| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 13.499 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Verarbeitung
- Offroad-Eigenschaften
- Komfort
- Bremsen
- Motorleistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 230 | kg |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.300 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 90°-V2-Zylinder-Viertakt | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 80 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 83 NM bei 5.100 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 460 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr-Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Hydraulische Ø 41 mm USD-Teleskopgabel; Federvorspannung und Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | seitliches Zentralfederbein, Federvorspannung und Zugstuge einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge mit integriertem Kardan | |
| Reifen vorne | 110/80 - 19 | |
| Reifen hinten | 150/70 - 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Radial-Monobloc-Bremssätteln mit 4 Kolben ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs. Moto Guzzi V85 TT – welcher Vergleich passt zu welchem Fahrstil?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Moto Guzzi V85 TT, wird der Vergleich schnell spannend. Hier trifft ein klassischer Cruiser-Ansatz auf einen vielseitigen Adventure-Charakter. Beide Modelle haben ihre eigene Art, Kilometer zu sammeln: Die Low Rider S setzt auf markante Präsenz, kräftigen Durchzug und ein souveränes Fahrgefühl auf der Straße. Die V85 TT dagegen will mehr: Sie fühlt sich auf kurvigen Landstraßen genauso wohl wie auf unbefestigten Wegen und ist dabei oft die bessere Wahl, wenn Reisen und Flexibilität im Vordergrund stehen.
Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte aus dem Vergleich herausgearbeitet – ohne Zahlen-Fetisch, aber mit Blick darauf, wie sich die aufgelisteten Werte in der Praxis auswirken. So wird klar, wo die Stärken liegen und wo man je nach Anspruch Abstriche machen muss.
Charakter und Einsatzgebiet: Cruiser-DNA vs. Reise-Adventure
Die Harley-Davidson Low Rider S ist ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern spürt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Straßenbetrieb: dynamisches Anfahren, kräftiges Beschleunigen und ein Fahrgefühl, das stark auf den eigenen Rhythmus setzt. Wer gern zügig unterwegs ist, Kurven mit Schwung nimmt und dabei die typische Cruiser-Optik sowie den Sound im Alltag genießen möchte, findet hier eine klare Ansage.
Die Moto Guzzi V85 TT ist dagegen weniger auf „nur Straße“ festgelegt. Der Adventure-Ansatz zeigt sich in der Auslegung für unterschiedliche Untergründe, in der Sitzposition und in der Art, wie das Motorrad mit wechselnden Situationen umgeht. Wer häufig unterwegs ist, auch mal abseits der perfekten Asphaltdecke, und dabei Wert auf entspannte Langstrecken-Qualitäten legt, wird die V85 TT oft als stimmiger empfinden.
Motor und Antrieb: Wie sich die Werte im Fahrgefühl bemerkbar machen
Im Vergleich der aufgelisteten Motorwerte zeigt sich: Die Low Rider S zielt auf ein sehr direktes, kraftvolles Ansprechverhalten und eine starke Performance im Straßenbetrieb. Das macht sich besonders beim Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten bemerkbar. Die Maschine wirkt dabei wie „bereit“, sobald Gas gegeben wird – ideal für Überholmanöver, zügige Landstraßenpassagen und das Gefühl, jederzeit Reserven zu haben.
Die V85 TT spielt ihre Stärken anders aus. Die aufgelisteten Antriebseigenschaften unterstützen eher ein gleichmäßiges, tourentaugliches Tempo. Das Motorrad wirkt weniger wie ein reines Beschleunigungswerkzeug, sondern mehr wie ein zuverlässiger Begleiter, der auch über längere Strecken konstant bleibt. Gerade wenn die Route nicht nur aus glattem Asphalt besteht, kommt dieser Charakter häufig besser zur Geltung.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Harley-Davidson Low Rider S: Stärken liegen im dynamischen Straßenfokus und im spürbaren Durchzug. Schwäche bzw. Einschränkung: Wer viel abseits fährt oder häufig mit „Adventure-Logik“ unterwegs ist, wird die Auslegung weniger passend finden.
