| UVP | 16.390 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2011 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- toller V2-Motor mit ordentlicher Leistung
- herrlicher Sound, blubberiges Ansauggeräusch
- starke Bremsen
- sehr gute technische Ausstattung
- leicht und handlich, agiles Fahrverhalten
- auch für zwei Personen absolut reisetauglich
- zwei Sitzhöhen (verstellbar)
- Heizgriffe nicht Serie
- leicht und wendig
- unkompliziert
- günstiger Verbrauch
- solide Verarbeitung
- genug Platz für Beifahrer/in
- versprüht wenig Emotionen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.572 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.572 | mm |
| Sitzhöhe: | 830-850 | mm |
| Gewicht | 192 | kg |
| Radstand | 1.477 | mm |
| Länge | 2.165 | mm |
| Radstand | 1.477 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 96 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 652 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 100 | mm |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 116 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 92 NM bei 8.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 215 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 345 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Monocoque-Rahmen | |
| Federung vorne | Marzocchi USD-Gabel 45 mm, voll einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Sachs Monofederbein, voll einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Brücken | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Monoblock 4-Kolben, radial verschraubt, radiale Bremspumpe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit
Die neue Multistrada V2 ist gegenüber der Vorgängerin dank der Gewichtseinsparung deutlich verbessert in Sachen Fahrbarkeit und auch bei der technischer Ausstattung. Der Preis ist angesichts der üppigen technischen Helferlein und der verbauten Komponenten gerechtfertigt - auch im Vergleich zum Wettbewerb. Ducati nennt die neue Multi V2 eine Cross-Over - das ist sie auch, sie ist aber eben auch sehr gut geeignet für die wirklich lange Reise, insofern irgendwo auch ein waschechtes Adventure-Bike.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Dort stehen übrigens sowohl eine V2S als auch eine V2 als Vorführer für Probefahrten bereit. Ihr könnt den Unterschied beim Fahrwerk also direkt miteinander vergleichen - falls ihr einen findet, schreibt uns bitte.
MotorradTest.de auf YouTube
Ducati Multistrada V2 vs. BMW G 650 GS: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrspaß
Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten kommen, wird ein Vergleich besonders spannend. Die Ducati Multistrada V2 steht für sportlich-elegante Reiseenduro-Optik, spürbare Dynamik und ein Konzept, das auch längere Strecken mit guter Portion Fahrfreude verbindet. Die BMW G 650 GS dagegen ist eher der pragmatische Einstieg in die GS-Philosophie: übersichtlich im Handling, alltagstauglich und mit dem Anspruch, zuverlässig durch den Alltag und auf Touren zu begleiten.
Im Folgenden geht es weniger um einzelne Zahlen, sondern darum, wie sich die Konzepte im Alltag anfühlen: Wie unterscheiden sich die Motorräder bei Komfort, Ergonomie, Fahrbarkeit, Elektronik-Charakter und dem typischen Einsatzprofil? Dabei werden die aufgelisteten Werte der Modelle miteinander verglichen und daraus eine klare Einordnung abgeleitet.
Grundcharakter: Sportliche Reiseenduro vs. pragmatische GS
Wie sich die Multistrada V2 anfühlt
Die Ducati Multistrada V2 wirkt wie ein Motorrad, das nicht nur „von A nach B“ will. Der Fokus liegt spürbar auf einem lebendigen Ansprechverhalten und einer Fahrweise, die Kurven und zügige Landstraßen belohnt. Auch wenn sie als Reiseenduro gedacht ist, bleibt der Charakter deutlich sportlich. Das zeigt sich im Zusammenspiel aus Motorgefühl, Abstimmung und dem Gesamtpaket aus Sitzposition und Fahrwerkseindruck.
Wie sich die G 650 GS anfühlt
Die BMW G 650 GS ist dagegen das Motorrad, das man gerne einfach nimmt: unkompliziert, gut kontrollierbar und mit einem Fahrgefühl, das Sicherheit vermittelt. Gerade im Stadtverkehr und auf weniger perfekten Straßen spielt die GS ihre Stärken aus. Das Konzept ist weniger auf „sportlich bis ins Detail“ ausgelegt, sondern auf Alltagstauglichkeit, entspannte Touren und eine leicht zugängliche Bedienbarkeit.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt entspannter?
