| UVP | 7.720 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 10.399 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Einfach und geradeaus
- Stilsicher
- Komfortabel
- Preis
- Nur ABS
- konsequente Retro-Optik
- feine Verarbeitung
- passender Braaaap-Sound
- ordentliches Kayaba-Fahrwerk
- kräftiger Drehmoment-Motor
- Konstantfahrruckeln
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 202 | kg |
| Radstand | 1.400 | mm |
| Länge | 2.122 | mm |
| Radstand | 1.400 | mm |
| Sitzhöhe: | 804 | mm |
| Höhe | 1.165 | mm |
| Gewicht | 235 | kg |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.115 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 648 | ccm |
| Kühlung | Luft-Öl | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | R2-Zylinder, 4 Ventile/ Zylinder, 4-Takt | |
| Hubraum | 1.222 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 99 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 47 PS bei 7.100 U/Min | |
| Drehmoment | 52 NM bei 5.150 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 340 | km |
| Leistung | 83 PS bei 6.550 U/Min | |
| Drehmoment | 108 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 198 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 356 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen mit geschraubtem Unterzug | |
| Reifen vorne | 100/90-18 MC 56H | |
| Reifen hinten | 130/70-18 MC 63H | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | konventionelle Telegabel, 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine (Federweg 87)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-18 | |
| Reifen hinten | 150/70-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | schwimmend gelagerte Scheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Sehr guter Einstand von Brixton in diesem Segment! Die Cromwell 1200 macht genau das, was man von ihr erwartet. Sie vermittelt klassisches Retro-Roadster Feeling, fährt sich gut, bremst gut, klingt gut, ist gut verarbeitet und sieht gut aus. Den Feinschliff der britischen Konkurrenz hat sich zwar noch nicht, aber dafür ist sie auch günstiger.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von 2Rad Stadie in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in der unserer Meinung nach schönsten Farbvariante als Vorführer und freut sich über Probefahrer. Wer die graue Version schöner findet: Die gibt es dort auch. Und außerdem gibt es schöne Landstraßen zum Probefahren und der Laden liegt auch noch verkehrsgünstig direkt an der Autobahn A23. Also, auf geht`s zur Probe fahrt - Gruß an Ralf und seinen tollen Hund!
MotorradTest.de auf YouTube
Royal Enfield Interceptor 650 vs Brixton Cromwell 1200: Welches Motorrad passt besser?
Wenn zwei Motorräder aus dem Bereich „modern classic“ gegeneinander antreten, geht es selten nur um Zahlen. Klar: Hubraum, Leistung und Drehmoment spielen eine Rolle. Aber mindestens genauso wichtig sind der Charakter, das Fahrgefühl und wie gut sich das jeweilige Bike in den Alltag einfügt. Genau darum geht es in diesem Vergleich zwischen Royal Enfield Interceptor 650 und Brixton Cromwell 1200. Beide Modelle wirken auf den ersten Blick vertraut, doch sie erzählen beim Fahren unterschiedliche Geschichten.
Erster Eindruck: Design und Grundcharakter
Die Royal Enfield Interceptor 650 steht für den klassischen Look mit einer eher „entspannten“ Ausstrahlung. Das Motorrad wirkt wie gemacht für ruhige Touren, für das Ankommen statt für das ständige Beschleunigen. Der Motorcharakter ist dabei typischerweise auf ein gleichmäßiges, gut dosierbares Fahren ausgelegt.
Die Brixton Cromwell 1200 wirkt dagegen kräftiger und „präsenter“. Schon vom Konzept her zielt sie stärker auf ein dynamischeres Auftreten: mehr Durchzug, mehr Anspruch an das Tempo und ein Fahrgefühl, das sich schneller nach „Tour“ anfühlt. Wer ein Motorrad sucht, das auch bei zügigerem Fahren souverän bleibt, findet hier einen spannenden Ansatz.
Motor und Antrieb: Wie unterscheiden sich Leistung, Drehmoment und Fahrgefühl?
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich schnell, dass die beiden Maschinen nicht nur unterschiedliche Hubräume, sondern auch unterschiedliche Schwerpunkte haben. Die Royal Enfield Interceptor 650 setzt auf einen Motor, der sich besonders angenehm im Alltag dosieren lässt. Die Kraft kommt meist gleichmäßig, wodurch sich das Motorrad in der Stadt und auf Landstraßen sehr gut kontrollieren lässt. Das macht sie attraktiv, wenn häufiges Anfahren, Stop-and-go oder entspanntes Cruisen im Vordergrund stehen.
