UVP 19.480 €
Baujahr von 2015 bis 2026~
UVP 16.390 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
Test der BMW Boden-Boden Rakete mit 170 PS
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Adventure-Bike oder doch Cross-Over?
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Pro und Kontra

Pro:
  • Seidenweicher, kräftiger Motor mit Leistung in allen Lebenslagen
  • Richtig guter QuickShifter
  • Sehr fein austarierte Maschine
  • Bremst extrem gut und dosierbar
  • jedes erdenkliche Zubehör verfügbar
  • fauchender und zugleich heiser Sound
Kontra:
  • Vibrationen bei höheren Drehzahlen
  • Der Fahrer steckt stets mit einem Bein im Gefängnis
  • QuickShifter, Heizgriffe und Tempomat nicht Serie
Pro:
  • toller V2-Motor mit ordentlicher Leistung
  • herrlicher Sound, blubberiges Ansauggeräusch
  • starke Bremsen
  • sehr gute technische Ausstattung
  • leicht und handlich, agiles Fahrverhalten
  • auch für zwei Personen absolut reisetauglich
  • zwei Sitzhöhen (verstellbar)
Kontra:
  • Heizgriffe nicht Serie

Abmessungen & Gewicht

Gewicht227kg
Radstand1.541mm
Länge2.156mm
Radstand1.541mm
Sitzhöhe: 850 mm
Höhe1.460mm
Gewicht199kg
Radstand1.572mm
Länge2.190mm
Radstand1.572mm
Sitzhöhe: 830-850 mm

Motor

Motor-BauartReihe
Hubraum999ccm
Hub50mm
Bohrung80mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartV2
Hubraum890ccm
Hub62mm
Bohrung96mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung170 PS bei 11.000 U/Min
Drehmoment114 NM bei 9.250 U/Min
Höchstgeschw.250km/h
Tankinhalt20Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite323km
Leistung116 PS bei 10.750 U/Min
Drehmoment92 NM bei 8.250 U/Min
Höchstgeschw.215km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite345km

Fahrwerk

RahmenbauartAluminiumverbund-Brückenrahmen, Motor mittragend
Federung vorneUpside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 45 mm, Zug- und Druckstufe elektronisch geregelt (Dynamic ESA) (Federweg 150)mm
Federung hintenDynamic „Electronic Suspension Adjustment“, Federvorspannung elektronisch einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung elektronisch geregelt (Federweg 150)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR 17
Reifen hinten190/55 ZR 17
RahmenbauartMonocoque-Rahmen
Federung vorneMarzocchi USD-Gabel 45 mm, voll einstellbar (Federweg 170)mm
Federung hintenSachs Monofederbein, voll einstellbar (Federweg 170)mm
Aufhängung hintenAlu-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70-19
Reifen hinten170/60 ZR 17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibenbremse, 4-Kolben-Festsattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse, 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 265 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Monoblock 4-Kolben, radial verschraubt, radiale Bremspumpe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 265 mm)

Fazit

Die BMW S 1000 XR war schon immer ein beeindruckendes Bike - und ist nun noch besser geworden. Fast scheint es, als ob BMW hier einmal zeigen wollte, was man in München so alles draufhat. Allerdings sollten sich potentielle Käufer tatsächlich die Frage stellen, ob sie mit der schieren Leistung der XR wirklich gut umgehen können! Wer tendenziell auf Motorrädern über seinen Fähigkeiten unterwegs ist, sollte die Hände weg lassen von diesem Monster. Alle anderen: PROBEFAHREN!
 
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Wer mal richtig was erleben will, fährt dorthin und traut sich zu einer Probefahrt. Die wird jeder Probefahrer garantiert nicht vergessen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 19.480€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Verfügbarkeit: XRs seit 2015
  • Farben: Schwarz, Blau, Rot-Weiß-Blau

Fazit

Die neue Multistrada V2 ist gegenüber der Vorgängerin dank der Gewichtseinsparung deutlich verbessert in Sachen Fahrbarkeit und auch bei der technischer Ausstattung. Der Preis ist angesichts der üppigen technischen Helferlein und der verbauten Komponenten gerechtfertigt - auch im Vergleich zum Wettbewerb. Ducati nennt die neue Multi V2 eine Cross-Over - das ist sie auch, sie ist aber eben auch sehr gut geeignet für die wirklich lange Reise, insofern irgendwo auch ein waschechtes Adventure-Bike. 
 
