| UVP | 12.690 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 18.290 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Sehr agiles, wendiges Bike
- Herrlicher V2 mit viel Charakter
- Schöne Details, tolles Design
- Brabbeliger Sound
- Sehr lebendiges Motorrad
- Soziusfussrasten bei großen Stiefeln im Weg
- Hinterradbremse könnte bissiger sein
- Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig
- Für große Leute etwas zu klein
- hervorragende Bremsen
- extrem handlicher Kurvenräuber
- leicht zugänglich
- echter Duc-Sound
- großer Wendekreis
- Wärmeentwicklung an der rechten Seite
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 185 | kg |
| Radstand | 1.449 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.449 | mm |
| Sitzhöhe: | 795 | mm |
| Höhe | 1.150 | mm |
| Gewicht | 210 | kg |
| Radstand | 1.478 | mm |
| Länge | 2.119 | mm |
| Radstand | 1.478 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.155 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 803 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 88 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 937 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 94 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 73 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 65 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 260 | km |
| Leistung | 110 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 270 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel von Kayaba mit 41 mm Standrohrdurchmesser (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Federbein von Kayaba mit einstellbarer Vorspannung (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80 R18 | |
| Reifen hinten | 180/55 R17 | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Öhlins USD-Gabel 48 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Öhlins Mono-Federbein einstellbar in Zug-, Druckstufe und Vorspannung (Federweg 144)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 180/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe,radial verschraubter 4-Kolben-Bremssattel mit Bosch Kurven-ABS ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe,schwimmend gelagerter 1-Kolben-Bremssattel ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo 4-Kolben-Monoblock-Bremszangen M4.32 (feststehend), radial montiert ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo 2-Kolben-Bremszange P34E ( Ø 245 mm) | |
Fazit - Das bringt Laune!
Die Full Throttle hat zum Glück das typische Ducati Scrambler Feeling auch in das Jahr 2023 transportieren können. Dieses Motorrad ist einfach eine echte Spaß-Granate, mit dem so ziemlich jeder Biker gut zurechtkommen sollte. Obendrauf gibt es zwei Jahre Garantie ohne Kilometer-Begrenzung. Wegen der komplexen Ventilspiel-Steuerung geht es allerdings alle 12.000 km zum Service.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Holger, einer der Verkäufer vor Ort, ist ein echter Ducatisti und erklärt Euch in aller Ruhe bei einem Kaffee, welche Ducati am besten zu Euch passt. Es gibt jede Menge Vorführer von Ducati und Suzuki und viele gebrauchte Maschinen. Auf nach Bremervörde!
Fazit - was bleibt hängen
Junge, was hatten wir Spaß! Vor allem Volker, der mit knapp 250 km/h den Windschutz auf der Autobahn checken wollte, konnte sich ein "Uy, yeah!" nicht verkneifen. Das Windschild ist übrigens verstellbar, allerdings nicht ohne Werkzeug. Der Windschutz ist Sportler-typisch okay, aber der Helm bleibt im Wind. Die 950 ist wie schon gesagt eben doch kein Tourer.Okay, es gibt ein paar Nachteile wie z.B. der große Wendekreis oder die Warmluft-Abführung rechts oder die V2-typischen Lastwechselreaktionen oder die Konstantfahrruckeln, aber eine echte Duc ist eben ein kleine Diva, die an der ein oder anderen Stelle ein wenig zumzicken muss. Und genau das lieben wir doch an den Schönen aus Bologna, oder? Geiles Bike!
Das Test-Motorrad wurde uns zur Verfügung gestellt von Ducati-Hamburg, wo ihr neben der SuperSport auch viele andere, überwiegend rote Maschinen aus Bella Italia Probefahren könnt.
MotorradTest.de auf YouTube
Ducati Scrambler Full Throttle vs Ducati Supersport 950 S – Vergleich
Wer zwischen Ducati Scrambler Full Throttle und Ducati Supersport 950 S schwankt, entscheidet im Grunde über zwei sehr unterschiedliche Motorrad-Philosophien. Die Ducati Scrambler Full Throttle steht für entspanntes, markantes Fahren mit Scrambler-Charakter – optisch wie technisch mit dem Blick auf Alltag und Stil. Die Ducati Supersport 950 S dagegen ist stärker auf sportliche Dynamik ausgelegt: sportliche Sitzposition, präziseres Handling und ein Fahrgefühl, das eher nach Kurven und zügigem Vorankommen verlangt.
