| UVP | 16.595 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Materialgüte
- Komfort
- Alltagstauglicher Motor
- Soziuskomfort
- Preis
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 228 | kg |
| Radstand | 1.556 | mm |
| Länge | 2.220 | mm |
| Radstand | 1.556 | mm |
| Sitzhöhe: | 860-880 | mm |
| Höhe | 1.410 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Dreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 888 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 108 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 90 NM bei 6.850 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 385 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, verschraubter Heckrahmen | |
| Federung vorne | 45 mm Showa Upside-Down-Gabel, manuell einstellbare Vorspannung, Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 240)mm | |
| Federung hinten | Showa Zentralfederbein, manuell einstellbare Vorspannung und Zugstufendämpfung (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Leichtmetall-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90-21 | |
| Reifen hinten | 150/70R17 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Brembo Stylema 4-Kolben-Monoblock-Bremssättel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 255 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Triumph Tiger 900 Rally Pro vs. MV Agusta Superveloce 800 – welcher Motorradtyp passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die Triumph Tiger 900 Rally Pro und die MV Agusta Superveloce 800, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem darum, wie sich die Maschinen anfühlen, wie sie mit Alltag und längeren Touren umgehen und welche Art von Fahrspaß sie in den Vordergrund stellen. Die Triumph Tiger 900 Rally Pro steht dabei klar für Abenteuer- und Reiseambitionen, während die MV Agusta Superveloce 800 eher den sportlichen Anspruch und den besonderen Charakter in den Fokus rückt.
Grundidee: Reiseabenteuer vs. sportlicher Anspruch
Die Triumph Tiger 900 Rally Pro ist als Reiseenduro gedacht: Sie wirkt wie ein Motorrad, das auch dann noch souverän bleibt, wenn die Route nicht mehr nur aus glattem Asphalt besteht. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen ist stärker auf Fahrdynamik und ein präzises, sportliches Erlebnis ausgelegt. Das merkt man schon daran, wie sich beide Maschinen in der Praxis „anfühlen“: Die Triumph will mit Ruhe und Stabilität überzeugen, die MV Agusta mit Temperament und direkter Rückmeldung.
Motorcharakter und Ansprechverhalten
Beim Motor geht es weniger um „wer ist schneller“, sondern darum, wie die Leistung nutzbar wird. Die Triumph Tiger 900 Rally Pro spielt ihre Stärken vor allem in einem breiten nutzbaren Bereich aus: Sie lässt sich im Alltag angenehm dosieren und wirkt dabei nicht hektisch. Das ist besonders praktisch, wenn man im Stadtverkehr, auf Landstraßen oder bei wechselnden Bedingungen unterwegs ist.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt dagegen stärker auf einen sportlichen Charakter. Das Ansprechverhalten wirkt direkter, die Maschine lädt schneller zum zügigen Fahren ein. Wer gerne dynamisch beschleunigt, häufig in den passenden Drehzahlbereich arbeitet und Kurven mit mehr „Biss“ angeht, wird hier eher das Gefühl bekommen, dass das Motorrad genau dafür gebaut ist.
Fahrwerk und Stabilität: Wie sich beide Motorräder in Kurven verhalten
Im Kurvengefühl zeigen sich die Unterschiede sehr deutlich. Die Triumph Tiger 900 Rally Pro vermittelt vor allem Stabilität und Kontrolle. Gerade bei längeren Strecken oder wenn die Straße nicht perfekt ist, wirkt die Abstimmung eher darauf ausgelegt, dass man entspannt bleiben kann. Das Fahrwerk unterstützt dabei, die Linie sauber zu halten und auch bei wechselndem Untergrund nicht sofort „nachzudenken“.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen agiler und unmittelbarer. Sie gibt dem Fahrer schneller das Gefühl, dass man aktiv arbeiten kann: Einmal in Schräglage, fühlt sich das Motorrad oft wie ein sportliches Werkzeug an, das Kurven „mitmacht“. Das ist ein Vorteil für Fahrer, die gerne präzise fahren und die Dynamik bewusst ausspielen.
Traktion und Komfort im Alltag
Die Triumph punktet häufig dort, wo Komfort und Alltagstauglichkeit zählen: längere Fahrten, wechselnde Straßenqualität und das Bedürfnis nach einem Motorrad, das nicht nach jeder kleinen Unebenheit „stresst“. Die MV Agusta kann ebenfalls komfortabel sein, aber ihr Fokus liegt stärker auf dem sportlichen Erlebnis. Wer viel auf sehr glattem Asphalt unterwegs ist und die Fahrdynamik in den Vordergrund stellt, wird das eher als Vorteil sehen.
Bremsen und Fahrassistenz: Vertrauen beim Verzögern
Beim Bremsen geht es um Dosierbarkeit und Standfestigkeit. Die Triumph Tiger 900 Rally Pro wirkt darauf ausgelegt, dass man auch bei längeren Touren und häufigem Bremsen konstant arbeiten kann. Das gibt Sicherheit, wenn man nicht nur sportlich, sondern auch „vernünftig“ unterwegs ist.
Die MV Agusta Superveloce 800 zielt stärker auf ein sportliches Bremsgefühl. Die Verzögerung wirkt oft direkter, was das Motorrad für dynamische Fahrten besonders attraktiv macht. Wer gerne spät bremst und die Maschine in Kurven kontrolliert „einlenkt“, dürfte hier mehr Spaß finden.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie?
