UVP 9.578 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP 14.750 €
Baujahr von 2017 bis 2023
Suzuki DR-Z4SM im Test: Kleine Supermoto, großer Spaßfaktor
Weiter zum Testbericht
Retro, Scrambler, Naked, Tourer - was ist das für eine Maschine?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • einstellbares, gutes Fahrwerk
  • sehr agiles, leicht zu fahrendes Motorrad
  • LED rundum in Serie
  • solide Bauweise
Kontra:
  • harte Sitzbank
  • Motor obenrum ohne Puste
  • nur 5 Gänge
Pro:
  • Motor
  • Handling
  • Bremsen
  • Fahrwerk
  • Qualitätsanmutung
  • Optik
Kontra:
  • fehlende Anzeigen für Benzinstand, Drehzahl und Gang
  • Reisemöglichkeiten und Windschutz nicht auf GS-Niveau

Abmessungen & Gewicht

Gewicht154kg
Radstand1.465mm
Länge2.195mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 890 mm
Höhe1.190mm
Gewicht221kg
Radstand1.527mm
Länge2.175mm
Radstand1.527mm
Sitzhöhe: 850 mm
Höhe1.105mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder, 4-Takt
Hubraum398ccm
Hub63mm
Bohrung90mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge5
Motor-BauartBoxer
Hubraum1.170ccm
Hub73mm
Bohrung101mm
KühlungÖl-Luft
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung38 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment37 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.139km/h
Tankinhalt9Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite249km
Leistung110 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment116 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt17Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite321km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifenrahmen
Federung vorneUpside-Down Teleskopgabel 46 mm (Federweg 260)mm
Federung hintenKYB Monofederbein mit Ausgleichsbehälter / Öldämpfung (Federweg 277)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge (Aluminium)
Reifen vorne120/70R17 M/C 58H (mit Schlauch)
Reifen hinten140/70R17 M/C 66H (mit Schlauch)
RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneTelegabel 43 mm (Federweg 125)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 140)mm
Aufhängung hintenParalever
Reifen vorneZR
Reifen hintenZR

Bremsen

Bremsen vorneScheibenbremse, Zweikolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenScheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 265 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Betörend ist die Urban G/S ohne Frage. Unser Tester Markus ließ sich zur Anmerkung hinreißen, dass es in seinen Augen das derzeit schönste Motorrad auf dem Markt ist. Sie ist darüber hinaus ein typisches Boxer-Kind und von vorne bis hinten hochwertig verarbeitet. Wer nicht ständig zwischen Deutschland und der Mongolei pendelt, für den eignet sich die Urban G/S vielleicht sogar besser als eine normale GS, denn die Urban G/S ist handlicher und wiegt deutlich weniger. 
 
Das Testmotorrad wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht genau dieses Bike als Vorführer und freut sich auf jeden Menge Probefahrer. Also, ab geht's nach Pinneberg bei Hamburg!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 14.320€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 12.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: schwarz-rot, blau, weiß

MotorradTest.de auf YouTube

Suzuki DR-Z 4SM vs. BMW R nineT Urban G/S – Vergleich im Motorradtest

Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, steckt dahinter oft genau die Frage, die beim Kauf wirklich zählt: Soll das Motorrad vor allem agil und direkt sein – oder eher souverän, alltagstauglich und mit Charakter für längere Strecken? Der Vergleich zwischen der Suzuki DR-Z 4SM und der BMW R nineT Urban G/S zeigt sehr klar, wie unterschiedlich die Philosophie dahinter sein kann. Beide Maschinen machen Spaß, aber auf unterschiedliche Art. Während die Suzuki stark auf Fahrspaß und unkomplizierte Dynamik setzt, zielt die BMW auf ein stimmiges Gesamtpaket aus Stil, Fahrgefühl und Vielseitigkeit.

Grundidee und Einsatzprofil: Supermoto-Feeling vs. Urban-G/S-Charakter

Die Suzuki DR-Z 4SM ist im Kern ein Supermoto-Konzept: kompakt, leicht zu bewegen und mit dem Anspruch, Kurven und kurze Wege besonders lebendig zu machen. Wer gern zügig durch die Stadt fährt, Landstraßen dynamisch nimmt oder auch mal abseits der perfekten Linie unterwegs ist, findet hier eine Maschine, die sich nicht groß erklären muss.

Die BMW R nineT Urban G/S verfolgt dagegen eine andere Richtung. Sie verbindet den klassischen BMW-Ansatz mit einem Look, der an die G/S-Wurzeln erinnert, und bringt gleichzeitig eine Fahrwerks- und Motorabstimmung mit, die für Alltag und längere Touren ausgelegt ist. Das Motorrad wirkt weniger „sportlich-krawallig“, sondern eher „kontrolliert und souverän“ – mit dem gewissen Abenteuer-Vibe, der Lust auf mehr macht.

