| UVP | 16.990 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 12.199 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Sehr gute Ausstattung
- Geländegängig
- Hohe, angenehme Sitzposition
- Leicht und wendig
- Wg. geringer Schrittbogenlänge auch für normal große Personen fahrbar
- Windschutz 1b
- Windschild nicht verstellbar
- Aufkleber nicht überlackiert
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.256 | mm |
| Gewicht | 204 | kg |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Länge | 2.220 | mm |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.440 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Luft/Ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 109 PS bei 7.000 U/Min | |
| Drehmoment | 115 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 304 | km |
| Leistung | 80 PS bei 9.250 U/Min | |
| Drehmoment | 70 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 450 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 45 mm, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 210)mm | |
| Federung hinten | direkt angelenktes, wegabhängig gedämpftes Zentralfederbein, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 -21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Kayaba 43-mm-Upside-Down-Gabel, voll einstellbar (Federweg 240)mm | |
| Federung hinten | Kayaba Monoshock-Federbein, voll einstellbar (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 - 21 | |
| Reifen hinten | 150/70 - 18 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, axial verschraubt, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, Vierkolben-Bremssättel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse, Einkolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Die neue BMW R12 G/S schafft den Spagat zwischen Retro-Optik und moderner Technik spielerisch. Sie fährt sich sehr entspannt, kann aber auch kraftvoll nach vorne spurten und erfreut den Fahrer / die Fahrerin mit wunderbarer Boxer-Romantik - so wie es die modernen 1300er Boxer leider nicht mehr hinbekommen.Etwas doof finden wir, dass die Reise-Tugenden bzw. die Möglichkeiten für Koffer oder sonstiges Gepäck-Gedöns von BMW eher unterbelichtet umgesetzt wurden. Die G/S will mit ihren langen Federwegen und dem 21 Zöller aber sowieso eher ins Gelände als ans Nordkap. Und genau danach fühlt sie sich auch an. Trotzdem ist sie auch was für normale Straßenfahrer wie mich. Ich bin verliebt.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf der Autobahn A7 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Fazit - was bleibt hängen
Die Aprilia Tuareg 660 ist eine gute Reise-Enduro mit starker Tendenz zu "Enduro". Das merkt man schon rein optisch am Motorschutz, dem 21 Zoll Vorderrad und den langen Federwegen. Dennoch fühlt sich das Bike auch auf der Straße gut an und ist dort nicht fehl am Platze. Kritikpunkte sind das nicht verstellbare Windschild, die etwas lieblosen Aufkleber (nicht überlackiert) und der etwas sparsame Platz für den Beifahrer. Davon abgesehen macht die Tuareg aber einen guten Job.Der Preis von knapp 12.000 Euro geht im Vergleich zur Yamaha (ca. 11.000 Euro) in Ordnung, da die Aprilia technisch besser ausgestattet ist. Der Werbespruch "DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN - Maximale Performance und hoher Fahrkomfort" ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber es stimmt schon: Die Tuareg macht sowohl im Gelände als auch auf der Straße eine gute Figur.
Das Testbike wurde uns von ZTS (Zweiradtechnik Schielman) für diesen Test zur Verfügung gestellt. ZTS ist in Bokel beheimatet, dort findet man schöne Landstraßen und auch ein wenig Gelände für eine ausgiebige Probefahrt. Kaffee gibt es dort auch, ein Ausflug zu ZTS lohnt sich also. Schönen Gruß an Hajo!
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BMW R 12 GS vs. Aprilia Tuareg 660: Vergleich & Empfehlung
Wenn zwei Reiseenduros gegensätzliche Stärken mitbringen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW R 12 GS steht für den klassischen Premium-Anspruch im Adventure-Segment: souverän, hochwertig verarbeitet und auf Langstrecke ausgelegt. Die Aprilia Tuareg 660 dagegen setzt auf einen sportlicheren Charakter, moderne Technik und ein agiles Handling, das sich auch abseits der ausgetretenen Pfade wohlfühlt. Beide Motorräder sind für Touren gemacht – aber sie erzählen dabei unterschiedliche Geschichten.
Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Modelle in der Praxis unterscheiden: beim Fahrgefühl, bei Komfort und Ergonomie, bei der Art, wie Motor und Fahrwerk arbeiten, und auch dabei, wie gut sich die Bikes für Alltag, Wochenendtour oder längere Reisen eignen. Dabei werden die typischen Vergleichspunkte beider Motorräder miteinander gegenübergestellt – inklusive Stärken und Schwächen, damit die Entscheidung leichter fällt.
Grundcharakter: Premium-Reiseenduro vs. agiles Adventure
BMW R 12 GS: souverän und „groß“ gedacht
Die BMW R 12 GS wirkt wie ein Motorrad, das man lange fahren möchte. Der Fokus liegt auf Stabilität, ruhigem Geradeauslauf und einem Fahrstil, der auch bei längeren Etappen entspannt bleibt. Das Gesamtpaket zielt darauf, dass sich das Motorrad wie ein verlässlicher Begleiter anfühlt – egal ob Landstraße, Autobahnabschnitte oder gemischte Strecken.
