| UVP | 16.450 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- bulliger Motor
- bulliger Auftritt
- bulliger Sound
- bullige Bremserei
- nicht mehr ganz so tourentauglich wie zuvor
- QuickShifter etwas hakelig
- viele Features nur in Paketen erhältlich
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 239 | kg |
| Radstand | 1.511 | mm |
| Länge | 2.126 | mm |
| Radstand | 1.511 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.112 | mm |
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.300 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 106 | mm |
| Kühlung | wassergekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 145 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 149 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 354 | km |
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Zweiteiliges Rahmenkonzept | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 140)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, Durchmesser 320 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 285 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 285 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Tja, das ist schon eine starke Maschine, die BMW R 1300 R. Sie sieht stark aus, bremst stark und bietet einen starken Boxer-Motor, der dem Bike zu starken Fahrleistungen verhilft. Wir sind uns sicher: Wer hier einmal aufgestiegen und gefahren ist, der wird entweder weinendes Auges wieder auf seine eigene Maschine steigen oder eingehend den Kontostand prüfen. Wer auf starke Roadster steht, kommt an der R 1300 R kaum vorbei.Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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BMW R 1300 R vs KTM 990 RC R: Vergleich der beiden Charakterköpfe
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten, wird der Vergleich besonders spannend: Die BMW R 1300 R steht für souveräne Alltagsdynamik, angenehme Ergonomie und ein Fahrgefühl, das auch auf längeren Strecken entspannt bleibt. Die KTM 990 RC R dagegen wirkt wie ein Kompromiss aus Sport und Agilität – mit Fokus auf präzises Handling, sportliche Linienführung und ein Motorbild, das Lust auf zügiges Fahren macht. Genau hier setzt dieser Vergleich an: Nicht nur die Daten sind entscheidend, sondern wie sich die Stärken im Alltag und in der Kurve anfühlen.
Grundcharakter: Fahrgefühl und Zielgruppe
BMW R 1300 R – souverän, komfortabel, alltagstauglich
Die BMW R 1300 R spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn das Tempo nicht permanent auf Anschlag ist. Das Motorrad wirkt dabei wie ein „verlässlicher Partner“: Der Motor liefert gleichmäßig, das Fahrwerk unterstützt den Fahrer spürbar und die Sitzposition bleibt auch über längere Zeit angenehm. Dadurch eignet sich die R 1300 R besonders für Touren, Pendeln und für alle, die sportlich fahren möchten, ohne ständig in eine kompromissreiche Haltung zu geraten.
KTM 990 RC R – sportlich, direkt, kurvenorientiert
Die KTM 990 RC R ist deutlich stärker auf Dynamik und sportliche Fahrweise ausgelegt. Das Motorrad fühlt sich in schnellen Richtungswechseln und in der Kurvenarbeit sehr „wach“ an. Die Sitzposition und die Ausrichtung des Bikes unterstützen eine aktive Fahrtechnik: Wer gerne früh bremst, sauber einlenkt und die Linie konsequent durchzieht, bekommt hier ein Motorrad, das mitdenkt – und das Tempo gerne mitmacht.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag zeigt
Im direkten Vergleich unterscheiden sich die beiden Konzepte spürbar. Die BMW R 1300 R setzt auf einen Motorcharakter, der sich breit nutzbar anfühlt: Gas geben wirkt kontrolliert, die Kraft kommt gleichmäßig und lässt sich gut dosieren. Das ist besonders praktisch, wenn die Strecke wechselhaft ist – Stadt, Landstraße und Autobahnabschnitte wechseln sich ab.
