UVP 6.345 €
Baujahr von 2024 bis 2026~
UVP 22.100 €
Baujahr von 2020 bis 2025
Schwestermodell der Speed 400 als Scrambler-Variante
Weiter zum Testbericht
MV Motorcycle Art: Ein Supersportler als Kunstwerk für die Straße
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • komfortable Sitzposition
  • aufgeräumte Optik
  • kaum Vibrationen
  • coole Scrambler-Reifen von Metzeler
  • Handprotektoren und Lampenschutzgitter Serie
  • 4 Jahre Garantie
Kontra:
  • lieblose gemachte Hebel
  • fünf PS mehr hätten ihr gut getan
Pro:
  • Optik zum Niederknien
  • Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
  • Modernste Technik
  • Top Bremsen
  • Triple-Sound vom Feinsten
  • einstellbares Fahrwerk
Kontra:
  • auf Dauer anstrengende Sitzposition
  • Beifahrer nur für den Notfall
  • bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie

Abmessungen & Gewicht

Gewicht179kg
Radstand1.418mm
Länge2.065mm
Radstand1.418mm
Sitzhöhe: 835 mm
Höhe1.169mm
Gewicht198kg
Radstand1.380mm
Länge2.030mm
Radstand1.380mm
Sitzhöhe: 830 mm

Motor

Motor-BauartFlüssigkeitsgekühlter Einzylinder-DOHC-Motor mit 4 Ventilen
Hubraum398ccm
Hub64mm
Bohrung89mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-Bauart3-Zylinder Reihe, Viertakt
Hubraum798ccm
Hub54mm
Bohrung79mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung40 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment38 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.150km/h
Tankinhalt13Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite371km
Leistung148 PS bei 13.000 U/Min
Drehmoment88 NM bei 10.600 U/Min
Höchstgeschw.240km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite258km

Fahrwerk

RahmenbauartHybrid-Brücken-/Perimeterrahmen, Stahlrohr, verschraubter Heckrahmen
Federung vorne43 mm „Big Piston“ Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm
Federung hintenGasdruck-Zentralfederbein mit externem Ausgleichsbehälter und einstellbarer Federvorspannung (Federweg 130)mm
Aufhängung hintenLeichtmetall-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-19
Reifen hinten140/80-17
RahmenbauartALS Steel tubular trellis
Federung vorneMarzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm
Federung hintenSachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge
Reifen vorne120/70 - ZR 17
Reifen hinten180/55 - ZR 17

Bremsen

Bremsen vorneStarre 320 mm Bremsscheibe, 4-Kolben-Festsattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenStarre 230 mm Bremsscheibe, ByBreTM Einzylinder-Schwimmsattel ( Ø 230 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 220 mm)

Fazit

Kein Wunder, dass es die Scrambler 400 X im Juni 2024 in die Top 10 der Neuzulassungen in Deutschland geschafft hat: Für nur 6.295 Euro stellt Triumph hier eine bildschöne und gut gemachte Maschine auf die Straße, die nicht nur A2 Aspiranten ansprechen dürfte. An der einen oder anderen Stelle merkt man zwar diesen günstigen Preis, alles in allem ist die 400 X aber ein gut gemachter Scrambler, der sich auch für größere Leute eignet.
 
Das Testbike wurde uns vom Triumph Flagship-Store "Q-Bike" in Hamburg Rothenburgsort zur Verfügung gestellt. Dort steht nicht nur die 400 X als Vorführer zur Verfügung, sondern auch das Nakedbike-Pendant Triumph Speed 400. Wer zwischen diesen beiden Bikes schwankt, kann bei Q-Bike beide Maschinen ausprobieren!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 6.295 €
  • Verfügbarkeit: Seit 2024
  • Farben: Rot, Khaki, Schwarz

Fazit - was bleibt hängen

Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die  Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!
 
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 21.390€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 16.500€
  • Baujahre: 2020-2022
  • Farben: rot, gelb

MotorradTest.de auf YouTube

Triumph Scrambler 400 X vs. MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich der Charaktere

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Triumph Scrambler 400 X und die MV Agusta Superveloce 800, geht es im Vergleich selten nur um Daten. Natürlich lassen sich Motorleistung, Drehmoment, Gewicht, Sitzhöhe, Tankvolumen, Fahrwerk- und Bremstechnik gegenüberstellen – aber am Ende entscheidet, wie sich die Werte im Alltag anfühlen. Genau darum geht es hier: Die Stärken und Schwächen beider Modelle werden anhand der im Vergleich genannten Eigenschaften gegeneinander abgewogen, damit klar wird, welches Motorrad besser zu welchem Fahrstil passt.

Erster Eindruck: Scrambler-Charme trifft auf italienische Sportlichkeit

Die Triumph Scrambler 400 X steht für einen modernen Scrambler-Look mit alltagstauglichem Anspruch. Der Charakter ist zugänglich: Die Maschine wirkt so, als wäre sie gemacht für kurze Wege, spontane Ausfahrten und eine entspannte, aber nicht langweilige Fahrweise. Die MV Agusta Superveloce 800 hingegen bringt eine deutlich sportlichere Handschrift mit. Schon vom Gesamteindruck her ist klar: Hier geht es mehr um Dynamik, Präzision und ein Fahrerlebnis, das auch auf der Landstraße schnell „mehr“ sein will.

Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag auswirken

Im Vergleich der Motorwerte zeigt sich ein grundlegender Unterschied: Die Triumph Scrambler 400 X zielt auf ein harmonisches, gut dosierbares Ansprechverhalten. Gerade im Stadtverkehr und bei gemütlicher Landstraßenfahrt spielt das eine große Rolle. Die Maschine lässt sich meist leichter in den passenden Drehzahlbereich bringen, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss. Das ist eine Stärke, die besonders dann zählt, wenn der Fokus auf Alltagstauglichkeit und entspanntem Handling liegt.

Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das Leistung nicht nur bereitstellt, sondern regelrecht ausspielt. Die im Vergleich genannten Werte deuten auf einen kräftigeren Vortrieb und ein spürbar sportlicheres Drehmomentverhalten hin. Das bedeutet: Beim Beschleunigen aus Kurven oder beim zügigen Überholen fühlt sich die Superveloce 800 oft souveräner an. Gleichzeitig kann das auch eine Schwäche sein, wenn man eher ruhig und gleichmäßig fährt: Wer das Potenzial nicht abruft, bekommt zwar trotzdem Fahrspaß, aber der „Sport-Modus“ bleibt eher ungenutzt.

Stärken und Schwächen beim Antrieb

  • Triumph Scrambler 400 X: Stärken liegen in der gut kontrollierbaren Leistungsentfaltung und dem unkomplizierten Fahrgefühl. Schwäche: Wer konsequent sportlich unterwegs ist, spürt schneller Grenzen im Tempo- und Beschleunigungsgefühl.
  • MV Agusta Superveloce 800: Stärken liegen in der Dynamik und dem kräftigen Vortrieb. Schwäche: Der sportliche Charakter verlangt eher nach aktiver Fahrweise und passt nicht so gut zu „einfach nur entspannt rollen“.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität

Beim Fahrwerk entscheidet sich, wie beide Motorräder mit Unebenheiten, Tempo und Kurvenradien umgehen. Die Triumph Scrambler 400 X wirkt im Vergleich wie ein Motorrad, das auf Alltag und vielseitige Nutzung ausgelegt ist. Das zeigt sich typischerweise in einem Handling, das sich leicht anfühlt und nicht ständig nach Korrekturen verlangt. Gerade auf wechselndem Belag oder bei weniger perfekten Straßen kann das ein Vorteil sein: Das Motorrad bleibt berechenbar, ohne dass man ständig „gegenlenken“ muss.

Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen stärker auf sportliche Kontrolle ausgelegt. Die im Vergleich genannten Fahrwerkswerte sprechen für ein präziseres Ansprechverhalten und eine stärkere Ausrichtung auf zügiges Fahren. In schnellen Kurven oder bei dynamischer Fahrweise wirkt das Motorrad oft „auf der Linie“. Das ist eine klare Stärke. Als mögliche Schwäche kann sich jedoch ergeben, dass die Abstimmung weniger „weich“ interpretiert, wenn die Straße unruhig ist oder wenn man sehr entspannt unterwegs ist.

Wie sich das in der Praxis anfühlt

Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder gern mal spontan über Landstraßen fährt, wird die Triumph Scrambler 400 X als unkompliziert und angenehm empfinden. Wer dagegen gezielt Kurven fährt, zügig unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das sportliche Ambitionen unterstützt, findet in der MV Agusta Superveloce 800 eher den passenden Charakter.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Beim Thema Bremsen geht es nicht nur um „stark“ oder „schwach“, sondern um Dosierbarkeit, Standfestigkeit und das Gefühl am Hebel. Im Vergleich zeigen sich Unterschiede, die vor allem bei sportlicher Fahrweise relevant werden. Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dabei tendenziell wie das Motorrad, das bei zügigem Tempo mehr Reserven und ein direkteres Feedback bietet. Das ist besonders in Situationen wichtig, in denen man spät verzögert oder in Kurven die Geschwindigkeit anpasst.

Die Triumph Scrambler 400 X punktet eher mit einem gut verständlichen Bremsgefühl, das sich im Alltag sicher anfühlt. Für viele Fahrerinnen und Fahrer ist das genau die richtige Mischung: ausreichend sportlich, aber nicht überfordernd. Eine mögliche Schwäche zeigt sich eher dann, wenn man regelmäßig sehr dynamisch fährt und die Bremsanlage dauerhaft stark beansprucht.

Ergonomie und Sitzposition: Alltagskomfort vs. sportliche Haltung

Die Ergonomie ist einer der größten Unterschiede zwischen Scrambler- und Sport-Ansatz. Die Triumph Scrambler 400 X bietet im Vergleich eine Sitzposition, die eher auf Kontrolle im Alltag ausgelegt ist. Das macht sie interessant für längere Fahrten ohne „Sportstress“ und für Fahrer, die eine natürliche, entspannte Haltung bevorzugen. Auch beim Rangieren und im Stop-and-Go-Verkehr spielt das eine Rolle.

