| UVP | 14.969 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 22.499 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2026~ | |
| UVP | 16.645 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 15.699 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Viel Platz für Fahrer und Beifahrer
- Seitenständer etwas lieblos gemacht
- Tourentaugliche Sitzposition & verstellbares Windschild
- Bäriger Motor
- Reichhaltige Zubehörauswahl
- Sehr gute Serienausstattung
- Semiaktives, elektronisches WP-Fahrwerk
- QuickShifter nur gegen Aufpreis
- Straffe Sitzbank
- Motor braucht etwas Drehzahl zum Wohlfühlen
- Samtiger Vierzylinder mit ordentlich Druck unten und in der Mitte
- Souverände Straßenlage
- Bissige und gut dosierbare Bremsen
- aufrechte, tourentaugliche Sitzposition
- viele Ausstattungsvarianten
- SE mit guter Serienausstattung
- Hässlicher USB-C Anschluß
- etwas schwer
- charakterstarker Motor
- herrlicher V2-Sound
- bissige Bremsen
- gute technische Ausstattung
- typisches Guzzi-Gefühl fährt mit
- Kupplung trennt anfangs etwas klebrig
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 226 | kg |
| Radstand | 1.460 | mm |
| Länge | 2.140 | mm |
| Radstand | 1.460 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.215 | mm |
| Gewicht | 234 | kg |
| Radstand | 1.482 | mm |
| Radstand | 1.482 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Gewicht | 234 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.190 | mm |
| Gewicht | 233 | kg |
| Radstand | 1.486 | mm |
| Länge | 2.125 | mm |
| Radstand | 1.486 | mm |
| Sitzhöhe: | 815 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe 4-Takt | |
| Hubraum | 999 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2-Zylinder, 4-Takt, 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.099 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 90°-V2-Motor | |
| Hubraum | 1.042 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 96 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 152 PS bei 11.000 U/Min | |
| Drehmoment | 106 NM bei 9.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 311 | km |
| Leistung | 175 PS bei 9.750 U/Min | |
| Drehmoment | 141 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 260 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
| Leistung | 136 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 113 NM bei 7.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 247 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 339 | km |
| Leistung | 115 PS bei 8.700 U/Min | |
| Drehmoment | 105 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 362 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | KYB Upside-Down 43 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit Hebelsystem (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Superbike-Schwinge Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 190/50ZR17 M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 156)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 41-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Öhlins-S46-Federbein mit einstellbarer Zugstufendämpfung und Federbasis (Federweg 141)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 190/50ZR17M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen; Motor mittragend | |
| Federung vorne | Kayaba 41mm USD (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Kayaba Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 R17 | |
| Reifen hinten | 190/55 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben, Brembo M4.32 4-Kolben Festsättel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe, Einkolben ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | radial montierte Brembo 4-Kolben-Bremssättel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Schwimmend gelagerter Brembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 280 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Suzuki GSX-S 1000 GT ist sicher kein Poserbike - zum Glück. Vielmehr vereint sie alle positiven Tugenden, für die Suzuki bekannt ist: Es gibt keinen unsinnigen Schnickschnack, alles funktioniert so wie es soll und vor allem reagiert das Bike vorhersehbar. Der Motor ist ein Gedicht und tatsächlich kann die Maschine beides - reisen und rasen. Wie fast immer bei Suzuki ist auch die GT ein ehrliches Bike und ein verlässlicher Freund, mit dem man jede Menge Spaß und wenig Kummer haben wird.Die Kritikpunkte sind überschaubar und damit entpuppt sich das Bike als ernsthafter Konkurrent zur Kawasaki Ninja 1000 SX oder Honda NT 1100. Wir können allen Interessenten eine Probefahrt empfehlen - am besten bei Bergmann & Söhne in Tornesch oder Bremervörde. Von denen haben wir nämlich das Testbike zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür, wir hatten sehr viel Spaß mit der GSX-S 1000 GT.
