UVP 10.650 €
Baujahr von 2023 bis 2026~
UVP 14.780 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
Die neue 800er GS, die eigentlich eine 900er ist.
Weiter zum Testbericht
Was kann das erste Elektro-Motorrad von Honda?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • toller Motor
  • ausgereifte Maschine ohne echte Schwächen
  • Sitzhöhen von 760 bis 840 mm möglich
  • gute Bremsen
  • Kurven-ABS und dynamische Traktionskontrolle ohne Aufpreis
Kontra:
  • Windschild zu klein
  • Serienbereifung 1b
Pro:
  • stufenloser, kraftvoller Durchzug aus dem Stand
  • zentraler und tiefer Schwerpunkt
  • spielerisch leichtes Fahrverhalten
  • Rangiermanöver-Hilfe (vor- und rückwärts)
  • unterstützt DC-Schnellladen
  • Kurven-ABS und schräglagenabhängiger Traktionskontrolle
Kontra:
  • begrenzte Reichweite
  • Bremse vorne könnte etwas besser zupacken
  • hoher Preis

Abmessungen & Gewicht

Gewicht227kg
Radstand1.590mm
Länge2.296mm
Radstand1.590mm
Sitzhöhe: 815-830 mm
Höhe1.225mm
Gewicht217kg
Radstand1.480mm
Länge2.156mm
Radstand1.480mm
Sitzhöhe: 800 mm
Höhe1.085mm

Motor

Motor-Bauart2-Zylinder-Viertaktmotor
Hubraum895ccm
Hub77mm
Bohrung86mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartElektro
AntriebZahnriemen
Gänge1

Fahrleistungen

Leistung87 PS bei 6.750 U/Min
Drehmoment91 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt15Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite349km
Leistung68 PS
Drehmoment100 NM
Höchstgeschw.129km/h
Reichweite140km

Fahrwerk

RahmenbauartBrückenrahmen in Schalenbauweise
Federung vorneTeleskopgabel 41 mm (Federweg 170)mm
Federung hintenZentralfederbein, Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne110/80 R19
Reifen hinten150/70 R17
Federung vorneShowa SFF-BP USD-Gabel 43mm, nicht einstellbar (Federweg 120)mm
Federung hintenShowa Monodämpfer, Federvorspannung einstellbar (Federweg 120)mm
Aufhängung hintenEinarmschwinge
Reifen vorne120/70 17'
Reifen hinten150/60 17'

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, Durchmesser 305 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 305 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse, Durchmesser 265 mm, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, Nissin 4-Kolben Bremszangen, radial montiert ( Ø 296 mm)
Bremsen hintenNissin 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 256 mm)

Fazit

Die BMW F 800 GS ist ein überzeugendes Adventure-Bike zu einem fairen Preis. Sie ist bereits in Serie gut ausgestattet und kann mit dem BMW-Zubehörbaukasten nach Belieben erweitert werden. Mag sein, dass dieses Motorrad nicht gerade den Preis für das emotionalste Bike 2024 gewinnen wird, dass ihr aber vermutlich völlig egal. Sie ist Understatement pur, kann fast alles und gehört vermutlich zu dem am meisten unterschätztem Motorrad in ihrer Klasse. Wer mit der 900 GS liebäugelt, aber gerade Ebbe im Geldbeutel vorfindet, sollte sich genauer mit der 800 GS beschäftigen ... 
 
Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne in Neumünster zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf weitere Probefahrer. Wer zwischen der 800er und der 900er GS schwankt: Beide Maschinen können bei B&S in Neumünster angetestet werden. Zwischendurch noch einen Kaffee und dabei das üppige Gebrauchtbike-Angebot checken - wunderbar!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 10.650 €
  • Baujahre: 2008-2018, seit 2024
  • Farben: Weiß, Blau, Schwarz

Fazit: Nicht für alle, aber wichtiger als viele denken

Die Honda WN7 ist kein Motorrad, das jeden Verbrenner-Fan sofort bekehren wird. Dafür sind Reichweite, Preis und das fehlende klassische Motor-Erlebnis zu klare Gegenargumente. Aber sie ist ein erstaunlich überzeugender erster großer Elektro-Aufschlag von Honda. Sie fährt sauber, direkt, hochwertig und alltagstauglich, ohne sich als rollendes Technik-Demo aufzuspielen. Wer hauptsächlich pendelt, kurze bis mittlere Strecken fährt, zu Hause laden kann und Lust auf ein neues Fahrgefühl hat, sollte die WN7 definitiv ernst nehmen.