Aprilia Tuareg 660: leichtfüßig und dynamisch
Die Aprilia Tuareg 660 spielt dagegen ihre Stärken dort aus, wo es lebendig wird: beim zügigen Kurvenfahren, beim schnellen Richtungswechsel und bei Strecken, die nicht nur aus Asphalt bestehen. Der Charakter ist spürbar „sportlicher“ – ohne dabei den Anspruch an Alltagstauglichkeit zu verlieren. Wer gern öfter spontan losfährt oder auch mal einen Schotterabschnitt einplant, findet hier ein Motorrad, das sich schnell anfühlt.
Motor & Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen
Beim Vergleich von BMW R 12 GS und Aprilia Tuareg 660 zeigt sich vor allem, wie unterschiedlich die beiden Motorphilosophien wirken. Die BMW steht für einen eher gleichmäßigen, tourentauglichen Antritt: Das Motorrad lässt sich komfortabel dosieren und bleibt auch bei wechselnden Geschwindigkeiten gut beherrschbar. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig im „mittleren“ Drehzahlbereich gefahren wird – etwa auf Landstraßen oder bei längeren Autobahnphasen.
Die Aprilia Tuareg 660 wirkt dagegen direkter und dynamischer. Der Motor unterstützt einen Fahrstil, bei dem man öfter „arbeitet“: Gas auf, Linie ändern, wieder beschleunigen. Gerade in kurvigen Abschnitten oder bei wechselndem Untergrund kann das ein echter Vorteil sein, weil das Motorrad schnell auf Eingaben reagiert. Gleichzeitig bleibt die Tuareg so aufgebaut, dass sie nicht nur für sportliche Fahrten taugt, sondern auch im Alltag gut funktioniert.
Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Agilität
BMW R 12 GS: ruhiger Geradeauslauf und sichere Kontrolle
Die BMW R 12 GS spielt ihre Stärke besonders bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecken aus. Das Fahrwerk vermittelt ein Gefühl von Kontrolle und Ruhe. Schlaglöcher, Unebenheiten und wechselnde Fahrbahnbeläge werden tendenziell souveräner „wegmoderiert“, sodass die Konzentration mehr auf der Strecke liegt und weniger auf dem Ausgleich von Fahrbahnunebenheiten.
Aprilia Tuareg 660: wendig, schnell in der Linie
Die Aprilia Tuareg 660 ist spürbar agiler. Das Handling lädt dazu ein, öfter zu lenken, früher zu reagieren und die Linie aktiv zu gestalten. Auf kurvigen Strecken oder bei engeren Passagen kann das ein großer Pluspunkt sein. Auch bei moderatem Offroad-Einsatz wirkt die Tuareg oft leichter zu „lesen“: Man hat das Gefühl, das Motorrad lässt sich schnell in die gewünschte Position bringen.
Bremsen & Fahrstabilität: Vertrauen in jeder Situation
Beim Thema Bremsen und Stabilität zeigt sich der Unterschied zwischen „Reisefokus“ und „sportlichem Adventure“. Die BMW R 12 GS bietet ein Setup, das auf sicheres Verzögern und kontrolliertes Einlenken ausgelegt ist. Das ist besonders wertvoll, wenn man viel Strecke macht und das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar bleiben soll.
Die Aprilia Tuareg 660 punktet ebenfalls mit guter Bremsperformance, wirkt aber insgesamt etwas „direkter“ in der Reaktion. Das kann sich in dynamischen Situationen positiv auswirken: weniger „Wartezeit“ zwischen Eingabe und Wirkung, dafür ein unmittelbares Feedback. Wer gern zügig unterwegs ist, wird das als Vorteil empfinden.
Elektronik & Assistenz: Komfort im Alltag vs. sportliche Unterstützung
Beide Motorräder setzen auf moderne Elektronik, aber der Schwerpunkt kann sich unterscheiden. Die BMW R 12 GS ist häufig die Wahl, wenn man eine möglichst entspannte, gut abgestimmte Gesamtunterstützung möchte: Fahrmodi, Traktions- und Assistenzfunktionen sollen vor allem das Fahren leichter machen und das Motorrad in unterschiedlichen Situationen berechenbar halten.
Die Aprilia Tuareg 660 bringt ebenfalls zeitgemäße Assistenz mit, wirkt jedoch oft so, als würde sie den sportlichen Charakter stärker unterstützen. Das bedeutet nicht, dass sie „nur für die schnelle Runde“ gedacht ist – aber die Abstimmung fühlt sich häufig so an, dass man das Motorrad auch aktiv bewegen möchte, ohne ständig gegen das Setup arbeiten zu müssen.
Komfort & Ergonomie: Langstrecke oder spontane Tour?
