| UVP | 16.449 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2024 | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Bums ohne Ende
- Agiles Fahrverhalten
- technisch (endlich) gut ausgestattet
- gute Bremsen
- schon in Serie alles an Bord -> fairer Preis
- Fahrmodus nur im Stand änderbar
- etwas seltsame Bedienung
- Kupplung nicht in Reichweite einstellbar und etwas schwergängig
- keine Handy-Connectivity
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 212 | kg |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.165 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 998 | ccm |
| Hub | 51 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 166 PS bei 11.500 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 249 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 7 | l pro 100km |
| Reichweite | 249 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD 43 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Monofederbein (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit - was bleibt hängen
Die neue MT-10 von Yamaha hat ordentlich zugelegt und ist vor allem technisch jetzt im Jahr 2022 angekommen. Zum Glück hat sie in Sachen Fahrspaß nichts eingebüßt, es ist immer noch eine echte Spaßrakete. Der Vergleich zur MT-09 liegt nahe, denn sowohl in Sachen Ergonomie wie auch Fahrspaß sind beide Maschinen vergleichbar - wenn auch die MT-10 in Sachen Leistung die Nase vorne hat.Das Testbike wurde uns netterweise von Motorrad Ruser zur Verfügung gestellt. Dort steht eine schwarze MT-10 als Vorführer für Testfahren bereit. Die Umgebung in Haseldorf eignet sich perfekt für Probefahrten und außerdem hat Motorrad Ruser auch gerade jede Menge neue Yamahas geliefert bekommen. Also, wer mal aufsitzen möchte: Auf nach Haseldorf!
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
MotorradTest.de auf YouTube
Yamaha MT-10 vs Kawasaki W 800: Vergleich der zwei Charaktere
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick völlig unterschiedlich wirken, steckt meist genau darin der spannendste Teil des Vergleichs. Die Yamaha MT-10 steht für ein modernes, agiles Naked-Bike mit Fokus auf Dynamik und direktem Ansprechverhalten. Die Kawasaki W 800 dagegen spielt die Retro-Karte: klassischer Look, entspannteres Fahrgefühl und ein Motorcharakter, der eher zum Genießen als zum Draufdrücken einlädt. Wer sich zwischen beiden Modellen entscheidet, sucht im Grunde nach dem passenden Stil – und nach dem Fahrprofil, das wirklich zum eigenen Alltag passt.
Design und Haltung: Naked-Agilität vs. Retro-Charme
Yamaha MT-10: kompakt, kantig, sportlich
Die MT-10 wirkt wie ein Motorrad, das jederzeit bereit ist, die nächste Kurve zu nehmen. Die aufrechte, aber sportlich ausgerichtete Sitzposition unterstützt ein aktives Fahren. Dadurch fühlt sich das Bike in der Stadt oft wendig an und auf Landstraßen besonders lebendig. Das Design ist dabei nicht nur Optik: Die Gesamthaltung vermittelt das Gefühl von Kontrolle und Dynamik.
Kawasaki W 800: klassisch, ruhig, stimmig
Die W 800 setzt auf eine klassische Linienführung und eine entspannte Gesamterscheinung. Die Sitzposition ist eher auf Komfort ausgelegt, was das Motorrad im Alltag angenehm macht – besonders auf längeren Strecken, wenn man nicht ständig „in Fahrhaltung“ sein möchte. Der Retro-Charakter zieht sich auch durch die Wahrnehmung: Das Motorrad wirkt weniger wie ein Sportgerät und mehr wie ein stilsicherer Begleiter.
Motor und Kraftentfaltung: Wie sich Leistung und Charakter anfühlen
MT-10: spürbar sportlich und durchzugsstark
Im Vergleich zeigt sich schnell, dass die MT-10 auf sportliche Performance ausgelegt ist. Der Motor liefert eine sehr direkte Kraftentfaltung, die sich besonders beim Beschleunigen aus niedrigen bis mittleren Drehzahlen bemerkbar macht. Das macht das Motorrad im Alltag praktisch: Überholen fühlt sich spontan an, und auch zügiges Fahren auf Landstraßen wirkt „leicht“. Gleichzeitig bleibt das Ansprechverhalten so, dass man das Tempo schnell anpassen kann – je nachdem, ob man entspannt oder dynamisch unterwegs ist.
W 800: Drehmomentgefühl mit klassischem Rhythmus
Die W 800 steht weniger für hektische Beschleunigung, sondern für einen Motorlauf, der sich wie ein „ruhiger Takt“ anfühlt. Die Kraft kommt gleichmäßiger und vermittelt ein angenehmes, kontrolliertes Tempo. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn man nicht ständig hohe Drehzahlen braucht, um voranzukommen. Auf Landstraßen kann das sehr stimmig sein: Man fährt flüssig, nutzt den Motorcharakter und bleibt dabei gelassen.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Gelassenheit
MT-10: präzise Führung und sportliche Stabilität
Beim Thema Fahrwerk und Handling zeigt die MT-10 ihre Stärken. Das Motorrad wirkt in Kurven sehr zielgerichtet und vermittelt ein sicheres Gefühl, wenn man zügig unterwegs ist. Die Kombination aus sportlicher Sitzposition und direkter Rückmeldung macht es leicht, die Linie zu halten. Gleichzeitig ist die MT-10 nicht nur für „Sportmodus“ gemacht: Auch im Alltag profitiert man von der stabilen Fahrcharakteristik, weil das Motorrad auf wechselnden Straßenbedingungen kontrolliert bleibt.
