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Baujahr von 2010 bis 2018
Suzuki DR-Z4SM im Test: Kleine Supermoto, großer Spaßfaktor
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Rasen statt Reisen?
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Pro und Kontra

Pro:
  • einstellbares, gutes Fahrwerk
  • sehr agiles, leicht zu fahrendes Motorrad
  • LED rundum in Serie
  • solide Bauweise
Kontra:
  • harte Sitzbank
  • Motor obenrum ohne Puste
  • nur 5 Gänge
Pro:
  • Motorleistung
  • Sound
  • Präzises Fahrwerk
  • Platzverhältnisse
Kontra:
  • Karge Ausstattung

Abmessungen & Gewicht

Gewicht154kg
Radstand1.465mm
Länge2.195mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 890 mm
Höhe1.190mm
Gewicht232kg
Radstand1.529mm
Länge2.190mm
Radstand1.529mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.495mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder, 4-Takt
Hubraum398ccm
Hub63mm
Bohrung90mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge5
Hubraum1.198ccm
Hub68mm
Bohrung106mm
Kühlungflüssig
AntriebKette

Fahrleistungen

Leistung38 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment37 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.139km/h
Tankinhalt9Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite249km
Leistung152 PS bei 9.500 U/Min
Drehmoment128 NM bei 7.500 U/Min
Höchstgeschw.248km/h
Tankinhalt20Liter

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifenrahmen
Federung vorneUpside-Down Teleskopgabel 46 mm (Federweg 260)mm
Federung hintenKYB Monofederbein mit Ausgleichsbehälter / Öldämpfung (Federweg 277)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge (Aluminium)
Reifen vorne120/70R17 M/C 58H (mit Schlauch)
Reifen hinten140/70R17 M/C 66H (mit Schlauch)
Federung hintenMonofederbein

Bremsen

Bremsen vorneScheibenbremse, Zweikolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenScheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe
Bremsen hintenScheibe

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Suzuki DR-Z 4SM vs. Ducati Multistrada 1200: Welches Motorrad passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Suzuki DR-Z 4SM und die Ducati Multistrada 1200, wird der Vergleich spannend: Hier steht eine klare Supermoto-Philosophie im Fokus, dort ein vielseitiger Reise-Tourer, der auf langen Strecken ebenso zu Hause ist wie auf wechselndem Terrain. Beide Modelle können viel – aber auf unterschiedliche Art. Genau darum lohnt sich der Blick auf die Stärken und Schwächen im direkten Vergleich.

Grundcharakter: Supermoto-Drive vs. Tourer-Komfort

Die Suzuki DR-Z 4SM ist als 4SM-Modell auf ein agiles, direktes Fahrgefühl ausgelegt. Der Fokus liegt auf Wendigkeit, spürbarer Rückmeldung und einem Fahrstil, der Lust auf Kurven macht. Wer gern zügig unterwegs ist, häufig in der Stadt oder auf kurzen Strecken fährt und dabei ein Motorrad möchte, das sich wie ein Werkzeug für den Spaß anfühlt, findet hier eine klare Richtung.

Die Ducati Multistrada 1200 dagegen steht für den Anspruch, möglichst viele Einsatzbereiche abzudecken. Der Charakter ist tourentauglich, mit einem Schwerpunkt auf Komfort, Stabilität und einem souveränen Auftritt bei höheren Geschwindigkeiten. Das Motorrad wirkt weniger wie ein „kurz und knackig“-Spielzeug, sondern eher wie ein Begleiter, der auch nach vielen Kilometern noch Freude macht.

Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Im Vergleich zeigt sich: Die Suzuki DR-Z 4SM setzt auf einen Motor, der vor allem über Drehfreude und ein sportliches Ansprechverhalten punktet. Das macht sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur „fahren“, sondern auch „mitarbeiten“ soll. Das Gefühl entsteht vor allem durch die direkte Verbindung zwischen Gasgriff und Vortrieb – ideal für dynamische Landstraßenabschnitte und für Situationen, in denen man häufig beschleunigt und wieder verzögert.