Fazit - was bleibt hängen
Die neue 1290 Super Duke GT ist tatsächlich noch einmal besser geworden. Die vielen Tec-Updates sind vielleicht nicht jedermanns Sache oder unbedingt nötig, aber sie funktionieren allesamt prächtig. Die Bremsen sind sehr gut und die Reichweite von ca. 400 km ist tourentauglich. Die GT macht ihrem Namen alle Ehre und bietet sich dank der Sitzposition auch für längere Touren an. Der sportliche Charakter ist dennoch jederzeit präsent, Ready to Race allenthalben, eben typisch KTM!Das Testbike wurde uns von Motorrad Ruser zur Verfügung gestellt. Dieser in Haseldorf bei Hamburg ansässige Händler hat alle möglichen KTM- und Yamaha-Bikes als Vorführer vorrätig und die Landstraßen um Haseldorf herum laden ein zu einer prächtigen Proberunde. Also, ab geht's nach Haseldorf. Bitte schöne Grüße von uns an Jessi und Hermann ausrichten, und keinesfalls den neuen Kaffeeautomaten verpassen. Wir empfehlen Cappuccino oder Latte Macchiato.
Fazit
Die neue Kawasaki Ninja 1100 SX ist tatsächlich noch ein bisschen besser als die eh schon gute Vorgängerin. Der seidige Motor bietet nun noch mehr Fahrspaß in den für einen Sporttourer wichtigen Drehzahl-Bereichen und technisch ist die Kawa nun mit Schräglagensensorik voll auf der Höhe. Sie bereitet viel Fahrspaß und wirkt dabei sehr souverän, fast schon majestätisch. Wir finden übrigens die Standard-Ninja (ohne SE) eigentlich schon mehr als ausreichend, würden aber alleine schon wegen der Farbe (GRÜN!) trotzdem zur SE greifen.Da Euch jetzt vermutlich schon der Sabber aus dem Mund trieft, können wir Euch eine Probefahrt nur empfehlen. Am besten bei Heller & Soltau im schönen Sankt Michaelisdonn, denn dort gibt es wunderbare Landstraßen, auf den denen sich die Ninja besonders wohl fühlt. Viel Spaß - und wenn ihr schon mal da seid, schaut Euch doch auch gleich noch die H2 SX SE an...
Fazit
Die neue V100 von Moto Guzzi ist ein sehr gut ausgestatteter Sport-Tourer mit vielen Stärken und wenig Schwächen. Sie ist betörend schön und hat zum Glück trotz all der Umstellungen nicht den typischen Guzzi-Charakter verloren. Die Modellpolitik von Guzzi ist nachvollziehbar: Wer es eher puristisch mag, nimmt die V100. Wer die volle Tec-Hütte inkl. semiaktiven Öhlins-Fahrwerk, Smartphone-Gedaddel und QuichShifter möchte, der entscheidet sich für die V100S. Egal, welche Version man sich aussucht: Den V100 Besitzer erwartet ein tolles Bike mit jeder Menge Fahrspaß!Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Moto Italia. Hier steht die Moto Guzzi V100 als Vorführer und freut sich über Probefahrer. Fahrt dann am besten nach Nord-Westen Richtung Holsteinische Schweiz - hier gibt es jede Menge Kurven und auch die Autobahn-Hatz über die A20 ist möglich. Bei Moto Italia (der Name ist Programm) gibt es auch weitere italienische Schönheiten von Aprilia, Vespa und Piaggio. Einfach mal vorbeischauen...
MotorradTest.de auf YouTube
Motorradvergleich: Suzuki GSX-S 1000 GT vs KTM 1290 Super Duke GT vs Kawasaki Ninja 1100 SX SE vs Moto Guzzi V100
Wenn es um moderne Motorräder für sportliche Fahrten und längere Strecken geht, treffen in diesem Vergleich vier sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander. Die Suzuki GSX-S 1000 GT steht für ein ausgewogenes Gesamtpaket, die KTM 1290 Super Duke GT setzt auf maximale Dynamik und eine klare „Ready-to-Race“-Haltung, die Kawasaki Ninja 1100 SX SE kombiniert sportliche Gene mit einem Fokus auf Alltag und Elektronik, und die Moto Guzzi V100 bringt eine eigenständige Art von Fahrgefühl mit – mit viel Stil und einem Motor, der sich nicht wie „Mainstream“ anfühlt.
