| UVP | 5.695 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 13.090 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- sehr leicht
- einfaches Fahrverhalten
- nichts lenkt ab
- schöne Retro-Optik
- Leistung reicht nur zum Bummeln
- Sitzposition für große Leute etwas kurz
- zickiger Seitenständer
- Motor
- Sound
- Materialauswahl
- Verarbeitung
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 143 | kg |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Länge | 2.125 | mm |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Sitzhöhe: | 740 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
| Gewicht | 206 | kg |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt-Einzylinder-Motor | |
| Hubraum | 233 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Desmodromisch gesteuerter V2 | |
| Hubraum | 1.079 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 18 PS bei 7.000 U/Min | |
| Drehmoment | 19 NM bei 5.800 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 115 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 2 | l pro 100km |
| Reichweite | 480 | km |
| Leistung | 86 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 4.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | 37-mm-Teleskopgabel (Federweg 117)mm | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 95)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90-18M/C 51S | |
| Reifen hinten | 110/90-17M/C 60S | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, einstellbar (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Einstellbares Zentralfederbein (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Alu | |
| Reifen vorne | MT 60 RS 120/70 ZR18 | |
| Reifen hinten | MT 60 RS 180/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzel-Bremsscheibe, Doppelkolbenbremssattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibenbremse, Einkolbenbremssattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Wunderbar, dass Kawasaki im Jahr 2025 so eine Maschine auf den Markt bringt. Sie predigt mit jeder Faser ihres Daseins den Verzicht auf so gekonnte Weise, dass man sich für hochmoderne und komplizierte Motorräder fast schämt. Die Meguro S1 erinnert uns daran, was Motorradfahren eigentlich ausmacht: Der schöne Klang aus einem schönen Auspuff eines schönen, luftgekühlten Einzylinders, der frei sichtbar in einem schönen Motorrad hängt. Klarer Fall -> das ist nur was für Ästheten und Langsamfahrer. Info für nervöse Heizer: Geht bitte weiter, es gibt hier nichts zu sehen. Jedenfalls nicht für Euch.Die Testmaschine wurde uns im Rahmen der Kawasaki-Wochen bei Motorradtest.de von Heller & Soltau zur Verfügung gestellt. Dieser Kawasaki-Händler befindet sich im schönen Sankt Michaelisdonn in Dithmarschen. Wer dort den Vorführer der Meguro S1 zu einer Probefahrt ausführen möchte, dem empfehlen wir eine entspannte Ausfahrt zum Meldorfer Hafen. Dort ein wenig Kaffee & Gebäck und dann gemütlich zurück zu Heller & Soltau - das Leben kann doch so wunderbar sein!
Fazit
Die Ducati Scrambler hat in der Modellpalette der Italiener eine Sonderstellung: Sie beruhigt den Fahrer. Gleichzeitig liefert sie eine ganz andere Art der Genusstouren, die eher auf Cruisen abzielt. Dafür verzichtet sie auf hohen Nutzwert (und übrigens auch auf eine höhere Geländetauglichkeit). Zwischenspurts auf Landstraßen und in der Stadt sind ihre Reviere, mit bollerndem Sound geht es voran. Wer Spaß haben, wer endlich den Sinn von V2-Motoren erkennen will und derjenige mit dem Sinn für Emotionen kann sich über die Scrambler freuen. Eine Ducati? Ja, aber sie ist für die einen das schwarze Schaf in der Familie, für die anderen die einzige Ducati, die sie sich kaufen möchten. Kunststück: Viel Konkurrenz hat sie nicht, es gibt hauptsächlich die BMW R nineT Scrambler und diverse Triumph-Modelle auf dem Markt.Letzte Anmerkung: Die 1100er steht mit 12.990 Euro in der Preisliste, während es die kleine Schwester mit 75 PS ab knapp 8.000 gibt. Ein happiger Aufpreis für 11 Mehr-PS - aber wer das kann, sollte es sich gönnen.