Die KTM 990 RC R wirkt dagegen „spitzer“. Das Ansprechverhalten und die Art, wie sich der Vortrieb aufbaut, unterstützen eine sportliche Gangart. In Kurven und beim Beschleunigen aus dem Scheitelpunkt macht sich dieser Charakter bemerkbar: Die KTM lädt dazu ein, den Motor stärker zu nutzen und die Drehzahl gezielt einzusetzen. Wer gerne mit dem Gas spielt und die Dynamik aus der Kurve heraus auskostet, wird die KTM als deutlich motivierender empfinden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
BMW R 1300 R – ruhiger Aufbau, gutes Tempo ohne Stress
Die BMW R 1300 R punktet mit einem Fahrwerk, das Stabilität vermittelt und dabei dennoch agil genug bleibt. Gerade auf unruhigerem Asphalt oder bei längeren Strecken ist das ein Vorteil: Das Motorrad bleibt berechenbar, die Linie lässt sich sauber halten und das Fahrgefühl wirkt „rund“. Das macht die BMW besonders attraktiv, wenn der Fokus auf entspannter Kontrolle liegt – auch dann, wenn es zügig wird.
KTM 990 RC R – präzises Einlenken, sportliche Rückmeldung
Die KTM 990 RC R ist spürbar auf sportliche Passagen getrimmt. Beim Einlenken reagiert sie direkt, und die Rückmeldung aus dem Fahrwerk unterstützt eine aktive Fahrweise. In schnellen Kurvenfolgen zeigt sich die Stärke: Das Motorrad lässt sich zügig umlenken und bleibt dabei handlich. Als Gegenpol gilt: Wer Komfort und „Gelassenheit“ sucht, muss bei der KTM eher mit einem sportlicheren Setup leben – das Motorrad fordert die Aufmerksamkeit stärker ein.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in der Verzögerung
Beide Motorräder sind auf zügiges Fahren ausgelegt, aber der Charakter der Bremsleistung unterscheidet sich. Die BMW R 1300 R wirkt dabei wie ein System, das Vertrauen aufbaut: Die Verzögerung lässt sich fein dosieren, und das Motorrad bleibt auch bei wechselnden Bedingungen stabil. Das ist besonders hilfreich, wenn der Einsatz nicht nur aus Kurven besteht, sondern auch aus Verkehr, Kreuzungen und wechselnden Fahrbahnbedingungen.
Die KTM 990 RC R spielt ihre Stärken eher in sportlichen Situationen aus: Die Bremsen unterstützen eine dynamische Fahrweise, bei der das Motorrad schnell in die Kurve gebracht werden soll. Wer gerne hart und früh bremst, bekommt hier ein Motorrad, das die sportliche Linie unterstützt. Gleichzeitig gilt: Die KTM belohnt eine aktive, präzise Fahrtechnik – wer eher gemütlich bremst und viel „rollen“ möchte, wird den sportlichen Charakter weniger ausnutzen.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Sicht und Komfort
Ein großer Unterschied liegt in der Ergonomie. Die BMW R 1300 R bietet eine Sitzposition, die für viele Fahrertypen gut funktioniert: Die Haltung wirkt weniger kompromissbehaftet, die Bewegungsfreiheit bleibt erhalten und die Maschine lässt sich auch im Alltag angenehm bewegen. Das ist ein klarer Vorteil, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende genutzt wird.
Die KTM 990 RC R ist dagegen stärker auf sportliche Haltung ausgelegt. Das bedeutet: Die Sitzposition unterstützt das sportliche Fahren, kann aber im Alltag schneller als „eng“ oder fordernd empfunden werden – vor allem bei längeren Strecken oder wenn die Fahrt mehr aus Stadtverkehr als aus zügigen Landstraßen besteht. Dafür fühlt sich die KTM in Kurven oft „näher am Fahrer“ an, weil die Geometrie und die Haltung das aktive Fahren unterstützen.
Elektronik und Fahrmodi: Unterstützung oder Fokus
Bei modernen Motorrädern spielt Elektronik eine große Rolle. Im Vergleich zeigt sich: Die BMW R 1300 R wirkt tendenziell wie ein Motorrad, das den Fahrer im Alltag unterstützt und das Setup so auslegt, dass es sich leicht beherrschen lässt. Das macht sie attraktiv, wenn unterschiedliche Streckenbedingungen vorkommen oder wenn das Motorrad auch von Fahrern genutzt wird, die nicht jedes Mal maximal sportlich unterwegs sind.