Die Ducati Multistrada 1200 spielt ihre Stärken eher dort aus, wo gleichmäßiges Tempo, Durchzug und ein ruhigerer Gesamtfluss gefragt sind. Der Motorcharakter ist auf Fahrten ausgelegt, bei denen man lange Strecken entspannt abspulen möchte, ohne ständig in den Drehzahlgrenzen zu leben. Im Vergleich wirkt die Ducati dadurch oft „erwachsener“ im Fahrgefühl, während die Suzuki mehr „Motorradspaß durch Aktivität“ liefert.

Stärken und Schwächen im Antrieb

  • Suzuki DR-Z 4SM: Stärken liegen im direkten Ansprechverhalten und im sportlichen, lebendigen Charakter. Schwäche kann sein, dass sie bei reinem Langstreckenkomfort und „entspanntem Gleiten“ weniger im Fokus steht.
  • Ducati Multistrada 1200: Stärken liegen in souveränem Durchzug und tourentauglicher Leistungsentfaltung. Schwäche kann sein, dass der Charakter weniger „leichtfüßig“ wirkt, wenn man vor allem kurze, verspielte Fahrten sucht.

Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität

Beim Handling trennt sich die Spreu schnell: Die Suzuki DR-Z 4SM ist auf Agilität ausgelegt. Das Motorrad lässt sich spürbar zügig in Schräglage bringen und unterstützt einen aktiven Fahrstil. Gerade auf kurvigen Strecken oder in Bereichen, in denen man häufig die Linie wechselt, fühlt sich die Suzuki oft intuitiv an.

Die Ducati Multistrada 1200 setzt dagegen auf Stabilität und ein Fahrgefühl, das auch bei wechselnden Bedingungen Sicherheit vermittelt. Auf längeren Strecken und bei höheren Geschwindigkeiten spielt die Ducati ihre Stärken aus: Sie wirkt ruhiger, „steht“ besser in der Spur und vermittelt ein Gefühl von Kontrolle, das besonders auf Autobahnabschnitten oder bei zügigem Landstraßentempo hilft.

Kurven und Alltag

Wer häufig in engen Kurven unterwegs ist oder das Motorrad wie ein „Spielgerät“ nutzen möchte, wird die Suzuki DR-Z 4SM vermutlich als passender empfinden. Wer dagegen regelmäßig lange Strecken fährt, dabei auch mal zügig unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das sich nicht nach jeder Pause neu „einfahren“ muss, findet in der Ducati Multistrada 1200 oft den besseren Kompromiss.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Im Vergleich zeigt sich: Beide Motorräder können sportlich verzögern, aber sie vermitteln das Gefühl auf unterschiedliche Weise. Die Suzuki DR-Z 4SM wirkt im Bremsverhalten oft direkt und „hands-on“, was zu ihrem agilen Charakter passt. Das ist besonders dann angenehm, wenn man häufig aus dem Kurveneingang heraus bremst oder in kurzen Abständen beschleunigt und verzögert.

Die Ducati Multistrada 1200 zielt stärker auf ein konsistentes, berechenbares Bremsgefühl ab – passend zu ihrem Tourer-Anspruch. Gerade bei längeren Fahrten und wechselnden Bedingungen ist das ein Vorteil, weil das Motorrad das Tempo kontrolliert und das Fahrgefühl stabil bleibt.

Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie?

Die Sitzposition ist ein entscheidender Unterschied: Die Suzuki DR-Z 4SM wirkt eher sportlich und aktiv. Das unterstützt einen Fahrstil, bei dem man sich bewegt, das Motorrad „führt“ und die Fahrt dynamisch gestaltet. Für kurze bis mittlere Strecken ist das oft ein Plus, weil das Motorrad dadurch lebendig bleibt.

Die Ducati Multistrada 1200 ist stärker auf Langstreckenkomfort ausgelegt. Die Ergonomie ist so gestaltet, dass man auch über längere Zeit entspannt bleiben kann. Das macht sie besonders interessant, wenn Fahrten nicht nur aus Kurven bestehen, sondern auch aus Autobahn, Landstraße und Tagesetappen.

Stärken und Schwächen bei der Ergonomie

  • Suzuki DR-Z 4SM: Stärken: sportliche Haltung, aktives Fahrgefühl. Schwächen: weniger Fokus auf „stundenlang entspannt sitzen“.
  • Ducati Multistrada 1200: Stärken: tourentaugliche Ergonomie, entspannteres Langstreckenprofil. Schwächen: weniger „leichtfüßig“ für sehr kurze, verspielte Fahrten.

