| UVP | 5.749 € | |
| Baujahr | von 2014 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Enorm wendig
- drehfreudiger Motor
- Verarbeitung
- harte Sitzbank
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 138 | kg |
| Radstand | 1.355 | mm |
| Länge | 1.955 | mm |
| Radstand | 1.355 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.040 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, OHC, 1-Zylinder-Motor | |
| Hubraum | 125 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 52 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 15 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 12 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 115 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 2 | l pro 100km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-down-Telegabel, Ø 41 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Federbein (Federweg 110)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/80-17M/C 52S | |
| Reifen hinten | 140/70-17M/C 66S | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Yamaha MT-125 vs MV Agusta Superveloce 800: Vergleich im Motorradtest
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, lohnt sich ein genauer Blick. Die Yamaha MT-125 steht für leichtes Handling, Alltagstauglichkeit und einen Einstieg in die Welt der sportlich inspirierten Naked Bikes. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen ist deutlich erwachsener positioniert: mehr Anspruch, mehr Charakter und ein Setup, das auf Dynamik und Fahrspaß ausgelegt ist. Im folgenden Vergleich geht es darum, wie sich die beiden Konzepte im Alltag und auf der Strecke anfühlen – und wo jeweils Stärken und Schwächen liegen.
Grundkonzept: Naked-Einstieg vs. Premium-Dynamik
Die Yamaha MT-125 ist als modernes, agiles Motorrad gedacht, das vor allem dort glänzt, wo es schnell gehen muss: Stadtverkehr, kurze Strecken, häufiges Anfahren und ein Fahrgefühl, das auch ohne „große“ Motorleistung lebendig wirkt. Die MT-125 setzt dabei auf ein Konzept, das sich leicht kontrollieren lässt und sich gut in den Alltag integrieren kann.
Die MV Agusta Superveloce 800 verfolgt ein anderes Ziel. Hier steht weniger „Einfachheit“ im Vordergrund, sondern mehr Fahrkultur: ein Motorrad, das sich nach etwas anfühlt, das man bewusst fährt. Die Superveloce 800 ist stärker auf sportliche Dynamik und ein hochwertiges Gesamtpaket ausgerichtet. Das merkt man nicht nur am Motor, sondern auch an der Art, wie sich das Motorrad auf Befehle aus dem Fahrwerk und am Lenker reagiert.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag unterscheidet
Beim Vergleich der beiden Motoren ist der größte Unterschied natürlich die Hubraumklasse. Die Yamaha MT-125 arbeitet in einem Bereich, in dem es vor allem auf Drehfreude, kontrollierbare Beschleunigung und ein gut nutzbares Leistungsband ankommt. Für viele Fahrten bedeutet das: zügig durch den Verkehr kommen, Ampelstarts souverän meistern und sich auf eine Fahrweise zu konzentrieren, die eher „smart“ als „brutal“ ist.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt dagegen in einer Liga, in der Reserven spürbar sind. Beschleunigung fühlt sich weniger wie „arbeiten“ an, sondern eher wie „ziehen“. Das wirkt besonders dann, wenn die Strecke länger wird oder wenn Überholmanöver und Autobahnabschnitte mehr Raum brauchen. Gleichzeitig ist das Motorrad dadurch auch anspruchsvoller: Wer es sportlich bewegt, bekommt mehr Tempo – und muss entsprechend mitdenken.
Stärken und Schwächen beim Motorcharakter
- Yamaha MT-125: Stärken liegen in der unkomplizierten Nutzbarkeit, der guten Dosierbarkeit und dem lebendigen Gefühl im Alltag. Schwäche: Wer dauerhaft sehr hohe Geschwindigkeiten oder „große“ Reserven erwartet, wird schneller an Grenzen stoßen.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken liegen in der Durchzugskraft, dem souveränen Vortrieb und dem sportlichen Gesamtgefühl. Schwäche: Der Anspruch an Fahrstil und Budget ist höher, und das Motorrad will eher bewusst bewegt werden.
