UVP 14.750 €
Baujahr von 2016 bis 2023
UVP 16.390 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 16.990 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
UVP 12.690 €
Baujahr von 2015 bis 2026~
Der Bulle unter den Scramblern
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Was macht das neue Desert X Modell 2026 besser als der Vorgänger?
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Die neue Reise-Enduro von BMW - endlich eine echte Hommage an die R80 G/S
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Änderungen an der Ducati Scrambler Familie 2023 am Beispiel der Full Throttle.
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Pro und Kontra

Pro:
  • Qualität
  • Durchzugsvermögen
  • Details
  • Preis-Leistung
Kontra:
  • Langstreckenkomfort
  • Drehwilligkeit
Pro:
  • sehr guter neuer V2 mit variabler Ventilsteuerung
  • schöner V2 Bollersound
  • angenehme Ergonomie im Stehen UND im Sitzen
  • gute Serienausstattung mit QuickShifter und Tempomat
  • technisch auf der Höhe mit Schräglagen-Sensorik
  • geländegängig dank tollem Fahrwerk und Bodenfreiheit
  • präzises Fahrgefühl auf Straße
Kontra:
  • dürfte fürs Gelände noch etwas leichter sein
  • Tank kleiner als beim Vorgänger
  • Windschild nicht verstellbar
Pro:
  • Sehr agiles, wendiges Bike
  • Herrlicher V2 mit viel Charakter
  • Schöne Details, tolles Design
  • Brabbeliger Sound
  • Sehr lebendiges Motorrad
Kontra:
  • Soziusfussrasten bei großen Stiefeln im Weg
  • Hinterradbremse könnte bissiger sein
  • Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig
  • Für große Leute etwas zu klein

Abmessungen & Gewicht

Gewicht220kg
Radstand1.527mm
Länge2.175mm
Radstand1.527mm
Sitzhöhe: 820 mm
Höhe1.330mm
Gewicht222kg
Radstand1.615mm
Länge2.390mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 840-880 mm
Höhe1.425mm
Gewicht229kg
Radstand1.580mm
Länge2.250mm
Radstand1.580mm
Sitzhöhe: 860 mm
Höhe1.256mm
Gewicht185kg
Radstand1.449mm
Länge2.100mm
Radstand1.449mm
Sitzhöhe: 795 mm
Höhe1.150mm

Motor

Motor-BauartBoxer
Hubraum1.170ccm
Hub73mm
Bohrung101mm
KühlungÖl-Luft
AntriebKardan
Gänge6
Motor-BauartV2 90 Grad
Hubraum890ccm
Hub62mm
Bohrung96mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartLuft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen
Hubraum1.170ccm
Hub73mm
Bohrung101mm
KühlungLuft/Ölgekühlt
AntriebKardan
Gänge6
Motor-BauartV
Hubraum803ccm
Hub66mm
Bohrung88mm
KühlungLuft
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung110 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment116 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt17Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite321km
Leistung110 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment92 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.214km/h
Tankinhalt18Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite333km
Leistung109 PS bei 7.000 U/Min
Drehmoment115 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.210km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite304km
Leistung73 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment65 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.195km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite260km

Fahrwerk

RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneTelegabel 43 mm (Federweg 125)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 140)mm
Aufhängung hintenParalever
Reifen vorne120/70 R 19
Reifen hinten170/60 R 17
RahmenbauartMonocoque-Rahmen
Federung vorneKYB USD 46 mm, voll einstellbar (Federweg 230)mm
Federung hintenKYB Monoshock, voll einstellbar (Federweg 220)mm
Aufhängung hintenAlu-Zweiarmschwinge
Reifen vorne90/90-21
Reifen hinten150/70R18
RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorneUpside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 45 mm, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 210)mm
Federung hintendirekt angelenktes, wegabhängig gedämpftes Zentralfederbein, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 200)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge
Reifen vorne90/90 -21
Reifen hinten150/70 R 17
RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneUpside-Down-Gabel von Kayaba mit 41 mm Standrohrdurchmesser (Federweg 150)mm
Federung hintenFederbein von Kayaba mit einstellbarer Vorspannung (Federweg 150)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne110/80 R18
Reifen hinten180/55 R17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 265 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Monoblock-Bremssättel, 4-Kolben radial verschraubt, radiale Bremspumpe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Zweikolben-Schwimmsattelsattel ( Ø 265 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibenbremse, axial verschraubt, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 265 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe,radial verschraubter 4-Kolben-Bremssattel mit Bosch Kurven-ABS ( Ø 330 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe,schwimmend gelagerter 1-Kolben-Bremssattel ( Ø 245 mm)