Die MV Agusta Superveloce 800 bringt dagegen eine sportlichere Sitzhaltung mit. Das kann ein Vorteil sein, weil sich der Körper besser in die Fahrdynamik einfügt. In Kurven fühlt sich das Motorrad dadurch oft „verbundener“ an. Als Schwäche kann sich jedoch ergeben, dass die Haltung auf längeren Strecken oder bei häufigem Stadtverkehr weniger komfortabel wirkt, vor allem wenn man nicht auf sportliches Fahren eingestellt ist.

Ausstattung und Alltag: Was man wirklich merkt

Bei der Ausstattung geht es um Dinge wie Bedienbarkeit, Fahrmodi, Beleuchtung, Assistenzfunktionen und die Frage, wie schnell man sich an das Motorrad gewöhnt. Die Triumph Scrambler 400 X wirkt im Vergleich wie ein Motorrad, das sich schnell „einfach nutzen“ lässt. Das ist eine Stärke für Einsteiger oder für alle, die ein Motorrad suchen, das nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt.

Die MV Agusta Superveloce 800 steht eher für Technik und sportliche Features, die das Fahrerlebnis intensivieren. Das ist ein Plus, wenn man gern mit dem Motorrad „arbeitet“ und die Abstimmung aktiv nutzt. Eine mögliche Schwäche ist, dass die Maschine dadurch weniger „plug-and-play“ wirkt, wenn man vor allem entspannt fahren möchte.

Design und Charakter: Zwei Philosophien, zwei Zielgruppen

Design ist nicht nur Optik, sondern auch ein Hinweis auf die Zielrichtung. Die Triumph Scrambler 400 X setzt auf den Scrambler-Look, der modern und gleichzeitig zeitlos wirkt. Das Motorrad passt damit gut zu Fahrern, die ein Motorrad wollen, das im Alltag gut aussieht und sich nicht nur auf die sportliche Ecke reduzieren lässt.

Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Statement. Der sportliche Stil und die im Vergleich genannten Performance-Faktoren passen zu einem Fahrerprofil, das gern dynamisch unterwegs ist und das Motorrad als „Erlebnis“ versteht.

Stärken und Schwächen im Gesamtbild

  • Triumph Scrambler 400 X: Stärken: unkompliziertes Handling, alltagstauglicher Charakter, gut dosierbares Fahrgefühl. Schwächen: weniger Reserven für sehr sportliche Ansprüche.
  • MV Agusta Superveloce 800: Stärken: dynamischer Vortrieb, sportliche Präzision, mehr Performance-Feeling. Schwächen: sportlichere Ergonomie und weniger „entspanntes Rollen“ als Hauptfokus.

Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?

Wenn der Alltag dominiert, kurze Strecken häufig sind und das Motorrad vor allem zuverlässig, leicht zu handeln und angenehm zu fahren sein soll, ist die Triumph Scrambler 400 X die stimmigere Wahl. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das Spaß macht, ohne dass man ständig an der Fahrweise „optimieren“ muss.

Wenn dagegen regelmäßige Ausfahrten, zügiges Fahren und ein klar sportlicher Anspruch im Vordergrund stehen, spielt die MV Agusta Superveloce 800 ihre Stärken stärker aus. Sie ist für Fahrer gedacht, die das Motorrad nicht nur nutzen, sondern bewusst erleben möchten – mit mehr Dynamik, präziserem Feedback und einem Charakter, der sportliche Ambitionen unterstützt.

Fazit:

Die Triumph Scrambler 400 X ist die bessere Wahl für alle, die ein vielseitiges Motorrad für den Alltag und entspannte bis zügige Landstraßenfahrten suchen. Die Kombination aus gut kontrollierbarer Leistungsentfaltung, angenehmer Ergonomie und einem unkomplizierten Handling macht sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad leicht zugänglich sein soll und man nicht ständig „am Limit“ fährt. Ihre Schwäche liegt eher dort, wo sehr sportliche Ansprüche dominieren: Dann fehlt schneller das letzte Quäntchen Reserven im Beschleunigungs- und Tempo-Gefühl.

Die MV Agusta Superveloce 800 passt besser zu Fahrern, die Dynamik, sportliche Präzision und ein intensives Fahrerlebnis priorisieren. Die im Vergleich erkennbaren Performance-Vorteile zeigen sich vor allem beim zügigen Fahren und in Kurven, wenn das Motorrad spürbar mehr Vortrieb und ein direkteres Feedback liefert. Wer jedoch vor allem entspannt unterwegs ist oder lange Strecken im Stadtverkehr bevorzugt, könnte die sportlichere Ausrichtung als weniger komfortabel empfinden. Kurz gesagt: Scrambler-Alltag mit Charme bei Triumph – sportliches Erlebnis mit Anspruch bei MV Agusta.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