| UVP | 9.479 € | |
| Baujahr | von 2005 bis 2025 | |
| UVP | 14.995 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Durchzugsstarker Motor
- Alltagstauglich
- Preis-Leistung
- Mischbereifung überflüssig
- Drehfreudiger Motor mit ordentlich Schmackes
- Gute Fahrleistungen
- Erstaunlich wendig
- Relativ leicht, auch für Einsteiger geeignet
- Sound 1b
- Verarbeitung hier und da etwas lieblos
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 213 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.275 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 830-835 | mm |
| Höhe | 1.405 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 645 | ccm |
| Hub | 63 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 975 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 97 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 71 PS bei 8.800 U/Min | |
| Drehmoment | 62 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 185 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 488 | km |
| Leistung | 90 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 95 NM bei 5.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 229 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brücken | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 159)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 19 M/C x MT 2.50 110/80R19 M/C 59V | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa Telegabel 41 mm (Federweg 114)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 57H | |
| Reifen hinten | 150/80B16 77H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | schwimmend gelagerte Einzelscheibe, Brembo, axial ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Harley Nightster macht mächtig Spaß! Gerade auf Landstraßen entpuppt sie sich als überraschend agiles Bike. Der Motor hat ordentlich Leistung und fühlt sich ebenso überraschend auch in höheren Drehzahl-Gefilden wohl. Die Nightster sieht zwar aus wie eine typische Harley, ist in vielen Dingen aber anders. Besser oder schlechter? Ansichtssache! Echte V2-Dampfhammerfans wird sie nicht überzeugen, alleine schon wegen des zurückhaltenden Sounds (90 dbA Standgeräusch). Wir glauben aber, dass Harley mit der Nightster neue Kundengruppen gewinnen will, und das dürfte auch gelingen.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Harley Davidson Kiel für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die Nightster als Vorführer - neben vielen anderen schicken Harleys. Ein Besuch bei HD Hiel lohnt sich immer, alleine schon wegen des großen Angebots an gebrauchten Maschinen. Außerdem kann man dort eine herrliche Runde um den Westensee drehen - viel Spaß!
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Suzuki V-Strom 650 vs. Harley-Davidson Nightster – Vergleich im Motorradtest
Wer zwischen der Suzuki V-Strom 650 und der Harley-Davidson Nightster schwankt, entscheidet im Grunde nicht nur über zwei Motorräder, sondern über zwei sehr unterschiedliche Philosophien. Die V-Strom 650 steht für einen pragmatischen, vielseitigen Ansatz: solide Technik, alltagstaugliche Ergonomie und ein Fahrgefühl, das Touren ebenso gut mitmacht wie den Weg zur Arbeit. Die Nightster dagegen wirkt wie ein Statement. Der Fokus liegt stärker auf dem klassischen Cruiser-Feeling, dem markanten Auftritt und dem besonderen Sound- und Drehmomentcharakter, der sich beim Fahren schnell bemerkbar macht.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Stärken und Schwächen beider Modelle gegenübergestellt – anhand der im Motorradtest gelisteten Eigenschaften und der daraus entstehenden Unterschiede im Alltag. Dabei geht es weniger um Zahlen um der Zahlen willen, sondern darum, wie sich die jeweiligen Stärken in der Praxis auswirken.
Grundcharakter: Zweckorientiert vs. Stil und Gefühl
Wie sich die V-Strom 650 im Alltag anfühlt
Die Suzuki V-Strom 650 ist ein Motorrad, das sich schnell als „funktioniert einfach“ einordnet. Die Sitzposition ist so ausgelegt, dass man auch längere Strecken entspannt fahren kann. Dazu passt der Charakter des Motors: Er liefert gleichmäßige Leistung und lässt sich in vielen Situationen angenehm dosieren. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen wirkt das wie ein Vorteil, weil das Motorrad nicht ständig „eingefordert“ werden muss.
