| UVP | 19.249 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 17.245 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Wahnsinns-Ausstattung
- strammer Motor
- Sound von fauchend bis schreiend
- sehr gutes semiaktives Fahrwerk
- einzigartige Innovationen wie z.B. Matrix-LED Licht
- absolut tourentauglich, Kofferset inklusive
- Automatik-Modus mit Schwächen
- technische Möglichkeiten dürften einige Biker überfordern
- umfangreiche Ausstattung
- gelungenes semi-aktives Fahrwerk (KECS)
- Kombination aus Zeigerinstrument und TFT toll gelöst und gut ablesbar
- recht hohes Gewicht
- Windschild nur manuell und mit beiden Händen verstellbar
- relativ hoher Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 232 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 845-860 | mm |
| Höhe | 1.430 | mm |
| Gewicht | 257 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.043 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 218 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
| Leistung | 120 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 102 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | 41mm Upside-Down-Telegabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 | |
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 267 mm) | |
| Bremsen vorne | Halbschwimmende 310-mm-Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
Fazit
Die neue Tracer 9 GT+ setzt das fort, was Yamaha mit dieser Maschine 2023 gestartet hat: Sie ist ein Feuerwerk an technischen Innovationen und richtet sich an all diejenigen, die a) alles haben wollen und b) gerne an ihrer Maschine herumspielen. Das ist einerseits schon sehr beeindruckend, aber sicherlich nichts für alle Biker. Man muss schon etwas Zeit mitbringen, wenn man alle Optionen der Tracer 9 GT+ nutzen und verstehen möchte. Die Bedienung ist aber trotzdem gut gelungen und auch in Sachen Motor, Fahrwerk, Bremsen etc. setzt die Yamaha Tracer 9 GT+ Maßstäbe. Das alles hat natürlich seinen Preis, den die Fans solcher Maschinen aber vermutlich gerne zahlen. Ganz oben wird die Luft halt dünne...Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die neue Tracer 9 GT+ als Vorführer und freut sich auf Probefahrer. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgiebige Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser. Dort gibt es übrigens auch Vorführer bzw. Motorräder von KTM und neuerdings auch von Kawasaki.
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Yamaha Tracer 9 GT Plus (Y-AMT) vs. Kawasaki Versys 1000 SE – der Vergleich für Tourenfans
Wenn es um Reiseenduros und sportliche Tourer geht, stehen zwei Namen besonders oft im Raum: die Yamaha Tracer 9 GT Plus (Y-AMT) und die Kawasaki Versys 1000 SE. Beide Modelle zielen klar auf lange Strecken, hohen Komfort und eine Ausstattung, die auch auf der zweiten Tageshälfte noch Freude macht. Trotzdem gehen sie ihren Weg unterschiedlich: Die Yamaha wirkt in vielen Situationen wie ein sehr stimmiges Gesamtpaket aus Agilität und moderner Assistenz, während die Kawasaki stärker über ihre souveräne Allround-Performance und den „großen“ Charakter punktet.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Unterschiede herausgearbeitet: Wie unterscheiden sich Motorcharakter, Fahrgefühl, Elektronik, Komfort und die Art, wie sich die Motorräder im Alltag und auf Tour anfühlen? Dabei geht es weniger um reine Zahlen, sondern um die Frage, welches Motorrad die eigenen Prioritäten besser trifft.
Grundidee: Reiseenduro mit unterschiedlichem Charakter
Die Tracer 9 GT Plus ist als sportlich orientiertes Reiseenduro gedacht, das sich sowohl auf Landstraßen als auch auf längeren Autobahn-Abschnitten wohlfühlt. Die Versys 1000 SE verfolgt ebenfalls den Tourenansatz, bringt aber eine deutlich „erwachsenere“ Gangart mit: Sie wirkt wie ein Motorrad, das Kilometer sammelt, ohne dass man ständig nachjustieren muss.
Beide Motorräder sind auf Komfort und Ausstattung getrimmt. Doch die Schwerpunkte liegen anders: Die Yamaha setzt stärker auf ein rundes Zusammenspiel aus Motor, Fahrwerk und moderner Bedienlogik. Die Kawasaki legt den Fokus mehr auf Stabilität, souveräne Leistungsentfaltung und eine Ausstattung, die auf lange Strecken ausgelegt ist.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag anfühlen
Im direkten Vergleich zeigt sich: Beide Motoren sind für Touren gemacht, aber sie liefern ihre Stärken auf unterschiedliche Weise. Die Yamaha Tracer 9 GT Plus (Y-AMT) wirkt besonders dann überzeugend, wenn man zügig beschleunigen möchte, ohne dabei ständig „arbeiten“ zu müssen. Das Zusammenspiel aus Motor und Getriebe unterstützt ein flüssiges Vorankommen, gerade im Stadtverkehr oder auf kurvigen Strecken, wo häufiges Anpassen an Tempo und Verkehrslage gefragt ist.
