UVP 16.390 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP
Baujahr von 2006 bis 2013
Adventure-Bike oder doch Cross-Over?
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Pro und Kontra

Pro:
  • toller V2-Motor mit ordentlicher Leistung
  • herrlicher Sound, blubberiges Ansauggeräusch
  • starke Bremsen
  • sehr gute technische Ausstattung
  • leicht und handlich, agiles Fahrverhalten
  • auch für zwei Personen absolut reisetauglich
  • zwei Sitzhöhen (verstellbar)
Kontra:
  • Heizgriffe nicht Serie
Pro:
  • Lasten-Esel
  • gutmütiges Fahrverhalten
  • große Reichweite
  • gemütliche Sitzposition
  • sehr guter Windschutz
  • geeignet auch für lange und schnelle Autobahn-Passagen
Kontra:
  • schwer, Rangieren problematisch
  • anfälliges ABS

Abmessungen & Gewicht

Gewicht199kg
Radstand1.572mm
Länge2.190mm
Radstand1.572mm
Sitzhöhe: 830-850 mm
Gewicht256kg
Radstand1.510mm
Länge2.250mm
Radstand1.510mm
Sitzhöhe: 890-910 mm
Höhe1.470mm

Motor

Motor-BauartV2
Hubraum890ccm
Hub62mm
Bohrung96mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartBoxer 4-Takt
Hubraum1.170ccm
KühlungLuft/Ölgekühlt
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung116 PS bei 10.750 U/Min
Drehmoment92 NM bei 8.250 U/Min
Höchstgeschw.215km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite345km
Leistung98 PS bei 7.000 U/Min
Drehmoment115 NM bei 5.500 U/Min
Höchstgeschw.200km/h
Tankinhalt33Liter
Reichweite600km

Fahrwerk

RahmenbauartMonocoque-Rahmen
Federung vorneMarzocchi USD-Gabel 45 mm, voll einstellbar (Federweg 170)mm
Federung hintenSachs Monofederbein, voll einstellbar (Federweg 170)mm
Aufhängung hintenAlu-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70-19
Reifen hinten170/60 ZR 17
RahmenbauartDreiteiliges Rahmenkonzept aus Vorder- und Hinterrahmen mit mittragendem Motor
Federung vorneTelelever 41mm Zentralfederbein (Federweg 210)mm
Federung hintenWAD Federbein (Federweg 220)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge Paralever
Reifen vorne110/80 R19
Reifen hinten150/70 R17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Monoblock 4-Kolben, radial verschraubt, radiale Bremspumpe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 265 mm)
Bremsen vorneDopperlscheibe ( Ø 305 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 265 mm)

Fazit

Die neue Multistrada V2 ist gegenüber der Vorgängerin dank der Gewichtseinsparung deutlich verbessert in Sachen Fahrbarkeit und auch bei der technischer Ausstattung. Der Preis ist angesichts der üppigen technischen Helferlein und der verbauten Komponenten gerechtfertigt - auch im Vergleich zum Wettbewerb. Ducati nennt die neue Multi V2 eine Cross-Over - das ist sie auch, sie ist aber eben auch sehr gut geeignet für die wirklich lange Reise, insofern irgendwo auch ein waschechtes Adventure-Bike. 
 
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Dort stehen übrigens sowohl eine V2S als auch eine V2 als Vorführer für Probefahrten bereit. Ihr könnt den Unterschied beim Fahrwerk also direkt miteinander vergleichen - falls ihr einen findet, schreibt uns bitte.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 15.990€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 0.000€
  • Verfügbarkeit: Facelift seit 02/2025
  • Farben: rot

Fazit - was bleibt hängen

"Hervorragende Offroad-Tauglichkeit bei nochmals gesteigerten Straßeneigenschaften" lautete damals der Pressetext zur neuen Adventure von BMW. Mit Offroad meinten die Schreiberlinge damals vermutlich nicht gerade die Crosspiste mit Sprüngen und tiefen Sand - dazu ist die GS 1200 Adventure schlichtweg zu schwer. Aber dennoch ist dieses Motorrad das ideale Bike für die gaaaanz lange Reise. Den Beweis lieferten Charly Boorman und Ewan McGregor 2007 auf ihrer "Long Way Down" genannten Reise, bei der sie 23.500 Kilometer durch Afrika eben genau auf diesen Maschinen zurückgelegt haben. 
 