Im Folgenden geht es nicht darum, einzelne Zahlen isoliert zu betrachten, sondern darum, wie sich die jeweiligen Stärken und Schwächen im Zusammenspiel zeigen: beim Antrieb, bei der Kraftentfaltung, beim Fahrwerk, bei der Bremsleistung, bei der Elektronik und natürlich bei der Ergonomie. So wird klar, welches Motorrad für welchen Fahrstil und welche Art von Tour am besten passt.
Motor und Charakter: Wie unterschiedlich fühlt sich „viel Leistung“ an?
Leistungsentfaltung im Alltag
Alle vier Modelle liefern genug Reserven, um zügig voranzukommen. Die KTM 1290 Super Duke GT wirkt dabei am direktesten: Gasannahme und Schub sind so präsent, dass man schnell das Gefühl hat, das Motorrad „zieht immer“. Das ist großartig, wenn häufig beschleunigt, überholt oder aus Kurven heraus dynamisch beschleunigt wird.
Die Suzuki GSX-S 1000 GT spielt dagegen stärker die Rolle des „Allrounders“. Der Motor wirkt oft harmonischer im Übergang zwischen Schub und Drehmoment, was besonders auf wechselnden Streckenprofilen hilft. Wer nicht nur auf maximale Attacke setzt, sondern auch entspannt fahren möchte, findet hier eine sehr stimmige Balance.
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE liegt vom Charakter her zwischen sportlicher Direktheit und kontrollierter Fahrbarkeit. Gerade im Zusammenspiel mit der Elektronik lässt sich die Leistung gut dosieren. Das macht sie interessant, wenn häufig unterschiedliche Bedingungen vorliegen – etwa Stadtverkehr, Landstraße und Autobahnabschnitte im Wechsel.
Die Moto Guzzi V100 hebt sich deutlich ab: Der Motor liefert Kraft mit einem eigenen Rhythmus. Das ist weniger „spontan wie ein Schalter“, sondern eher „kontinuierlich wie ein Antrieb, der sich Zeit nimmt“. Wer genau dieses Gefühl mag, bekommt ein Motorrad, das sich besonders auf längeren Strecken und bei gleichmäßigem Tempo sehr stimmig anfühlt.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- KTM 1290 Super Duke GT: Sehr stark bei dynamischer Fahrweise; kann bei zu aggressiver Nutzung schneller „zu viel“ sein, wenn man eher gemütlich unterwegs ist.
- Suzuki GSX-S 1000 GT: Ausgewogen und alltagstauglich; weniger „ultra-impulsiv“ als die KTM, dafür oft entspannter im Gesamtgefühl.
- Kawasaki Ninja 1100 SX SE: Gute Dosierbarkeit durch Elektronik; der sportliche Anspruch zeigt sich besonders, wenn man das Setup aktiv nutzt.
- Moto Guzzi V100: Eigenständiger Charakter und angenehmes Langstrecken-Gefühl; wer maximale „Knackigkeit“ erwartet, muss sich auf den Guzzi-Fahrstil einlassen.
Fahrwerk und Handling: Wer liegt wie gut auf der Straße?
Kurvengefühl und Stabilität
Beim Fahrwerk zeigt sich ein klares Muster: Die KTM 1290 Super Duke GT ist auf sportliche Kontrolle ausgelegt. In zügigen Passagen wirkt sie sehr „aufgeräumt“: Man kann das Motorrad aktiv führen, und es bleibt dabei stabil. Das ist ein Vorteil, wenn die Strecke kurvig ist und man gerne mit Tempo arbeitet.
Die Suzuki GSX-S 1000 GT bietet ebenfalls sportliches Potenzial, wirkt aber in vielen Situationen etwas „runder“. Das hilft, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn man über längere Zeit in einem moderaten Rhythmus fährt. Gerade auf gemischten Strecken fühlt sich das Motorrad dadurch oft weniger anstrengend an.
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE punktet mit einem Handling, das sich gut anfühlt, sobald man einmal den richtigen Rhythmus gefunden hat. Sie wirkt agil genug für dynamische Linien, bleibt aber auch bei höheren Geschwindigkeiten kontrolliert. Das macht sie zu einer starken Wahl für Touren, bei denen man nicht nur „sportlich“, sondern auch „effizient“ unterwegs ist.
