| UVP | 26.415 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 17.490 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Bedienung
- Unglaubliches Drehmoment
- Fahrpräzision
- Komfort
- Preis
- Reichweite
- Motor
- Wertigkeit
- Fahrwerk
- Display / Bedienung
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Sitzhöhe: | 787 | mm |
| Gewicht | 237 | kg |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Länge | 2.223 | mm |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.295 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | E-Motor, Z-Force 75-10 | |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kupplungsfreier Direktantrieb, Riemen | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.203 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 110 PS bei 5.000 U/Min | |
| Drehmoment | 190 NM | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Reichweite | 157 | km |
| Leistung | 123 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 118 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 220 | km |
Fahrwerk
| Federung vorne | Showa Upside-down-Gabel 43 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Showa-Gasdruck Stoßdämpfer (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 180/55-17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Sachs USD 43mm Gabel, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Sachs Monofederbein ohne Umlenkung, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 73W | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Radialsättel von J. Juan ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel von J. Juan ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelbremsscheiben, Brembo 4-Kolben-Festsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 260 mm) | |
Es geht ohne Scrambler
Was also ist das Revier der Indian? Lange Reisen eher nicht. Dem stehen der nur 13 Liter fassende (dafür wunderschöne) Tank entgegen, der schon erwähnte fehlende Windschutz und die Tatsache, dass die Sozia nicht gerade verwöhnt wird. Auf dem Platz in der zweiten Reihe ist leiden angesagt, er ist knapp, und die Fußrasten liegen sehr hoch.
Auch hier ähnelte unser Fast Tracker also den Scramblern der Konkurrenz. Ich persönlich würde nie eine Scrambler kaufen: Ob Ducati, Triumph oder BMW – bei allen saß ich auf dem Motorrad. Die Indian hingegen versteht es sehr schön, den Fahrer zu integrieren, er ist stärker als bei der Konkurrenz ins Fahrzeug eingefasst.
Jetzt müsste ich für ein typisches Zweit- oder Hobbybike nur noch knapp 16.000 Euro auftreiben … schön ist sie schon und in ihrer Durchzugskraft … aber ich wiederhole mich, deshalb ist hier jetzt Schluss. Fazit: Alle haben eine Scrambler, nur Indian nicht. Macht nichts: Es gibt ja die FTR 1200 S.
Das Testbike wurden uns von Legendary Motorcycles in Hamburg zur Verfügung gestellt.
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Zero SR/S vs. Indian FTR 1200 Sport – Vergleich im Motorradtest
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend: Die Zero SR/S steht für modernes, elektrisches Fahren mit direkter Gasannahme und einem klaren Fokus auf Alltag und Alltagstauglichkeit. Die Indian FTR 1200 Sport dagegen bringt den klassischen Verbrenner-Charakter in eine sportlich-elegante Form – mit dem typischen Punch, der sich beim Beschleunigen sofort bemerkbar macht. Genau hier lohnt sich der Blick auf die Unterschiede: Wie fühlt sich das Fahren an? Wo liegen die Stärken im Alltag, und wo zeigen sich mögliche Schwächen?
Grundcharakter: Elektrisch direkt vs. Verbrenner mit Punch
Die Zero SR/S wirkt wie ein Motorrad, das die moderne Elektrotechnik in den Vordergrund stellt. Das Ansprechverhalten ist in der Regel sehr spontan, wodurch sich das Motorrad im Stadtverkehr und bei kurzen Beschleunigungsphasen besonders leicht dosieren lässt. Statt „Warten“ auf Drehzahlen steht eher das unmittelbare Reagieren im Vordergrund. Das macht die SR/S vor allem dann attraktiv, wenn häufig gestoppt, angefahren und wieder beschleunigt wird.
Die Indian FTR 1200 Sport spielt dagegen die Stärken eines Verbrenners aus: Der Motor liefert spürbaren Schub und sorgt für ein Fahrgefühl, das viele Fahrerinnen und Fahrer als „mechanisch“ und emotional beschreiben. Gerade beim zügigen Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim dynamischen Fahren auf Landstraßen wirkt der Charakter oft sehr direkt – allerdings mit dem typischen Zusammenspiel aus Drehzahl, Getriebe und Fahrstil.
Fahrgefühl im Alltag: Wie sich die Leistung im Alltag bemerkbar macht
Im Alltag entscheidet nicht nur die reine Leistungsfähigkeit, sondern vor allem, wie gut sich ein Motorrad im Alltag „lesen“ lässt. Die Zero SR/S punktet hier häufig mit einem sehr gleichmäßigen, gut kontrollierbaren Antrieb. Die Kraft steht ohne Verzögerung an, wodurch sich das Motorrad in vielen Situationen stressfreier fahren lässt: Ampelstarts, kurze Überholvorgänge oder das zügige Einfädeln in den Verkehr funktionieren oft unkompliziert.