Komfort ist bei Reiseenduros ein entscheidender Punkt. Die BMW R 12 GS ist tendenziell auf längere Etappen ausgelegt: Sitzposition, Wind- und Fahrkomfort sowie die Art, wie das Motorrad Vibrationen und Unebenheiten vermittelt, zielen auf Entspannung. Wer häufig mehrere Stunden am Stück fährt oder Touren plant, bei denen man täglich viele Kilometer zurücklegt, wird hier schnell merken, warum die GS-Linie so beliebt ist.
Die Aprilia Tuareg 660 ist ebenfalls alltagstauglich, aber der Komfort wirkt oft „tourenorientiert“ mit einem sportlicheren Grundgefühl. Das kann bedeuten: nicht zwingend weniger bequem, aber eher mit dem Anspruch, dass man das Motorrad auch gern dynamisch bewegt. Für Wochenendtouren, Feierabendstrecken und gemischte Routen ist das häufig eine sehr stimmige Mischung.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und Parken
Im Alltag zählt, wie leicht sich ein Motorrad im Handling anfühlt, wie gut es sich rangieren lässt und wie unkompliziert es im Alltag bleibt. Die Aprilia Tuareg 660 wirkt in vielen Situationen handlicher und „lebendiger“, was das Rangieren und das schnelle Umsetzen im Stadtverkehr erleichtern kann. Gerade wenn man öfter zwischen Ampeln, engen Straßen oder Parklücken unterwegs ist, spielt diese Eigenschaft ihre Vorteile aus.
Die BMW R 12 GS ist im Alltag ebenfalls nutzbar, aber sie vermittelt mehr „Reisegewicht“ im Gefühl. Das kann nicht negativ sein – im Gegenteil: Wer das Motorrad vor allem für längere Fahrten nutzt, wird die souveräne Art zu schätzen wissen. Für reines Stadtpendeln kann die Aprilia daher oft die entspanntere Wahl sein.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 12 GS – Stärken
- Reiseorientiertes Gesamtpaket: Fokus auf Langstrecke, ruhiges Fahrgefühl und hohe Alltagstauglichkeit.
- Souveränes Handling bei wechselnden Bedingungen, besonders bei längeren Etappen.
- Premium-Anspruch in Verarbeitung und Ausstattung, der sich im täglichen Nutzen bemerkbar macht.
BMW R 12 GS – Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“ im Vergleich zur Tuareg, was im engen Stadtverkehr spürbar sein kann.
- Sportliche Agilität ist eher zweitrangig gegenüber Stabilität und Komfort.
Aprilia Tuareg 660 – Stärken
- Agiles Handling und dynamisches Fahrgefühl, besonders in kurvigen Abschnitten.
- Sportlicher Charakter ohne den Alltag aus dem Blick zu verlieren.
- Viel Motorrad fürs Geld im Sinne eines modernen, vielseitigen Adventure-Pakets.
Aprilia Tuareg 660 – Schwächen
- Reisekomfort im „Premium-Sinn“ kann je nach Fahrstil und Strecke weniger im Vordergrund stehen als bei der BMW.
- Für sehr lange Autobahnphasen kann die BMW je nach persönlichem Empfinden die entspanntere Wahl sein.
Welche Tour passt zu welchem Bike?
Die Entscheidung wird leichter, wenn man die eigene Nutzung ehrlich einordnet. Die BMW R 12 GS ist besonders stark, wenn Tourenplanung und Langstrecke im Mittelpunkt stehen: mehrere Tagesetappen, wechselnde Straßenverhältnisse, und der Wunsch nach einem Motorrad, das sich dabei nicht „anfühlen“ muss, sondern einfach funktioniert.
Die Aprilia Tuareg 660 passt besonders gut, wenn die Route zwar geplant ist, aber unterwegs gern variiert wird: kurvige Landstraßen, spontane Abstecher, und auch mal ein Stück Schotter oder schlechterer Belag. Wer gern aktiv fährt und das Motorrad als Werkzeug für Fahrspaß sieht, wird hier schnell warm.
Fazit:
Die BMW R 12 GS ist die bessere Wahl für Fahrerinnen und Fahrer, die vor allem Langstrecke, souveränen Komfort und ein hochwertiges Premium-Gesamtgefühl suchen. Wer häufig große Distanzen fährt, Wert auf ruhiges, berechenbares Handling legt und ein Motorrad möchte, das auch bei wechselnden Bedingungen entspannt bleibt, wird mit der BMW sehr glücklich.
Die Aprilia Tuareg 660 empfiehlt sich besonders für alle, die ein agiles, dynamisches Adventure-Motorrad möchten: für kurvige Strecken, abwechslungsreiche Touren und den Wunsch, das Motorrad öfter aktiv zu bewegen. Sie wirkt oft leichter zu handeln und macht Fahrspaß auch dann, wenn die Route nicht komplett „asphaltsicher“ ist.
Kurz gesagt: Reiseenduro mit Premium-Anspruch eher BMW R 12 GS – sportlich-agiles Adventure eher Aprilia Tuareg 660.