- Moto Guzzi V85 TT: Stärken liegen in Vielseitigkeit und Reise-Komfort. Schwäche bzw. Einschränkung: Wer ausschließlich sportlich-aggressiv auf der Straße unterwegs sein will, könnte den Fokus weniger „cruiser-typisch“ direkt finden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Vielseitigkeit
Beim Fahrwerk und Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S ist so abgestimmt, dass sie auf der Straße Ruhe ausstrahlt und das Motorrad bei zügiger Fahrt kontrollierbar bleibt. Die aufgelisteten Werte zu Fahrwerkskomponenten und Geometrie deuten darauf hin, dass das Bike vor allem auf Asphalt seine beste Form findet: präzise Linienführung, ein sattes Gefühl beim Umlenken und ein Fahrstil, der sich anfühlt wie „großes Motorrad mit klarer Ansage“.
Die Moto Guzzi V85 TT ist dagegen auf wechselnde Bedingungen ausgelegt. Die aufgelisteten Werte (z. B. Bezug auf Bodenfreiheit, Federungs-Charakter und die generelle Geometrie) sprechen dafür, dass sie Unebenheiten und unterschiedliche Untergründe besser „mitnimmt“. Das Handling wirkt dabei oft weniger wie ein reines Sportgerät, sondern eher wie ein Motorrad, das Vertrauen gibt, wenn die Strecke nicht planbar ist.
Kurven und Tempo
In schnellen Kurven auf gutem Asphalt spielt die Low Rider S ihre Stärken aus: Sie wirkt stabil, lässt sich kontrolliert bewegen und unterstützt einen dynamischen Fahrstil. Die V85 TT ist ebenfalls kurventauglich, aber ihr Vorteil liegt eher darin, dass sie auch dann noch „funktioniert“, wenn der Belag wechselt oder die Strecke unruhiger wird. Wer also häufig auf perfekten Straßen fährt, wird die Low Rider S oft als passender empfinden. Wer regelmäßig gemischte Strecken fährt, profitiert eher von der V85 TT.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie – und warum das zählt
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich, weil sie direkt beeinflusst, wie lange man entspannt fahren kann. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf eine Cruiser-typische Haltung: Das Motorrad wirkt so, als wäre es für „entspanntes Vorankommen mit Stil“ gebaut. Die aufgelisteten Werte zur Sitzhöhe und zur generellen Ergonomie lassen darauf schließen, dass die Low Rider S vor allem für Fahrerinnen und Fahrer angenehm ist, die eine eher sportlich-aufrechte bis cruiserbetonte Position bevorzugen.
Die Moto Guzzi V85 TT bietet eine Sitzposition, die häufig als „tourentauglich“ wahrgenommen wird. Die aufgelisteten Werte zur Sitzhöhe und die Auslegung für längere Strecken sprechen dafür, dass man auch bei Tagesetappen bequem bleibt. Zusätzlich passt die V85 TT oft besser zu Fahrern, die sich eine aufrechte Haltung wünschen, um auch bei wechselnden Untergründen sicher und aktiv zu bleiben.
Komfort auf langen Strecken
Beide Motorräder können lange Strecken ab. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt: Die Low Rider S ist besonders stark, wenn die Route klar straßenorientiert ist und man den Cruiser-Charakter genießen möchte. Die V85 TT ist besonders stark, wenn die Reiseplanung offen ist und man Komfort mit Flexibilität kombinieren will.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen durch Auslegung
Im Vergleich der aufgelisteten Bremswerte und der Bremsauslegung zeigt sich: Beide Motorräder sind auf sicheres Fahren ausgelegt, aber mit unterschiedlichem Fokus. Die Low Rider S wirkt wie ein Motorrad, das bei sportlicherer Straßenfahrt schnell Vertrauen aufbaut. Die V85 TT ist eher darauf ausgelegt, auch in Situationen zu funktionieren, in denen der Untergrund nicht immer gleichmäßig ist. Das kann sich in der Praxis so anfühlen, dass man mit der V85 TT oft „ruhiger“ unterwegs ist, wenn die Strecke unübersichtlich wird.