Fazit: Die DesertX ist erwachsener geworden, ohne langweilig zu werden

Die Ducati DesertX 2026 ist kein kleines Facelift, sondern ein ziemlich ernst gemeinter Neustart. Der neue 890er V2 bringt genug Druck, Charakter und Alltagstauglichkeit mit. Das Fahrwerk wirkt offroad-orientierter, die Ergonomie ist stimmiger, die Elektronik sinnvoller nutzbar, und das ganze Motorrad fühlt sich mehr nach Werkzeug als nach Lifestyle-Objekt an. Ein sehr hübsches Werkzeug, zugegeben.

Wer eine Reiseenduro sucht, die auf Asphalt nicht einschläft und im Gelände mehr kann als Feldweg-Fotos, sollte die DesertX unbedingt auf die Liste setzen. Sie ist nicht billig, nicht niedrig und nicht für komplette Anfänger im schweren Gelände gedacht. Aber sie trifft diesen seltenen Sweet Spot aus Emotion, Technik und echter Abenteuerfähigkeit ziemlich gut. Kurz gesagt: Die neue DesertX sieht nicht nur so aus, als könne sie weit weg. Sie macht auch Lust, genau dorthin zu fahren.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 16.390 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 12.000 €
  • Baujahre: 2022 - heute
  • Farben: weiß

Fazit

Die neue BMW R12 G/S schafft den Spagat zwischen Retro-Optik und moderner Technik spielerisch. Sie fährt sich sehr entspannt, kann aber auch kraftvoll nach vorne spurten und erfreut den Fahrer / die Fahrerin mit wunderbarer Boxer-Romantik - so wie es die modernen 1300er Boxer leider nicht mehr hinbekommen.
 
Etwas doof finden wir, dass die Reise-Tugenden bzw. die Möglichkeiten für Koffer oder sonstiges Gepäck-Gedöns von BMW eher unterbelichtet umgesetzt wurden. Die G/S will mit ihren langen Federwegen und dem 21 Zöller aber sowieso eher ins Gelände als ans Nordkap. Und genau danach fühlt sie sich auch an. Trotzdem ist sie auch was für normale Straßenfahrer wie mich. Ich bin verliebt.

 
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf der Autobahn A7 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 16.990 €
  • Verfügbarkeit: ab 2025
  • Farben: Schwarz, Sand, Blau-Weiß-Rot

Fazit - Das bringt Laune!

Die Full Throttle hat zum Glück das typische Ducati Scrambler Feeling auch in das Jahr 2023 transportieren können. Dieses Motorrad ist einfach eine echte Spaß-Granate, mit dem so ziemlich jeder Biker gut zurechtkommen sollte. Obendrauf gibt es zwei Jahre Garantie ohne Kilometer-Begrenzung. Wegen der komplexen Ventilspiel-Steuerung geht es allerdings alle 12.000 km zum Service.
 
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Holger, einer der Verkäufer vor Ort, ist ein echter Ducatisti und erklärt Euch in aller Ruhe bei einem Kaffee, welche Ducati am besten zu Euch passt. Es gibt jede Menge Vorführer von Ducati und Suzuki und viele gebrauchte Maschinen. Auf nach Bremervörde!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 12.490€
  • Gebraucht (8 Jahre alt): 7.000€
  • Verfügbarkeit: seit 2015
  • Farben: schwarz-rot

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BMW R nineT Scrambler vs Ducati DesertX vs BMW R 12 GS vs Ducati Scrambler Full Throttle – der Vergleich

Wenn es um Motorräder mit Charakter geht, liegen zwischen den Welten von Scramblern und Adventures oft nur ein paar Entscheidungen: Wie viel Komfort soll auf langen Strecken mitkommen? Wie kompromisslos darf es im Gelände sein? Und wie wichtig sind Design, Sound und ein unverwechselbares Fahrgefühl im Alltag? Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt, wenn BMW R nineT Scrambler, Ducati DesertX, BMW R 12 GS und Ducati Scrambler Full Throttle gegeneinander antreten.