Die Kawasaki Versys 1000 SE spielt ihre Vorteile häufig dann aus, wenn man gleichmäßig durchziehen will. Der Charakter wirkt kräftig und gleichmäßig, was das Motorrad auf langen Strecken sehr entspannt macht. Beim Überholen oder beim Herausbeschleunigen aus mittleren Kurvengeschwindigkeiten fühlt sich die Kawasaki oft wie ein „verlässlicher Motor“ an: Gas auf, Tempo aufbauen, weiterrollen.
Unterm Strich: Wer ein Motorrad sucht, das sich dynamisch und spontan anfühlt, landet schnell bei der Yamaha. Wer eher ein souveränes Langstrecken-Tourerlebnis bevorzugt, wird mit der Kawasaki sehr glücklich.
Getriebe und Fahrmodi: Bedienkomfort vs. direkte Kontrolle
Ein großer Unterschied im Alltag liegt im Thema Getriebe und Assistenz. Die Yamaha ist mit Y-AMT ausgestattet. Das bedeutet: Man kann je nach Situation sehr entspannt fahren, ohne ständig selbst schalten zu müssen. Das ist besonders praktisch im Stop-and-Go-Verkehr, bei zähfließendem Stadtverkehr oder wenn man auf der Tour einfach weniger „Handarbeit“ möchte.
Die Kawasaki setzt dagegen stärker auf das klassische Fahrgefühl mit dem, was man von einem großen Tourer erwartet: klare Rückmeldung, direkter Zugriff und ein Fahrstil, der sich sehr gut anpassen lässt. Wer gerne selbst schaltet und das Motorrad „mit der Hand“ steuert, fühlt sich hier oft schneller zuhause.
Stärken und Schwächen im Vergleich: Die Yamaha punktet mit Komfort und Entspannung durch die Assistenz. Die Kawasaki punktet mit dem Gefühl von Kontrolle und einem sehr „tourigen“ Fahrstil, der sich gut einprägt.
Fahrwerk und Handling: Agilität oder Stabilität?
Beim Handling zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den beiden Konzepten. Die Tracer 9 GT Plus wirkt in vielen Situationen agiler, besonders wenn es um Richtungswechsel, das schnelle Anpassen an Kurvenradien oder das zügige Durchfahren von Landstraßen geht. Das Motorrad vermittelt dabei ein sicheres Gefühl, ohne träge zu wirken.
Die Versys 1000 SE ist dagegen oft die Wahl, wenn man Stabilität und Ruhe priorisiert. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder bei längeren Autobahnpassagen fühlt sich die Kawasaki häufig „gesetzt“ an. In engen Kehren kann sie ebenfalls Spaß machen, aber der Charakter ist eher: ruhig rein, sauber aufrichten, gleichmäßig beschleunigen.
Damit ergibt sich ein klares Bild: Yamaha ist häufig die bessere Wahl für Kurvenfreunde und Fahrer, die gerne dynamisch unterwegs sind. Kawasaki ist häufig die bessere Wahl für alle, die vor allem Komfort, Stabilität und entspanntes Gleiten über weite Strecken suchen.
Elektronik und Assistenz: Moderne Helfer im Vergleich
Beide Motorräder verfügen über moderne Elektronik, die das Fahren sicherer und komfortabler macht. Im Alltag merkt man das vor allem daran, wie gut das Motorrad mit unterschiedlichen Bedingungen zurechtkommt: wechselnde Haftung, wechselnde Beladung, unterschiedliche Fahrmodi oder einfach die Frage, wie „ruhig“ das Motorrad auf Gasbefehle reagiert.
Die Yamaha wirkt dabei oft wie ein Paket, das den Fahrer entlastet: Die Abstimmung unterstützt ein gleichmäßiges Vorankommen und macht das Motorrad auch dann angenehm, wenn man nicht ständig am Limit fährt. Die Kawasaki unterstützt ebenfalls, aber der Schwerpunkt liegt stärker auf dem souveränen Gesamtgefühl und der Art, wie das Motorrad die Leistung kontrolliert an den Reifen bringt.
