| UVP | 4.990 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- tolle Scrambler-Optik
- herrlich entschleunigend
- lockere Sitzposition
- leicht und einfach zu fahren
- auch für A2-Fahrer geeignet
- im Gegensatz zur Himalayan nicht ganz so reisetauglich
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 194 | kg |
| Radstand | 1.455 | mm |
| Länge | 2.210 | mm |
| Radstand | 1.455 | mm |
| Sitzhöhe: | 795 | mm |
| Höhe | 1.165 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 411 | ccm |
| Hub | 86 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt mit Ölkühler | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 24 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 32 NM bei 4.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 127 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 469 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Halbduplex | |
| Federung vorne | Teleskopgabel 41 mm (Federweg 190)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Progressives Zentralfederbein 5-fach einstellbar | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 120/90-17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Scheibenbremse, Zweikolben-Festsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Royal Enfield Scram 411 ist die personifizierte Reduktion in seiner reinsten Form. Nichts an diesem Bike ist überflüssig, kaum etwas kann kaputt gehen und sie ist günstig in Anschaffung und Unterhalt. Sie verbraucht nur 3 Liter auf 100 km/h, man tankt also nur alle 3 Wochen mal ein bisschen nach. Mehr Entschleunigung geht nicht und trotzdem oder gerade deshalb macht diese Maschine unglaublich viel Spaß. Beim Eiscafé muss man sich nicht schämen, weil die Scram 411 unverschämt gut aussieht und jeder sie mindestens sympatisch findet. Perfekt auch als Zweitmaschine!Das Testbike haben wir von 2Rad Stadie in Pinneberg bekommen. Dort steht auch noch eine Scram 411 zum Verkauf. Wenn sie schon weg sein sollte, schaut Euch vor Ort noch Bikes von Brixton oder Mondial an. Die sind auch günstig und optisch ähnlich veranlagt. Oder Ihr nehmt die RE Himalayan, aus unserer Sicht immer noch das universellere Bike.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
MotorradTest.de auf YouTube
Royal Enfield Scram 411 vs KTM 1290 Super Adventure S – Vergleich für Alltag, Tour und Fahrgefühl
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Royal Enfield Scram 411 und die KTM 1290 Super Adventure S, geht es im Vergleich weniger um „besser“ oder „schlechter“ – sondern vor allem um den passenden Einsatzzweck. Die Scram 411 steht für einen zugänglichen, unkomplizierten Charakter, der sich besonders im Alltag und auf kleineren Touren wohlfühlt. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist ein ausgewachsenes Adventure-Bike, das auf langen Strecken, bei zügigem Tempo und mit viel Reserven glänzt.
Im Folgenden werden die im Vergleich genannten Eigenschaften beider Modelle gegeneinander gestellt: Motorcharakter, Fahrwerk und Handling, Bremsen, Komfort, Ausstattung sowie Reisetauglichkeit. Dabei zeigt sich schnell, warum die eine Maschine eher „entspannt ankommen“ will – und die andere „souverän durchziehen“.
Grundcharakter: Kompakt und nahbar vs. groß und souverän
Royal Enfield Scram 411
Die Scram 411 wirkt wie ein Motorrad, das bewusst auf Alltagstauglichkeit und einfaches Handling ausgelegt ist. Der Fokus liegt auf einem Fahrgefühl, das auch dann Spaß macht, wenn die Strecke nicht perfekt geplant ist. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen spielt die kompaktere Auslegung ihre Vorteile aus: Das Motorrad bleibt übersichtlich, die Bedienung ist unkompliziert und das Tempo lässt sich leicht dosieren.
KTM 1290 Super Adventure S
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen klar auf Langstrecke und Leistungsreserven ausgelegt. Der Charakter ist deutlich „großer“: mehr Durchzug, mehr Reserven und ein Fahrgefühl, das auch bei zügiger Fahrt stabil bleibt. Das S-Modell zielt zudem auf Komfort und Ausstattung, die man auf Touren wirklich spürt – von der Sitzposition bis zur Gesamtanmutung als Reisemaschine.