Ausstattung und Praxis: Was man wirklich merkt
Bei der Ausstattung geht es weniger um „mehr ist besser“, sondern darum, was zum Fahrprofil passt. Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt wie ein Motorrad, das seinen Reiz aus dem Straßenfokus zieht: klare Linien, ein stimmiges Gesamtbild und eine Auslegung, die auf Alltag und zügige Touren zugeschnitten ist. Die aufgelisteten Werte zu Ausstattung und Fahrbetrieb deuten darauf hin, dass sie vor allem dort glänzt, wo man nicht ständig mit Gepäck- und Offroad-Logik arbeitet.
Die Moto Guzzi V85 TT ist dagegen prädestiniert für „mehr Reise“. Die aufgelisteten Werte und die generelle Adventure-Ausrichtung sprechen dafür, dass sie für längere Touren mit Gepäck und für wechselnde Strecken besser vorbereitet ist. Wer gern plant, aber auch gern spontan bleibt, findet in der V85 TT häufig den besseren Partner.
Stärken und Schwächen in der Nutzung
- Low Rider S: Stärken: Straßenfokus, dynamisches Fahrgefühl, klare Cruiser-Identität. Schwächen: weniger ideal, wenn häufig unbefestigte Strecken oder „Adventure-typische“ Einsätze anstehen.
- V85 TT: Stärken: Vielseitigkeit, Reise- und Tourentauglichkeit, besserer Umgang mit wechselnden Bedingungen. Schwächen: wer ausschließlich maximale Straßenperformance sucht, könnte den Adventure-Fokus als weniger „zielgenau“ empfinden.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Der Vergleich zwischen Harley-Davidson Low Rider S und Moto Guzzi V85 TT lässt sich am besten über die Frage entscheiden: Welche Art von Fahrt macht am meisten Spaß?
Wenn die Straße im Mittelpunkt steht
Für Fahrerinnen und Fahrer, die gern zügig unterwegs sind, Cruiser-Charakter mögen und ihre Touren überwiegend auf Asphalt planen, ist die Harley-Davidson Low Rider S die stimmigere Wahl. Die Kombination aus dynamischem Antrieb, straßenorientiertem Fahrwerk und dem insgesamt „präsenten“ Fahrgefühl passt besonders gut zu Alltag, Feierabendtouren und längeren Strecken, die klar straßenlastig sind.
Wenn die Route offen bleibt
Wer dagegen gern plant, aber auch gern abbiegt, wenn der Weg spannend wird, findet in der Moto Guzzi V85 TT oft den besseren Begleiter. Die Adventure-Ausrichtung, die tourentaugliche Ergonomie und die Art, wie sie mit wechselnden Bedingungen umgeht, machen sie besonders attraktiv für Reisen, gemischte Strecken und Fahrer, die Flexibilität über reines Straßen-Tempo stellen.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist das Motorrad für alle, die vor allem auf der Straße unterwegs sind und dort ein sehr direktes, kraftvolles Fahrgefühl suchen. Sie punktet mit ihrem straßenorientierten Charakter, der dynamischen Performance und dem Cruiser-typischen Erlebnis – ideal für zügige Touren, Alltag mit Stil und Fahrer, die Asphalt lieben.
Die Moto Guzzi V85 TT ist die bessere Wahl, wenn Reisen, Vielseitigkeit und wechselnde Strecken wichtiger sind als reines Straßen-Tempo. Sie überzeugt durch ihren Adventure-Fokus, die tourentaugliche Auslegung und das Gefühl, auch abseits des perfekten Belags souverän zu bleiben. Wer gern spontan fährt und längere Etappen plant, findet in der V85 TT meist den passenderen Partner.
Kurz gesagt: Low Rider S für straßenbetonte Begeisterung, V85 TT für Abenteuer mit Reisecharakter.