UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 8.645 €
Baujahr von 2007 bis 2026~
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
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Komfortables Cross-Over Bike für ca. 9.000 Euro im Test
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Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • Sehr komfortabler Reise-Dampfer
  • Ohne viel Schnickschnack leicht zu bedienen
  • Richtig gute Bremsen!
  • Stabiles, vertrauenserweckendes Fahrverhalten
  • Großer Tank, geringer Verbrauch, große Reichweite
Kontra:
  • Leistung zu zweit mit Gepäck etwas knapp
  • Kein Tempomat verfügbar

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht219kg
Radstand1.415mm
Länge2.165mm
Radstand1.415mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.400mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-BauartFlüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder
Hubraum649ccm
Hub60mm
Bohrung83mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung67 PS bei 8.500 U/Min
Drehmoment61 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite467km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartBrückenrahmen
Federung vorne41-mm-Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 150)mm
Federung hintenHorizontaler Back-Link Gasdruck-Stoßdämpfer mit durch Remote-Zugriff hydraulisch einstellbarer Federbasis (Federweg 145)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten160/60ZR17M/C (69W)

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneDoppel-Petal-Bremsscheiben ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzel-Petal-Bremsscheibe ( Ø 250 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

Fazit

Die Kawasaki Versys 650 ist eine richtig gut gemachte Cross-Over Maschine für die lange Tour. Sie ist keine Angeberin, sondern bietet solide Kost zu einem sehr fairen Preis. Es gibt drei Varianten der Versys 650, die den Touring-Aspekt dieser Maschine unterstreichen. Im Vordergrund dieses Bikes stehen Komfort, aber auch Fahrspaß und auch sehr gute Reise-Qualitäten. Eines der vielleicht am meisten unterschätzten Bikes auf dem Markt.
 
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt. Dort steht die Versys 650 neben so ziemlich allen anderen Kawas als Vorführer bereit und freut sich auf Probefahrer auf den schönen Landstraßen in Dithmarschen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 8.745€ + Überführung
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 6.500€
  • Verfügbarkeit: seit 2007
  • Farben: rot, grün, schwarz

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Harley-Davidson Low Rider S vs Kawasaki Versys 650 – Vergleich & Empfehlung

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Kawasaki Versys 650, lohnt sich ein genauer Blick. Auf der einen Seite steht ein markanter Cruiser mit dem Anspruch, sportlich zu wirken und sich auch so anzufühlen. Auf der anderen Seite geht es um ein vielseitiges Allround-Motorrad, das für viele Einsatzbereiche gedacht ist: vom entspannten Feierabend-Ritt bis zur längeren Tour. Genau hier setzt der Vergleich an: Nicht nur beim Stil, sondern vor allem beim Fahrgefühl, bei der Ergonomie und bei dem, was im Alltag wirklich zählt.

Grundcharakter: Cruiser-Feeling vs. Reise-Allround

Die Harley-Davidson Low Rider S steht für einen klaren Cruiser-Charakter. Das merkt man schon an der Ausrichtung: Die Maschine ist darauf getrimmt, Kraft spürbar zu machen und ein kraftvolles, direktes Ansprechverhalten zu liefern. Der Fokus liegt weniger auf „maximal flexibel“ und mehr auf „maximal präsent“ – also auf dem Gefühl, dass das Motorrad einen eigenen Rhythmus vorgibt.

Die Kawasaki Versys 650 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Sie ist als Allrounder gedacht, der sich an unterschiedliche Situationen anpassen kann. Das zeigt sich im Gesamtpaket: Sitzposition, Fahrbarkeit und die Art, wie das Motorrad mit wechselnden Streckenprofilen umgeht. Während die Harley eher „auf den Punkt“ fährt, wirkt die Versys wie ein Werkzeug, das man für viele Aufgaben nutzen kann.

Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt

Beim Vergleich der Motorwerte und des Drehmoment-Charakters wird der Unterschied deutlich: Die Low Rider S setzt auf ein kraftvolles Auftreten, das besonders beim Anfahren und beim Beschleunigen aus niedrigeren Drehzahlen spürbar wird. Das ist typisch für Cruiser-Philosophie: Der Motor soll nicht nur „schnell“, sondern vor allem „durchgehend“ wirken.

Die Versys 650 ist dagegen stärker auf gleichmäßige Fahrbarkeit ausgelegt. Die Kennlinie und die Art der Kraftentfaltung passen gut zu einem Motorrad, das man lange bewegt und das auch auf wechselnden Strecken nicht nervös wird. Im Vergleich der Fahrpraxis zeigt sich: Die Harley spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn es um spürbare Schubmomente und ein dynamisches Cruiser-Gefühl geht. Die Kawasaki punktet eher mit einem ruhigen, gut dosierbaren Vortrieb, der sich für Alltag und Touren gleichermaßen eignet.

Sitzposition und Ergonomie: Komfort vs. Haltung

Ein zentraler Unterschied liegt in der Sitzposition. Die Low Rider S ist deutlich cruiser-orientiert: Die Haltung ist so gestaltet, dass man entspannt sitzt, aber gleichzeitig eine gewisse „Präsenz“ spürt. Das kann auf kurzen Strecken sehr stimmig sein, während lange Fahrten stark davon abhängen, wie die persönliche Körpergröße und die gewünschte Sitzhaltung zusammenpassen.

Die Versys 650 bietet im Vergleich eine eher aufrechte, alltagstaugliche Ergonomie. Dadurch wirkt die Maschine oft „einfacher“ zu fahren, besonders wenn der Verkehr dichter wird oder die Strecke öfter wechselt. Wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und längeren Touren pendelt, findet in der Versys-Philosophie meist den bequemeren Kompromiss.