Die Brixton Cromwell 1200 bringt dagegen typischerweise mehr „Biss“ in den unteren bis mittleren Drehzahlbereichen. Im Vergleich der Leistungs- und Drehmomentwerte wirkt sie oft wie das Bike, das schneller aus dem Stand heraus oder beim Überholen mehr Reserven bietet. Das kann besonders auf Strecken mit häufigen Beschleunigungsphasen überzeugen. Gleichzeitig bedeutet mehr Kraft auch: Das Motorrad will meist etwas bewusster gefahren werden, damit das Potenzial wirklich angenehm genutzt wird.
Alltag vs. Überholen: Wo fühlt sich die Kraft am besten an?
Die Interceptor 650 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo gleichmäßiges Fahren wichtiger ist als maximale Dynamik. Sie eignet sich gut für kurze Wege, für Pendeln und für Touren, bei denen man nicht ständig „am Gas hängt“. Die Cromwell 1200 ist dagegen oft die bessere Wahl, wenn Überholmanöver, zügiges Herausbeschleunigen oder längere Abschnitte mit höherem Tempo häufiger vorkommen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität, Komfort und Agilität
Auch wenn Motor und Optik zuerst ins Auge fallen, entscheidet das Fahrwerk darüber, wie stressfrei sich ein Motorrad im Alltag bewegt. Im Vergleich zeigt sich: Die Royal Enfield Interceptor 650 wirkt häufig wie ein Motorrad, das Komfort und Alltagstauglichkeit in den Vordergrund stellt. Schlaglöcher, unruhige Fahrbahnen oder wechselnde Beläge werden meist so verarbeitet, dass das Motorrad nicht unnötig „nacharbeitet“.
Die Brixton Cromwell 1200 zielt eher auf ein sportlicheres Gefühl. Durch die stärkere Auslegung und die typischerweise andere Abstimmung kann sie sich bei zügigerem Fahren stabil und „zusammenhängend“ anfühlen. In schnellen Kurven oder bei dynamischerem Tempo kann das ein Vorteil sein. Wer jedoch sehr häufig langsam und über holprige Strecken fährt, merkt möglicherweise, dass sie etwas weniger „weich“ wirkt als die Interceptor.
Lenkung und Kurvengefühl
Bei der Interceptor 650 steht oft das gutmütige Handling im Fokus: Sie lässt sich in der Stadt leicht bewegen und vermittelt ein sicheres Gefühl bei moderatem Tempo. Die Cromwell 1200 kann sich dagegen bei höherem Tempo souveräner anfühlen, während sie in engen Situationen manchmal etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt, weil das Motorrad insgesamt kräftiger und „präsenter“ wirkt.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Im Vergleich der Bremswerte und der typischen Abstimmung zeigt sich: Beide Motorräder sind grundsätzlich auf sicheres Fahren ausgelegt. Die Royal Enfield Interceptor 650 punktet häufig mit einem gut dosierbaren Ansprechverhalten. Das ist besonders angenehm, wenn man im Alltag häufig bremsen muss und die Verzögerung fein steuern möchte.
Die Brixton Cromwell 1200 kann durch die stärkere Gesamtperformance und die damit zusammenhängende Erwartung an Verzögerung oft das Gefühl vermitteln, dass sie auch bei zügigerem Fahren schnell wieder „unter Kontrolle“ ist. Wer häufig sportlicher fährt oder mehr Reserven möchte, wird das als Vorteil wahrnehmen.
Komfort, Sitzposition und Alltagstauglichkeit
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt, weil sie beeinflusst, wie lange man entspannt fahren kann. Die Royal Enfield Interceptor 650 wirkt häufig wie ein Motorrad, das für längere, ruhige Fahrten angenehm bleibt. Die Ergonomie ist meist so gewählt, dass man nicht ständig „gegen“ die Maschine arbeitet, sondern eher mit ihr fährt.
Die Brixton Cromwell 1200 kann je nach Körpergröße und Einstellung etwas sportlicher wirken. Das ist nicht automatisch schlecht: Für viele Fahrer bedeutet es, dass man schneller in eine aktive Fahrhaltung kommt. Für sehr lange Touren kann das aber stärker vom persönlichen Empfinden abhängen als bei der Interceptor.
