UVP 4.820 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 10.645 €
Baujahr von 2011 bis 2024
RE Meteor 350: Easy-Cruiser für 3.999 Euro zum Entschleunigen und Spaß haben
Weiter zum Testbericht
Japanische Schönheit mit viel Chrome und Königswelle.
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • leicht und wendig
  • lässige Sitzposition
  • Leistung überschaubar, herrlich entschleunigend
  • sehr einfache Bedienung
  • eignet sich auch für kleinere und ältere Piloten
Kontra:
  • Schaltwippe gewöhnungsbedürftig
  • Bedienungselemente und Tankdeckel vom Material her etwas lieblos
  • Leistung überschaubar, nix für Raser
Pro:
  • lässige Optik
  • cooler Sound
  • einfaches Fahrverhalten
  • einfachste Bedienung
  • viel Chrome
Kontra:
  • Bremsen könnten stärker zupacken
  • teilweise Vibrationen
  • überschaubare Leistung

Abmessungen & Gewicht

Gewicht191kg
Radstand1.400mm
Länge2.140mm
Radstand1.400mm
Sitzhöhe: 765 mm
Höhe1.140mm
Gewicht221kg
Radstand1.465mm
Länge2.180mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 790 mm
Höhe1.075mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder 4-Takt
Hubraum349ccm
Hub86mm
Bohrung72mm
Kühlungluftgekühlt
AntriebKette
Gänge5
Motor-BauartReihe
Hubraum773ccm
Hub83mm
Bohrung77mm
KühlungLuft
AntriebKette
Gänge5

Fahrleistungen

Leistung20 PS bei 6.100 U/Min
Drehmoment27 NM bei 4.000 U/Min
Höchstgeschw.120km/h
Tankinhalt15Liter
Verbrauch3l pro 100km
Reichweite570km
Leistung48 PS bei 6.500 U/Min
Drehmoment60 NM bei 2.500 U/Min
Höchstgeschw.170km/h
Tankinhalt14Liter

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen
Federung vorne41er-Telegabel (Federweg 130)mm
Federung hintenStereo-Federbeine
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne100/90 19 Zoll
Reifen hinten140/70 17 Zoll
RahmenbauartDoppelschleife
Federung vorneTelegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm
Federung hintenStereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-19 Zoll
Reifen hinten130/80-18 Zoll

Bremsen

Bremsen vorneEinzelscheibe, Bybre ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Bybre ( Ø 270 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe

Fazit - was bleibt hängen

Wie eingangs schon gesagt, dieses Motorrad muss man einfach mögen, selbst wenn schon eine 1290er SuperDuke in der Garage steht. Die Meteor 350 ist einfach ein sympathisches Bike, an das man keine besonderen Erwartungen hat. Sie ist günstig, solide gemacht, fährt sich einfach, lässig und sicher. Und irgendwie hat man das Gefühl, dass dieses Bike niemals kaputt gehen wird. Was sollte auch kaputt gehen, ist ja nichts dran!
 
Wir finden, dass die Meteor ein hervorragendes Bike ist - und zwar z.B. auch für ältere Personen, die nicht mehr ein 300 kg Gefährt durch die Gegend schleppen wollen und auch beim Auf- und Absitzen nicht mehr ganz so gelenk sind. Aber bitte nicht missverstehen: Es handelt sich nicht um ein Seniorenfahrzeug, die Meteor wird auch viele junge Freunde finden. Vielleicht und gerade auch wegen des Preises. Welches Bike über 125 ccm bekommt man neu heute noch für unter 4.000 Euro? Unsere Datenbank sagt: Genau drei.

Testbike von 2Radstadie/Pinneberg. Dort stehen alle aktuellen Royal Enfields als Vorführer. Besuch lohnt sich.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 4.000€
  • Verfügbarkeit: ab 07/2021
  • Farben: hellrot, dunkelrot, gelb, hellblau, schwarz, dunkelblau, braun

Fazit - was bleibt hängen

Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...
 
Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 10.645 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 7.000 €
  • Verfügbarkeit: seit 2011
  • Farben: grau-schwarz-blau

MotorradTest.de auf YouTube

Royal Enfield Meteor 350 vs Kawasaki W 800 – Vergleich für entspanntes Cruisen

Wenn es um klassische Motorräder mit Charakter geht, landen viele Fahrerinnen und Fahrer früher oder später bei zwei sehr unterschiedlichen Ansätzen: der Royal Enfield Meteor 350 und der Kawasaki W 800. Beide Modelle wirken auf den ersten Blick vertraut – mit Retro-Optik, angenehmer Sitzhaltung und dem Wunsch nach entspanntem Fahrspaß. Doch sobald man die Details betrachtet, wird klar: Hier treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander. Der eine Weg führt eher in Richtung leichtes, unkompliziertes Cruisen, der andere in Richtung souveräne, erwachsen wirkende Fahrkultur.