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Dort stehen übrigens sowohl eine V2S als auch eine V2 als Vorführer für Probefahrten bereit. Ihr könnt den Unterschied beim Fahrwerk also direkt miteinander vergleichen - falls ihr einen findet, schreibt uns bitte.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 15.990€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 0.000€
  • Verfügbarkeit: Facelift seit 02/2025
  • Farben: rot

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BMW S 1000 XR vs. Ducati Multistrada V2: Vergleich im Motorradtest

Wenn zwei Reiseenduros mit klarer Charakterlinie gegeneinander antreten, wird der Vergleich spannend: Die BMW S 1000 XR steht für sportlich-elegante Dynamik und eine sehr souveräne Art, Kilometer zu fressen. Die Ducati Multistrada V2 setzt dagegen auf italienisches Temperament, eine moderne Adventure-Formensprache und ein Paket, das sich stark auf Fahrgefühl und Vielseitigkeit konzentriert. Beide Modelle sind für Touren gemacht – aber sie fühlen sich auf der Straße unterschiedlich an und richten sich an leicht verschiedene Ansprüche.

Grundidee: Sporttourer-Gen vs. Ducati-Adventure

Die BMW S 1000 XR wirkt wie ein sportlicher Allrounder mit Touring-Fokus. Der Charakter ist dabei eher „präzise und durchzugsstark“: Das Motorrad vermittelt schnell das Gefühl, dass es auf zügige Autobahnabschnitte, flotte Landstraßen und dynamische Kurvenfolgen ausgelegt ist. Gleichzeitig bleibt die XR alltagstauglich, weil Ergonomie und Ausstattung auf längere Fahrten ausgelegt sind.

Die Ducati Multistrada V2 verfolgt eine andere Philosophie: Sie ist ebenfalls auf Reisen orientiert, aber mit einem deutlich spürbaren Ducati-Fahrgefühl. Die Maschine wirkt lebendiger, reagiert oft unmittelbarer und bringt eine gewisse „Spielfreude“ mit. Wer gern variantenreich fährt – mal entspannt, mal sportlich – findet in der Multistrada V2 einen sehr stimmigen Ansatz.

Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Im Vergleich zeigt sich: Beide Motorräder liefern genug Power für zügige Fahrten, aber die Art der Kraftentfaltung unterscheidet sich. Die BMW S 1000 XR spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn gleichmäßiges Tempo, saubere Beschleunigung und ein stabiler Vortrieb gefragt sind. Das Motorrad wirkt dabei wie ein „Taktgeber“: Gas geben, Linie halten, weiterziehen – ohne dass der Fahrer ständig nachjustieren muss.

Die Ducati Multistrada V2 wirkt dagegen oft „direkter“ und emotionaler. Die Beschleunigung fühlt sich spritziger an, und das Motorrad lädt stärker dazu ein, das Tempo über den Fahrstil zu gestalten. In kurvigen Strecken ist das ein Vorteil, weil die Maschine das Gefühl vermittelt, dass sie auf kleine Eingriffe schnell reagiert.

Stärken und Schwächen im Vergleich

BMW S 1000 XR: Stärke ist die souveräne, sehr kontrollierte Kraftentfaltung. Schwäche kann sein, dass der Charakter für manche Fahrer weniger „verspielt“ wirkt – wer maximale Emotion sucht, könnte sich etwas mehr „Biss“ wünschen.

Ducati Multistrada V2: Stärke ist das lebendige Ansprechverhalten und der insgesamt stärkere Fahrspaß-Fokus. Schwäche kann sein, dass die subjektive Abstimmung je nach Fahrstil stärker auffällt: Wer ausschließlich auf entspanntes Gleiten setzt, muss sich eventuell etwas mehr an den Ducati-Charakter gewöhnen.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität

Beim Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die BMW S 1000 XR ist darauf ausgelegt, auch bei höheren Geschwindigkeiten und längeren Etappen ruhig und stabil zu bleiben. Das Fahrwerk unterstützt eine Linie, die sich gut „durchziehen“ lässt. Gerade auf Autobahnabschnitten oder bei wechselnden Fahrbahnbelägen wirkt das wie ein Sicherheitsgefühl: Das Motorrad bleibt berechenbar, und das Vertrauen in die Spur ist hoch.

Die Ducati Multistrada V2 punktet dagegen mit Agilität. In engen Kurven und bei häufigem Richtungswechsel fühlt sich die Maschine oft leichter an, als es die Adventure-Kategorie vermuten lässt. Das macht sie besonders interessant für Strecken, auf denen nicht nur die Strecke zählt, sondern auch die Art, wie man sie fährt.

Kurvengefühl und Alltag

In der Praxis bedeutet das: Die BMW ist häufig die bessere Wahl, wenn lange, gleichmäßige Fahrten im Vordergrund stehen und das Motorrad „einfach“ funktionieren soll. Die Ducati ist oft die bessere Wahl, wenn Kurven, Wechsel und Fahrspaß stärker gewichtet werden – ohne dass der Touring-Gedanke verloren geht.

Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung, aber mit unterschiedlicher Ausrichtung

Beide Motorräder setzen auf moderne Elektronik, die das Fahren erleichtert und absichert. Die BMW S 1000 XR wirkt dabei wie ein System, das Stabilität und Kontrolle priorisiert: Fahrmodi und Assistenzfunktionen greifen so ineinander, dass das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar bleibt. Das ist besonders hilfreich, wenn die Tour nicht nur aus perfekten Straßen besteht.

Die Ducati Multistrada V2 bringt ebenfalls Assistenz und Fahrmodi mit, aber der Schwerpunkt liegt stärker auf dem Zusammenspiel aus Fahrgefühl und Anpassbarkeit. Dadurch kann sich die Maschine je nach Modus sehr unterschiedlich anfühlen – und das ist ein Plus, wenn der Fahrstil variiert oder wenn unterschiedliche Streckenprofile gefahren werden.

Stärken und Schwächen

BMW S 1000 XR: Stärke ist die „ruhige“ Elektronik-Logik, die das Motorrad in vielen Situationen stabil hält. Schwäche kann sein, dass das Setup weniger „charaktervoll“ wirkt, wenn man bewusst den Unterschied zwischen den Modi sucht.

Ducati Multistrada V2: Stärke ist die spürbare Wirkung der Einstellungen auf das Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass man die passenden Modi stärker bewusst wählen muss, um den gewünschten Charakter dauerhaft zu treffen.

Ergonomie und Komfort: Für lange Strecken gebaut

Auf Tour entscheidet sich vieles an Kleinigkeiten: Sitzposition, Windschutz, Handhabung im Alltag und die Frage, wie schnell sich Ermüdung einstellt. Die BMW S 1000 XR ist in dieser Hinsicht sehr „touring-orientiert“. Die Sitzhaltung wirkt ausgewogen, und das Motorrad lässt sich gut kontrollieren, auch wenn man über Stunden unterwegs ist. Dazu kommt, dass die XR häufig als angenehm ruhig wahrgenommen wird, was gerade bei längeren Autobahnabschnitten spürbar ist.

Die Ducati Multistrada V2 bietet ebenfalls Komfort für längere Fahrten, aber mit einem etwas sportlicheren Grundgefühl. Die Ergonomie ist so ausgelegt, dass man nicht nur „sitzen“ muss, sondern das Motorrad aktiv führen kann. Wer gern mit dem Oberkörper arbeitet und das Bike in den Kurven „mitnimmt“, fühlt sich hier oft besonders wohl.

Für wen Komfort wichtiger ist

Wer vor allem Wert auf entspannte Langstrecken legt, findet in der BMW häufig die passendere Basis. Wer Komfort möchte, aber gleichzeitig ein Motorrad sucht, das sich nicht wie ein reines Reisewerkzeug anfühlt, sondern wie ein echtes Fahrgerät, wird mit der Ducati oft glücklicher.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Reise

Im Alltag zählt, wie leicht sich ein Motorrad im Verkehr bewegt und wie gut es sich bei niedrigen Geschwindigkeiten handhaben lässt. Die BMW S 1000 XR wirkt dabei oft „erwachsen“: Sie ist gut zu kontrollieren, vermittelt Stabilität und bleibt auch bei wechselnden Situationen gelassen. Das macht sie attraktiv, wenn nicht nur die große Tour geplant ist, sondern auch spontane Fahrten.

Die Ducati Multistrada V2 ist ebenfalls alltagstauglich, aber sie bringt mehr „Motorrad-Feeling“ in den Vordergrund. Das kann im Stadtverkehr angenehm sein, weil das Bike schnell auf Eingaben reagiert. Gleichzeitig ist es ein Motorrad, das man gern fährt – weniger ein Motorrad, das man nur „nutzt“.

Fazit: Welches Bike passt zu welchem Fahrertyp?

Die BMW S 1000 XR ist die bessere Wahl, wenn eine Reiseenduro vor allem stabil, kontrolliert und komfortabel wirken soll. Wer lange Strecken fährt, häufig Autobahn oder zügige Landstraßen nutzt und dabei ein Motorrad bevorzugt, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt, bekommt mit der XR ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Der Charakter ist sportlich, aber auf „Sicherheit durch Berechenbarkeit“ ausgelegt.

Die Ducati Multistrada V2 ist ideal für Fahrer, die Fahrspaß, Agilität und einen emotionaleren Antrieb stärker gewichten. Wer Kurven liebt, gern zwischen entspanntem Cruisen und sportlicher Gangart wechselt und die Elektronik als Werkzeug für unterschiedliche Fahrgefühle nutzt, findet in der Multistrada V2 oft den direkteren Zugang zum Motorradfahren. Sie wirkt lebendiger und lädt stärker zum aktiven Gestalten der Fahrt ein.

Kurz gesagt: BMW für die ruhige, souveräne Langstreckenmaschine – Ducati für die vielseitige Adventure-Interpretation mit mehr Temperament.

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