Der Vergleich zeigt dabei weniger „Sieger“ im absoluten Sinn, sondern passende Antworten für unterschiedliche Fahrprofile. Denn die Stärken der einzelnen Modelle liegen in unterschiedlichen Bereichen: mal in der Leichtigkeit und dem Retro-Feeling, mal in der Abenteuer-Genetik, mal in der souveränen Langstrecken-Eignung oder im besonderen Ducati-Anspruch an Stil und Performance.

Grundcharakter: Scrambler-Vibe vs. Adventure-Anspruch

BMW R nineT Scrambler: Retro, leicht und stimmig

Die BMW R nineT Scrambler wirkt wie ein Motorrad, das bewusst auf „einfach fahren“ ausgelegt ist. Der Fokus liegt auf einem stimmigen Gesamtpaket aus klassischer Optik, angenehmer Ergonomie und einem Fahrgefühl, das sich im Stadtverkehr ebenso wohlfühlt wie auf Landstraßen. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nach „Maximaloffroad“ klingt, sondern nach Alltag mit Stil, findet hier eine klare Richtung.

Stärken liegen vor allem in der Balance: Motorcharakter und Fahrwerk greifen zusammen, ohne dass man ständig gegen das Motorrad arbeiten muss. Schwächen zeigen sich eher dort, wo kompromissloses Gelände gefragt ist: Wer regelmäßig harte Offroad-Passagen plant, wird bei einem Scrambler schneller an Grenzen stoßen als bei einem echten Adventure-Konzept.

Ducati DesertX: Adventure mit Ducati-Temperament

Die Ducati DesertX ist deutlich stärker auf „Abenteuer“ getrimmt. Das merkt man nicht nur am Look, sondern auch daran, wie das Motorrad auf wechselnde Untergründe reagiert. Das Konzept zielt auf Kontrolle und Durchzug ab, wenn die Strecke weniger planbar wird. Wer gern über Land fährt, aber auch Schotter, Feldwege oder unvorhersehbare Abzweigungen als Teil der Tour betrachtet, bekommt hier ein Motorrad, das sich dafür anbietet.

Als Stärke zeigt sich vor allem die Vielseitigkeit: Die DesertX wirkt wie ein Bike, das sowohl für dynamische Landstraßenabschnitte als auch für „leichteres“ Offroad gut funktioniert. Schwächen können sich ergeben, wenn der Anspruch eher Richtung „kompakt und mühelos im Stadtverkehr“ geht: Das Adventure-Konzept bringt oft mehr Gewicht und eine andere Sitz- bzw. Fahrwerkscharakteristik mit, die im engen Alltag weniger „spielerisch“ wirkt als ein Scrambler.

BMW R 12 GS: souverän, reisetauglich und alltagstauglich

Die BMW R 12 GS steht für die Art von Motorrad, die man gern für längere Strecken nimmt – und die dabei trotzdem im Alltag funktioniert. Im Vergleich wirkt sie wie die „ruhigere“ Antwort auf Abenteuer: nicht unbedingt die lauteste Idee, aber eine, die in vielen Situationen zuverlässig abliefert. Gerade wenn Komfort, Stabilität und ein souveränes Handling wichtig sind, spielt die R 12 GS ihre Stärken aus.

Die Schwäche liegt weniger im Können, sondern eher im Charakter: Wer ein Motorrad sucht, das sich maximal „frech“ oder „leichtfüßig“ anfühlt, wird die GS-typische Gelassenheit manchmal als weniger direkt empfinden als bei den Scrambler-Varianten. Außerdem ist sie eher die Wahl für Fahrer, die das Motorrad als Reisegerät sehen – weniger als reines „Kurzstrecken-Statement“.

Ducati Scrambler Full Throttle: Stil, Punch und Ducati-Feeling

Die Ducati Scrambler Full Throttle ist der Inbegriff von „Scrambler mit Haltung“. Der Fokus liegt auf dem Ducati-typischen Temperament, dem markanten Auftritt und einem Fahrgefühl, das Lust auf Kurven macht. Im Vergleich wirkt sie wie die sportlichere Scrambler-Interpretation, bei der Design und Antrieb zusammenpassen.

Stärken liegen im emotionalen Bereich: Wer gern beschleunigt, gern „mit dem Motorrad arbeitet“ und dabei ein klares Ducati-Gefühl möchte, wird sich schnell zuhause fühlen. Schwächen zeigen sich eher bei sehr langen, entspannten Touren oder wenn maximale Reise-Komfortpriorität im Vordergrund steht: Scrambler-Modelle sind oft kompromissorientierter als große Adventure-Bikes.