Im folgenden Vergleich werden die relevanten Punkte gegenübergestellt: Motor und Fahrgefühl, Ergonomie und Komfort, Handling im Alltag sowie Stärken und Schwächen beider Motorräder – damit die Entscheidung leichter fällt, ohne dass man sich von einzelnen Datenblättern blenden lässt.

Motorcharakter: entspanntes Drehen vs. souveränes Ansprechen

Royal Enfield Meteor 350

Die Royal Enfield Meteor 350 setzt auf einen Motor, der vor allem durch seine zugängliche Art überzeugt. Das Fahrgefühl ist eher „ruhig und kontrolliert“ als sportlich fordernd. In typischen Alltagssituationen – an Ampeln, beim Anrollen oder auf der Landstraße – wirkt das Ansprechverhalten angenehm direkt. Die Maschine lädt dazu ein, im passenden Gang zu bleiben und das Tempo fließend zu gestalten.

Stärken zeigt der Meteor besonders dann, wenn nicht ständig hohe Drehzahlen gefragt sind. Wer gerne entspannt fährt, findet hier einen Motor, der sich gut dosieren lässt und nicht nach „mehr“ schreit. Gleichzeitig ist genau das auch die Grenze: Wer häufig zügig überholt, viel mit hoher Zuladung unterwegs ist oder dauerhaft sportlicher fahren möchte, wird früher merken, dass die Reserven begrenzter sind als bei größeren Hubräumen.

Kawasaki W 800

Die Kawasaki W 800 geht einen anderen Weg. Der Motor wirkt kräftiger und erwachsener im Gesamteindruck. Das Ansprechen fühlt sich oft „satter“ an, und das Motorrad vermittelt das Gefühl, dass es auch bei höheren Lasten oder längeren Strecken gelassen bleibt. Gerade auf Landstraßen, wenn es darum geht, konstant zügig zu fahren oder aus Kurven heraus sauber zu beschleunigen, spielt die W 800 ihre Stärken aus.

Auch hier gilt: Retro heißt nicht automatisch langsam. Die Kawasaki kann durchaus flotter – und sie bleibt dabei kontrolliert. Schwächen liegen eher nicht im Motor selbst, sondern in der Erwartungshaltung: Wer ein sehr leichtes, agiles Motorrad sucht, wird die W 800 im Vergleich als „präsenter“ wahrnehmen. Das ist nicht negativ, aber es verändert das Fahrgefühl im Stadtverkehr.

Ergonomie & Sitzposition: wer sitzt wie entspannt?

Beide Motorräder sind klar auf klassisches Cruisen ausgelegt. Dennoch unterscheiden sie sich spürbar darin, wie „entspannt“ sich das Ganze anfühlt.

Meteor 350: unkompliziert und alltagstauglich

Die Royal Enfield Meteor 350 wirkt wie gemacht für Fahrerinnen und Fahrer, die eine komfortable, nicht zu aufrechte Sitzhaltung suchen. Die Maschine ist insgesamt leichter im Handling, wodurch sie sich im Alltag – also beim Rangieren, im dichten Verkehr oder auf kurzen Strecken – angenehm anfühlt. Auch für Einsteiger ist der Meteor oft attraktiv, weil er nicht das Gefühl vermittelt, dass man ständig „arbeiten“ muss, um entspannt voranzukommen.

Als mögliche Schwäche kann sich zeigen, dass die Ergonomie zwar für viele passt, aber bei längeren Touren je nach Körpergröße und Fahrstil mehr Feintuning (z. B. durch Zubehör oder Fahrhaltung) sinnvoll sein kann.

W 800: souverän, aber mit mehr Motorradgefühl

Die Kawasaki W 800 vermittelt eine stabilere, erwachsenere Präsenz. Die Sitzposition wirkt oft so, dass man längere Strecken gut „durchrollen“ kann. Das Motorrad fühlt sich dabei weniger wie ein „leichtes Alltagsbike“ an, sondern eher wie ein Cruiser, der bewusst gefahren werden möchte.

Im Gegenzug kann die W 800 im Stadtverkehr etwas weniger „spielerisch“ wirken. Wer häufig enge Gassen, häufiges Stop-and-go oder viele langsame Manöver hat, spürt eher das Mehr an Motorrad.

Handling & Fahrwerk: leicht zu bewegen oder souverän zu rollen?

Beim Handling entscheidet sich vieles zwischen den beiden Konzepten.

Meteor 350: agil im Alltag

Die Royal Enfield Meteor 350 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo es häufig um Kontrolle bei niedrigen bis mittleren Geschwindigkeiten geht. Richtungswechsel, kleine Korrekturen und das „Mit-dem-Motorrad-arbeiten“ fühlen sich unkompliziert an. Das macht sie besonders attraktiv für Pendler, Stadtfahrten und alle, die gerne spontan fahren.

Auf der anderen Seite kann bei sehr dynamischer Fahrweise oder bei schlechterem Untergrund der Fokus stärker auf Komfort liegen als auf sportlicher Präzision. Das ist kein Mangel, sondern Teil des Charakters.