Das Testmotorrad wurde uns freundlicher Weise von Ducati Hamburg zur Verfügung gestellt.
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Kawasaki Meguro S1 vs. Ducati Scrambler 1100 – welcher Scrambler passt wirklich?
Wenn zwei Motorräder aus der Scrambler- und Retro-Ecke kommen, denkt man schnell: „Das sind doch beides Klassiker mit modernem Antrieb.“ Und ja – beide Modelle greifen den Look auf, der an Werkstatt, Landstraße und Abenteuer erinnert. Trotzdem unterscheiden sich Kawasaki Meguro S1 und Ducati Scrambler 1100 deutlich darin, wie sie sich anfühlen, wie sie sich im Alltag verhalten und welche Art von Fahrspaß sie in den Vordergrund stellen. Genau darum geht es in diesem Vergleich: nicht nur um Daten, sondern um das, was am Ende zählt – das Fahrgefühl und die Frage, welches Motorrad besser zu den eigenen Ansprüchen passt.
Erster Eindruck: Retro-Charakter, aber mit unterschiedlicher Handschrift
Der Kawasaki Meguro S1 wirkt wie ein bewusst reduziertes Statement: klare Linien, ein stimmiges Gesamtbild und eine Optik, die eher „clean“ als „laut“ wirkt. Die Gestaltung zielt darauf, dass das Motorrad nicht nur gut aussieht, sondern auch leicht zu verstehen ist – vom Aufbau bis zur Wirkung auf der Straße.
Die Ducati Scrambler 1100 spielt dagegen stärker mit dem „Scrambler“-Gedanken: mehr Präsenz, mehr Charakter, mehr Ducati-typische Ausstrahlung. Das Motorrad wirkt, als wäre es gemacht, um gesehen zu werden – und gleichzeitig soll es nicht nur im Stand überzeugen, sondern auch beim Fahren.
Stärken und Schwächen im Design-Fokus
Der Meguro S1 punktet mit einer zurückhaltenden, stimmigen Retro-Ästhetik. Wer ein Motorrad sucht, das sich harmonisch in den Alltag einfügt und nicht ständig Aufmerksamkeit erzwingt, findet hier eine starke Basis. Die Schwäche liegt eher in der „Weniger ist mehr“-Philosophie: Wer maximale Show und Ducati-typische Wucht erwartet, könnte sich weniger abgeholt fühlen.
Die Scrambler 1100 bringt mehr optische Bühne mit. Das ist eine Stärke für alle, die gern ein Motorrad fahren, das sofort Emotionen auslöst. Gleichzeitig kann genau diese Präsenz auch bedeuten, dass das Motorrad weniger „unauffällig“ wirkt – und damit nicht für jeden Geschmack die richtige Wahl ist.
Motor und Fahrgefühl: Charakter entscheidet
Beim Vergleich der Motoren geht es nicht nur um „mehr oder weniger“. Entscheidend ist, wie der Motor die Kraft bereitstellt und wie das Motorrad darauf reagiert.
Der Kawasaki Meguro S1 steht für einen eher zugänglichen, ausgewogenen Charakter. Die Leistungsentfaltung wirkt darauf ausgelegt, dass sich das Motorrad leicht dosieren lässt – ideal für Stadtverkehr, für entspannte Landstraßenfahrten und für alle, die gern gleichmäßig unterwegs sind. Das Motorrad vermittelt ein Gefühl von Kontrolle, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss, um Spaß zu haben.
Die Ducati Scrambler 1100 zeigt dagegen eine deutlich markantere Gangart. Der Motor wirkt kräftiger und „präsenter“, was sich besonders beim Beschleunigen und beim dynamischen Fahren bemerkbar macht. Wer gern zügig unterwegs ist, häufig überholt oder Kurven mit mehr Reserven ansteuert, wird die Ducati als lebendiger und durchsetzungsstärker erleben.