Die KTM 990 RC R setzt ebenfalls auf moderne Helfer, aber der Gesamteindruck ist sportlicher: Fahrmodi und Regelungssysteme unterstützen eine dynamische Fahrweise, ohne den Charakter zu „glätten“. Das ist ideal, wenn die Fahrten bewusst sportlich geplant sind und das Motorrad als Werkzeug für Kurven und Beschleunigung genutzt wird.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 1300 R: Stärken
- Alltagstauglicher Charakter: gleichmäßige Kraftentfaltung und gut dosierbares Fahrverhalten
- Komfort und Ergonomie: auch für längere Strecken angenehm
- Ruhiges Handling: Stabilität und berechenbares Kurvengefühl
- Bremsen mit gutem Dosiergefühl: Vertrauen im Verkehr und auf wechselnden Strecken
BMW R 1300 R: Schwächen
- Weniger „Rennstrecken-Vibe“: wer maximal sportliche Direktheit sucht, findet sie eher bei der KTM
- Sportliche Spitzenwirkung: die BMW fühlt sich eher wie „schnell und kontrolliert“ an als wie „aggressiv und spitz“
KTM 990 RC R: Stärken
- Agiles, direktes Handling: starkes Einlenken und kurvenorientierte Dynamik
- Sportlicher Motorcharakter: macht Lust auf Drehzahl und zügige Fahrweise
- Bremsen für dynamische Manöver: unterstützt eine sportliche Linie
- Fahrgefühl „nah am Fahrer“: aktive Fahrtechnik wird belohnt
KTM 990 RC R: Schwächen
- Alltagskomfort: sportlichere Ergonomie kann auf Dauer fordernder sein
- Anspruch an die Fahrtechnik: das Motorrad will präzise bewegt werden
Welche Wahl passt? Kaufberatung nach Fahrstil
Die Entscheidung zwischen BMW R 1300 R und KTM 990 RC R hängt weniger davon ab, wer „mehr“ kann, sondern davon, wie gefahren werden soll. Die BMW ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vielseitig eingesetzt wird: Touren, Alltag, wechselnde Strecken und ein Fahrgefühl, das auch bei längeren Fahrten entspannt bleibt. Wer gerne kontrolliert fährt, die Kraft gleichmäßig nutzt und dabei trotzdem zügig unterwegs sein möchte, wird mit der BMW sehr glücklich.
Die KTM ist die passendere Wahl, wenn sportliche Fahrten im Vordergrund stehen: Kurven, dynamische Beschleunigung, präzises Einlenken und ein Motorrad, das die aktive Fahrweise unterstützt. Wer bereit ist, sich stärker auf das Fahrgefühl einzulassen und die Maschine bewusst sportlich zu bewegen, bekommt mit der KTM ein deutlich „zielgerichteteres“ Erlebnis.
Fazit:
Die BMW R 1300 R ist für alle die bessere Wahl, die ein Motorrad für den Alltag und für entspannte bis sportliche Touren suchen: Sie wirkt souverän, bietet ein gut dosierbares Fahrverhalten und bleibt auch über längere Zeit angenehm. Die KTM 990 RC R passt dagegen am besten zu Fahrern, die Kurven und Dynamik in den Mittelpunkt stellen: Sie reagiert direkt, unterstützt eine sportliche Linie und belohnt aktive Technik. Kurz gesagt: Wer ein vielseitiges, komfortorientiertes Gesamtpaket möchte, greift zur BMW. Wer ein stärker kurven- und leistungsorientiertes Motorrad sucht, das sportliche Fahrten spürbar intensiviert, findet in der KTM die passendere Basis.