Ausstattung und Alltag: Was man wirklich spürt

Im Alltag zeigt sich ein weiterer Unterschied: Die Ducati Multistrada 1200 ist als Reise-Tourer typischerweise stärker auf Komfort und Nutzbarkeit ausgelegt. Dazu gehören Aspekte wie Windschutz, Alltagstauglichkeit und die generelle Ausrichtung auf längere Touren. Wer regelmäßig unterwegs ist, Gepäck oder längere Tagesetappen plant und dabei ein Motorrad möchte, das „einfach funktioniert“, wird die Ducati oft als stimmiger erleben.

Die Suzuki DR-Z 4SM ist dagegen mehr auf Fahrspaß und direkte Rückmeldung ausgerichtet. Sie eignet sich besonders für Menschen, die das Motorrad nicht als „Reiseprojekt“, sondern als dynamisches Alltags- und Spaßgerät sehen. Gerade wenn die Strecke nicht immer lang sein muss, sondern die Freude am Fahren im Vordergrund steht, kann die Suzuki überzeugen.

Für welchen Fahrstil ist welches Motorrad besser?

Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Anspruch entscheiden:

Wenn Kurven, Agilität und direktes Feedback zählen

Dann ist die Suzuki DR-Z 4SM häufig die passendere Wahl. Sie belohnt einen aktiven Stil, macht das Motorrad „spürbar“ und wirkt wie eine Einladung, die Strecke zu genießen. Auch wenn nicht jede Fahrt eine große Tour ist, bleibt der Fahrspaß im Fokus.

Wenn Komfort, Stabilität und Langstrecke im Vordergrund stehen

Dann passt die Ducati Multistrada 1200 besser. Sie ist für Fahrten gemacht, bei denen man nicht nur ankommt, sondern auch unterwegs entspannt bleibt. Der Charakter ist weniger „springen und spielen“, mehr „durchziehen und genießen“ – besonders auf längeren Strecken.

Gebrauchtkauf und Entscheidungshilfe

Beim Kauf spielt nicht nur das Modell eine Rolle, sondern auch der Zustand. Bei beiden Motorrädern lohnt sich ein Blick auf Wartungshistorie, Verschleißteile und die Frage, wie das Motorrad bisher genutzt wurde. Die Suzuki DR-Z 4SM wird oft sportlicher bewegt, was sich in typischen Verschleißbildern zeigen kann. Die Ducati Multistrada 1200 wird häufig als Tourer eingesetzt, wodurch Themen wie Pflegezustand, Kilometerleistung und Ausstattung eine größere Rolle spielen können.

Unabhängig vom Modell gilt: Eine Probefahrt ist der beste Filter. Gerade weil die beiden Motorräder so unterschiedliche Stärken haben, hilft es, das eigene Fahrgefühl zu prüfen – Sitzposition, Gasannahme, Bremsgefühl und das Handling in realistischen Situationen.

Fazit:

Die Suzuki DR-Z 4SM ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem für dynamische Fahrten, kurvige Strecken und ein direktes, agiles Handling gesucht wird. Ihr Charakter lebt von Drehfreude, spürbarer Rückmeldung und einem sportlichen Ansatz, der besonders auf kurzen bis mittleren Strecken Spaß macht. Wer ein Motorrad möchte, das sich wie ein aktives Spiel anfühlt und im Alltag schnell „griffbereit“ ist, findet in der Suzuki meist den stimmigeren Partner.

Die Ducati Multistrada 1200 passt besser, wenn Komfort, Stabilität und Langstreckenorientierung wichtiger sind. Sie spielt ihre Stärken dort aus, wo gleichmäßiges Tempo, souveräner Durchzug und ein tourentaugliches Gesamtpaket zählen. Wer regelmäßig größere Strecken fährt und dabei ein Motorrad sucht, das auch nach vielen Kilometern noch entspannt wirkt, trifft mit der Ducati oft die bessere Entscheidung.

Kurz gesagt: Agilität und Fahrspaß sprechen für die Suzuki – Komfort und Vielseitigkeit für Touren sprechen für die Ducati.

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