Leider sind auch gebrauchte und ältere GS Adventure Bikes nicht ganz billig. Je nach Alter, Laufleistung, Zustand und Ausstattung werden bis zu 13.000 Euro verlangt. Allerdings darf bezweifelt werden, dass solche Preise tatsächlich auch gezahlt werden, aber für eine gute GSA K255 muss man schon mit 8.000 Euro rechnen. Zurück zur Ausgangsfrage: Lohnt sich das? Klares "JA!" unsererseits, denn diese Maschinen halten ewig und bringen auch nach 15 Jahren immer noch jede Menge Freude.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Neupreis: 13.500 € (nackt)
  • Gebraucht: 6.000 bis 13.000 € (je nach Alter und Zustand)
  • Baujahre: 2006-2013
  • Farben: diverse

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Ducati Multistrada V2 vs BMW R 1200 GS Adventure – Vergleich der Reiseenduros

Wer eine Reiseenduro sucht, landet schnell bei zwei sehr unterschiedlichen Konzepten: Die Ducati Multistrada V2 steht für sportlich-elegante Dynamik und einen modernen, alltagstauglichen Charakter. Die BMW R 1200 GS Adventure dagegen ist die klassische Langstrecken-Maschine mit Fokus auf Komfort, Reichweite und einem sehr breiten Einsatzspektrum. Beide Motorräder können große Touren, beide sind auf Komfort ausgelegt – aber sie fühlen sich im Alltag und auf der Strecke deutlich verschieden an.

Im folgenden Vergleich schauen wir auf die typischen Unterschiede, die im Fahrbetrieb wirklich zählen: Wie wirken Motor und Antrieb, wie arbeiten Fahrwerk und Bremsen, wie steht es um Ergonomie und Windschutz, und welche Rolle spielen Ausstattung sowie Elektronik. Dabei werden die Stärken und Schwächen beider Modelle gegeneinander abgewogen, damit die Entscheidung leichter fällt.

Grundidee und Charakter: Sportliche Reise vs. große Adventure-Bühne

Die Multistrada V2 wirkt wie ein Motorrad, das man gern auch mal „später“ aus der Garage holt: Es ist bereit für zügige Landstraßen, für dynamische Beschleunigung und für Kurven, ohne dass der Komfort auf der Strecke komplett verloren geht. Der Fokus liegt spürbar auf einem ausgewogenen Mix aus Fahrspaß und Reisealltag.

Die R 1200 GS Adventure ist dagegen stärker auf „große Reise“ getrimmt. Das Motorrad ist dafür gemacht, Kilometer zu sammeln – auch dann, wenn die Strecke unruhiger wird oder der Tag länger dauert. Der Adventure-Ansatz zeigt sich in der Art, wie das Motorrad Stabilität aufbaut und wie es sich auch bei wechselnden Bedingungen kontrolliert anfühlt.

Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Leistungsentfaltung und Fahrbarkeit

Im Vergleich der Motorcharaktere zeigt sich: Die Ducati Multistrada V2 liefert eine eher „direkte“ Art der Beschleunigung. Das Ansprechverhalten wirkt lebendig, und das Motorrad lädt dazu ein, die Gänge zügig zu nutzen. Dadurch entsteht das Gefühl, dass man mit weniger Aufwand schneller in den gewünschten Fahrmodus kommt.

Die BMW R 1200 GS Adventure spielt ihre Stärken stärker über gleichmäßige Kraftentfaltung und souveräne Durchzugskraft aus. Gerade auf langen Strecken, bei konstantem Tempo oder bei wechselnder Straßenqualität, wirkt das Motorrad sehr berechenbar. Das macht es besonders attraktiv, wenn die Reiseplanung nicht nur aus „kurvigen Highlights“, sondern auch aus Autobahn- und Landstraßenkilometern besteht.

Getriebe und Schaltgefühl

Beide Motorräder sind für den Alltag ausgelegt, aber die Art, wie sie sich beim Schalten „anfühlen“, unterscheidet sich. Die Ducati wirkt tendenziell sportlicher und lässt sich mit einem dynamischen Fahrstil gut mitnehmen. Die BMW setzt mehr auf Ruhe und Kontrolle – das Getriebe unterstützt damit eher den Reise-Flow als den permanenten Fahrspaß-Impuls.

