| UVP | 16.990 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 8.499 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- Motor
- Verarbeitung
- Fahrkomfort
- Gesamtpaket
- Windschild klein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.256 | mm |
| Gewicht | 196 | kg |
| Radstand | 1.404 | mm |
| Länge | 2.138 | mm |
| Radstand | 1.404 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.270 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Luft/Ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 689 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 109 PS bei 7.000 U/Min | |
| Drehmoment | 115 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 304 | km |
| Leistung | 75 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 68 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 45 mm, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 210)mm | |
| Federung hinten | direkt angelenktes, wegabhängig gedämpftes Zentralfederbein, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 -21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, axial verschraubt, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 282 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Die neue BMW R12 G/S schafft den Spagat zwischen Retro-Optik und moderner Technik spielerisch. Sie fährt sich sehr entspannt, kann aber auch kraftvoll nach vorne spurten und erfreut den Fahrer / die Fahrerin mit wunderbarer Boxer-Romantik - so wie es die modernen 1300er Boxer leider nicht mehr hinbekommen.Etwas doof finden wir, dass die Reise-Tugenden bzw. die Möglichkeiten für Koffer oder sonstiges Gepäck-Gedöns von BMW eher unterbelichtet umgesetzt wurden. Die G/S will mit ihren langen Federwegen und dem 21 Zöller aber sowieso eher ins Gelände als ans Nordkap. Und genau danach fühlt sie sich auch an. Trotzdem ist sie auch was für normale Straßenfahrer wie mich. Ich bin verliebt.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf der Autobahn A7 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Einfach gut
Auch zum Schluss unser äußerst vergnüglichen Testkilometer bleibt das Fazit gleich: Dies ist ein gutes Motorrad. Alltagstauglich, auf Langstrecke nerven weder Winddruck noch ein extremer Kniewinkel, bequeme Sitzbank oder eine Bedienung, die Rätsel aufgibt.
Die Yamaha Tracer 700 fährt sich allseits locker, flockig und kontrolliert. Yamaha eben. Das gilt, auch dies dürfte wenig überraschend kommen, für die routinierte und hochwertige Verarbeitung.
Wer seine Tracer werkseitig aufrüsten will, der hat die Auswahl aus verschiedenen Zubehörangeboten und vier Paketen. Da reicht die Spanne vom größeren Windschild, Sportauspuff bis zu verschiedenen Behältern und Taschen. Dann allerdings ist Schluss mit günstig: Volle Ausstattung lässt den Preis auf mehr als 12.000 Euro steigen.
Das Testbike wurde uns von Tecius & Reimers in Hamburg zur Verfügung gestellt.
Extras:
Reise-Paket1248,95 €
Kofferset
Hohes Windschild
Komfortsitzbank
USB Anschluss im Cockpit
Wochenende-Paket772,95 €
ABS-Softtaschen
Hohes Windschild
Tankpad
USB Anschluss im Cockpit
Urban-Paket439,95 €
USB Anschluss im Cockpit
Gepäckbrücke
Top Case
Rückenlehne Sozius
Sport Paket419,95€
Kurzer Kennzeichenhalter
Kettenschutz
MotorradTest.de auf YouTube
BMW R 12 GS vs Yamaha Tracer 700 – Vergleich & Kaufberatung
Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten kommen, wird ein Vergleich besonders spannend. Die BMW R 12 GS steht für den großen, modernen Reise- und Adventure-Anspruch – mit Fokus auf souveränen Langstreckenkomfort, Technik und einem sehr stimmigen Gesamtpaket. Die Yamaha Tracer 700 dagegen ist eher der pragmatische Allrounder: sportlich genug für flotte Ausfahrten, gleichzeitig alltagstauglich und unkompliziert im Handling. Wer sich zwischen beiden Modellen entscheidet, sucht im Grunde die passende Mischung aus Komfort, Fahrgefühl, Ausstattung und Alltagstauglichkeit.
Im Folgenden geht es nicht um einzelne Zahlen, sondern um das, was im Alltag wirklich zählt: Wie unterscheiden sich die beiden Motorräder in der Art, wie sie sich bewegen, wie sie sich auf langen Strecken anfühlen und wie gut sie sich für unterschiedliche Fahrprofile eignen. Dabei werden die Stärken und Schwächen beider Modelle herausgearbeitet – und am Ende wird klar, für wen welches Bike die bessere Wahl ist.
Grundcharakter: Reiseenduro vs. sportlicher Tourer
BMW R 12 GS: souverän, groß gedacht, touring-orientiert
Die BMW R 12 GS wirkt wie ein Motorrad, das für längere Distanzen gebaut ist. Der Charakter ist eher „entspannt kraftvoll“: Das Bike nimmt Tempo auf, bleibt dabei ruhig und vermittelt das Gefühl, dass es auch nach vielen Stunden noch gelassen bleibt. Gerade auf wechselnden Strecken – Landstraße, Autobahnabschnitte, kurvige Etappen – spielt die GS ihre Stärken aus. Das Motorrad ist dabei nicht nur für die große Reise gedacht, sondern auch für den Alltag, wenn man Wert auf ein hochwertiges Gesamtgefühl legt.