Motor und Antrieb: Unterschiedliche Philosophien im Vergleich
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich der Kernunterschied: Die Scram 411 ist auf zugängliche Fahrbarkeit ausgelegt, während die KTM 1290 Super Adventure S auf Leistung und Durchzug setzt. Das bedeutet nicht, dass die Scram 411 „zu wenig“ wäre – vielmehr ist sie anders abgestimmt: Sie lädt dazu ein, den Fahrtag entspannt zu gestalten, die Gänge sauber zu nutzen und das Motorrad als Begleiter zu sehen.
Die KTM spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn es dynamischer wird: Überholmanöver, Autobahnabschnitte oder lange Strecken mit wechselndem Tempo profitieren von den größeren Reserven. Wer häufig zügig fährt oder Touren mit viel Strecke plant, bekommt hier ein deutlich souveräneres Gefühl.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Scram 411: leicht zu bewegen
Die Scram 411 punktet im Vergleich vor allem mit Agilität. Das Motorrad lässt sich im Alltag leichter „mitnehmen“, man kann es in engen Situationen gut positionieren und fühlt sich auf wechselnden Untergründen meist unkompliziert an. Auch wenn es nicht als kompromisslose Offroad-Maschine gedacht ist, macht die Abstimmung Lust, auch mal abseits der perfekten Linie zu fahren – ohne dass man ständig „arbeiten“ muss.
Super Adventure S: souverän über Distanz
Die KTM 1290 Super Adventure S ist im Handling eher auf Stabilität und Kontrolle bei Tempo ausgelegt. In schnellen Kurven und auf längeren Strecken wirkt das Motorrad wie ein System, das Ruhe ausstrahlt. Das Fahrwerk unterstützt den Fahrer dabei, die Linie zu halten und das Tempo zu tragen. Gleichzeitig bleibt das Handling nicht „träge“ – aber die Priorität liegt klar auf dem Reisegefühl.
Bremsen: Vertrauen in unterschiedlichen Situationen
Beim Bremsvergleich zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Klassen: Die Scram 411 ist auf dosierbares Bremsen und alltagstaugliche Verzögerung ausgelegt. Das passt gut zu ihrem Einsatzprofil, bei dem häufiges Anfahren, Stop-and-go und moderates Tempo dominieren.
Die KTM 1290 Super Adventure S bringt dagegen Bremsleistung mit, die zu ihrem Leistungsniveau passt. Gerade bei zügiger Fahrt, bei häufigen Richtungswechseln oder wenn die Strecke „tourig“ wird, ist das ein echtes Plus: Man kann später bremsen, bleibt dabei stabil und gewinnt dadurch spürbar Sicherheit.
Komfort und Ergonomie: Sitzgefühl entscheidet
Scram 411: entspannter Einstieg
Die Scram 411 ist so konzipiert, dass sie sich auch über längere, aber eher gemütliche Touren hinweg angenehm anfühlt. Die Sitzposition wirkt eher „natürlich“ und nicht übertrieben sportlich. Das ist ein Vorteil für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das nicht nach jeder Pause nach „Einstellung“ verlangt.
Super Adventure S: Touring-Komfort als Ziel
Bei der KTM steht der Komfort stärker im Vordergrund. Die Ergonomie ist auf Touring ausgelegt, und das merkt man besonders dann, wenn die Strecke länger wird. Dazu kommt, dass die KTM als Reiseplattform auch dann überzeugt, wenn man nicht nur Landstraße fährt, sondern auch Autobahn und gemischte Streckenanteile dabei sind.
Ausstattung und Technik: Was man auf Tour wirklich merkt
Im Vergleich der Ausstattung wird deutlich, dass die KTM 1290 Super Adventure S stärker auf Premium-Touring setzt. Das zeigt sich in der Art, wie das Motorrad „rund“ wirkt: Bedienelemente, Fahrmodi-Logik, die Gesamtanmutung und die Art, wie das Motorrad auf unterschiedliche Situationen reagiert.
Die Scram 411 ist dagegen eher auf Essentials fokussiert. Das ist kein Nachteil, sondern eine klare Linie: weniger „Technikballast“, mehr direkte Bedienbarkeit. Wer ein Motorrad möchte, das sich schnell versteht und nicht ständig mit Funktionen erklärt werden muss, findet hier einen stimmigen Ansatz.
