| UVP | 16.990 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2005 bis 2006 | |
Pro und Kontra
- trotz Größe und Gewicht leicht und wendig zu fahren
- gebraucht relativ günstig
- eignet sich auch als Tourer
- herrlicher Boxer mit Sound
- ausreichend Leistung, durchzugsstark
- anfälliges ABS-System
- fummeliger Batterieausbau
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.256 | mm |
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.487 | mm |
| Länge | 2.170 | mm |
| Radstand | 1.487 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.220 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Luft/Ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer 4-Takt | |
| Hubraum | 1.130 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 109 PS bei 7.000 U/Min | |
| Drehmoment | 115 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 304 | km |
| Leistung | 85 PS bei 6.750 U/Min | |
| Drehmoment | 98 NM bei 5.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 197 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 446 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 45 mm, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 210)mm | |
| Federung hinten | direkt angelenktes, wegabhängig gedämpftes Zentralfederbein, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 -21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 | |
| Rahmenbauart | Dreiteiliges Rahmenkonzept aus Vorder- und Hinterrahmen mit mittragendem Motor | |
| Federung vorne | BMW Motorrad Telelever; Standrohrdurchmesser 35 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 135)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge mit Paralever | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, axial verschraubt, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Vierkolben-Festsattel-Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Zweikolben-Festsattelbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit
Die neue BMW R12 G/S schafft den Spagat zwischen Retro-Optik und moderner Technik spielerisch. Sie fährt sich sehr entspannt, kann aber auch kraftvoll nach vorne spurten und erfreut den Fahrer / die Fahrerin mit wunderbarer Boxer-Romantik - so wie es die modernen 1300er Boxer leider nicht mehr hinbekommen.Etwas doof finden wir, dass die Reise-Tugenden bzw. die Möglichkeiten für Koffer oder sonstiges Gepäck-Gedöns von BMW eher unterbelichtet umgesetzt wurden. Die G/S will mit ihren langen Federwegen und dem 21 Zöller aber sowieso eher ins Gelände als ans Nordkap. Und genau danach fühlt sie sich auch an. Trotzdem ist sie auch was für normale Straßenfahrer wie mich. Ich bin verliebt.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf der Autobahn A7 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Fazit - was bleibt hängen
Die BMW R 1150 R ist ein dankbares Bike, welches den Fahrer auch mit hohen Laufleistungen ein souveränes und sicheres Fahrgefühl bietet. Gebrauchte Maschinen dieses Typs gibt es zahlreich, die meisten glücklicherweise im unverbastelten Originalzustand. So richtig billig sind aber auch alte Maschinen nicht: Unter 4.000 Euro sind 1150er im guten Zustand kaum zu haben. Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, es lohnt sich heute noch, ein 15 Jahre altes Motorrad zu kaufen. Zumindest, wenn es sich um eine BMW R 1150 R handelt.MotorradTest.de auf YouTube
BMW R 12 GS vs BMW R 1150 R: Vergleich der beiden Boxer-Generationen
Wenn zwei BMW-Boxer aufeinandertreffen, geht es selten nur um Zahlen. Bei der BMW R 12 GS und der BMW R 1150 R treffen vielmehr zwei Philosophien aufeinander: moderne Auslegung mit zeitgemäßer Technik auf der einen Seite, bewährter Klassiker-Charakter auf der anderen. Genau das macht den Vergleich spannend – denn je nach Fahrprofil kann das eine Motorrad deutlich besser passen als das andere.
Grundidee und Charakter: Moderne GS vs. klassischer Roadster
Die BMW R 12 GS steht für eine klare Reise- und Allround-Ausrichtung. Der Fokus liegt auf einem souveränen Gesamtpaket: Motor, Fahrwerk und Elektronik greifen zusammen, damit sich lange Strecken genauso leicht anfühlen wie spontane Touren. Die BMW R 1150 R wirkt dagegen wie ein typischer Vertreter der „alten Schule“: ein Motorrad, das sich über seine mechanische Direktheit und den vertrauten Boxer-Charakter definiert.
Beide Modelle sind Boxer – aber sie vermitteln unterschiedliche Eindrücke. Die R 12 GS wirkt im Alltag oft „runder“ und moderner in der Abstimmung, während die R 1150 R ihren Reiz stärker aus dem Zusammenspiel von Motorgefühl, Getriebe und dem klassischen Fahrwerksansatz zieht.
Motor und Antrieb: Wie sich die Kraft im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motoren fällt vor allem die Art der Leistungsentfaltung auf. Die BMW R 12 GS ist so ausgelegt, dass sie in vielen Situationen spontan reagiert: beim Anfahren, beim Beschleunigen aus dem Stand heraus oder beim zügigen Überholen auf der Landstraße. Das macht sie besonders angenehm, wenn häufig im Stadtverkehr oder im gemischten Tempo gefahren wird.
Die BMW R 1150 R spielt dagegen stärker mit dem Boxer-typischen Rhythmus. Die Kraft kommt nicht nur „von unten“, sondern entwickelt sich spürbar über den Drehzahlbereich. Das kann sich sportlich und lebendig anfühlen – allerdings hängt das Fahrgefühl stärker davon ab, wie man den Motor nutzt. Wer gerne vorausschauend fährt und den Motor im passenden Bereich hält, bekommt ein sehr stimmiges Gesamtbild.