Yamaha Tracer 700: agil, leicht zu bewegen, vielseitig
Die Yamaha Tracer 700 ist die Alternative für alle, die ein Motorrad möchten, das sich schnell „richtig“ anfühlt. Der Schwerpunkt liegt weniger auf maximaler Reise-Inszenierung, sondern mehr auf einem sportlich-kompakten Fahrgefühl. Die Tracer wirkt im Vergleich zur GS deutlich handlicher und eignet sich besonders gut für Alltag, Feierabendrunden und Touren, bei denen man öfter mal spontan die Route wechselt. Wer gern zügig fährt, aber nicht in eine reine Sporttourer-Richtung abdriftet, findet hier eine sehr stimmige Basis.
Motor und Antrieb: wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beide Motorräder sind für Touren gemacht, aber sie liefern das Fahrgefühl unterschiedlich. Die BMW R 12 GS spielt ihre Stärke vor allem dann aus, wenn man gleichmäßig unterwegs ist und das Motorrad „mitarbeitet“, statt dass man ständig nachjustieren muss. Der Antrieb wirkt dabei insgesamt souverän und unterstützt das entspannte Fahren – auch dann, wenn die Strecke länger wird oder das Tempo variiert.
Die Yamaha Tracer 700 ist dagegen stärker auf das dynamische Fahren ausgelegt. Der Motor reagiert spürbar direkter auf Gasbefehle, was das Motorrad besonders für kurvige Strecken attraktiv macht. Im Vergleich zur GS fühlt sich die Tracer dadurch oft lebendiger an, während die BMW eher den Eindruck vermittelt, dass sie „einfach läuft“ und man sich auf die Linie konzentrieren kann.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
BMW R 12 GS: ruhige Linie, viel Vertrauen
Die BMW R 12 GS bietet ein Fahrwerk, das auf Stabilität und Kontrolle ausgelegt ist. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder bei längeren Autobahnabschnitten wirkt das Motorrad sehr berechenbar. Auch wenn die Strecke unruhiger wird, bleibt die GS in der Regel gut in der Spur. Das ist ein klarer Vorteil für Reisende, die nicht ständig „arbeiten“ wollen, sondern entspannt ankommen möchten.
Yamaha Tracer 700: leicht, schnell, unkompliziert
Die Yamaha Tracer 700 punktet beim Handling. Sie lässt sich im Alltag leichter bewegen, wirkt in engen Situationen weniger „groß“ und macht dadurch auch in der Stadt oder auf kurvigen Landstraßen mehr Spaß. Wer häufig zwischen Ampeln, Parkplätzen und wechselnden Straßenverhältnissen unterwegs ist, profitiert von der Agilität. Die Schwäche liegt eher dort, wo man sehr lange Strecken mit hoher Konstanz fährt: Dann spielt die GS ihren Komfort- und Stabilitätsvorteil stärker aus.
Bremsen und Fahrstabilität: Sicherheit im Vergleich
Bei beiden Motorrädern steht Sicherheit im Vordergrund, aber die Art der Rückmeldung unterscheidet sich. Die BMW R 12 GS vermittelt beim Bremsen häufig das Gefühl von „Kontrolle auf Distanz“: Man kann vorausschauend dosieren und bleibt dabei stabil. Die Yamaha Tracer 700 bremst ebenfalls zuverlässig, wirkt aber im Gesamtpaket etwas sportlicher – was sich positiv auf das Gefühl in dynamischen Situationen auswirkt. Wer häufig zügig fährt, wird die direkte Rückmeldung der Tracer schätzen.
Elektronik und Assistenz: moderne Unterstützung vs. pragmatische Bedienung
Elektronik ist bei beiden Modellen ein Thema, aber mit unterschiedlicher Ausrichtung. Die BMW R 12 GS setzt stärker auf ein modernes, umfassendes Paket, das das Motorrad in vielen Situationen „mitdenkt“. Das kann besonders auf langen Touren helfen, wenn man nicht jedes Detail aktiv kompensieren möchte. Gleichzeitig ist das Systemdenken ein Plus für Fahrer, die Wert auf Komfort und Assistenz legen.
Die Yamaha Tracer 700 wirkt im Vergleich oft etwas „unaufgeregter“. Das bedeutet nicht, dass sie weniger kann – eher, dass die Bedienung und das Fahrgefühl häufig direkter wirken. Wer ein Motorrad möchte, das sich schnell verstehen lässt und nicht zu sehr nach Technik „ruft“, findet in der Tracer einen angenehmen Charakter.