Am Ende ist die WN7 weniger Revolution mit Feuerwerk als vielmehr ein ziemlich cleverer Realitätscheck. Honda sagt nicht: Vergesst alles, was ihr über Motorräder wisst. Honda sagt eher: Hier ist ein Motorrad, das vieles von dem kann, was ihr mögt – nur eben elektrisch. Und genau deshalb funktioniert die WN7 besser, als man vielleicht erwartet. Sie ist leise, aber nicht langweilig. Vernünftig, aber nicht brav. Neu, aber nicht fremd. Kurz gesagt: ein spannender Schritt in eine Zukunft, die sich plötzlich gar nicht mehr so weit weg anfühlt.

Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 14.780 €
  • Verfügbarkeit: seit 07/2026
  • Farben: Grau, Schwarz, Schwarz mit Kupfer und Grau

MotorradTest.de auf YouTube

BMW F 800 GS (ab 2023) vs Honda WN7 – Vergleich für Straße, Reise und Abenteuer

Wenn es um ein modernes Adventure-Bike geht, stehen viele Fahrerinnen und Fahrer irgendwann vor derselben Frage: Welche Maschine passt besser zum eigenen Alltag – und welche fühlt sich auf längeren Strecken wirklich stimmig an? Der Vergleich zwischen der BMW F 800 GS (ab 2023) und der Honda WN7 zeigt zwei unterschiedliche Philosophien. Beide zielen auf Vielseitigkeit, beide sind auf Touren ausgelegt, aber sie setzen ihre Schwerpunkte an leicht verschiedenen Stellen. Genau das macht den Unterschied im Fahrgefühl aus.

Grundidee: Zwei Adventure-Ansätze, ein ähnliches Einsatzgebiet

Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist in der Tradition der GS-Reihe stark auf den Mix aus Alltag, Reise und leichtem Offroad-Einsatz ausgelegt. Das Konzept wirkt dabei sehr „erprobt“: klare Bedienlogik, ein Fahrwerk, das auf wechselnde Untergründe vorbereitet ist, und eine Gesamtbalance, die viele Fahrer schnell als vertraut empfinden.

Die Honda WN7 verfolgt ebenfalls den Adventure-Gedanken, wirkt aber in der Auslegung moderner und teilweise „direkter“ im Charakter. Wo die BMW häufig mit ruhiger, kontrollierter Linie überzeugt, kann die Honda mit einem agilen, spritzigen Eindruck punkten – besonders dann, wenn es im Alltag oder auf kurvigen Strecken zügig vorangehen soll.

Motor und Fahrgefühl: Charakter entscheidet

BMW F 800 GS (ab 2023): gleichmäßig und tourentauglich

Die BMW spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es um konstantes Tempo und entspanntes Dahingleiten geht. Der Motorcharakter wirkt auf Langstrecke stimmig: Drehzahlen lassen sich so wählen, dass die Maschine nicht „gezwungen“ wirkt. Das hilft besonders auf Reisen, wenn der Fokus auf Rhythmus und Komfort liegt.

Honda WN7: lebendig und reaktionsfreudig

Die Honda wirkt im Vergleich oft reaktiver. Beim Anfahren, beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim schnellen Richtungswechsel fühlt sich die WN7 tendenziell agiler an. Das kann ein Vorteil sein, wenn die Tour nicht nur aus Autobahn besteht, sondern aus Landstraße, Stadtverkehr und wechselnden Situationen.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität

BMW: souverän auf Strecke

Die BMW F 800 GS (ab 2023) vermittelt ein Gefühl von Stabilität. Gerade bei längeren Abschnitten, bei denen die Straße wellig ist oder der Untergrund wechselt, bleibt die Linie häufig ruhig. Das ist ein Plus, wenn man nicht ständig nachtrimmen möchte und sich auf gleichmäßiges Fahren verlassen will.

Honda: wendig im Alltag

Die Honda WN7 kann im Handling mit Wendigkeit überzeugen. In engen Situationen oder auf kurvigen Strecken wirkt sie oft leichter zu „lesen“ und schneller in der Reaktion. Wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und kurzen Ausflügen pendelt, wird die Agilität vermutlich stärker spüren als auf reinen Langstrecken.

Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie bequem?

Beide Bikes sind grundsätzlich auf Touring ausgelegt, aber die Sitzposition und das Körpergefühl können sich unterscheiden. Die BMW wirkt dabei oft wie ein „klassischer“ Adventure-Komfort: aufrechte Haltung, gute Übersicht und ein Fahrgefühl, das auch nach vielen Kilometern nicht in Stress umkippt.

Die Honda kann dagegen je nach Körpergröße und Einstellung einen etwas sportlicheren Eindruck machen. Wer gerne aktiv fährt und den Oberkörper dynamischer einsetzt, fühlt sich möglicherweise schneller integriert. Wer dagegen maximalen Langstreckenkomfort sucht, wird bei der BMW tendenziell weniger Anpassungsaufwand erwarten.

Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung im Alltag

In der Praxis entscheidet Elektronik nicht nur über „Features“, sondern darüber, wie entspannt sich das Motorrad im Alltag bewegt. Die BMW F 800 GS (ab 2023) setzt auf eine klare, gut nutzbare Elektronik-Logik. Das hilft, wenn man Assistenzsysteme nicht ständig „neu lernen“ möchte.

Die Honda WN7 wirkt im Vergleich oft als besonders zeitgemäß in der Bedienung und im Gesamtpaket. Gerade auf wechselndem Untergrund kann das ein Vorteil sein, weil das Motorrad die Fahrsituation stabilisiert, ohne dass man ständig eingreifen muss.

Windschutz, Komfort und Alltagstauglichkeit

Auf Reisen ist Windschutz ein unterschätztes Thema. Die BMW bietet hier häufig ein sehr stimmiges Gesamtgefühl: Der Fahrtwind wird so wahrgenommen, dass man auch bei längeren Etappen nicht permanent „gegen“ den Luftstrom arbeiten muss. Das ist besonders relevant, wenn die Tour aus mehreren Stunden am Stück besteht.

Die Honda kann ebenfalls komfortabel sein, wirkt aber im Eindruck stärker davon abhängig, wie die persönliche Sitzposition und die Einstellung zum eigenen Körper passen. Wer die Maschine einmal passend eingestellt hat, profitiert oft von einem sehr angenehmen Fahrgefühl.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

BMW F 800 GS (ab 2023): Stärken

  • Tourenfokus: gleichmäßiges Fahrgefühl über lange Strecken
  • Souveränität bei wechselndem Untergrund
  • Ergonomie mit guter Übersicht und entspannter Haltung
  • Elektronik-Logik wirkt alltagstauglich und nachvollziehbar

BMW: Schwächen

  • Wer maximale Agilität im „Sportmodus“ sucht, könnte die BMW im Vergleich als etwas ruhiger empfinden
  • Je nach Fahrstil kann man das Setup stärker „feintunen“ wollen, um das Handling noch persönlicher zu machen

Honda WN7: Stärken

  • Agiles Handling und lebendiger Eindruck im Alltag
  • Reaktionsfreudigkeit beim Beschleunigen und Richtungswechsel
  • Modernes Gesamtpaket mit stimmiger Bedienung

Honda: Schwächen

  • Für maximale Langstreckenruhe kann die persönliche Einstellung (Sitzposition/Setup) stärker ins Gewicht fallen
  • Wer vor allem „klassische GS-Ruhe“ erwartet, muss sich an den Charakter der WN7 möglicherweise etwas gewöhnen

Für wen passt welches Bike?

Der Vergleich lässt sich am Ende auf eine einfache Frage reduzieren: Wie soll sich das Motorrad anfühlen? Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist besonders attraktiv, wenn der Schwerpunkt auf Langstrecke, Stabilität und entspanntem Reisegefühl liegt. Die Honda WN7 ist besonders spannend, wenn Agilität, direkte Reaktion und ein lebendiger Charakter im Vordergrund stehen.

BMW F 800 GS (ab 2023) – ideal für

  • Fahrerinnen und Fahrer, die viel auf Tour unterwegs sind und ein ruhiges, berechenbares Fahrgefühl schätzen
  • Menschen, die ein Adventure-Bike suchen, das im Alltag ebenso funktioniert wie auf längeren Etappen
  • Alle, die Wert auf eine stimmige Ergonomie und souveräne Stabilität legen

Honda WN7 – ideal für

  • Fahrerinnen und Fahrer, die gerne zügig fahren, häufig kurvige Strecken nutzen oder im Alltag oft umstellen
  • Menschen, die ein agiles Handling und eine schnelle Reaktion beim Beschleunigen mögen
  • Alle, die ein modernes Gesamtpaket suchen und das Motorrad gern „aktiv“ bewegen

Fazit:

Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist die bessere Wahl, wenn vor allem Reise-Komfort, Stabilität und ein gleichmäßiger Fahrrhythmus zählen. Sie wirkt wie ein verlässlicher Begleiter für lange Strecken und wechselnde Untergründe, bei dem man sich auf die ruhige Linie verlassen kann. Wer ein Adventure-Bike sucht, das im Alltag nicht anstrengend wird und auf Touren besonders souverän bleibt, findet in der BMW häufig die passendere Basis.

Die Honda WN7 spielt ihre Stärken dort aus, wo Agilität, direkte Reaktion und lebendiges Handling gefragt sind. Wer gern dynamisch fährt, häufig zwischen Stadt, Landstraße und kurvigen Abschnitten wechselt und ein Motorrad möchte, das schnell auf Eingaben reagiert, wird mit der Honda vermutlich mehr „Freude am Moment“ erleben.

Kurz gesagt: BMW für entspannte Langstrecke und ruhige Souveränität, Honda für wendige Dynamik und aktives Fahren.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