Fahrwerk und Fahrverhalten: Stabilität, Komfort und Kontrolle

Federung und Dämpfung

Beim Fahrwerk zeigt sich der unterschiedliche Anspruch: Die Multistrada V2 ist so abgestimmt, dass sie auch bei zügiger Fahrt präzise bleibt und Kurvenfahrten unterstützt. Gleichzeitig bleibt sie so komfortabel, dass längere Strecken nicht zur Belastung werden.

Die R 1200 GS Adventure ist stärker auf Komfort und Stabilität ausgelegt. Gerade wenn die Straße wellig ist oder wenn Gepäck und Fahrbedingungen die Maschine fordern, spielt die BMW ihre Stärke aus: Sie wirkt „standfest“ und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, das man auf langen Touren besonders schätzt.

Straßenlage und Kurvengefühl

In schnellen Passagen kann die Ducati mit einem sportlichen Kurvengefühl punkten. Das Motorrad lädt dazu ein, die Linie sauber zu halten und zügig zu reagieren. Die BMW hingegen fühlt sich in vielen Situationen wie ein „großer Reiseanker“ an: nicht unbedingt das agilste Bike im engen Kurvenparcours, aber sehr stark darin, Stabilität zu liefern und auch bei wechselnden Bedingungen ruhig zu bleiben.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Beide Modelle sind auf sicheres Bremsen ausgelegt, aber die Wirkung im Fahrbetrieb ist unterschiedlich. Die Multistrada V2 vermittelt ein sportliches Bremsgefühl, das zu dynamischerem Fahren passt. Die R 1200 GS Adventure punktet eher mit gleichmäßigem, kontrolliertem Verzögern – besonders dann, wenn man nicht nur „kurz und hart“, sondern über längere Zeit und aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten bremst.

Ergonomie, Sitzposition und Windschutz

Fahrerhaltung

Die Ducati Multistrada V2 wirkt im Gesamtkonzept etwas sportlicher: Die Sitzposition unterstützt aktives Fahren, ohne dass der Komfort auf der Strecke komplett zurückfällt. Wer gern „mit dem Motorrad arbeitet“, wird sich hier schneller zu Hause fühlen.

Die BMW R 1200 GS Adventure ist auf Langstrecke optimiert. Die Sitzposition und die Gesamthaltung zielen darauf ab, dass man auch nach vielen Stunden noch entspannt unterwegs ist. Das ist besonders relevant, wenn die Tour nicht nur aus wenigen schönen Abschnitten besteht, sondern aus einem ganzen Tag auf dem Motorrad.

Windschutz und Alltagstauglichkeit

Beim Windschutz zeigt sich ein klarer Unterschied in der Priorität: Die Ducati ist so ausgelegt, dass sie auch bei zügiger Fahrt angenehm bleibt, aber sie bleibt stärker „fahrdynamisch“ gedacht. Die BMW ist stärker auf ruhiges Reisen ausgelegt – das merkt man vor allem bei längeren Autobahnabschnitten und bei wechselndem Wetter.

Ausstattung und Elektronik: Assistenzsysteme im Vergleich

Beide Motorräder bieten moderne Elektronik, aber die Ausrichtung ist unterschiedlich. Die Multistrada V2 wirkt wie ein Motorrad, das Fahrmodi und Assistenz so einsetzt, dass der Fahrer schnell in den passenden Charakter findet – sportlicher, komfortabler oder dazwischen. Das unterstützt einen Fahrstil, der sich öfter anpasst.

Die R 1200 GS Adventure setzt stärker auf ein Gesamtpaket, das das Reisen erleichtert: Stabilität, Traktion und Kontrolle sollen auch dann funktionieren, wenn die Strecke weniger planbar ist. Dadurch fühlt sich die BMW besonders dann stimmig an, wenn man nicht nur „schöne Straßen“ fährt, sondern auch mal unruhigere Bedingungen einplant.

Reichweite, Gepäck und Praxis auf Tour

Tank und Tour-Planung

Bei der Tourplanung wird schnell klar, worauf die Hersteller setzen: Die BMW R 1200 GS Adventure ist traditionell auf lange Etappen ausgelegt. Das macht sie interessant, wenn man weniger Tankstopps einplanen möchte oder wenn die Routenplanung bewusst „weit“ gedacht ist.

