UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 14.750 €
Baujahr von 2017 bis 2023
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
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Retro, Scrambler, Naked, Tourer - was ist das für eine Maschine?
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Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • Motor
  • Handling
  • Bremsen
  • Fahrwerk
  • Qualitätsanmutung
  • Optik
Kontra:
  • fehlende Anzeigen für Benzinstand, Drehzahl und Gang
  • Reisemöglichkeiten und Windschutz nicht auf GS-Niveau

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht221kg
Radstand1.527mm
Länge2.175mm
Radstand1.527mm
Sitzhöhe: 850 mm
Höhe1.105mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-BauartBoxer
Hubraum1.170ccm
Hub73mm
Bohrung101mm
KühlungÖl-Luft
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung110 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment116 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt17Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite321km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneTelegabel 43 mm (Federweg 125)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 140)mm
Aufhängung hintenParalever
Reifen vorneZR
Reifen hintenZR

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 265 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

Fazit - was bleibt hängen

Betörend ist die Urban G/S ohne Frage. Unser Tester Markus ließ sich zur Anmerkung hinreißen, dass es in seinen Augen das derzeit schönste Motorrad auf dem Markt ist. Sie ist darüber hinaus ein typisches Boxer-Kind und von vorne bis hinten hochwertig verarbeitet. Wer nicht ständig zwischen Deutschland und der Mongolei pendelt, für den eignet sich die Urban G/S vielleicht sogar besser als eine normale GS, denn die Urban G/S ist handlicher und wiegt deutlich weniger. 
 
Das Testmotorrad wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht genau dieses Bike als Vorführer und freut sich auf jeden Menge Probefahrer. Also, ab geht's nach Pinneberg bei Hamburg!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 14.320€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 12.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: schwarz-rot, blau, weiß

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Harley-Davidson Low Rider S vs. BMW R nineT Urban G/S – Vergleich

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, ist die Entscheidung selten nur eine Frage der Optik. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für massiven V-Twin-Charakter, klare Cruiser-Linien und ein Fahrgefühl, das man spürt. Die BMW R nineT Urban G/S dagegen verbindet Retro-Design mit dem typischen BMW-Boxer-Feeling und einem Konzept, das zwischen Alltag, Tour und leichtem Offroad-Vibe vermittelt. Genau hier lohnt sich der Vergleich: Welche Stärken passen zu welchem Fahrstil – und wo zeigen sich die Grenzen?

Erster Eindruck: Stil und Philosophie

Harley-Davidson Low Rider S: Cruiser mit Haltung

Die Low Rider S wirkt wie ein Statement. Der Fokus liegt auf Präsenz, Sound und einem souveränen Auftritt. Das Motorrad ist für Fahrer gedacht, die nicht nur von A nach B wollen, sondern die Fahrt bewusst genießen. Die Sitzposition und die Gesamtanmutung zielen auf ein entspanntes, aber dennoch sportlich wirkendes Cruiser-Erlebnis.

BMW R nineT Urban G/S: Retro trifft Vielseitigkeit

Die Urban G/S spielt die Retro-Karte, aber ohne in reiner Show zu enden. Das Design erinnert an die G/S-Tradition, während die technische Auslegung auf Alltagstauglichkeit und Tourenkomfort setzt. Wer ein Motorrad sucht, das sich nicht nur auf der Straße wohlfühlt, sondern auch auf wechselndem Terrain eine gute Figur macht, findet hier eine spannende Basis.

Motorcharakter und Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt

Low Rider S: Drehmoment-Drive und Sound

Der V-Twin der Harley liefert ein Fahrgefühl, das stark über Drehmoment und Charakter funktioniert. Beim Anfahren und beim Beschleunigen aus dem Drehzahlkeller entsteht dieses typische „Ziehen statt Schreien“-Gefühl. Das macht die Low Rider S besonders attraktiv für Fahrten, bei denen man nicht ständig nach Drehzahl sucht, sondern den Motor wie ein Fundament nutzt.

R nineT Urban G/S: Boxer-Glätte und kontrollierte Kraftentfaltung

Der BMW-Boxer ist bekannt für seine besondere Laufruhe und die Art, wie Leistung linearer und kontrollierter ankommt. Gerade bei längeren Strecken wirkt das angenehm: Der Motor bleibt kultiviert, und das Fahrgefühl ist oft „entspannt“, obwohl das Motorrad durchaus zügig unterwegs sein kann. Wer Wert auf gleichmäßige Kraftentfaltung legt, wird den Boxer schnell zu schätzen wissen.

Fahrwerk und Handling: Straße, Kurve, Tempo

Harley: stabil und präsent

Die Low Rider S ist so abgestimmt, dass sie auf der Straße souverän wirkt. In flotteren Passagen zeigt sich die Stärke eines Cruisers: stabiler Geradeauslauf und ein Handling, das eher auf Rhythmus als auf hektische Richtungswechsel setzt. Das Motorrad fühlt sich dann besonders richtig an, wenn die Linie klar ist und man mit Gefühl statt mit „Lenken um jeden Preis“ fährt.

BMW: agil genug, aber mit Touring-DNA

Die Urban G/S ist für ein Motorrad dieser Art erstaunlich vielseitig. In Kurven wirkt sie lebendig, ohne dabei ihren Touring-Anspruch zu verlieren. Das Fahrwerk unterstützt ein sicheres Gefühl, und die Geometrie macht es leichter, auch mal dynamischer zu fahren. Gleichzeitig bleibt das Motorrad alltagstauglich – ein Pluspunkt, wenn nicht jede Fahrt nur aus Kurven besteht.