W 800: komfortorientiert und angenehm zu fahren
Die W 800 ist eher auf Komfort und entspannte Kontrolle ausgelegt. Das Fahrwerk unterstützt ein ruhiges Gleiten, wodurch sich längere Strecken weniger anstrengend anfühlen. In langsameren Tempi und auf typischen Alltagsrouten wirkt das Motorrad besonders angenehm, weil es nicht ständig „nach Sport“ verlangt. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder einfach entspannt cruisen möchte, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in jeder Situation
Beide Motorräder bringen Bremsen mit, die im Alltag zuverlässig funktionieren. Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch ein Unterschied im Einsatzgefühl: Die MT-10 wirkt stärker auf sportliche Verzögerung und dynamische Manöver ausgelegt. Dadurch fühlt sich das Motorrad bei zügigem Fahren „berechenbarer“ an, wenn man schnell reagieren muss. Die W 800 bremst ebenfalls souverän, aber das Gesamtgefühl ist eher auf kontrolliertes Cruisen ausgerichtet. Wer häufig stark beschleunigt und sportlich fährt, wird die MT-10 als klar dynamischer wahrnehmen; wer vorausschauend fährt und den Fokus auf Komfort legt, findet in der W 800 ein sehr passendes Setup.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Übersicht und Handling im Verkehr
MT-10: aktiv, aber nicht unbequem
Die MT-10 verlangt etwas mehr „aktive“ Haltung. Das ist kein Nachteil, solange man sportlich fahren möchte. Gerade auf Landstraßen und bei flotten Fahrten fühlt sich die Ergonomie stimmig an. In der Stadt ist das Handling durch die kompaktere, sportlichere Ausrichtung oft angenehm, allerdings profitiert man dort besonders von der eigenen Fahrweise: Wer eher gemütlich unterwegs ist, kann die MT-10 trotzdem gut bewegen, aber sie bleibt eben ein Motorrad, das nach Dynamik „ruft“.
W 800: entspannt sitzen und entspannt ankommen
Die W 800 punktet bei der Ergonomie vor allem durch ihre entspannte Sitzposition. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrten, bei denen man nicht ständig in eine sportliche Haltung wechseln möchte. Die Übersicht und das ruhige Fahrgefühl helfen im Stadtverkehr und auf längeren Strecken. Wer häufig kurze Wege fährt, aber auch Wochenendtouren mag, findet hier eine sehr alltagstaugliche Mischung aus Komfort und klassischem Fahrspaß.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Yamaha MT-10 – Stärken
- Dynamik und Ansprechverhalten: Kraftentfaltung wirkt direkt und macht zügiges Fahren unkompliziert.
- Kurvengefühl: präzise Rückmeldung und sportliche Stabilität bei flotter Fahrweise.
- Vielseitigkeit: eignet sich sowohl für schnelle Landstraßenfahrten als auch für den Alltag, wenn man gern aktiv fährt.
Yamaha MT-10 – Schwächen
- Anspruch an den Fahrstil: Wer sehr entspannt cruisen möchte, empfindet die sportliche Ausrichtung manchmal als „zu viel“.
- Fokus auf Performance: Das Motorrad belohnt dynamisches Fahren stärker als gemütliches Dahingleiten.
Kawasaki W 800 – Stärken
- Komfort und entspannter Charakter: angenehmes Fahrgefühl für Alltag und längere Touren.
- Stimmiger Retro-Ansatz: Motorlauf und Gesamteindruck passen zu ruhigem, genussorientiertem Fahren.
- Leichtes Wohlfühlen: wirkt weniger „sportlich getrieben“ und dadurch sehr zugänglich.
Kawasaki W 800 – Schwächen
- Weniger Performance-Fokus: Wer maximale Dynamik sucht, wird die MT-10 klar im Vorteil sehen.
- Tempo-Anspruch: Für sehr sportliche Fahrten braucht es eher eine angepasste Erwartungshaltung.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über das eigene Fahrgefühl entscheiden. Die Yamaha MT-10 ist besonders dann die richtige Wahl, wenn der Alltag aus zügigen Strecken besteht, man gern beschleunigt, Kurven aktiv fährt und ein Motorrad möchte, das sich wie ein sportliches Werkzeug anfühlt. Sie passt zu Fahrern, die Dynamik nicht nur „gelegentlich“, sondern regelmäßig erleben wollen – und die Freude daran haben, das Motorrad in Bewegung zu halten.
Die Kawasaki W 800 ist dagegen ideal für alle, die ein Motorrad suchen, das vor allem entspannt funktioniert: für Stadtfahrten, gemütliche Landstraßenrunden und Touren, bei denen der Weg im Vordergrund steht. Wer den Retro-Charakter mag, einen gleichmäßigen Motorlauf schätzt und nicht ständig nach maximaler Performance fragt, bekommt mit der W 800 ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Fazit:
Die Yamaha MT-10 ist die bessere Wahl für Fahrer, die ein Motorrad mit klarer Performance-Ausrichtung suchen: dynamisches Ansprechverhalten, sportliches Handling und ein Fahrgefühl, das zügiges Fahren besonders leicht macht. Wer häufig schnell unterwegs ist, Kurven aktiv angeht und das Motorrad wie ein sportliches Gesamtpaket erleben möchte, wird mit der MT-10 deutlich mehr „Biss“ spüren.
Die Kawasaki W 800 gewinnt dagegen dort, wo Komfort, Gelassenheit und ein klassischer Fahrstil zählen: entspannte Ergonomie, ein ruhiger Motorcharakter und ein Motorrad, das sich vor allem als Genussmittelpunkt anfühlt. Für alle, die lieber cruisen, den Retro-Look lieben und Touren ohne Leistungsdruck genießen möchten, ist die W 800 die passendere Entscheidung.