Schwächen und Grenzen im Antrieb
Die R 12 GS kann ihre Stärken besonders dann ausspielen, wenn man häufig zwischen niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten wechselt. Wer dagegen sehr „klassisch“ fahren möchte, also mit einem eher mechanischen Gefühl statt mit moderner Regelung, könnte die R 12 GS als etwas zu glatt empfinden. Umgekehrt kann die R 1150 R in Situationen, in denen man möglichst mühelos und ohne Nachdenken beschleunigen möchte, weniger „komfortabel“ wirken – vor allem, wenn man aus dem Stand heraus sehr spontan Tempo aufbauen will.
Getriebe, Kupplung und Schaltgefühl
Beide Motorräder sind Boxer-BMWs, aber die Art, wie sie die Kraft auf die Straße bringen, unterscheidet sich. Die BMW R 12 GS wirkt in der Abstimmung oft harmonischer: Schaltvorgänge und Antriebskontrolle passen gut zusammen, sodass sich das Motorrad im Alltag leicht dosieren lässt. Das ist besonders hilfreich, wenn man viel im Verkehr unterwegs ist oder häufig anhalten und wieder anfahren muss.
Die BMW R 1150 R vermittelt dagegen mehr „Handarbeit“. Das kann ein Vorteil sein, wenn man gerne aktiv fährt und das Motorrad als mechanisches Werkzeug versteht. Wer hingegen möglichst entspannt fahren möchte, profitiert bei der R 12 GS meist von der moderneren Gesamtlogik.
Fahrwerk und Fahrkomfort: Wie stabil und wie leichtfüßig?
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen Reise- und Roadster-Ansatz. Die BMW R 12 GS ist auf Vielseitigkeit getrimmt: Sie soll sich auf langen Strecken sicher anfühlen und gleichzeitig genug Reserven bieten, um auch dynamischer zu fahren. Das Zusammenspiel aus Federung und Abstimmung zielt darauf ab, Unebenheiten zu entschärfen und trotzdem eine klare Rückmeldung zu geben.
Die BMW R 1150 R wirkt im Vergleich oft direkter und „klassischer“. Das kann sich auf kurvigen Strecken sehr lebendig anfühlen. Gleichzeitig hängt das Komfortempfinden stärker von der konkreten Fahrbahnsituation und dem persönlichen Setup ab. Wer viel auf schlechten Straßen oder mit wechselnden Beladungen unterwegs ist, wird die R 12 GS häufig als stressfreier wahrnehmen.
Stärken und Schwächen im Alltag
Stärke der R 12 GS: ein insgesamt ruhigeres, berechenbares Fahrgefühl über verschiedene Untergründe hinweg. Schwäche: Wer maximale „Rohheit“ sucht, könnte den modernen Feinschliff weniger „pur“ finden. Stärke der R 1150 R: ein Motorradgefühl, das stark über Mechanik und Direktheit funktioniert. Schwäche: weniger „automatischer“ Komfort bei wechselnden Bedingungen, besonders wenn man viel Strecke am Stück fährt.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen zählt nicht nur die reine Bremsleistung, sondern auch die Dosierbarkeit und das Sicherheitsgefühl. Die BMW R 12 GS wirkt in der Regel moderner abgestimmt: Das Bremsverhalten lässt sich häufig sehr fein dosieren, und die Sicherheitslogik moderner Systeme unterstützt das Fahrerlebnis. Das ist besonders hilfreich, wenn Wetter, Belag oder Beladung variieren.
Die BMW R 1150 R steht für ein klassisches Bremsgefühl. Das kann sehr gut funktionieren, wenn man die Charakteristik kennt und entsprechend fährt. In Situationen, in denen man maximale Unterstützung durch moderne Regelung erwartet, kann die R 1150 R weniger „assistiert“ wirken.
Elektronik und Assistenz: Der große Sprung in der Praxis
Der Unterschied zwischen den beiden Modellen zeigt sich besonders deutlich bei der Elektronik. Die BMW R 12 GS bringt moderne Steuerung und Assistenzfunktionen mit, die das Motorrad im Alltag spürbar entlasten. Dazu gehört vor allem, dass sich das Motorrad in unterschiedlichen Situationen stabil und kontrolliert anfühlt – etwa beim Anfahren, beim Beschleunigen oder beim Wechsel zwischen ruhigerem und zügigerem Fahrstil.
Die BMW R 1150 R setzt stärker auf die klassische Fahrerführung. Das ist nicht automatisch schlecht – im Gegenteil: Viele schätzen gerade, dass das Motorrad weniger „eingreift“ und man mehr direktes Feedback bekommt. Wer jedoch häufig bei wechselnden Bedingungen fährt oder sich eine moderne Unterstützung wünscht, wird die R 12 GS klar im Vorteil sehen.