W 800: Stabilität und Ruhe

Die Kawasaki W 800 wirkt bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecken oft ruhiger und stabiler. Das Fahrwerk unterstützt das Gefühl, dass das Motorrad „einfach läuft“. Gerade wenn man nicht ständig nachjustieren möchte, sondern entspannt Kilometer sammelt, ist das ein Pluspunkt.

Im Gegenzug kann die W 800 bei sehr langsamen Geschwindigkeiten oder engen Situationen weniger leichtfüßig wirken. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, sollte das in die Entscheidung einbeziehen.

Bremsen & Sicherheit im Alltag

Beide Motorräder sind für den Straßenbetrieb ausgelegt, und in der Praxis geht es weniger um „maximale“ Werte als um das gefühlte Zusammenspiel aus Bremsdosierung, Stabilität und Vertrauen.

Der Meteor 350 punktet häufig mit einer gut kontrollierbaren Bremswirkung, die sich im Alltag angenehm dosieren lässt. Die W 800 bietet dagegen oft das Gefühl von mehr Reserven und ein souveränes Ansprechverhalten, besonders wenn man zügiger fährt oder die Situation mehr Aufmerksamkeit verlangt.

Wer viel in urbanen Umgebungen unterwegs ist, profitiert von einer einfachen Dosierbarkeit. Wer häufiger Landstraße fährt und gerne zügiger unterwegs ist, wird die zusätzliche Gelassenheit der W 800 eher zu schätzen wissen.

Stärken & Schwächen im direkten Vergleich

Royal Enfield Meteor 350 – klare Pluspunkte

  • Einfacher Einstieg in den Retro-Cruiser-Stil: das Motorrad wirkt unkompliziert und alltagstauglich.
  • Leichtes Handling im Stadtverkehr und bei niedrigen Geschwindigkeiten.
  • Entspanntes Fahrgefühl: Motor und Gesamtkonzept laden zu ruhigem Cruisen ein.

Royal Enfield Meteor 350 – mögliche Grenzen

  • Bei sehr sportlichem Fahren oder häufigen Überholmanövern können Reserven früher spürbar werden.
  • Je nach Körpergröße und Tourenlänge kann Feintuning bei Komfortthemen sinnvoll sein.

Kawasaki W 800 – klare Pluspunkte

  • Souveränes Fahrgefühl mit kräftigerem Gesamteindruck.
  • Stabilität auf längeren Strecken und bei zügigerem Tempo.
  • Erwachsenes Ansprechverhalten des Motors, das das Cruisen „runder“ macht.

Kawasaki W 800 – mögliche Grenzen

  • Im dichten Stadtverkehr kann das Motorrad im Vergleich weniger leichtfüßig wirken.
  • Wer ein sehr leichtes, reaktionsfreudiges Bike sucht, muss das „mehr Motorradgefühl“ mögen.

Für wen passt welches Motorrad?

Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Modell „besser“ ist, sondern davon, welcher Fahrstil und welche Nutzung im Vordergrund stehen.

Royal Enfield Meteor 350: die passende Wahl für…

  • Fahrerinnen und Fahrer, die entspannt unterwegs sind und das Motorrad vor allem im Alltag nutzen.
  • Menschen, die ein unkompliziertes Handling und ein leichtes Gefühl bei niedrigen Geschwindigkeiten schätzen.
  • Alle, die Retro-Optik lieben und dabei ein Motorrad suchen, das nicht ständig nach „mehr“ verlangt.

Kawasaki W 800: die passende Wahl für…

  • Fahrerinnen und Fahrer, die längere Strecken genießen und dabei mehr Souveränität möchten.
  • Menschen, die beim Cruisen gerne kräftigeres Ansprechverhalten und mehr Reserven spüren.
  • Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein erwachsener Cruiser anfühlt und auch bei zügigerem Tempo ruhig bleibt.

Fazit:

Die Royal Enfield Meteor 350 ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf unkompliziertem Cruisen, leichtem Handling und einem zugänglichen Motorcharakter liegt. Sie passt besonders gut für Stadtfahrten, kurze bis mittlere Strecken und alle, die ein Retro-Bike suchen, das sich angenehm kontrollieren lässt und nicht ständig fordert. Die Kawasaki W 800 spielt ihre Stärken vor allem auf längeren Touren und bei Fahrten, bei denen mehr Reserven gefragt sind: Das Motorrad wirkt stabil, souverän und vermittelt ein erwachsenes Fahrgefühl, das auch bei zügigerem Tempo ruhig bleibt. Wer häufig im dichten Verkehr unterwegs ist, sollte bedenken, dass die W 800 im Vergleich präsenter wirkt. Insgesamt gilt: Meteor 350 für entspanntes, alltagstaugliches Cruisen – W 800 für mehr Gelassenheit, Stabilität und „großes Motorrad“-Gefühl auf der Straße.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