Bei der Ergonomie unterscheiden sich die beiden Ansätze deutlich. Die Multistrada V2 zielt auf eine sportlichere Sitzhaltung, die auch bei flotterem Tempo noch Stabilität vermittelt. Das kann auf längeren Strecken ein Vorteil sein, wenn die Haltung zur eigenen Fahrweise passt. Gleichzeitig kann eine sportlichere Auslegung je nach Körpergröße und Fahrstil weniger „entspannt“ wirken, wenn viel Stadtverkehr oder sehr gemütliche Touren anstehen.
Die G 650 GS ist in der Regel die entspanntere Wahl, wenn eine aufrechte, gut kontrollierbare Sitzposition im Vordergrund steht. Das macht sie besonders interessant für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich leicht beherrschen lässt und bei dem man nicht ständig „gegen die Haltung“ arbeitet. Wer häufig stop-and-go fährt oder viele kurze Strecken macht, profitiert oft von dieser unkomplizierten Ergonomie.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Leichtigkeit
Beim Handling zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Multistrada V2 wirkt darauf ausgelegt, zügig zu reagieren und in Kurven eine klare Linie zu unterstützen. Die Abstimmung vermittelt das Gefühl, dass das Motorrad aktiv mitarbeitet. Das ist besonders dann stark, wenn die Straße nicht nur geradeaus funktioniert, sondern Kurven, wechselnde Beläge und Tempowechsel zum Alltag gehören.
Die BMW G 650 GS spielt ihre Stärken eher in der Leichtigkeit aus. Das Motorrad lässt sich gut manövrieren, wirkt im Alltag weniger „schwer zu bewegen“ und bleibt auch bei wechselnden Situationen gut kontrollierbar. Gerade wenn häufig niedrige Geschwindigkeiten, enge Passagen oder unübersichtliche Straßenabschnitte vorkommen, ist diese Art von Fahrbarkeit ein echter Pluspunkt.
Motor und Antrieb: Dynamik im Vordergrund oder ruhige Kraft?
Im Vergleich der aufgelisteten Werte zeigt sich: Die Multistrada V2 ist klar auf spürbare Dynamik ausgelegt. Das merkt man vor allem dann, wenn Beschleunigung und Durchzug nicht nur „funktionieren“, sondern aktiv Spaß machen sollen. Die Abstimmung unterstützt eine Fahrweise, bei der man gern früher ans Gas geht und die Maschine in Schwung hält.
Die G 650 GS steht dagegen für eine eher gleichmäßige, gut dosierbare Kraftentfaltung. Das ist nicht automatisch „langweiliger“, sondern oft die richtige Eigenschaft für Alltag und Touren: weniger hektisch, dafür berechenbar. Wer ein Motorrad sucht, das auch bei wechselnder Fahrpraxis zuverlässig bleibt, findet hier eine passende Grundlage.
Elektronik und Assistenz: Wie viel „Hilfe“ braucht es?
Elektronik ist bei beiden Konzepten ein Thema, aber mit unterschiedlichem Anspruch. Die Multistrada V2 wirkt in der Gesamtanmutung wie ein Motorrad, das moderne Fahrunterstützung mit einem sportlichen Charakter verbindet. Je nach Ausstattung und Fahrmodus kann das Systemverhalten das Motorrad „runder“ machen, etwa beim Ansprechverhalten oder bei der Traktion in anspruchsvolleren Situationen.
Die BMW G 650 GS setzt eher auf das, was im Alltag wirklich zählt: kontrollierbare Unterstützung, die nicht ständig im Vordergrund steht. Das kann ein Vorteil sein, wenn die Bedienung klar bleiben soll und man sich nicht durch zu viele Einstellmöglichkeiten arbeiten möchte. Gerade für Einsteiger oder Fahrer, die sich auf das Fahren konzentrieren wollen, ist das oft angenehm.
Komfort auf Tour: Windschutz, Alltagstauglichkeit und Ergonomie
Auf längeren Strecken entscheidet sich viel daran, wie gut das Motorrad den Fahrer entlastet. Die Multistrada V2 punktet typischerweise mit einem Konzept, das auch bei zügigerem Tempo noch angenehm bleibt. Der Windschutz und die Gesamtanmutung zielen darauf, dass man nicht nach kurzer Zeit „gegen“ die Fahrt arbeitet. Das macht sie interessant für Touren, bei denen nicht nur die Strecke, sondern auch das Tempo eine Rolle spielt.