Die Indian FTR 1200 Sport bringt dagegen mehr „Fahrerlebnis“ über den Verbrenner: Das Gefühl entsteht aus dem Zusammenspiel von Motor, Drehmomentverlauf und dem Wechselspiel aus Gas und Getriebe. Wer gerne aktiv fährt und den Motor spürbar mitarbeitet, wird die FTR 1200 Sport besonders stimmig finden. In der Stadt kann das Getriebe zwar mehr Aufmerksamkeit verlangen, dafür fühlt sich das Motorrad in vielen Situationen lebendig und „hands-on“ an.
Handling und Fahrwerk: Agilität vs. Stabilität
Beide Motorräder sind sportlich ausgelegt, aber sie vermitteln das Gefühl unterschiedlich. Die Zero SR/S wirkt oft wie ein Motorrad, das sich leicht in die gewünschte Linie bringen lässt. Gerade bei häufigem Richtungswechsel und beim zügigen Fahren in Kurven kann das helfen, das Tempo kontrolliert aufzubauen. Gleichzeitig ist die Abstimmung darauf ausgelegt, dass sich das Motorrad auch im Alltag nicht „zu nervös“ anfühlt.
Die Indian FTR 1200 Sport zielt ebenfalls auf sportliches Fahren, setzt dabei aber stärker auf den klassischen Fahrwerks- und Rahmencharakter eines modernen Verbrenners. In schnellen Passagen und bei zügiger Kurvenfahrt kann das Motorrad sehr stabil wirken. Wer gerne dynamisch fährt, profitiert häufig von der souveränen Rückmeldung aus dem Fahrwerk – allerdings hängt das Fahrgefühl auch stark vom persönlichen Setup und dem eigenen Fahrstil ab.
Stärken und mögliche Schwächen im Handling
- Zero SR/S: Stärken liegen häufig in der einfachen Dosierbarkeit und dem agilen Gefühl im Alltag. Mögliche Schwächen können sich dort zeigen, wo lange Strecken ohne Ladeplanung im Fokus stehen oder wenn das Fahrprofil stark von „Stop-and-go“ abweicht.
- Indian FTR 1200 Sport: Stärken liegen häufig in der emotionalen Motorcharakteristik und dem stabilen, sportlichen Fahrgefühl. Mögliche Schwächen können sich dort zeigen, wo man im Alltag möglichst entspannt und ohne aktive Fahrarbeit unterwegs sein möchte.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Bremsen zählt vor allem, wie gut sich das Motorrad dosieren lässt und wie konstant es sich über mehrere Bremsvorgänge verhält. Sowohl die Zero SR/S als auch die Indian FTR 1200 Sport sind auf sportliche Nutzung ausgelegt, wodurch die Bremsanlage in der Regel auf kontrolliertes Verzögern ausgelegt ist. In der Praxis zeigt sich der Unterschied oft weniger in der „rohen“ Bremsleistung, sondern in der Art, wie sich das Motorrad beim Verzögern anfühlt.
Die SR/S kann durch den elektrischen Antrieb und die damit verbundene Fahrdynamik besonders harmonisch wirken, weil sich das Motorrad beim Lastwechsel oft sehr gleichmäßig verhält. Die FTR 1200 Sport kann beim Bremsen ebenfalls sehr überzeugend sein, allerdings hängt das Gefühl stärker vom Zusammenspiel aus Fahrwerk, Reifen und Fahrstil ab.
Komfort und Sitzposition: Für kurze Wege oder längere Touren?
Komfort ist mehr als nur „bequem sitzen“. Entscheidend ist, wie gut sich die Sitzposition über Zeit anfühlt und wie ermüdend die Haltung bei wechselndem Tempo wird. Die Zero SR/S ist häufig so ausgelegt, dass sie im Alltag nicht zu kompromisslos wirkt. Dadurch kann sie für Pendler und für Fahrerinnen und Fahrer interessant sein, die regelmäßig kurze bis mittlere Strecken fahren.
Die Indian FTR 1200 Sport wirkt dagegen oft wie ein Motorrad, das sportliche Haltung und dynamisches Fahren in den Vordergrund stellt. Das kann auf längeren Strecken sehr gut funktionieren, wenn die Ergonomie zum eigenen Körper passt. Wer eine eher entspannte Sitzposition bevorzugt, sollte hier besonders darauf achten, wie die Haltung im eigenen Fahrprofil wirkt.