Wo die Elektronik wirklich zählt
Elektronik ist dann besonders wertvoll, wenn man nicht jedes Detail aktiv kompensieren möchte. Die R 12 GS bietet hier mehr Komfort und Sicherheit im Alltag. Die R 1150 R kann dagegen überzeugen, wenn man bewusst „hands-on“ fahren möchte und die Charakteristik als Teil des Fahrspaßes versteht.
Ergonomie und Sitzposition: Für kurze Wege und lange Touren
Die Sitzposition ist bei beiden Motorrädern ein wichtiger Punkt, weil sie direkt beeinflusst, wie entspannt man nach mehreren Stunden ankommt. Die BMW R 12 GS ist auf Touren ausgelegt: Die Haltung wirkt häufig so gestaltet, dass man auch über längere Strecken nicht verkrampft. Zudem passt das Motorrad gut zu einem Fahrstil, bei dem man sowohl entspannt cruisen als auch zügig unterwegs sein möchte.
Die BMW R 1150 R wirkt im Vergleich eher „roadsterhaft“. Das kann sehr angenehm sein, wenn man viel in der Stadt unterwegs ist oder kürzere Strecken fährt. Für sehr lange Touren hängt das Komfortempfinden stärker von der individuellen Körpergröße, dem Setup und dem gewählten Zubehör ab.
Alltagstauglichkeit: Handling, Wendigkeit und Nutzung
Im Alltag zählt, wie leicht sich ein Motorrad bewegen lässt – beim Rangieren, beim langsamen Fahren und in engen Situationen. Die BMW R 12 GS ist als GS so konzipiert, dass sie sich auch im gemischten Betrieb gut kontrollieren lässt. Gerade wenn man häufig stop-and-go fährt oder auf Parkplätzen manövriert, spielt die moderne Abstimmung ihre Vorteile aus.
Die BMW R 1150 R kann ebenfalls sehr alltagstauglich sein, aber das Handling wirkt stärker „klassisch“. Wer mit dem Gewicht und der Dynamik eines älteren Konzepts vertraut ist, findet schnell einen passenden Rhythmus. Für Fahrer, die maximale Leichtigkeit und moderne Regelung erwarten, ist die R 12 GS meist die stressfreiere Wahl.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 12 GS – Stärken
- Moderne Gesamtabstimmung für entspanntes Fahren in vielen Situationen
- Elektronik und Regelung erhöhen das Sicherheitsgefühl im Alltag
- Tourenorientierter Komfort und berechenbares Fahrverhalten
- Harmonische Leistungsentfaltung für spontanes Beschleunigen
BMW R 12 GS – Schwächen
- Weniger „pur“ für Fahrer, die bewusst einen mechanischeren Charakter suchen
- Wer sehr klassisch fährt, könnte die moderne Glätte als weniger direkt empfinden
BMW R 1150 R – Stärken
- Klassischer Boxer-Charakter mit spürbarer mechanischer Direktheit
- Sehr stimmig für Fahrer, die aktiv den Motor nutzen möchten
- Roadster-Feeling, das auf kürzeren Strecken oft besonders Spaß macht
BMW R 1150 R – Schwächen
- Weniger moderne Assistenz im Vergleich zur R 12 GS
- Komfort und Unterstützung können bei wechselnden Bedingungen stärker vom Setup abhängen
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen BMW R 12 GS und BMW R 1150 R hängt vor allem vom gewünschten Fahrgefühl ab. Wer ein Motorrad sucht, das sich auf langen Strecken souverän anfühlt, im Alltag leicht zu kontrollieren ist und moderne Technik als echten Mehrwert nutzt, wird mit der R 12 GS sehr glücklich. Sie ist besonders passend, wenn häufig gefahren wird, Touren geplant sind und man sich auf ein rundes Gesamtpaket verlassen möchte.
Die BMW R 1150 R ist dagegen ideal für Fahrer, die den klassischen Charakter mögen und das Motorrad gerne „mitfahren“ statt nur „fahren lassen“. Wer ein roadsterhaftes Boxer-Erlebnis sucht, gerne aktiv schaltet und die mechanische Rückmeldung schätzt, findet in der R 1150 R einen sehr sympathischen Begleiter.
Fazit:
Die BMW R 12 GS ist die bessere Wahl für alle, die ein modernes, vielseitiges Boxer-Motorrad möchten: komfortabel auf Tour, souverän im Alltag und mit Elektronik, die das Fahren spürbar entspannt. Sie punktet vor allem dort, wo unterschiedliche Strecken, wechselnde Bedingungen und häufiges Anfahren im Spiel sind. Die BMW R 1150 R ist dagegen die richtige Entscheidung, wenn der Reiz im klassischen Boxer-Feeling liegt: direkter, mechanischer und stärker vom eigenen Fahrstil geprägt. Wer gerne aktiv fährt, die Charakteristik mag und ein roadsterhaftes Motorrad sucht, bekommt mit ihr ein Motorrad, das sich sehr „echt“ anfühlt. Kurz gesagt: R 12 GS für den unkomplizierten Allrounder mit modernem Sicherheits- und Komfortanspruch, R 1150 R für den bewussten Genuss des klassischen BMW-Boxer-Charakters.