Im folgenden Vergleich werden die im Test bzw. in den Datenpunkten gegenübergestellten Werte beider Modelle miteinander eingeordnet. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern darum, wie sich diese Unterschiede im Alltag bemerkbar machen.
Charakter im Alltag: Scrambler-Vibe vs. Supersport-Fokus
Wie sich die Ausrichtung bemerkbar macht
Die Scrambler Full Throttle wirkt wie gemacht für die Mischung aus Stadt, Landstraße und spontanen Touren. Die Werte, die typischerweise für dieses Modell herangezogen werden (u. a. beim Drehmomentverlauf und bei der Art, wie die Leistung nutzbar wird), sprechen für ein Motorrad, das sich unkompliziert anfühlt. Gerade im Alltag ist das ein Plus: weniger „Kampf ums Tempo“, mehr „einfach fahren“.
Die Supersport 950 S ist dagegen klar sportlich gedacht. Die im Vergleich relevanten Punkte wie Fahrwerksabstimmung, die sportlichere Geometrie und die Art, wie Leistung und Antrieb in Vortrieb umgesetzt werden, sorgen für ein deutlich dynamischeres Gesamtbild. Wer häufig zügig unterwegs ist oder Kurven als Hauptprogramm sieht, bekommt hier eher das Gefühl, dass das Motorrad „mitarbeitet“.
Stärken & Schwächen im Vergleich
Stärken der Scrambler Full Throttle: unkomplizierte Handhabung, ein Charakter, der auch bei nicht ganz so sportlichem Tempo Spaß macht, und eine Ausstrahlung, die im Alltag auffällt. Schwächen: wer konsequent sportlich fahren möchte, spürt schneller die Grenzen der eher alltagstauglichen Auslegung.
Stärken der Supersport 950 S: spürbare Dynamik, sportlicheres Handling und ein Fahrgefühl, das auf zügiges Fahren einzahlt. Schwächen: die sportlichere Ausrichtung kann im Alltag – je nach Fahrstil und Streckenprofil – weniger entspannt wirken.
Fahrgefühl und Antrieb: Wie die Werte im Alltag wirken
Leistung & Drehmoment: nutzbar statt nur vorhanden
Im Vergleich der Leistungs- und Drehmomentwerte zeigt sich der Unterschied in der Zielsetzung. Die Scrambler Full Throttle setzt stärker auf einen Charakter, der sich im mittleren Bereich angenehm nutzen lässt. Das bedeutet: Beschleunigung fühlt sich oft „direkt“ an, ohne dass ständig hohe Drehzahlen nötig sind. Das ist besonders praktisch, wenn Ampeln, Verkehr oder wechselnde Strecken den Takt vorgeben.
Die Supersport 950 S spielt ihre Stärken eher dann aus, wenn das Motorrad sportlich bewegt wird. Die im Vergleich betrachteten Werte deuten darauf hin, dass sie bei zügiger Fahrweise mehr „Biss“ entwickelt und sich im oberen Drehzahlbereich besonders dynamisch anfühlt. Für Kurvenfahrten und Überholmanöver ist das ein klarer Vorteil.
Getriebe & Ansprechverhalten
Auch wenn beide Modelle grundsätzlich Ducati-typisch agieren, unterscheidet sich das „Wie“: Die Scrambler wirkt oft wie ein Motorrad, das man flüssig und souverän durch den Alltag bewegt. Die Supersport fühlt sich eher an wie ein Bike, das man bewusst fordert – und dann mit präzisem Vortrieb belohnt.
Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Agilität
Geometrie und Abstimmung
Beim Vergleich der Fahrwerkswerte und der daraus abgeleiteten Fahreigenschaften zeigt sich: Die Supersport 950 S ist stärker auf sportliche Agilität und präzises Einlenken ausgelegt. Das merkt man besonders in schnellen Richtungswechseln und auf kurvigen Strecken. Die Scrambler Full Throttle ist zwar keineswegs träge, aber sie priorisiert eher ein souveränes, alltagstaugliches Fahrverhalten.
Stärken & Schwächen
Scrambler Full Throttle: punktet mit einem Fahrgefühl, das auch auf weniger perfekten Straßen angenehm bleibt. Schwäche: wer sehr sportlich fährt, wünscht sich bei schnellen Passagen manchmal mehr „Rennstrecken-Feeling“.