Alltagstauglichkeit: Wo die Unterschiede wirklich zählen
Im Alltag zählt häufig: Wie schnell ist man startklar, wie unkompliziert ist die Nutzung und wie gut passt das Motorrad zum eigenen Tagesablauf. Die Zero SR/S ist in vielen Situationen unkompliziert, weil das elektrische Fahren sehr sauber und leise sein kann. Gleichzeitig spielt die Frage nach Ladeplanung eine größere Rolle als bei einem Verbrenner. Wer regelmäßig in der Nähe von Ladeoptionen unterwegs ist oder zu Hause laden kann, hat meist deutlich weniger „Planungsstress“.
Die Indian FTR 1200 Sport ist beim Thema Reichweite und Tankstops deutlich entspannter: Fahren, tanken, weiter. Dafür ist der Betrieb klassisch: Wartung, Verschleißteile und die üblichen Kosten eines Verbrenners sind Teil des Gesamtpakets.
Kosten und Wartung: Betriebskonzepte im direkten Vergleich
Beim Thema Kosten unterscheiden sich die beiden Konzepte grundsätzlich. Die Zero SR/S hat den Vorteil, dass der elektrische Antrieb im Alltag oft weniger „mechanische“ Wartung erfordert. Gleichzeitig entstehen Kosten über Strom, Ladeinfrastruktur und gegebenenfalls über die Planung von Ladepunkten. Je nach Fahrprofil kann das sehr gut aufgehen – oder weniger attraktiv sein, wenn das Motorrad häufig ohne passende Ladeoptionen genutzt wird.
Die Indian FTR 1200 Sport ist im Betrieb ein klassischer Verbrenner: Ölwechsel, Wartungsintervalle und Verschleißteile gehören dazu. Dafür ist die Nutzung in der Regel sehr planbar, weil Tankstellen überall verfügbar sind. Wer gerne selbst schraubt oder Wartung als Teil des Motorradlebens betrachtet, findet im Verbrenner-Konzept oft eine vertraute Routine.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen Zero SR/S und Indian FTR 1200 Sport hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, welche Art von Fahrspaß und Alltagssituation im Vordergrund steht.
Zero SR/S: Ideal für moderne Pendler und Stadtfahrer
Die Zero SR/S ist besonders passend, wenn der Alltag aus vielen kurzen Strecken besteht, wenn häufig im Stadtverkehr gefahren wird und wenn das direkte, ruhige Ansprechverhalten geschätzt wird. Wer außerdem Wert auf ein modernes Antriebskonzept legt und Ladeoptionen realistisch einplanen kann, bekommt ein Motorrad, das sich im Alltag sehr stimmig anfühlt.
Indian FTR 1200 Sport: Ideal für emotionale Fahrer und Touren mit klassischem Feeling
Die Indian FTR 1200 Sport passt besonders gut, wenn der Fahrspaß stark über den Motorcharakter kommt. Wer gerne dynamisch fährt, den Verbrenner „mitarbeitet“ und sich an einem sportlichen, stabilen Fahrgefühl erfreut, wird mit der FTR 1200 Sport häufig sehr zufrieden sein. Auch für längere Strecken ist der Verbrenner-Ansatz praktisch, weil das Tanken unkompliziert bleibt.
Fazit:
Die Zero SR/S ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf modernem, elektrischem Fahren liegt: direktes Ansprechverhalten, unkomplizierte Dosierung und ein sehr stimmiges Gefühl im Alltag. Wer regelmäßig in Reichweite von Ladeoptionen unterwegs ist und das Motorrad vor allem für Stadt, Pendeln und kurze bis mittlere Strecken nutzt, bekommt ein Konzept, das im Alltag besonders leicht wirkt. Gleichzeitig sollte klar sein, dass die Planung rund ums Laden stärker in den Alltag hineinspielt als beim Verbrenner.
Die Indian FTR 1200 Sport spielt ihre Stärken aus, wenn emotionaler Fahrspaß und klassischer Verbrennercharakter im Vordergrund stehen: spürbarer Schub, lebendiges Motorgefühl und ein sportlich-stabiles Fahrverhalten. Wer längere Strecken ohne Ladeplanung bevorzugt und das aktive Zusammenspiel aus Motor und Fahrstil mag, findet in der FTR 1200 Sport oft die passendere Wahl.
Kurz gesagt: SR/S für den modernen Alltag mit E-Charakter, FTR 1200 Sport für den klassischen, emotionalen Fahrgenuss.