Handling und Fahrgefühl: Agilität vs. Souveränität
Im Handling zeigt sich das jeweilige Zielpublikum. Die Yamaha MT-125 ist spürbar darauf ausgelegt, leicht zu bleiben: Das Motorrad wirkt wendig, lässt sich in engen Situationen gut positionieren und vermittelt ein sicheres Gefühl, auch wenn die Strecke mal unruhig ist. Gerade in der Stadt oder auf kurvigen Nebenstraßen ist das ein Vorteil, weil man schneller „durchkommt“, ohne ständig mit dem Motorrad kämpfen zu müssen.
Die MV Agusta Superveloce 800 fühlt sich dagegen stabiler und „erwachsener“ an. In schnellen Kurven und bei zügigem Fahren wirkt sie souveräner, weil das Motorrad mehr Masse und mehr Reserven mitbringt. Das kann das Fahrgefühl beruhigen – gleichzeitig verlangt es etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Linienwahl und beim Tempoaufbau.
Kurvenverhalten im Vergleich
Beide Motorräder können Kurven, aber auf unterschiedliche Art. Die MT-125 punktet mit einem direkten, agilen Einlenken und einem Gefühl, das Mut macht, auch mal spontan zu fahren. Die Superveloce 800 punktet mit einem sportlichen, präzisen Ablauf: Einmal in der Linie, wirkt das Motorrad wie „geführt“ – besonders dann, wenn man zügig unterwegs ist.
Fahrwerk und Bremsen: Wie viel Sicherheit steckt im Setup?
Beim Fahrwerk geht es nicht nur um „weich oder hart“, sondern um Rückmeldung und Kontrolle. Die Yamaha MT-125 ist so abgestimmt, dass sie im Alltag zuverlässig bleibt. Unebenheiten werden spürbar abgefedert, ohne dass das Motorrad seine Agilität verliert. Das ist ein Plus für Fahrer, die nicht jedes Detail ihres Setups optimieren wollen, sondern einfach fahren möchten.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist stärker auf sportliche Performance ausgelegt. Das Fahrwerk reagiert direkter, und die Kombination aus Stabilität und Rückmeldung macht das Motorrad besonders interessant, wenn die Straße mehr als nur „von A nach B“ ist. Bei zügiger Fahrt fühlt sich das Setup wie ein Werkzeug an: Man kann es nutzen, um Tempo sauber in Kurven umzusetzen.
Auch bei den Bremsen zeigt sich der Unterschied im Anspruch. Die MT-125 bietet eine Bremsleistung, die für den Alltag und für sportliche Fahrten in ihrem Rahmen sehr gut passt. Die Superveloce 800 ist dagegen klar auf höhere Geschwindigkeiten und stärkere Verzögerungsanforderungen ausgelegt. Das bedeutet: mehr Reserven, mehr Kontrolle bei härteren Manövern – aber auch ein Motorrad, das man entsprechend dosiert.
Ergonomie und Alltag: Wer sitzt wie gut?
Ergonomie ist oft der entscheidende Punkt, weil sie darüber bestimmt, wie lange man entspannt fahren kann. Die Yamaha MT-125 ist so konzipiert, dass sie sich für viele Fahrer gut anfühlt: aufrechtere Haltung, überschaubare Komplexität und ein Gesamtpaket, das man schnell „versteht“. Das macht sie besonders attraktiv für Einsteiger oder für alle, die ein Motorrad suchen, das im Alltag nicht ständig erklärt werden muss.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt sportlicher in der Auslegung. Das kann je nach Körpergröße und Fahrstil ein echter Vorteil sein, weil die Position das sportliche Fahren unterstützt. Gleichzeitig ist sie weniger „neutral“ als die MT-125: Wer lange Touren plant, sollte darauf achten, wie die Sitzposition und die Hebelwege zum eigenen Komfort passen.