Die G 650 GS ist besonders stark, wenn Komfort vor allem bedeutet: leicht zu fahren, gut zu kontrollieren und ohne ständiges Nachjustieren. Gerade wenn die Touren abwechslungsreich sind, etwa mit Stadtanteilen, Landstraße und gelegentlichen Schotter- oder schlechteren Abschnitten, kann die GS-typische Alltagstauglichkeit überzeugen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Ducati Multistrada V2
- Sportlicher Fahrcharakter: Die Maschine wirkt dynamisch und unterstützt eine aktive Fahrweise.
- Kurven- und Tourenfokus: Das Gesamtpaket ist auf Fahrspaß auch außerhalb der Stadt ausgelegt.
- Moderne Unterstützung: Elektronik und Abstimmung können das Motorrad „runder“ machen.
Schwächen bzw. Grenzen der Ducati Multistrada V2
- Anspruch an die eigene Passform: Die sportlichere Sitzhaltung kann je nach Körperbau weniger entspannend wirken.
- Fahrprofil: Wer vor allem sehr gemütlich fährt oder viel im Stop-and-go unterwegs ist, könnte den sportlichen Charakter weniger ausspielen.
Stärken der BMW G 650 GS
- Unkompliziertes Handling: Gute Kontrolle im Alltag und bei niedrigen Geschwindigkeiten.
- Berechenbarkeit: Kraftentfaltung und Fahrgefühl wirken oft ruhig und leicht dosierbar.
- Allround-Tauglichkeit: Passt gut zu gemischten Einsätzen aus Stadt, Landstraße und Tour.
Schwächen bzw. Grenzen der BMW G 650 GS
- Weniger „Sport-Drive“: Wer maximale Dynamik sucht, wird die Multistrada V2 eher als passender empfinden.
- Anspruch an den Einsatz: Für sehr ambitionierte Fahrweise auf kurvigen Strecken kann der Fokus weniger „aggressiv“ wirken.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über das eigene Fahrprofil entscheiden. Die Ducati Multistrada V2 ist besonders dann die bessere Wahl, wenn Touren nicht nur „entspannt“ sein sollen, sondern auch mit Tempo, Kurven und einem sportlichen Fahrgefühl verbunden sind. Wer ein Motorrad sucht, das sich lebendig anfühlt und bei dem man gern öfter Gas gibt, wird mit der Multistrada V2 vermutlich mehr Begeisterung finden.
Die BMW G 650 GS ist dagegen ideal, wenn ein Motorrad vor allem alltagstauglich, leicht zu beherrschen und zuverlässig sein soll. Wer Einsteiger ist oder einfach ein unkompliziertes Allround-Motorrad möchte, das sich in vielen Situationen gut macht, findet in der G 650 GS eine sehr stimmige Basis.
Fazit:
Die Ducati Multistrada V2 gewinnt den Vergleich vor allem dort, wo Fahrspaß, Dynamik und ein sportlich abgestimmtes Reisegefühl zählen. Sie passt besonders gut zu Fahrenden, die Kurven lieben, Touren gern zügig fahren und ein Motorrad möchten, das aktiv mitarbeitet. Ihre mögliche Schwäche liegt weniger im Konzept selbst, sondern in der Passform: Wer eine sehr entspannte Sitzhaltung sucht oder überwiegend gemütlich unterwegs ist, könnte den sportlicheren Charakter weniger ideal finden.
Die BMW G 650 GS ist die bessere Wahl, wenn Alltagstauglichkeit, leichtes Handling und berechenbares Fahrverhalten im Vordergrund stehen. Sie eignet sich hervorragend für Einsteiger, für gemischte Einsätze mit Stadtanteil und für Touren, bei denen Komfort vor allem bedeutet, entspannt und kontrolliert unterwegs zu sein. Wer dagegen maximale Dynamik und einen deutlich sportlicheren Drive erwartet, wird die Multistrada V2 eher als die passendere Option erleben.