Supersport 950 S: überzeugt mit sportlicher Rückmeldung und einem Handling, das Kurvenfahrten leichter macht. Schwäche: die sportliche Auslegung kann auf längeren, unruhigen Strecken oder im Stadtverkehr weniger komfortabel wirken.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bremsleistung im Vergleich
Im Vergleich der Bremswerte und der typischen Bremscharakteristik zeigt sich ein klares Bild: Die Supersport 950 S ist stärker auf sportliches Verzögern ausgelegt. Das bedeutet in der Praxis: Beim zügigen Fahren lässt sich das Motorrad oft stabil und kontrolliert in die Kurve bringen.
Die Scrambler Full Throttle bietet ebenfalls ein sicheres Bremsgefühl, aber sie ist eher auf „Alltag plus“ ausgelegt. Wer selten hart bremst oder eher entspannt unterwegs ist, wird das als ausreichend und stimmig empfinden. Wer dagegen häufig sportlich bremst, wird die sportorientierte Abstimmung der Supersport eher zu schätzen wissen.
Ergonomie & Sitzposition: Komfort entscheidet
Position und Alltag
Ein großer Unterschied liegt in der Ergonomie. Die Scrambler Full Throttle bietet eine Sitzposition, die eher auf entspanntes Fahren ausgelegt ist. Das passt gut zu Stadtverkehr, kurzen Wegen und Touren, bei denen man nicht ständig „in Sporthaltung“ sein möchte.
Die Supersport 950 S bringt eine deutlich sportlichere Sitzposition mit. Das ist ein Vorteil, wenn man aktiv fährt und das Motorrad „arbeitet“ lassen möchte. Für längere Strecken kann das je nach Körperbau und Fahrgewohnheit weniger bequem sein als bei der Scrambler.
Stärken & Schwächen
Scrambler Full Throttle: mehr Komfort im Alltag, weniger „sportlicher Druck“. Schwäche: wer sehr sportlich unterwegs ist, könnte die Haltung als weniger zielgerichtet empfinden.
Supersport 950 S: sportliche Kontrolle und ein Fahrgefühl, das Kurvenfahrten unterstützt. Schwäche: im Stadtverkehr oder auf langen, entspannten Fahrten kann die Haltung fordernder sein.
Design, Ausstattung und Einsatzprofil
Warum das Aussehen mehr ist als nur Optik
Die Scrambler Full Throttle wirkt wie ein Statement: Sie ist gemacht für den Moment, in dem man das Motorrad abstellt und der Blick hängen bleibt. Die Supersport 950 S wirkt dagegen wie ein Werkzeug für sportliche Einsätze – klar, funktional und auf Performance getrimmt.
Für welche Strecken passt welches Bike?
Die Scrambler Full Throttle passt besonders gut zu gemischten Strecken: Stadt, Landstraße, kurze Touren und Fahrten, bei denen das Motorrad nicht nur Transportmittel, sondern Teil des Erlebnisses ist. Die Supersport 950 S passt eher zu Strecken, auf denen man Tempo aufbauen will: kurvige Landstraßen, zügige Ausfahrten und Fahrten, bei denen man das Handling ausnutzt.
Fazit: Welche Ducati ist für wen die beste?
Die Ducati Scrambler Full Throttle ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem im Alltag überzeugen soll: unkompliziertes Fahren, ein stimmiger Charakter und eine Ergonomie, die auch ohne sportliche „Mission“ Spaß macht. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, gemischte Strecken fährt und Wert auf Stil sowie entspanntes Handling legt, findet in der Scrambler die passendere Richtung. Ihre Stärken liegen im souveränen, alltagstauglichen Fahrgefühl – und genau dort spielt sie ihre Vorteile aus.
Die Ducati Supersport 950 S ist die bessere Wahl, wenn sportliche Dynamik im Vordergrund steht: präziseres Handling, sportlicheres Verzögern und ein Fahrgefühl, das bei zügiger Fahrweise besonders stark wird. Wer Kurven aktiv fährt, längere sportliche Ausfahrten plant und das Motorrad als „Performance-Werkzeug“ versteht, wird mit der Supersport glücklicher. Ihre Schwäche liegt weniger im Können, sondern eher im Anspruch: sportliche Haltung und Fahrweise passen nicht zu jedem Alltag.
Kurz gesagt: Scrambler für Stil und entspanntes Fahren, Supersport für sportliche Kontrolle und Dynamik.