Sitzposition und Ergonomie: lange Strecke vs. schnelle Tour
Die BMW R 12 GS ist auf Komfort ausgelegt, und das merkt man vor allem auf längeren Etappen. Die Sitzposition unterstützt das entspannte Fahren, und das Motorrad bleibt auch nach mehreren Stunden gut beherrschbar. Gerade wenn man häufig auf Reisen ist oder regelmäßig weite Strecken fährt, ist das ein entscheidender Punkt.
Die Yamaha Tracer 700 bietet eine sportlichere, aktivere Sitzhaltung. Das ist ein Vorteil, wenn man öfter mal zügig unterwegs ist oder das Motorrad gern „mitnimmt“. Für sehr lange, gleichförmige Autobahnfahrten kann die GS im Komfort punkten, während die Tracer eher für Touren mit Abwechslung und Bewegung ideal ist.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Parken, Gepäck
Im Alltag zeigt sich der Unterschied zwischen „großem Reisegerät“ und „vielseitigem Tourer“. Die Yamaha Tracer 700 ist im Handling oft einfacher: leichter zu manövrieren, schneller im Kopf, unkomplizierter beim täglichen Gebrauch. Das macht sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende genutzt wird.
Die BMW R 12 GS ist ebenfalls alltagstauglich, aber sie spielt ihre Stärken eher dann aus, wenn man das Motorrad wirklich als Reise- und Tourenbasis nutzt. Beim Thema Gepäck und Touring-Setup ist die GS typischerweise die passendere Plattform, weil sie für längere Einsätze konzipiert ist. Wer regelmäßig mit Gepäck unterwegs ist oder auch mal weiter weg fährt, wird die BMW eher als „fertiges Reisepaket“ wahrnehmen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 12 GS – Stärken
- Reise-Komfort: sehr gutes Gefühl für lange Strecken und entspannte Etappen.
- Stabilität: ruhige Fahrweise, viel Vertrauen bei höheren Geschwindigkeiten.
- Technik & Assistenz: moderne Unterstützung, die das Fahren erleichtern kann.
- Touring-Charakter: stark als Basis für längere Reisen und ausbaufähige Setups.
BMW R 12 GS – Schwächen
- Anspruch an das Handling: im engen Alltag wirkt das Motorrad weniger „leichtfüßig“ als die Tracer.
- Fokus auf Touring: wer vor allem kurze, spontane Fahrten sucht, könnte den Reisecharakter als „zu viel“ empfinden.
Yamaha Tracer 700 – Stärken
- Agilität: leicht zu bewegen, macht in kurvigen Strecken und im Alltag Spaß.
- Direktes Fahrgefühl: dynamische Gasannahme und sportlicher Charakter.
- Pragmatische Bedienung: schnell im Kopf, unkompliziert im Alltag.
- Vielseitigkeit: eignet sich für Touren, ohne sich wie ein „Reiseprojekt“ anzufühlen.
Yamaha Tracer 700 – Schwächen
- Langstrecken-Komfort: bei sehr langen, gleichförmigen Fahrten spielt die GS ihre Komfortvorteile stärker aus.
- Reise-Setup: für maximale Touring-Ambitionen ist die BMW als Plattform oft passender.
Welche Kaufentscheidung passt? (Für wen ist welches Bike besser?)
Die Entscheidung zwischen BMW R 12 GS und Yamaha Tracer 700 hängt vor allem davon ab, wie die meisten Fahrten aussehen. Wer häufig lange Strecken fährt, Wert auf Ruhe, Stabilität und moderne Unterstützung legt und das Motorrad als Reisebegleiter versteht, wird mit der BMW R 12 GS sehr wahrscheinlich zufriedener sein. Das Motorrad wirkt wie gemacht für „einfach losfahren und ankommen“, ohne dass man ständig gegen das Bike arbeiten muss.
Wer dagegen eher gemischte Einsätze fährt – Stadt, Landstraße, spontane Touren, kurvige Abschnitte – und ein Motorrad möchte, das schnell reagiert und sich leicht anfühlt, trifft mit der Yamaha Tracer 700 eine sehr gute Wahl. Die Tracer ist oft die bessere Option, wenn das Motorrad nicht nur für große Reisen gedacht ist, sondern für den Alltag und abwechslungsreiche Wochenendfahrten.
Fazit:
Die BMW R 12 GS ist die bessere Wahl für Fahrer, die vor allem lange Touren planen, Komfort und Stabilität priorisieren und ein modernes, starkes Gesamtpaket suchen. Sie punktet mit ruhigem Fahrverhalten, Reiseorientierung und Technik, die das Fahren entspannter machen kann. Die Yamaha Tracer 700 ist dagegen ideal für alle, die ein agiles, unkompliziertes Motorrad möchten: schnell in der Hand, lebendig im Fahrgefühl und vielseitig für Alltag sowie abwechslungsreiche Strecken. Wer häufig spontan fährt und gern dynamisch unterwegs ist, bekommt mit der Tracer ein sehr stimmiges Gesamtbild. Kurz gesagt: Reise und Souveränität sprechen eher für die GS, Agilität und Vielseitigkeit eher für die Tracer.