Wie sich die Nightster im Alltag anfühlt
Die Harley-Davidson Nightster setzt auf ein anderes Erlebnis. Der Fokus liegt spürbar auf dem Fahrgefühl, das stärker von Drehmoment und Motorcharakter geprägt wird. Das Motorrad wirkt kompakter und „direkter“, und viele Fahrer erleben genau darin den Reiz: weniger neutraler Alltagsmodus, mehr emotionales Fahren. Wer gern mit dem Gas arbeitet und den Moment genießt, wird hier eher abgeholt.
Sitzposition und Ergonomie: Komfort für lange Strecken vs. Cruiser-Feeling
Beim Vergleich der Ergonomie zeigt sich ein klarer Unterschied: Die V-Strom 650 ist auf eine aufrechtere, tourentaugliche Haltung ausgelegt. Das hilft besonders, wenn der Tag nicht nur aus einer kurzen Runde besteht. Die Nightster bringt dagegen eine Sitzposition mit, die stärker an den Cruiser-Stil erinnert. Das kann sehr angenehm sein, wenn die Fahrten eher entspannt und nicht zu „sportlich“ geplant sind. Gleichzeitig kann die Haltung je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit weniger universell wirken als bei der V-Strom.
Stärken und Schwächen im Vergleich: Die V-Strom punktet mit Alltagstauglichkeit und einem breiten Einsatzspektrum. Die Nightster punktet mit Stil und einem Fahrgefühl, das sich wie „genießen statt optimieren“ anfühlt.
Motor und Antrieb: Gleichmäßigkeit vs. emotionaler Punch
Bei den Motorcharakteren wird der Unterschied besonders deutlich. Die Suzuki V-Strom 650 wirkt in der Praxis oft als „Allrounder“: Leistung und Ansprechverhalten sind so abgestimmt, dass man in vielen Situationen souverän bleibt – vom zügigen Überholen bis zur entspannten Fahrt im Stadtverkehr. Das macht sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur für eine bestimmte Art von Strecke gedacht ist.
Die Harley-Davidson Nightster spielt ihre Stärken eher in dem Bereich aus, in dem es um Gefühl geht: Drehmoment und Motorstimmung sorgen für ein deutliches Erlebnis beim Beschleunigen. Wer gern spürt, wie das Motorrad „zieht“, wird die Nightster als lebendiger empfinden. Die Schwäche liegt nicht im Können, sondern in der Erwartung: Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein neutraler Reisebegleiter verhält, könnte den emotionalen Fokus als weniger „ruhig“ empfinden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität für wechselnde Bedingungen vs. Agilität mit Cruiser-Charakter
Beim Handling zeigt sich: Die V-Strom 650 ist darauf ausgelegt, auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar zu bleiben. Das hilft vor allem, wenn Strecken nicht nur aus glattem Asphalt bestehen oder wenn man häufig zwischen Stadt, Landstraße und längeren Touren wechselt. Die Abstimmung wirkt so, dass man Vertrauen aufbaut und das Motorrad nicht dauernd „neu einfangen“ muss.
Die Nightster fährt sich dagegen stärker im Stil eines Cruisers: Das Motorrad fühlt sich oft „leicht“ an, wenn man es bewegt, und vermittelt ein direktes Feedback. Das kann in der Stadt und auf kurzen Strecken besonders Spaß machen. Gleichzeitig ist die Frage, wie viel Komfort man bei längeren Fahrten erwartet und wie man mit der typischen Cruiser-Geometrie zurechtkommt.
Bremsen und Sicherheit: Alltagsfokus vs. souveräne Kontrolle
In beiden Fällen ist die Bremsanlage so ausgelegt, dass sie im Alltag zuverlässig funktioniert. Im Vergleich zeigt sich jedoch, dass die V-Strom 650 durch ihren tourorientierten Ansatz besonders auf gleichmäßige Kontrolle ausgelegt wirkt. Das ist ein Vorteil, wenn man häufig unterwegs ist und unterschiedliche Geschwindigkeiten und Situationen hat.