Die Triumph Tiger 900 Rally Pro bietet eine Sitzposition, die auf längere Strecken und entspanntes Handling ausgelegt ist. Das ist ein klarer Pluspunkt, wenn man Touren plant, Gepäck mitdenkt oder auch mal längere Strecken am Stück fährt. Die Ergonomie unterstützt dabei, dass man nicht ständig „gegen“ das Motorrad arbeitet.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt sportlicher in der Haltung. Das kann sich sehr lebendig anfühlen, verlangt aber auch mehr aktive Fahrweise. Für Fahrer, die gerne „nah am Motorrad“ sind und die sportliche Position als Teil des Fahrgefühls sehen, passt das sehr gut. Wer dagegen viel im Alltag unterwegs ist und öfter längere Strecken entspannt fahren möchte, könnte die Triumph als angenehmer empfinden.
Ausstattung und Reise-Feeling
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Die Triumph Tiger 900 Rally Pro ist deutlich stärker auf Reise und Vielseitigkeit ausgelegt. Das zeigt sich in der Art, wie das Motorrad „komplett“ wirkt: Schutz, Komfort und die grundsätzliche Ausrichtung passen zu Touren, bei denen man nicht exakt weiß, wie die Route am Ende aussieht.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man vor allem wegen seines sportlichen Charakters und seiner Ausstrahlung fährt. Das bedeutet nicht, dass sie unpraktisch wäre, aber die Priorität liegt klar weniger auf „Abenteuer-Setup“ und mehr auf Fahrspaß und Stil.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Feierabendrunde
Für den Alltag kann die Triumph besonders überzeugen, weil sie sich wie ein verlässlicher Begleiter anfühlt: Sie ist unkompliziert, wirkt souverän und lässt sich gut in den Tagesrhythmus integrieren. Die MV Agusta macht im Alltag vor allem dann richtig Freude, wenn die Fahrten bewusst sportlich geplant sind. Dann wird aus „kurz mal raus“ schnell eine kleine Tour mit mehr Dynamik.
Design, Verarbeitung und „Motorrad-Identität“
Die Triumph Tiger 900 Rally Pro steht für funktionales Abenteuerdesign: robust, tourentauglich und auf Wiedererkennung ausgelegt. Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen ein Statement. Sie wirkt hochwertig und besonders, und genau das spürt man auch beim Blick auf Details und beim Gefühl, dass man ein „besonderes“ Motorrad fährt.
Wenn es um Identifikation geht, ist das ein wichtiger Punkt: Die Triumph spricht eher die Zielgruppe an, die ein vielseitiges Motorrad sucht, das viele Situationen abdeckt. Die MV Agusta richtet sich an Fahrer, die nicht nur fahren, sondern auch ein Motorrad besitzen möchten, das optisch und emotional stark ist.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Triumph Tiger 900 Rally Pro – Stärken
- Reise- und Vielseitigkeitsfokus: wirkt wie ein Motorrad für längere Strecken und wechselnde Bedingungen.
- Stabilität im Fahrgefühl: unterstützt entspanntes Fahren und saubere Linienführung.
- Alltagstauglichkeit: lässt sich gut dosieren und bleibt im Alltag unkompliziert.
Triumph Tiger 900 Rally Pro – mögliche Schwächen
- Wer maximale Sportlichkeit sucht, könnte die Abstimmung weniger „spitz“ empfinden als bei rein sportlich ausgelegten Maschinen.
MV Agusta Superveloce 800 – Stärken
- Sportlicher Charakter: direktes Ansprechverhalten und ein dynamisches Fahrgefühl.
- Agilität: macht Kurvenfahren oft besonders lebendig.
- Emotionaler Faktor: Design und Identität sind stark ausgeprägt.
MV Agusta Superveloce 800 – mögliche Schwächen
- Für sehr lange, entspannte Touren oder „alles egal“-Routen kann die Triumph als Reiseplattform im Vorteil sein.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Triumph Tiger 900 Rally Pro ist besonders interessant für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das viele Einsatzbereiche abdeckt: Pendeln, Landstraße, längere Touren und auch mal Strecken, bei denen der Untergrund nicht perfekt ist. Wer Wert auf Komfort, Stabilität und Reise-Feeling legt, findet hier eine stimmige Lösung.
Die MV Agusta Superveloce 800 passt besser zu Fahrern, die sportliche Dynamik und ein besonderes Motorradgefühl suchen. Wer Kurven mag, gerne zügig fährt und das Motorrad auch optisch und emotional als Highlight erleben möchte, wird mit der MV Agusta sehr wahrscheinlich mehr „Gänsehaut“ bekommen.
Fazit:
Die Triumph Tiger 900 Rally Pro ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das als Reisebegleiter funktioniert: stabil, alltagstauglich und vielseitig genug für unterschiedliche Strecken. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn Komfort und Kontrolle wichtiger sind als maximale Sportspitze. Die MV Agusta Superveloce 800 gewinnt dagegen dort, wo Fahrspaß, direktes Ansprechverhalten und ein sportliches, emotionales Gesamtpaket im Vordergrund stehen. Wer häufig auf kurvigen Strecken unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das sich lebendig anfühlt und optisch wie technisch besonders wirkt, trifft mit der MV Agusta eher den Geschmack. Kurz gesagt: Triumph für Vielseitigkeit und Touren, MV Agusta für Dynamik und Charakter.