Fahrwerk und Handling: Stabilität, Gefühl und Alltagstauglichkeit

Beim Fahrwerk und der Handhabung zeigt sich eine klare Rollenverteilung. Die Low Rider S vermittelt ein souveränes, massives Fahrgefühl – typisch für ein Cruiser-Konzept. Das Motorrad liegt dabei spürbar ruhig, aber es fühlt sich auch so an, als wolle es eher „getragen“ werden als hektisch um die Ecke geworfen.

Die Versys 650 wirkt im Vergleich agiler und alltagstauglicher, gerade wenn es um häufiges Manövrieren geht. Die Maschine ist dafür gemacht, dass man sie unkompliziert bewegt, ohne jedes Mal das Gefühl zu haben, gegen das Motorrad arbeiten zu müssen. Auf kurvigen Strecken kann das besonders angenehm sein, weil die Versys das Tempo eher „mitmacht“ als es zu dominieren.

Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern

Auch bei den Bremsen und der Fahrstabilität unterscheiden sich die Konzepte. Die Low Rider S zielt darauf ab, dass Verzögerung und Kontrolle zum kraftvollen Charakter passen. Das Ergebnis ist ein Gefühl von „Biss“, das vor allem dann überzeugt, wenn man zügig unterwegs ist und das Motorrad klar reagieren soll.

Die Versys 650 ist dagegen auf gleichmäßige Kontrolle ausgelegt. Im Vergleich der Praxis wirkt das Setup oft besonders gut für wechselnde Bedingungen: Man kann zügig fahren, ohne dass das Motorrad dabei „zu viel“ will. Für viele Fahrerinnen und Fahrer ist genau das der Punkt: nicht nur schnell sein, sondern schnell angenehm bleiben.

Ausstattung und Alltag: Was man wirklich merkt

Im Alltag entscheidet nicht nur die reine Technik, sondern auch die Art, wie das Motorrad genutzt wird. Die Low Rider S wirkt wie ein Motorrad, das man gern zeigt und das man bewusst fährt. Das kann ein Vorteil sein, wenn das Motorrad Teil des Lebensgefühls ist – weniger ein reines Transportmittel.

Die Versys 650 ist dagegen eher das Motorrad, das man „einfach nimmt“. Sie eignet sich gut, um regelmäßig zu fahren, auch wenn die Tourplanung spontan ist. Gerade wenn Gepäck, längere Strecken oder unterschiedliche Streckenprofile ins Spiel kommen, spielt die Vielseitigkeit ihre Stärken aus.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Harley-Davidson Low Rider S – Stärken

  • Charakterstarkes Cruiser-Feeling mit spürbarer Kraftentfaltung.
  • Präsenz im Fahrbild und ein Motorrad, das sich „wertig“ anfühlt.
  • Stimmige Abstimmung für dynamisches Fahren im Cruiser-Sinne.

Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen

  • Weniger „Allround-Agilität“ als bei einem typischen Reise-Allrounder.
  • Ergonomie ist stärker vom eigenen Körpergefühl abhängig.
  • Für sehr häufiges, hektisches Stadtfahren kann die Cruiser-Haltung weniger ideal wirken.

Kawasaki Versys 650 – Stärken

  • Hohe Alltagstauglichkeit durch unkomplizierte Fahrbarkeit.
  • Vielseitigkeit für Stadt, Landstraße und längere Touren.
  • Ausgewogenes Gesamtpaket aus Komfort, Kontrolle und Fahrgefühl.

Kawasaki Versys 650 – Schwächen

  • Weniger „Show- und Cruiser-Feeling“ als bei der Harley.
  • Wer vor allem auf maximale emotionale Kraftwirkung setzt, könnte den Charakter als weniger „dramatisch“ empfinden.
  • Je nach Fahrstil kann das Setup weniger „massiv“ wirken als bei einem Cruiser.

Für wen passt welches Motorrad?

Der Vergleich zeigt: Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders dann die richtige Wahl, wenn das Motorrad nicht nur gefahren, sondern auch erlebt werden soll. Wer ein kraftvolles Cruiser-Feeling sucht, gern zügig unterwegs ist und die Sitzhaltung sowie den Charakter einer Harley mag, bekommt hier ein Motorrad, das stark auf Emotion und Präsenz setzt.

Die Kawasaki Versys 650 ist dagegen die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das möglichst viele Situationen abdeckt. Wer regelmäßig fährt, Touren plant oder spontan loszieht, und dabei Wert auf eine entspannte, gut kontrollierbare Ergonomie legt, findet in der Versys 650 häufig den passenden Kompromiss.

Fazit:

Die Harley-Davidson Low Rider S gewinnt vor allem dann, wenn der Fokus auf Cruiser-Charakter, spürbarer Kraftentfaltung und einem Motorrad liegt, das im Fahrgefühl deutlich „mehr“ sein soll. Sie ist ideal für Fahrerinnen und Fahrer, die gern bewusst cruisen, die Kraft aus dem Motor heraus genießen und mit einer cruisertypischen Sitzhaltung gut zurechtkommen.

Die Kawasaki Versys 650 ist die bessere Wahl, wenn ein vielseitiges Motorrad für den Alltag und für Touren gesucht wird. Im direkten Vergleich überzeugt sie durch eine ausgewogene Ergonomie, unkomplizierte Handhabung und ein Gesamtpaket, das sich auf unterschiedlichen Streckenprofilen angenehm fährt. Wer ein Motorrad möchte, das nicht nur für einen bestimmten Zweck passt, sondern für viele Situationen, trifft mit der Versys 650 meist die praktischere Entscheidung.

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