Vergleich der Stärken im Alltag
Der Meguro S1 ist stark, wenn es um unkompliziertes Fahren geht: gleichmäßige Fahrt, entspannte Drehzahlbereiche und ein Fahrgefühl, das nicht überfordert. Schwächen zeigen sich vor allem dann, wenn man konsequent sportlich fahren möchte und mehr „Biss“ aus dem Motor erwartet – dann wirkt die Ducati im direkten Vergleich einfach souveräner.
Die Scrambler 1100 ist im Gegenzug dann im Element, wenn es dynamischer wird. Ihre Stärke liegt in der Kombination aus Durchzug und dem Ducati-typischen Antriebserlebnis. Als mögliche Schwäche kann sich das „mehr“ an Motorcharakter bemerkbar machen: Wer ein sehr ruhiges, entspanntes Fahrgefühl sucht, könnte die Ducati als etwas fordernder empfinden – nicht im Sinne von kompliziert, sondern eher im Sinne von „sie will gefahren werden“.
Fahrwerk und Bremsen: Wie stabil ist das Motorrad wirklich?
Ein Scrambler soll nicht nur gut aussehen, sondern auch sicher und berechenbar sein. Beim Fahrwerk und den Bremsen zeigt sich im Vergleich, wie unterschiedlich die beiden Motorräder auf Fahrbahnunebenheiten, Tempo und Kurven reagieren.
Der Kawasaki Meguro S1 vermittelt im Alltag ein eher harmonisches Setup. Das Motorrad wirkt darauf ausgelegt, die Fahrt angenehm zu machen – auch wenn die Straße nicht perfekt ist. In Kurven fühlt sich das Motorrad stabil an, ohne dass es sich „hart“ oder nervös anfühlt. Die Bremsen unterstützen dieses Konzept: Sie wirken dosierbar und passen zum Charakter des Motorrads.
Die Ducati Scrambler 1100 zielt stärker auf sportlichere Dynamik. Das Fahrwerk wirkt im Vergleich oft „zielgerichteter“, was sich besonders bei zügigem Kurvenfahren bemerkbar macht. Auch bei der Bremsleistung steht die Ducati für mehr Reserven: Wer häufiger aus höheren Geschwindigkeiten verzögert oder sportlicher fährt, wird die Ducati als souveräner erleben.
Stärken & Schwächen bei Fahrbahn und Tempo
Der Meguro S1 ist die bessere Wahl, wenn Komfort und entspannte Kontrolle wichtiger sind als maximale sportliche Kante. Schwäche: Wer sehr sportlich fährt, könnte das Potenzial des Setups schneller als „ausgereizt“ empfinden – nicht, weil es schlecht ist, sondern weil die Ducati im Vergleich mehr Reserven bietet.
Die Scrambler 1100 ist stark, wenn Tempo und Dynamik eine größere Rolle spielen. Schwäche: Das Motorrad kann je nach Fahrstil und Streckenprofil weniger „weich“ wirken als der Meguro S1. Wer vor allem kurze Alltagswege mit viel Stop-and-Go fährt, wird das zwar nicht als Problem sehen, aber der Komfortfokus ist nicht ganz so klar wie beim Kawasaki.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Handling und Übersicht
Ergonomie entscheidet darüber, ob ein Motorrad nach einer Woche noch Spaß macht oder ob man sich nach jeder Fahrt „durchgeknetet“ fühlt. Hier unterscheiden sich die beiden Modelle spürbar.
Der Kawasaki Meguro S1 wirkt in der Sitzposition eher auf entspannte Kontrolle ausgelegt. Das Handling ist dabei so gestaltet, dass man sich schnell wohlfühlt – besonders im Stadtverkehr und auf Strecken, die nicht permanent Tempo verlangen. Die Übersicht und die intuitive Bedienbarkeit unterstützen das Konzept.
Die Ducati Scrambler 1100 bietet ebenfalls eine angenehme Sitzposition, wirkt aber insgesamt „präsenter“ im Handling. Die Maschine steht spürbarer im Fokus, wenn man sie bewegt. Das ist eine Stärke für alle, die gern aktiv fahren und das Motorrad als Werkzeug für Kurven und Beschleunigung nutzen. Wer hingegen sehr häufig im dichten Verkehr steht oder lange, entspannte Touren ohne viel Aktivität plant, könnte den Meguro S1 als etwas stressfreier empfinden.