Fahrgefühl im Alltag: Handling, Sitzposition und Alltagstauglichkeit

Im Alltag entscheidet sich vieles an Kleinigkeiten: Wie leicht lässt sich das Motorrad bewegen, wie gut ist die Sitzposition für längere Abschnitte, und wie „einfach“ ist das Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten. Hier zeigen die Modelle unterschiedliche Philosophien.

Leicht zu bewegen vs. stabil zu rollen

Die BMW R nineT Scrambler und die Ducati Scrambler Full Throttle spielen ihre Stärken besonders im „Dazwischen“ aus: Ampeln, kurze Strecken, Landstraßen mit wechselndem Tempo. Beide wirken so, als wären sie dafür gemacht, schnell in den Fahrmodus zu kommen. Die R nineT wirkt dabei oft harmonischer und „rund“, während die Full Throttle stärker auf den emotionalen Kick setzt.

Die Ducati DesertX und die BMW R 12 GS sind dagegen eher die Motorräder, die sich bei zügigem Fahren und längeren Strecken besonders wohlfühlen. Das Handling kann je nach Untergrund und Fahrweise sehr souverän sein, aber im engen Stadtverkehr fühlt sich das Adventure-Konzept häufig weniger „leicht“ an als die Scrambler-Modelle.

Ergonomie: Komfort vs. sportliche Haltung

Bei der BMW R 12 GS steht der Komfortgedanke stärker im Vordergrund. Das zeigt sich im Gesamteindruck: Die Sitzposition wirkt auf längere Strecken ausgelegt, und das Motorrad bleibt auch bei wechselndem Tempo ruhig. Die Ducati DesertX ist ebenfalls auf Touren ausgelegt, aber mit mehr „Adventure-Workload“: Man spürt eher, dass das Motorrad für unterschiedliche Untergründe gemacht ist.

Die Scrambler-Modelle setzen dagegen stärker auf eine Haltung, die Spaß macht, ohne sich zu „groß“ anzufühlen. Die BMW R nineT Scrambler wirkt dabei oft zugänglich, während die Ducati Scrambler Full Throttle den sportlicheren Charakter betont.

Motorcharakter und Fahrleistungen: Wie sich Leistung anfühlt

Leistung ist nicht nur eine Zahl, sondern vor allem die Frage: Wie gut lässt sich die Kraft dosieren, wie spontan reagiert das Motorrad, und wie „linear“ oder „aggressiv“ ist das Ansprechverhalten?

BMW-Charakter: kontrolliert und stimmig

Bei den BMW-Modellen zeigt sich im Vergleich häufig ein Fokus auf kontrolliertes Fahren. Die BMW R nineT Scrambler wirkt dabei besonders harmonisch, wenn man entspannt fährt oder zügig durch den Verkehr gleitet. Die BMW R 12 GS geht in eine ähnliche Richtung, aber mit mehr Reise- und Stabilitätsfokus: Das Motorrad wirkt wie ein verlässlicher Begleiter, der auch bei längeren Abschnitten nicht „anstrengend“ wird.

Ducati-Charakter: emotional und direkt

Die Ducati DesertX und die Ducati Scrambler Full Throttle bringen im Vergleich deutlich mehr „Ducati-Gefühl“ mit. Die DesertX wirkt dabei wie ein Motorrad, das Kraft und Kontrolle kombiniert, um auch auf unruhigerem Untergrund souverän zu bleiben. Die Full Throttle ist dagegen stärker auf den Spaßfaktor im Alltag und auf dynamische Fahrten ausgelegt.

Schwächen zeigen sich bei Ducati im Vergleich oft nicht im Können, sondern in der Erwartung: Wer ein Motorrad sucht, das sich maximal „neutral“ und unaufgeregt anfühlt, wird bei Ducati schneller merken, dass der Charakter stärker im Vordergrund steht.

Fahrwerk, Bremsen und Stabilität: Wo die Unterschiede sichtbar werden

Gerade bei wechselnden Bedingungen trennt sich die Spreu vom Kompromiss. Scrambler und Adventure unterscheiden sich hier deutlich: Adventure-Bikes sind oft auf mehr Reserven ausgelegt, Scrambler auf Agilität und ein lebendiges Fahrgefühl.