Stärken und Schwächen: Die Yamaha spielt ihre Elektronik häufig als „Komfort- und Entlastungssystem“ aus. Die Kawasaki wirkt eher wie ein „Stabilitäts- und Langstreckenpaket“.
Komfort, Windschutz und Alltag: Wer fühlt sich wohler?
Auf Tour entscheidet oft Kleinkram: Windschutz, Sitzkomfort, Ergonomie und die Frage, wie anstrengend das Motorrad nach einigen Stunden noch wirkt. Beide Modelle sind hier klar im oberen Segment. Die Tracer 9 GT Plus ist dabei besonders interessant, wenn man eine sportlichere Sitzposition mag, die trotzdem genug Komfort für lange Strecken bietet. Der Windschutz und die Gesamtergonomie sind so ausgelegt, dass man auch bei wechselnden Geschwindigkeiten nicht ständig „gegen den Wind“ arbeiten muss.
Die Versys 1000 SE zielt stärker auf das klassische Tourengefühl: bequem, stabil und mit einer Ausstattung, die man auf langen Strecken zu schätzen lernt. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder längere Etappen am Stück fährt, profitiert oft von der Art, wie die Kawasaki den Fahrer „mitnimmt“.
Unterm Strich: Yamaha ist oft die Wahl für Fahrer, die sportlich unterwegs sein wollen, ohne Komfort zu verlieren. Kawasaki ist oft die Wahl für Fahrer, die vor allem entspannt ankommen möchten – auch wenn die Strecke länger wird.
Ausstattung und Reise-Setup: Was passt besser zu welchem Fahrprofil?
Beide Motorräder sind als Reiseplattform gedacht. In der Praxis zeigt sich das in der Art, wie sie sich für Touren vorbereiten lassen: Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit und die Möglichkeiten, das Motorrad für unterschiedliche Einsätze zu nutzen. Die Yamaha wirkt dabei wie ein sehr rundes „All-in-one“-Reisemotorrad, das man schnell in den Tourenmodus bringt. Die Kawasaki wirkt wie ein großes Reisegerät, das sich besonders dann lohnt, wenn man regelmäßig längere Strecken fährt und dabei Wert auf ein sehr stabiles Gesamtgefühl legt.
Stärken und Schwächen: Die Yamaha ist häufig ideal für abwechslungsreiche Touren mit vielen Kurven und wechselnden Situationen. Die Kawasaki ist häufig ideal für lange Etappen, gleichmäßiges Tempo und ein sehr komfortorientiertes Reisegefühl.
Für wen lohnt sich welche Wahl?
Die Entscheidung hängt am Ende weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, welche Prioritäten wichtiger sind. Wer gerne dynamisch fährt, Kurven mag und dabei Komfort und moderne Assistenz schätzt, findet in der Yamaha Tracer 9 GT Plus (Y-AMT) oft die passendere Basis. Wer dagegen ein großes, souveränes Tourenmotorrad sucht, das sich wie ein Langstreckenpartner anfühlt und auch bei hoher Belastung sehr ruhig bleibt, wird mit der Kawasaki Versys 1000 SE sehr glücklich.
Fazit:
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus (Y-AMT) ist besonders stark, wenn ein Reiseenduro vor allem als dynamisches, gut kontrollierbares Gesamtpaket genutzt werden soll: Kurven, Landstraße und wechselnde Situationen machen Spaß, und die Assistenz durch das Y-AMT sorgt im Alltag für spürbare Entspannung. Wer häufig unterwegs ist, ohne jedes Mal „voll konzentriert“ schalten zu wollen, bekommt hier ein Motorrad, das sich modern und alltagstauglich anfühlt.
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist die bessere Wahl für Fahrer, die vor allem lange Strecken genießen: Stabilität, souveräne Leistungsentfaltung und ein sehr ruhiges Tourengefühl stehen im Vordergrund. Gerade wenn Gepäck, Autobahnpassagen und gleichmäßiges Tempo regelmäßig auf dem Plan stehen, spielt die Kawasaki ihre Stärken besonders deutlich aus.
Kurz gesagt: Yamaha für dynamische Touren mit Komfort-Assistenz, Kawasaki für entspanntes Langstreckenfahren mit viel Ruhe und Souveränität.