Motor und Fahrgefühl: Direktheit der Suzuki vs. souveräne BMW-Performance

Beim Motorcharakter unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Suzuki DR-Z 4SM spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn das Motorrad zügig bewegt wird und Drehzahl sowie Gasannahme eine aktive Fahrweise unterstützen. Das Gefühl ist unmittelbar: Gas geben, reagieren lassen, Linie halten. Dadurch entsteht ein sehr „hands-on“-Fahrspaß, der besonders in kurvigen Abschnitten und bei dynamischem Fahren auffällt.

Die BMW R nineT Urban G/S wirkt im Vergleich oft „erwachsener“ im Antrieb. Sie bietet ein Fahrgefühl, das stärker auf gleichmäßige Kraftentfaltung und ruhigeres Tempo ausgelegt ist. Das bedeutet nicht, dass sie nicht zügig kann – aber die Art, wie Leistung anliegt, ist weniger auf extremes Hochdrehen fokussiert. Wer gern entspannt fährt, aber trotzdem Reserven spüren möchte, wird die BMW häufig als angenehmer im Alltag wahrnehmen.

Stärken und Schwächen im Antrieb

  • Suzuki: Stärken liegen in der unmittelbaren Dynamik und dem sportlichen „Mitgehen“ bei aktiver Fahrweise. Schwäche kann sein, dass das Konzept weniger auf entspanntes Gleiten ausgelegt ist, wenn man sehr konstant und ruhig unterwegs sein möchte.
  • BMW: Stärken liegen in der souveränen Kraftentfaltung und dem insgesamt harmonischen Antriebskonzept. Schwäche kann sein, dass das „direkte“ Supermoto-Feeling nicht im gleichen Maß entsteht wie bei der Suzuki.

Fahrwerk und Handling: Agilität der DR-Z vs. Stabilität der R nineT

Im Handling ist die Suzuki DR-Z 4SM klar auf Beweglichkeit getrimmt. Das Motorrad lässt sich spürbar leicht in die Kurve bringen und wirkt wie gemacht für schnelle Richtungswechsel. Gerade auf kurzen Strecken oder bei häufigem Anfahren und Abbiegen zeigt sich, wie angenehm ein kompaktes Konzept sein kann. Auch wenn die Straße nicht perfekt ist, hilft die agile Geometrie dabei, das Motorrad kontrolliert zu bewegen.

Die BMW R nineT Urban G/S spielt ihre Stärken eher in der Stabilität und im ruhigen Fahrgefühl aus. In flotten Passagen wirkt sie oft „gesetzt“, also weniger hektisch, dafür sehr berechenbar. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn die Strecke länger wird oder wenn man nicht ständig maximal sportlich fahren möchte. Die BMW fühlt sich dann wie ein Motorrad an, das man einfach laufen lassen kann.

Kurvengefühl und Alltag

Während die Suzuki in Kurven häufig mit einem sehr direkten Rückmeldungssystem punktet, setzt die BMW stärker auf ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Federung, Dämpfung und Rahmengefühl. Wer häufig „kurz und knackig“ fährt, wird die Suzuki als besonders lebendig empfinden. Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt oder auch mal mit Gepäck unterwegs ist, wird die BMW oft als entspannter wahrnehmen.

Bremsen und Sicherheit: Kontrolle bei beiden – aber mit unterschiedlicher Charakteristik

Bei den Bremsen geht es im Vergleich weniger um „besser oder schlechter“, sondern um die Art der Dosierbarkeit und das Feedback. Die Suzuki DR-Z 4SM vermittelt typischerweise ein sehr direktes Gefühl, das zu einer aktiven Fahrweise passt. Das kann in sportlichen Situationen ein Vorteil sein, weil man schnell ein Gefühl für die nötige Bremskraft bekommt.

Die BMW R nineT Urban G/S wirkt im Bremsverhalten häufig harmonischer im Gesamtkonzept: Man bremst, das Motorrad bleibt stabil, und die Verzögerung lässt sich gut in den Fahrfluss integrieren. Das ist besonders im Alltag angenehm, wenn man häufig zwischen Stadtverkehr, Ampeln und zügigen Landstraßenabschnitten wechselt.

Komfort und Ergonomie: Kompakt vs. tourentauglich

Beim Komfort zeigt sich die unterschiedliche Zielgruppe. Die Suzuki DR-Z 4SM ist eher auf sportliche Sitzhaltung und direkte Kontrolle ausgelegt. Das ist ideal, wenn das Motorrad vor allem Spaß machen soll und man gern „im Fahrgefühl“ bleibt. Für sehr lange Strecken kann das je nach Fahrstil und Körpergröße weniger entspannend sein.