Die Ducati Multistrada V2 ist ebenfalls reisetauglich, aber eher im Sinne von „flexibel und schnell verfügbar“. Wer gern spontan fährt, Zwischenstopps nicht als Problem sieht und Touren eher nach Fahrspaß als nach maximaler Reichweite plant, wird die Ducati als sehr passend empfinden.

Gepäck und Alltag

Die BMW ist in der Adventure-Logik gedacht: Gepäck, Touring-Setup und ein Motorrad, das auch mit mehr Last souverän bleibt. Die Ducati kann ebenfalls mit Touring-Anspruch überzeugen, wirkt aber insgesamt stärker auf das Zusammenspiel aus Fahrdynamik und Komfort ausgelegt – also auf Touren, bei denen man auch mal zügig unterwegs ist und nicht nur „durchfährt“.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Ducati Multistrada V2 – Stärken

  • Sportlicher Charakter: macht Lust auf dynamisches Fahren und unterstützt zügige Passagen.
  • Ausgewogener Komfort: auch längere Strecken sind gut machbar, ohne dass das Motorrad „zu schwer“ im Kopf wird.
  • Elektronik als Fahrassistenz: unterstützt verschiedene Fahrmodi und passt sich dem Stil an.

Ducati Multistrada V2 – Schwächen

  • Adventure-Fokus weniger ausgeprägt: wer sehr stark auf „große Reise unter allen Bedingungen“ setzt, findet bei der BMW den konsequenteren Ansatz.
  • Weniger „Reise-Ruhe“: bei sehr langen, gleichförmigen Etappen kann die BMW das entspanntere Gefühl liefern.

BMW R 1200 GS Adventure – Stärken

  • Langstrecken-Komfort: das Motorrad wirkt wie gemacht fürs Kilometer-Sammeln.
  • Stabilität und Kontrolle: besonders bei wechselnden Bedingungen und mit Touring-Setup.
  • Adventure-Logik: Reichweite, Touring-Praxis und ein sehr breites Einsatzprofil.

BMW R 1200 GS Adventure – Schwächen

  • Weniger sportlich-agil: in sehr engen oder kurvenbetonten Situationen wirkt die Ducati oft „leichter“ im Fahrgefühl.
  • Anspruch an den Fahrstil: wer maximal sportliche Dynamik sucht, muss sich bei der BMW stärker auf das eigene Tempo und die Linienwahl verlassen.

Für wen lohnt sich welcher Vergleich?

Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, welche Art von Tour im Vordergrund steht.

Die Ducati Multistrada V2

Passt besonders gut, wenn Touren aus einer Mischung bestehen, bei der Fahrspaß und Dynamik regelmäßig vorkommen: Landstraßen, zügige Abschnitte, spontane Ausfahrten und ein Motorrad, das sich schnell anfühlt, ohne den Komfort komplett zu opfern. Auch wer gern mit Elektronik-Funktionen arbeitet und den Charakter je nach Situation anpasst, wird mit der Ducati sehr glücklich.

Die BMW R 1200 GS Adventure

Passt besonders gut, wenn der Schwerpunkt auf Reisen, Reichweite und entspannter Langstrecke liegt: viele Kilometer am Stück, Autobahnanteile, wechselnde Wetterbedingungen und ein Touring-Setup, das zuverlässig funktionieren soll. Wer ein Motorrad sucht, das auch bei weniger planbaren Straßenverhältnissen souverän bleibt, trifft mit der BMW häufig die passendere Wahl.

Fazit:

Die Ducati Multistrada V2 ist die bessere Wahl, wenn der Alltag und die Touren regelmäßig nach Fahrspaß schmecken: dynamisches Ansprechen, sportliches Kurvengefühl und ein Komfort, der nicht nur „irgendwie“, sondern wirklich alltagstauglich wirkt. Wer gern zügig fährt, spontan plant und ein Motorrad möchte, das sich schnell in den gewünschten Charakter bringen lässt, findet in der Ducati den stimmigeren Begleiter.

Die BMW R 1200 GS Adventure spielt ihre Stärken aus, wenn Langstrecke und Reisepraxis im Mittelpunkt stehen: souveräne Stabilität, ein sehr entspannter Touring-Ansatz und ein Setup, das auf große Etappen ausgelegt ist. Wer viele Kilometer sammelt, Wert auf ruhiges Reisen legt und auch bei wechselnden Bedingungen ein hohes Maß an Kontrolle sucht, wird mit der BMW deutlich zufriedener sein.

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