Stärken und Schwächen bei Komfort
- Yamaha MT-125: Stärken: alltagstaugliche Ergonomie, unkompliziertes Handling, gute Übersicht. Schwäche: Für sehr lange Strecken oder für Fahrer, die maximale Sportlichkeit suchen, fehlt möglicherweise der „Premium-Schub“.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken: sportliche Sitzunterstützung, hochwertiges Fahrgefühl, mehr Reserven. Schwäche: weniger „entspannt“ im Sinne von maximaler Neutralität; Komfort hängt stärker vom Fahrer ab.
Ausstattung und Charakter: Technik, die man spürt
Bei der Ausstattung geht es nicht nur um „mehr oder weniger“, sondern darum, wie die Technik den Fahralltag beeinflusst. Die Yamaha MT-125 setzt auf ein stimmiges Gesamtpaket, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Das ist ein Vorteil, weil man sich auf das Fahren fokussieren kann und nicht ständig mit Menüs oder komplexen Systemen beschäftigt ist.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern auch erlebt. Das Design, die Verarbeitung und die sportliche Ausrichtung vermitteln Premium-Charakter. In der Praxis bedeutet das: Das Motorrad lädt dazu ein, schneller zu fahren und sich mehr mit der Linie und dem Tempo zu beschäftigen.
Design und Markenimage: Zwei Welten, zwei Zielgruppen
Optik ist Geschmack, aber sie beeinflusst auch die Erwartungshaltung. Die Yamaha MT-125 wirkt modern, frech und „urban“. Sie passt zu Fahrern, die ein Motorrad wollen, das im Alltag auffällt, ohne zu überfordern.
Die MV Agusta Superveloce 800 steht für ein deutlich exklusiveres Auftreten. Das Motorrad wirkt wie ein Statement. Wer sich für dieses Modell entscheidet, sucht oft nicht nur Transport, sondern ein Stück Fahrkultur.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrprofil?
Der Vergleich wird besonders klar, wenn man die typischen Einsatzszenarien betrachtet. Die Yamaha MT-125 ist ideal für den Alltag: Stadt, Pendeln, kurze bis mittlere Strecken und Fahrer, die ein leicht zu handhabendes Motorrad suchen. Sie ist außerdem eine gute Wahl, wenn das Budget und die laufenden Kosten eine wichtige Rolle spielen und wenn das Motorrad vor allem „funktionieren“ soll.
Die MV Agusta Superveloce 800 passt besser zu Fahrern, die mehr Dynamik wollen und bereit sind, ein sportlicheres Motorrad zu fahren. Besonders auf kurvigen Strecken und bei zügiger Fahrweise zeigt sie ihre Stärken. Wer häufig längere Strecken fährt oder das Motorrad als Hobby begreift, wird eher glücklich.
Typische Entscheidungshilfe
- MT-125: Wenn Agilität, Alltagstauglichkeit und ein unkompliziertes Fahrgefühl im Vordergrund stehen.
- Superveloce 800: Wenn sportliche Reserven, Premium-Charakter und ein intensiveres Fahrgefühl gesucht werden.
Fazit:
Die Yamaha MT-125 ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad für den Alltag gesucht wird: leicht zu bewegen, schnell im Kopf und angenehm im Handling. Sie eignet sich besonders für Einsteiger oder für alle, die in der Stadt und auf kurzen bis mittleren Strecken vor allem unkomplizierten Fahrspaß möchten. Die Stärke liegt in der Nutzbarkeit – weniger in maximalen Reserven, sondern in einem stimmigen Gesamtgefühl.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist die richtige Entscheidung, wenn das Motorrad mehr sein soll als ein Transportmittel. Wer sportlich fährt, längere Strecken plant oder das Fahrgefühl einer Premium-Maschine sucht, bekommt hier mehr Dynamik, mehr Souveränität und ein Setup, das zügiges Fahren unterstützt. Die Schwäche liegt nicht im Können, sondern im Anspruch: Das Motorrad will bewusst bewegt werden und passt besser zu Fahrern, die Tempo und Charakter wirklich auskosten möchten.
Kurz gesagt: MT-125 für den unkomplizierten Alltag, Superveloce 800 für sportliche Ambitionen und Premium-Fahrkultur.