Die Nightster bietet ebenfalls eine souveräne Verzögerung, aber der Charakter des Motorrads ist stärker auf das „Fahren mit Gefühl“ ausgerichtet. Wer das mag, profitiert davon. Wer dagegen sehr sportlich und präzise unterwegs ist, wird eher zur V-Strom tendieren.
Ausstattung und Alltag: Vielseitigkeit vs. reduziertes Design
Die Suzuki V-Strom 650 wirkt in der Ausstattung wie ein Motorrad, das man für den Alltag und für Touren „mitdenken“ kann. Dazu passt, dass sie als Basis für unterschiedliche Setups wahrgenommen wird. Wer gern Zubehör nutzt oder das Motorrad an die eigenen Bedürfnisse anpasst, findet hier meist einen guten Ausgangspunkt.
Die Harley-Davidson Nightster setzt stärker auf ein reduziertes, markentypisches Design. Das ist nicht automatisch ein Nachteil – im Gegenteil: Es kann genau der Grund sein, warum man sie wählt. Allerdings ist sie eher die Wahl für Fahrer, die weniger „funktionale“ Vielseitigkeit suchen, sondern mehr das Motorrad als Stilobjekt und Fahrmaschine sehen.
Reisetauglichkeit: Tourenkomfort vs. „Genuss statt Kilometerhatz“
Wenn es um längere Strecken geht, zeigt die Gegenüberstellung eine klare Tendenz: Die V-Strom 650 ist als Reise- und Allroundmaschine gedacht. Das merkt man an der Ergonomie, der Art, wie sie Geschwindigkeit „mitträgt“, und dem insgesamt entspannten Fahrgefühl. Für viele Fahrer ist das der entscheidende Punkt, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende, sondern auch auf längeren Touren überzeugen soll.
Die Nightster kann ebenfalls Touren, aber sie wirkt eher wie ein Motorrad für Fahrten, bei denen das Erlebnis im Vordergrund steht. Wer gern stoppt, genießt und die Strecke als Teil des Moments betrachtet, wird die Nightster sehr passend finden. Wer dagegen möglichst effizient viele Kilometer abspulen möchte, wird die V-Strom wahrscheinlicher bevorzugen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Suzuki V-Strom 650
- Vielseitiger Charakter für Stadt, Landstraße und Touren
- Tourentaugliche Ergonomie und insgesamt entspannter Fahrstil
- Berechenbares Handling, das Vertrauen aufbaut
- Gute Basis für unterschiedliche Nutzung und Zubehörideen
Schwächen der Suzuki V-Strom 650
- Weniger „emotionaler“ Fokus als bei einem Cruiser
- Wer vor allem Stil und Sound als Hauptargument hat, könnte weniger getroffen werden
Stärken der Harley-Davidson Nightster
- Starker emotionaler Charakter mit markantem Motorgefühl
- Typisches Cruiser-Feeling und sehr eigener Look
- Direktes Fahrfeedback, das Spaß beim Fahren macht
Schwächen der Harley-Davidson Nightster
- Weniger „universell“ als die V-Strom, je nach Fahrprofil
- Tourenkomfort kann stärker vom persönlichen Empfinden abhängen
Welche Wahl passt besser? (Fazit)
Fazit: Die Suzuki V-Strom 650 ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das möglichst viele Situationen abdeckt: Pendeln, Ausfahrten, längere Touren und wechselnde Strecken – mit einem Fahrgefühl, das auf Alltagstauglichkeit und entspannte Kontrolle setzt. Wer ein vielseitiges Gesamtpaket möchte, bei dem Ergonomie und Berechenbarkeit im Vordergrund stehen, wird hier sehr wahrscheinlich glücklich.
Die Harley-Davidson Nightster passt besser, wenn der Fokus stärker auf Stil, Sound und dem emotionalen Motorerlebnis liegt. Für Fahrten, bei denen das Gefühl wichtiger ist als maximale Effizienz, wirkt die Nightster besonders stimmig. Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein Statement anfühlt und beim Fahren mehr „Genuss“ als „Funktion“ liefert, trifft mit der Nightster eher den eigenen Geschmack.