Scrambler: agil, direkt und kurvenfreundlich

Die BMW R nineT Scrambler und die Ducati Scrambler Full Throttle wirken im Vergleich besonders kurvenfreundlich. Das Motorrad lässt sich meist schnell in Schräglage bringen, und das Feedback vermittelt ein direktes Gefühl für die Straße. Das ist eine Stärke, wenn die Tour aus Landstraßen besteht und man gern zügig fährt.

Im Gegenzug gilt: Je rauer der Untergrund, desto stärker werden die Grenzen eines Scrambler-Konzepts sichtbar. Wer regelmäßig Schotter in größerem Umfang fährt, wird bei den Adventure-Modellen eher die passende Basis finden.

Adventure: Reserven, Kontrolle und Langstreckenruhe

Die Ducati DesertX und die BMW R 12 GS spielen ihre Stärken vor allem dann aus, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Das Fahrwerk und die Gesamtkonzeption wirken darauf ausgelegt, Stabilität zu liefern und das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen gut kontrollierbar zu halten.

Die Schwäche ist meist die gleiche: Im reinen Stadt- oder Kurven-„Spielbetrieb“ können sich Adventure-Bikes weniger leichtfüßig anfühlen. Das ist kein Nachteil für die Tour, aber ein Unterschied im Alltag.

Ausstattung und Praxis: Was im echten Leben zählt

Im Alltag zählt nicht nur das Fahrgefühl, sondern auch die Praxis: Wie gut ist die Ausstattung für Touren, wie sinnvoll ist die Ergonomie, und wie „wartungsarm“ bzw. unkompliziert zeigt sich das Motorrad im Umgang. Im Vergleich fällt auf, dass die Adventure-Modelle tendenziell stärker auf Touren und Vielseitigkeit ausgelegt sind, während die Scrambler stärker auf Stil und Fahrspaß im Alltag setzen.

Tourenfokus vs. Statement-Charakter

Die BMW R 12 GS ist im Vergleich die naheliegende Wahl für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das lange Strecken komfortabel abspult und dabei stabil bleibt. Die Ducati DesertX passt besonders, wenn Touren auch mal „anders“ werden sollen und das Motorrad nicht nur auf Asphalt glänzen soll.

Die BMW R nineT Scrambler und die Ducati Scrambler Full Throttle sind dagegen die Modelle, die im Alltag besonders viel Freude machen: schnell unterwegs, optisch präsent und mit einem Fahrgefühl, das man gern öfter nutzt als nur für große Reisen.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

  • BMW R nineT Scrambler: Stärke in Balance, Zugänglichkeit und harmonischem Gesamtgefühl; Schwäche eher bei ambitioniertem Offroad-Einsatz.
  • Ducati DesertX: Stärke in Vielseitigkeit und Adventure-Genen; Schwäche eher im „Alltagsspiel“ durch Adventure-typische Präsenz.
  • BMW R 12 GS: Stärke in Souveränität, Komfort und Reise-Eignung; Schwäche eher im weniger „direkten“ Charakter für Fahrer, die maximale Agilität suchen.
  • Ducati Scrambler Full Throttle: Stärke im emotionalen Fahrgefühl, Stil und dynamischer Auslegung; Schwäche eher bei sehr langen, entspannten Touren oder wenn maximale Reise- bzw. Offroad-Reserven Priorität haben.

Fazit:

Wer ein Motorrad für den Alltag sucht, das sich leicht anfühlt, optisch überzeugt und auf Landstraßen sowie in der Stadt stimmig funktioniert, liegt mit der BMW R nineT Scrambler oder der Ducati Scrambler Full Throttle richtig: Die BMW wirkt oft harmonischer und alltagstauglich, die Ducati stärker emotional und dynamisch. Für Touren, bei denen auch Schotter, Feldwege oder unvorhersehbare Strecken dazugehören, ist die Ducati DesertX die passende Wahl, weil sie Adventure-Vielseitigkeit spürbar in den Vordergrund stellt. Und wer vor allem lange Strecken komfortabel, stabil und souverän fahren möchte, findet in der BMW R 12 GS den besten Begleiter: reisetauglich, gelassen und zuverlässig. Kurz gesagt: Scrambler für Stil und Agilität, DesertX für Abenteuer-Optionen, R 12 GS für Komfort und Reise-Ruhe.

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