Die Moto Guzzi V100 setzt auf ein Fahrgefühl, das eher auf souveräne Ruhe und gleichmäßige Führung abzielt. In schnellen Kurven kann das sehr beeindruckend sein, aber der Fokus liegt spürbar auf dem „Fließen“ statt auf dem maximalen Kantenantrieb. Wer gerne sehr aggressiv einlenkt, könnte hier weniger „Biss“ erwarten als bei KTM & Co.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- KTM 1290 Super Duke GT: Sehr sportlich und präzise; kann bei entspanntem Fahren etwas „hart“ wirken, je nach Setup und Fahrstil.
- Suzuki GSX-S 1000 GT: Harmonisch und komfortabel genug für lange Tage; weniger „Track-Feeling“ als die KTM.
- Kawasaki Ninja 1100 SX SE: Agil und zugleich stabil; verlangt etwas mehr Aufmerksamkeit, um das volle Potenzial sauber auszuspielen.
- Moto Guzzi V100: Souveränes Langstrecken-Handling; wer maximale Sportlichkeit sucht, muss den Charakter bewusst mögen.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei der Bremsleistung geht es nicht nur um „wie stark“, sondern auch um „wie kontrollierbar“. Die KTM 1290 Super Duke GT zeigt sich in der Regel sehr standfest: Beim harten Verzögern bleibt das Gefühl klar, und das Motorrad lässt sich gut stabilisieren. Das ist besonders wertvoll, wenn man sportlich fährt und häufig aus höheren Geschwindigkeiten bremst.
Die Suzuki GSX-S 1000 GT bietet ebenfalls ein überzeugendes Bremsgefühl. Oft wirkt sie dabei besonders gut dosierbar, was im Alltag und bei wechselnden Bedingungen Vorteile bringt. Wer nicht ständig „auf Anschlag“ bremst, profitiert von dieser feinfühligen Abstimmung.
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE punktet mit einem System, das sich berechenbar anfühlt. In Kombination mit der Elektronik entsteht ein Sicherheitsgefühl, das auch dann hilft, wenn die Straße weniger griffig ist oder wenn man spontan reagieren muss.
Die Moto Guzzi V100 kann ebenfalls mit Vertrauen beim Bremsen überzeugen. Der Unterschied liegt eher im Gesamtkonzept: Die V100 wirkt wie ein Motorrad, das man kontrolliert und ruhig führt. Das passt gut zu einer Fahrweise, bei der man nicht nur „maximal verzögert“, sondern bewusst plant.
Elektronik und Assistenz: Wer macht das Fahren leichter?
Moderne Elektronik ist bei diesen Modellen ein wichtiger Teil des Fahrgefühls. Die KTM 1290 Super Duke GT ist in der Regel sehr „eingreifbereit“ und unterstützt sportliche Manöver. Das ist ein Vorteil, wenn man die Grenzen ausloten möchte. Gleichzeitig kann das System bei sehr sensibler Fahrweise spürbar sein, wenn man bewusst sanft bleiben will.
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE wirkt besonders stark, wenn es um Komfort durch Assistenz geht. Gerade im Alltag – etwa bei wechselndem Untergrund oder bei häufigem Tempowechsel – hilft die Elektronik, das Motorrad stabil und berechenbar zu halten.
Die Suzuki GSX-S 1000 GT bietet ebenfalls eine moderne Unterstützung, die sich oft „natürlich“ anfühlt. Das ist ideal, wenn man nicht ständig Menüs durchgeht, sondern einfach fahren möchte.
Die Moto Guzzi V100 setzt Elektronik eher als Ergänzung ein, ohne den Charakter zu überdecken. Wer das Motorrad als „Fahrmaschine mit Persönlichkeit“ versteht, wird die Abstimmung häufig als stimmig empfinden.
Ergonomie und Alltag: Wie gut passt das Motorrad zum eigenen Körper?