Stadt, Landstraße, Autobahn: Wo spielt welches Bike seine Stärken aus?
Für die Interceptor 650 ist der Mix aus Stadt und Landstraße besonders passend. Sie fühlt sich dort natürlich an und macht Spaß, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss. Die Cromwell 1200 ist häufig die bessere Wahl, wenn die Route öfter aus zügigen Abschnitten besteht oder wenn man häufiger das Gefühl möchte, dass das Motorrad auch bei Tempowechseln souverän bleibt.
Ausstattung und Praxis: Was zählt beim Kauf wirklich?
Bei der Kaufentscheidung geht es oft um mehr als nur Motor und Fahrwerk. Dazu gehören Details wie Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit und die Frage, wie gut sich das Motorrad für den eigenen Stil anpassen lässt. Die Royal Enfield Interceptor 650 wird häufig als Basis gesehen, die man gern individuell gestaltet. Das Motorrad wirkt wie ein „Projekt“, das man mit Zubehör und kleinen Upgrades Schritt für Schritt auf die eigenen Bedürfnisse zuschneidet.
Die Brixton Cromwell 1200 kann dagegen für Käufer interessant sein, die direkt ein stimmiges Gesamtpaket möchten. Wenn die Priorität auf einem kräftigen Auftritt und einem Motorrad liegt, das sich auch bei dynamischerem Fahren nicht klein macht, ist sie oft die passendere Wahl.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Royal Enfield Interceptor 650
- Stärken: gleichmäßiger Motorcharakter, gut dosierbares Fahrgefühl, alltagstaugliche Abstimmung, angenehmes Handling für Stadt und Landstraße.
- Schwächen: wer maximale Dynamik und starke Reserven bei zügigem Fahren erwartet, könnte sich im direkten Vergleich weniger „druckvoll“ fühlen.
Brixton Cromwell 1200
- Stärken: kräftigerer Gesamtansatz, oft mehr Durchzug und Reserven, souveräner Eindruck bei dynamischerem Fahren.
- Schwächen: für sehr langsames, entspanntes Fahren über holprige Strecken kann das Fahrgefühl je nach Einstellung etwas weniger „weich“ wirken als bei der Interceptor.
Welche Kaufentscheidung ist sinnvoll?
Die Royal Enfield Interceptor 650 ist besonders dann die richtige Wahl, wenn der Fokus auf einem stimmigen, entspannten Fahrstil liegt. Sie passt gut zu Fahrern, die ein Motorrad suchen, das im Alltag unkompliziert bleibt, sich leicht bewegen lässt und bei Touren nicht unnötig fordert. Wer gern gleichmäßig fährt, das Motorrad „arbeiten lässt“ und den Charakter mehr schätzt als die maximale Beschleunigung, wird sich hier schnell zuhause fühlen.
Die Brixton Cromwell 1200 ist dagegen ideal für alle, die mehr Kraft aus dem Motor heraus spüren möchten und ein Motorrad bevorzugen, das bei Tempowechseln und Überholmanövern souverän bleibt. Wenn die Route öfter zügiger ist oder wenn das Motorrad auch bei längeren Abschnitten „mitgehen“ soll, bietet die Cromwell 1200 im Vergleich die passendere Basis.
Fazit:
Die Royal Enfield Interceptor 650 ist die bessere Wahl für alle, die ein unkompliziertes, gut dosierbares Motorrad für Alltag und entspannte Touren suchen. Ihr Charakter und das insgesamt gutmütige Handling machen sie besonders attraktiv, wenn gleichmäßiges Fahren im Vordergrund steht und man sich nicht ständig nach mehr Leistung „sehnen“ möchte. Die Brixton Cromwell 1200 empfiehlt sich dagegen, wenn mehr Reserven gefragt sind und das Motorrad auch bei dynamischerem Fahren souverän wirken soll. Wer beim Vergleich von Leistung und Drehmoment vor allem das Gefühl von Durchzug und mehr „Druck“ sucht, wird mit der Cromwell 1200 glücklicher. Kurz gesagt: Interceptor für entspanntes Cruisen und Alltag, Cromwell für mehr Dynamik und Reserven.