auch bei zügigem Tempo in der Spur. Dadurch entsteht ein sehr direktes, sportliches Fahrgefühl. Gleichzeitig kann die Performance-Orientierung bedeuten, dass man das Potenzial bewusst abrufen muss, statt es „nebenbei“ zu nutzen.
Bremsen: Kontrolle im Alltag und Reserven in der Sportfahrt
Guerrilla 450: solide Bremsperformance
Die Bremsen der Guerrilla 450 sind auf Alltag und sportliche Landstraßen ausgelegt. Das Ansprechverhalten wirkt stimmig, die Dosierung ist gut möglich. In der Praxis bedeutet das: Man kann zügig fahren, ohne dass die Bremsanlage ständig im Fokus steht. Für viele Fahrerinnen und Fahrer ist das genau die richtige Balance.
Speed Triple 1200 RR: mehr Reserven, mehr Druck
Bei der Speed Triple 1200 RR sind die Bremsen klar auf hohe Belastung ausgelegt. Im Vergleich zur Guerrilla 450 fällt die stärkere Performance-Orientierung auf: Beim harten Verzögern und bei wiederholten Bremsmanövern bleibt das Gefühl stabil. Das gibt Sicherheit, wenn die Fahrt schneller wird oder wenn die Strecke mehr fordert.
Ausstattung und Technik: modern, aber mit unterschiedlicher Philosophie
Guerrilla 450: zeitgemäß und pragmatisch
Die Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad, das moderne Technik sinnvoll einsetzt. Die Ausstattung ist darauf ausgerichtet, das Motorrad im Alltag angenehm zu machen. Dazu passt auch der Eindruck, dass die Bedienung und die Gesamtanmutung auf „einfach losfahren“ optimiert sind. Wer ein Naked Bike sucht, das nicht nur auf dem Papier überzeugt, sondern sich auch im Alltag bewährt, findet hier einen stimmigen Ansatz.
Speed Triple 1200 RR: High-Performance-Charakter
Die Speed Triple 1200 RR bringt eine deutlich sportlichere Technik- und Ausstattungsphilosophie mit. Im Vergleich zur Guerrilla 450 steht hier die Performance im Vordergrund: Systeme und Komponenten sind darauf ausgelegt, das Motorrad auch bei ambitionierter Fahrweise kontrollierbar zu halten. Das ist besonders interessant, wenn das Motorrad nicht nur für gelegentliche Ausfahrten genutzt wird, sondern regelmäßig sportlich bewegt werden soll.
Komfort und Alltag: wer fährt wann, wie lange?
Guerrilla 450: entspannter Einstieg
Die Sitz- und Fahrposition der Guerrilla 450 wirkt so, dass längere Fahrten nicht sofort zur Belastung werden. Das Motorrad ist dabei nicht „weichgespült“, sondern bleibt kontrolliert. Im Alltag ist vor allem die gutmütige Handhabung ein Plus: Ampelstopps, kurze Wege, Stadtverkehr und spontane Touren passen gut zusammen.
Speed Triple 1200 RR: sportlich, aber nicht nur für die Rennstrecke
Die Speed Triple 1200 RR ist sportlich positioniert und fühlt sich bei zügiger Fahrt besonders stimmig an. Gleichzeitig kann sie auch auf längeren Touren Spaß machen, wenn man die sportliche Ausrichtung akzeptiert. Im Vergleich zur Guerrilla 450 ist der Fokus klar stärker auf Dynamik gelegt – wer vor allem Komfort und entspanntes Gleiten sucht, wird die Guerrilla 450 als passender empfinden.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Royal Enfield Guerrilla 450 – Stärken
- Alltagstauglicher Charakter mit gut nutzbarer Kraft und leichtem Handling.
- Pragmatische Fahrbarkeit für Stadt, Landstraße und spontane Touren.
- Stimmige Balance aus Komfort und sportlicher Grundagilität.
Royal Enfield Guerrilla 450 – Schwächen
- Performance-Anspruch der Speed Triple wird nicht erreicht: Wer maximale Dynamik sucht, wird eher bei der Triumph fündig.
- Sportliche Reserven sind im Vergleich geringer, besonders wenn die Fahrt sehr ambitioniert wird.
Triumph Speed Triple 1200 RR – Stärken
- Deutlich sportlicheres Gesamtpaket mit starker Beschleunigung und Reserven.
- Stabilität und Präzision bei dynamischer Fahrweise.
- Brems- und Technikfokus für hohe Belastung und Kontrolle.
Triumph Speed Triple 1200 RR – Schwächen
- Anspruch an Fahrstil: Das Potenzial will aktiv genutzt werden.
- Weniger „entspannt nebenbei“ als die Guerrilla 450 – wer vor allem Komfort sucht, könnte die Triumph als zu sportlich empfinden.
Für wen passt welches Bike?
Guerrilla 450: die richtige Wahl für vielseitige Nutzung
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Naked Bike suchen, das im Alltag funktioniert und auf der Landstraße unkompliziert Spaß macht. Wer häufig fährt, gern flexibel unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das nicht ständig nach „mehr“ verlangt, findet hier eine sehr stimmige Lösung. Auch für Einsteiger oder Umsteiger, die einen modernen Einstieg in die Naked-Welt suchen, ist die Guerrilla 450 eine starke Option.
Speed Triple 1200 RR: die Wahl für sportliche Ambitionen
Die Triumph Speed Triple 1200 RR richtet sich an alle, die Dynamik wirklich auskosten wollen. Wer gern zügig fährt, Kurven dynamisch angeht und dabei Wert auf starke Bremsen, präzises Handling und Performance-Technik legt, wird die Triumph als besonders befriedigend erleben. Das Motorrad ist ideal, wenn die Fahrt nicht nur „stattfindet“, sondern bewusst sportlich geplant ist.
Fazit:
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist die bessere Wahl, wenn ein Naked Bike im Alltag überzeugen soll: leicht zu bewegen, gut dosierbar und vielseitig für Stadt, Landstraße und Touren. Ihre Stärke liegt in der unkomplizierten Fahrbarkeit und der stimmigen Balance aus Komfort und sportlicher Grundagilität. Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen die richtige Entscheidung, wenn Performance im Mittelpunkt steht: spürbar mehr Reserven bei Beschleunigung, stabileres Gefühl bei ambitionierter Fahrweise und ein klarer Fokus auf Kontrolle unter hoher Belastung. Kurz gesagt: Wer ein Motorrad für den täglichen Spaß und flexible Einsätze sucht, fährt mit der Guerrilla 450 entspannter. Wer dagegen Dynamik, Präzision und sportliche Reserven priorisiert, bekommt mit der Speed Triple 1200 RR das deutlich intensivere Erlebnis.