Welche Ergonomie passt zu welchem Fahrprofil?
Der Meguro S1 passt besonders gut, wenn Alltag, kurze Strecken und ein entspanntes Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Die Ducati Scrambler 1100 ist die bessere Wahl, wenn man öfter dynamisch unterwegs ist, das Motorrad gern „mitnimmt“ und mehr Antriebspower sowie sportlichere Rückmeldung erwartet.
Ausstattung und Technik: Modern, aber mit unterschiedlicher Priorität
Bei der Ausstattung geht es darum, wie viel Komfort und wie viel „Alltagsnutzen“ geboten wird. Beide Motorräder sind modern genug, um im heutigen Straßenverkehr sinnvoll zu funktionieren. Trotzdem setzen sie unterschiedliche Schwerpunkte.
Der Kawasaki Meguro S1 wirkt wie ein Motorrad, das auf das Wesentliche reduziert ist – und dadurch leicht wirkt. Das kann ein Vorteil sein, weil man sich schnell auf das Fahren konzentriert. Wer eine klare, unkomplizierte Basis sucht, wird das mögen.
Die Ducati Scrambler 1100 bringt mehr „Ducati-Feeling“ in die Technik und wirkt insgesamt als Paket stärker auf Performance und Charakter getrimmt. Das ist besonders dann ein Plus, wenn man nicht nur von A nach B will, sondern das Motorrad als Erlebnis betrachtet.
Wirtschaftlichkeit und Kaufentscheidung: Worauf man beim Vergleich achten sollte
Beim Kauf spielen nicht nur die Fahrwerte eine Rolle, sondern auch die Gesamtsituation: Wartung, Ersatzteilverfügbarkeit, Serviceintervalle und der Wiederverkaufswert. Im direkten Vergleich gilt: Beide Marken haben ein etabliertes Umfeld, aber die konkrete Entscheidung hängt davon ab, wie häufig gefahren wird und wie man das Motorrad nutzt.
Der Meguro S1 kann besonders attraktiv sein, wenn man ein stilvolles Motorrad sucht, das sich im Alltag gut bewegt und nicht ständig nach „mehr“ verlangt. Die Scrambler 1100 ist oft die bessere Wahl, wenn man bereit ist, mehr in ein leistungsstärkeres, emotionaleres Gesamtpaket zu investieren – und genau dieses Mehr auch regelmäßig abrufen möchte.
Fazit:
Der Kawasaki Meguro S1 ist ideal für alle, die einen stimmigen Retro-Look mit einem unkomplizierten, gut dosierbaren Fahrgefühl suchen. Er eignet sich besonders für Stadtfahrten, entspannte Landstraßen und für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad möchten, das sich leicht anfühlt und den Alltag bereichert, ohne ständig sportliche Ansprüche zu wecken. Seine Stärke liegt in der harmonischen Balance: Motorcharakter, Handling und Bremsdosierung wirken auf „Alltag mit Stil“ abgestimmt.
Die Ducati Scrambler 1100 ist die bessere Wahl, wenn mehr Dynamik, mehr Motorpräsenz und ein deutlich sportlicheres Gesamtgefühl gefragt sind. Wer gern zügig fährt, Kurven aktiv angeht und beim Beschleunigen spürbar Reserven nutzen möchte, wird mit der Ducati glücklicher. Sie punktet mit Durchzug, souveränerem Tempo-Fokus und einer Ausstrahlung, die nicht nur optisch, sondern auch beim Fahren überzeugt.
Kurz gesagt: Meguro S1 für entspanntes Retro-Fahren mit leichter Kontrolle – Scrambler 1100 für alle, die Scrambler-Charakter mit mehr Power und mehr Fahrspaß im dynamischen Bereich suchen.