Reisetauglichkeit: Welche Maschine passt zu welcher Tour?
Reisetauglichkeit ist mehr als nur „kann Autobahn“. Im Vergleich zeigt sich: Die KTM 1290 Super Adventure S ist die Maschine für Touren, bei denen Tempo, Distanz und Komfort zusammenkommen. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren, häufig überholen müssen oder einfach das Gefühl mögen, dass das Motorrad jederzeit Reserven hat.
Die Royal Enfield Scram 411 ist dagegen die bessere Wahl, wenn die Touren eher überschaubar sind oder wenn der Fokus auf entspanntem Fahren liegt. Sie passt gut zu Tagesausflügen, Feierabendrunden und Strecken, bei denen man öfter mal spontan abbiegt. Auch für Einsteiger oder Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich nicht „zu groß“ anfühlt, ist sie besonders attraktiv.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Royal Enfield Scram 411
- Einfaches Handling im Alltag und auf kleineren Strecken
- Nahbares Fahrgefühl, das das Motorrad schnell „verständlich“ macht
- Alltagstauglicher Charakter für Stadt, Landstraße und spontane Routen
Schwächen der Royal Enfield Scram 411
- Bei sehr langen Strecken und hohem Tempo ist die KTM klar im Vorteil
- Wer maximale Reserven sucht, wird eher bei der großen Adventure-Klasse fündig
Stärken der KTM 1290 Super Adventure S
- Deutlich mehr Reserven für dynamisches Fahren und Überholmanöver
- Stabilität und Komfort für lange Touren
- Touring-orientierte Ausstattung für ein rundes Gesamtpaket
Schwächen der KTM 1290 Super Adventure S
- Im Stadtverkehr und bei sehr „langsamen“ Fahrten wirkt die große Klasse weniger agil
- Wer ein leicht zu handhabendes, unkompliziertes Motorrad sucht, findet in der Scram 411 den entspannteren Einstieg
Für wen lohnt sich welcher Vergleich?
Der Vergleich zwischen Royal Enfield Scram 411 und KTM 1290 Super Adventure S ist im Grunde ein Vergleich zwischen zwei Fahrwelten: kompakt und unkompliziert versus groß und tourenstark. Wer vor allem im Alltag unterwegs ist, kurze bis mittlere Strecken fährt und ein Motorrad möchte, das sich schnell in den Alltag einfügt, wird mit der Scram 411 sehr zufrieden sein. Sie ist die Maschine für Menschen, die fahren wollen, ohne ständig an „Setup“ oder „Leistungsreserven“ zu denken.
Wer dagegen regelmäßig lange Strecken fährt, auch bei wechselnden Bedingungen souverän unterwegs sein möchte und das Motorrad als Reisebegleiter sieht, bekommt mit der KTM 1290 Super Adventure S das passendere Gesamtpaket. Die Kombination aus Reserven, Komfort und stabiler Fahrdynamik macht sie zur klaren Wahl für Touren, bei denen man nicht nur ankommt, sondern auch entspannt durchzieht.
Fazit:
Die Royal Enfield Scram 411 ist die bessere Wahl für alle, die ein nahbares, leicht zu bewegendes Motorrad suchen: für Stadt, Landstraße und Touren, die eher entspannt und spontan bleiben. Ihre Stärke liegt im unkomplizierten Fahrgefühl und darin, dass sie sich schnell „richtig“ anfühlt – ohne den Anspruch, jede Strecke mit maximalem Tempo zu dominieren.
Die KTM 1290 Super Adventure S passt dagegen am besten zu Fahrern, die lange Strecken, dynamisches Fahren und Touring-Komfort priorisieren. Im Vergleich zeigt sie ihre Vorteile besonders bei Reserven, Stabilität und der Art, wie sie auch bei zügiger Fahrt ruhig bleibt. Wer ein Motorrad möchte, das als Reisemaschine überzeugt und dabei viel Sicherheit durch Leistung und Ausstattung vermittelt, findet in der KTM die passendere Option.