Die BMW R nineT Urban G/S ist dagegen stärker auf Alltagstauglichkeit und längere Fahrten ausgerichtet. Sitzposition und Gesamtergonomie wirken oft so, dass man auch über längere Zeit konzentriert und entspannt unterwegs sein kann. Wer also regelmäßig pendelt oder Touren plant, findet in der BMW häufig den runderen Kompromiss.

Ausstattung und Elektronik: BMW mit mehr „Allround“-Ansatz

Im Bereich Ausstattung und Elektronik ist die BMW R nineT Urban G/S meist der Typ „mehr Komfort im System“. Das zeigt sich vor allem darin, wie das Motorrad den Fahrer unterstützt und wie stimmig sich die Technik in den Alltag einfügt. Gerade wenn man nicht immer maximal sportlich fährt, sondern Wert auf ein stimmiges Gesamtpaket legt, spielt die BMW ihre Stärken aus.

Die Suzuki DR-Z 4SM setzt dagegen stärker auf das Wesentliche: Fahrspaß, direkte Rückmeldung und ein Konzept, das sich weniger wie ein „Technikpaket“ anfühlt. Das ist nicht automatisch ein Nachteil – im Gegenteil: Wer ein Motorrad möchte, das sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängt, wird das an der Suzuki schätzen.

Wirtschaftlichkeit und Nutzung: Welche Maschine passt besser zum Alltag?

Bei der Nutzung im Alltag zählt vor allem, wie gut das Motorrad in den eigenen Rhythmus passt. Die Suzuki DR-Z 4SM ist oft dann die bessere Wahl, wenn kurze Wege, häufiges Rangieren und dynamisches Fahren im Vordergrund stehen. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern „einfach nimmt“, um schnell Spaß zu haben.

Die BMW R nineT Urban G/S ist häufig die passendere Option, wenn das Motorrad mehr sein soll als nur ein Spaßgerät: Sie eignet sich eher für den Mix aus Stadt, Landstraße und Tour. Dazu kommt der Vorteil, dass das Gesamtpaket oft „tourenfreundlicher“ wirkt – also weniger anstrengend, mehr entspannter.

Stärken und Schwächen im Gesamtpaket

  • Suzuki DR-Z 4SM: Stärken: sehr lebendiges Handling, direkter Fahrspaß, unkomplizierte Dynamik. Schwächen: weniger Fokus auf maximalen Langstreckenkomfort und weniger „Allround-Unterstützung“ durch moderne Assistenz-Logik.
  • BMW R nineT Urban G/S: Stärken: souveränes Fahrgefühl, tourenorientierter Komfort, stimmige Gesamtintegration von Technik und Fahrwerk. Schwächen: weniger „Supermoto-Agilität“ im Sinne von extrem direktem Richtungswechselgefühl.

Für wen lohnt sich welche Wahl?

Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Wer ein Motorrad sucht, das sich leicht bewegen lässt, schnell auf Gas und Lenkimpulse reagiert und vor allem auf Kurven und Fahrspaß ausgelegt ist, findet in der Suzuki DR-Z 4SM eine sehr passende Basis. Sie ist besonders interessant für Fahrerinnen und Fahrer, die gern aktiv fahren und das Motorrad als „Werkzeug“ für dynamische Strecken nutzen.

Wer dagegen ein Motorrad möchte, das im Alltag angenehm ist, auf längeren Strecken Ruhe ausstrahlt und dabei trotzdem Charakter hat, wird mit der BMW R nineT Urban G/S häufig glücklicher. Sie richtet sich an Menschen, die Stil, Komfort und ein stimmiges Gesamtgefühl suchen – und die gelegentlich auch mehr als nur die nächste Kurve im Blick haben.

Fazit:

Die Suzuki DR-Z 4SM ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf agilem Handling, direkter Gasannahme und einem klar sportlich geprägten Fahrgefühl liegt. Sie passt besonders gut zu kurzen Strecken, kurvigen Landstraßen und Fahrern, die das Motorrad spürbar „mitarbeiten“ lassen möchten. Die BMW R nineT Urban G/S punktet dagegen mit souveränem Antrieb, stabilerem Gesamtgefühl und einem Komfort, der auch längere Fahrten angenehmer macht. Wer ein Motorrad sucht, das im Alltag rund läuft, technisch stimmig wirkt und Touren nicht als Belastung sieht, trifft mit der BMW oft die bessere Entscheidung. Kurz gesagt: Suzuki für den maximalen Fahrspaß im aktiven Stil, BMW für den stimmigen Allround-Charakter mit mehr Ruhe und Komfort.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