Ergonomie und Sitzposition: Komfort im Alltag

Low Rider S: Cruiser-Position mit Fokus auf Entspannung

Die Sitzposition der Harley ist klar cruiserorientiert. Das bedeutet: weniger „Sportknie“, mehr entspannte Haltung. Für längere Fahrten kann das angenehm sein, weil man nicht ständig gegen die eigene Körperhaltung arbeitet. Allerdings gilt: Wer sehr sportlich sitzt oder häufig enge, schnelle Manöver braucht, wird die eher „entspannte“ Auslegung eventuell als weniger agil empfinden.

Urban G/S: aufrecht, tourentauglich, vielseitig

Die BMW setzt stärker auf eine aufrechte, flexible Sitzhaltung. Das erleichtert das Handling im Stadtverkehr und macht längere Touren oft angenehmer, weil der Körper nicht in eine zu „eingeknickte“ Position gedrückt wird. Gerade wenn der Alltag mitspielt – kurze Wege, wechselnde Straßen, gelegentliches Ausweichen – wirkt die Urban G/S oft wie die praktischere Wahl.

Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Bremsen

Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass sie in typischen Alltagssituationen sicher wirken. Die Harley spielt dabei ihre Stärke aus, wenn man kräftig verzögert und das Motorrad dabei stabil bleibt. Die BMW punktet oft durch ein gut dosierbares Gefühl: Man kann die Verzögerung fein steuern, was besonders in Verkehrssituationen oder bei wechselnden Belägen hilft. In der Praxis zeigt sich: Wer häufig in Stop-and-go-Situationen unterwegs ist, profitiert meist von der feinfühligen Dosierbarkeit der BMW. Wer dagegen gern zügig aus dem Tempo heraus bremst und dabei „Druck“ erwartet, fühlt sich mit der Harley schnell wohl.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Tour

Harley-Davidson Low Rider S: stark auf der Landstraße

Die Low Rider S macht besonders Spaß, wenn die Strecke Raum gibt: Landstraße, zügige Ausfahrten, längere Abschnitte ohne ständiges Anhalten. Der Cruiser-Charakter unterstützt genau diese Art von Fahrten. Im Stadtverkehr kann das Motorrad durch seine Bauart und die cruisertypische Sitzhaltung weniger „leichtfüßig“ wirken als ein aufrechteres Konzept – dafür entschädigt der Auftritt, sobald die Straße wieder fließt.

BMW R nineT Urban G/S: flexibel für jeden Tag

Die Urban G/S ist ein Motorrad, das sich im Alltag oft unkomplizierter anfühlt. Die aufrechte Sitzposition, die kontrollierte Motorcharakteristik und das insgesamt vielseitige Setup machen sie zu einer guten Wahl, wenn nicht nur das Wochenende zählt. Für Touren ist sie ebenfalls interessant: Wer gern mehrere Stunden fährt, profitiert von der Art, wie der Boxer die Strecke „mitnimmt“ und wie das Motorrad dabei stabil bleibt.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Harley-Davidson Low Rider S

  • Charakterstarker V-Twin mit spürbarem Drehmoment und markantem Fahrgefühl.
  • Präsenz und Sound: Das Motorrad wirkt und klingt so, wie man es von einem Cruiser erwartet.
  • Stabiler Straßenfokus: Besonders auf fließenden Strecken überzeugt das Konzept.

Schwächen der Harley-Davidson Low Rider S

  • Weniger „Allround-Leichtigkeit“ im engen Stadtverkehr im Vergleich zur BMW.
  • Cruiser-typische Auslegung kann für sehr sportliche Fahrstile weniger passend sein.

Stärken der BMW R nineT Urban G/S

  • Boxer-typische Laufruhe und kontrollierte Kraftentfaltung.
  • Vielseitiger Charakter: Retro-Look mit Touring- und G/S-Anklängen.
  • Dosierbarkeit und Alltagstauglichkeit durch aufrechte Ergonomie und gutes Handling.

Schwächen der BMW R nineT Urban G/S

  • Weniger „Cruiser-Emotion“ für alle, die den V-Twin-Drive und Sound als Hauptargument suchen.
  • Konzeptbedingt nicht die erste Wahl, wenn ausschließlich lange Cruiser-Strecken im Vordergrund stehen.

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Die Harley-Davidson Low Rider S

Die Low Rider S ist besonders passend für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich wie ein Cruiser anfühlt: mit kräftigem Antritt, markantem Sound und einer klaren Linie. Wer gern auf der Landstraße unterwegs ist, das Drehmoment nutzt und das Motorrad nicht als „Werkzeug“, sondern als Erlebnis sieht, wird mit der Harley sehr zufrieden sein.

Die BMW R nineT Urban G/S

Die Urban G/S richtet sich an alle, die Retro-Optik mögen, aber nicht nur „schön stehen“ wollen. Wer ein Motorrad für Alltag und Tour sucht, mit gut dosierbarem Fahrgefühl und einem Motor, der lange Strecken angenehm macht, findet in der BMW eine starke Wahl. Auch wer gelegentlich unbefestigte oder wechselnde Strecken ins Programm nimmt, wird das Konzept als stimmig empfinden.

Fazit:

Wer vor allem Charakter, Sound und Cruiser-Emotion sucht, liegt mit der Harley-Davidson Low Rider S richtig. Sie spielt ihre Stärken besonders auf fließenden Strecken aus, wenn Drehmoment und Präsenz im Vordergrund stehen. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das alltagstauglich, tourenorientiert und vielseitig ist, wird mit der BMW R nineT Urban G/S glücklicher: Der Boxer liefert ein kontrolliertes, angenehmes Fahrgefühl, und die aufrechte Ergonomie macht den Unterschied im täglichen Einsatz. Kurz gesagt: Low Rider S für den klaren Cruiser-Fokus – Urban G/S für Retro-Vielseitigkeit und entspannte Touren.

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