Ergonomie entscheidet oft darüber, ob eine Tour entspannt bleibt oder ob man nach wenigen Stunden „arbeitet“. Die Suzuki GSX-S 1000 GT wirkt dabei häufig als sehr angenehmer Kompromiss: Sitzposition und Lenkergefühl passen gut zusammen, sodass man auch längere Strecken ohne ständiges Umsetzen durchfahren kann.
Die KTM 1290 Super Duke GT bietet eine sportlichere Haltung. Das ist ein Plus, wenn man gerne aktiv fährt und das Motorrad „mit dem Körper“ steuert. Für sehr lange Autobahnphasen kann die sportliche Ausrichtung je nach Körpergröße und Setup aber stärker ins Gewicht fallen als bei den eher tourorientierten Varianten.
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE zielt ebenfalls auf eine gute Langstrecken-Kompatibilität. Die Sitz- und Lenkergeometrie wirkt oft so, dass man sowohl zügig als auch komfortabel unterwegs sein kann. Das macht sie interessant für Fahrer, die nicht zwischen „Sporttag“ und „Tourentag“ unterscheiden wollen.
Die Moto Guzzi V100 ist besonders für Menschen spannend, die eine entspannte, aber nicht langweilige Sitzposition suchen. Der Komfort entsteht hier weniger durch „Sport-Feintuning“, sondern durch das stimmige Gesamtkonzept aus Motorcharakter, Fahrwerk und Sitzgefühl.
Stärken und Schwächen im Gesamtbild
Wenn Dynamik im Vordergrund steht
Wer vor allem ein Motorrad möchte, das bei Gasstößen und in schnellen Passagen maximal Spaß macht, landet sehr schnell bei der KTM 1290 Super Duke GT. Sie ist die „lauteste“ Wahl im Fahrgefühl und belohnt eine aktive Fahrweise.
Wenn Ausgewogenheit zählt
Die Suzuki GSX-S 1000 GT ist häufig die bessere Wahl, wenn man ein Motorrad sucht, das sich in vielen Situationen gut anfühlt: sportlich genug für Kurven, komfortabel genug für längere Strecken.
Wenn Elektronik und Alltagstauglichkeit wichtig sind
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE passt besonders gut, wenn moderne Assistenzsysteme und eine berechenbare Fahrbarkeit im Alltag eine große Rolle spielen. Sie ist oft dann stark, wenn die Strecke nicht „perfekt“ ist und man trotzdem entspannt bleiben möchte.
Wenn Charakter und Langstrecken-Feeling gesucht werden
Die Moto Guzzi V100 ist für alle interessant, die nicht nur auf Daten schauen, sondern auf das Gefühl. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gerne fährt, weil es anders ist – und gerade auf längeren Touren sehr stimmig sein kann.
Welche Wahl ist die richtige?
Am Ende hängt die Entscheidung weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, welche Art von Fahrgefühl gesucht wird. Die KTM ist die sportliche Spitze, die Suzuki der harmonische Allrounder, die Kawasaki die moderne und gut unterstützte Wahl und die Guzzi die charakterstarke Alternative mit eigenem Rhythmus.
Fazit:
Die KTM 1290 Super Duke GT ist die beste Wahl, wenn sportliche Dynamik und ein sehr direktes Ansprechverhalten im Vordergrund stehen. Sie fühlt sich besonders dann richtig an, wenn zügiges Fahren, häufige Beschleunigungsphasen und kurvige Strecken den Alltag bestimmen. Die Suzuki GSX-S 1000 GT passt am besten zu Fahrern, die ein ausgewogenes Motorrad suchen: sportlich genug für flotte Ausfahrten, aber so stimmig, dass längere Touren entspannt bleiben. Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE empfiehlt sich, wenn Elektronik, berechenbare Fahrbarkeit und Alltagstauglichkeit besonders wichtig sind – vor allem, wenn die Bedingungen variieren und man sich auf das Motorrad verlassen möchte. Die Moto Guzzi V100 ist schließlich für alle, die Charakter über Kompromiss stellen: ein eigenständiger Motor, ein souveränes Langstrecken-Gefühl und ein Fahrstil, der weniger „maximal“ sein muss, um zu überzeugen. Wer das eigene Fahrprofil kennt, findet in diesem Quartett schnell die passende Antwort.