| UVP | 16.645 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2010 bis 2018 | |
Pro und Kontra
- Samtiger Vierzylinder mit ordentlich Druck unten und in der Mitte
- Souverände Straßenlage
- Bissige und gut dosierbare Bremsen
- aufrechte, tourentaugliche Sitzposition
- viele Ausstattungsvarianten
- SE mit guter Serienausstattung
- Hässlicher USB-C Anschluß
- etwas schwer
- Motorleistung
- Sound
- Präzises Fahrwerk
- Platzverhältnisse
- Karge Ausstattung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 234 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.190 | mm |
| Gewicht | 232 | kg |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.495 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.099 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 1.198 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 106 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
Fahrleistungen
| Leistung | 136 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 113 NM bei 7.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 247 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 339 | km |
| Leistung | 152 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 128 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 248 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 41-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Öhlins-S46-Federbein mit einstellbarer Zugstufendämpfung und Federbasis (Federweg 141)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 190/50ZR17M/C (73W) | |
| Federung hinten | Monofederbein | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben, Brembo M4.32 4-Kolben Festsättel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe, Einkolben ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit
Die neue Kawasaki Ninja 1100 SX ist tatsächlich noch ein bisschen besser als die eh schon gute Vorgängerin. Der seidige Motor bietet nun noch mehr Fahrspaß in den für einen Sporttourer wichtigen Drehzahl-Bereichen und technisch ist die Kawa nun mit Schräglagensensorik voll auf der Höhe. Sie bereitet viel Fahrspaß und wirkt dabei sehr souverän, fast schon majestätisch. Wir finden übrigens die Standard-Ninja (ohne SE) eigentlich schon mehr als ausreichend, würden aber alleine schon wegen der Farbe (GRÜN!) trotzdem zur SE greifen.Da Euch jetzt vermutlich schon der Sabber aus dem Mund trieft, können wir Euch eine Probefahrt nur empfehlen. Am besten bei Heller & Soltau im schönen Sankt Michaelisdonn, denn dort gibt es wunderbare Landstraßen, auf den denen sich die Ninja besonders wohl fühlt. Viel Spaß - und wenn ihr schon mal da seid, schaut Euch doch auch gleich noch die H2 SX SE an...
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Ninja 1100 SX SE vs. Ducati Multistrada 1200 – Vergleich im Test
Wer ein Motorrad sucht, das mehr kann als nur eine Rolle zu spielen, landet schnell in der Schnittmenge aus sportlicher Dynamik und echter Tourentauglichkeit. Genau hier treffen die Kawasaki Ninja 1100 SX SE und die Ducati Multistrada 1200 aufeinander. Beide Modelle wirken auf den ersten Blick wie „Allrounder mit Charakter“, unterscheiden sich aber deutlich in der Art, wie sie diesen Charakter auf die Straße bringen.
Im folgenden Vergleich geht es darum, wie sich die beiden Motorräder in der Praxis gegenüberstehen: beim Motor und Antrieb, beim Fahrwerk und der Abstimmung, bei der Elektronik und beim Komfort. Dabei werden die typischen Stärken und Schwächen der Modelle herausgearbeitet – ohne die Motorräder auf einzelne Zahlen zu reduzieren.
Motor und Fahrgefühl: Charakter statt nur Leistung
Wie sich der Antrieb anfühlt
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE setzt auf einen sportlich ausgerichteten Motor, der sich vor allem durch seine gleichmäßige Leistungsentfaltung und die drehfreudige Art auszeichnet. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig zügig beschleunigt wird, Kurven dynamisch angefahren werden und man das Motorrad gern „mitdrehen“ lässt.
Die Ducati Multistrada 1200 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Der Motor wirkt in der Regel weniger wie ein reines Drehzahlwerk und mehr wie ein kräftiger Reiseantrieb, der aus dem mittleren Bereich spontan nach vorn zieht. Das sorgt für ein souveränes Gefühl im Alltag und auf längeren Strecken, gerade wenn nicht ständig in hohe Drehzahlen gewechselt werden soll.
Stärken und Schwächen im Alltag
Stärke der Kawasaki ist die sportliche Reaktionsfreude: Wer gern beschleunigt, findet schnell den „richtigen“ Bereich und kann das Motorrad sehr direkt einsetzen. Eine mögliche Schwäche zeigt sich dort, wo man eher entspannt cruisen möchte: Je nach Fahrstil kann die sportliche Auslegung dazu führen, dass man für das gleiche Tempo mehr „Fahrgefühl“ aus der Drehzahl ziehen muss.
Die Ducati punktet häufig mit ihrem Durchzug und der Art, wie sie sich auch bei weniger aggressivem Fahrstil dynamisch anfühlt. Als Schwäche kann sich dagegen bemerkbar machen, dass der Charakter stärker auf den „Drehmoment-Flow“ ausgelegt ist: Wer maximal sportliche Spitzenperformance sucht, muss sich stärker auf die passende Fahrweise und Abstimmung verlassen.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. Vielseitigkeit
Kurvengefühl und Stabilität
Bei der Kawasaki Ninja 1100 SX SE steht das Handling im Fokus: Das Motorrad vermittelt in der Regel ein spürbar sportliches Setup, das Kurvenwechsel unterstützt und ein zügiges Vorankommen erleichtert. Gerade auf kurvigen Strecken wirkt die Abstimmung oft wie „für Tempo gemacht“ – mit einem klaren Rückmeldungssystem über Lenker und Fahrwerk.
Die Ducati Multistrada 1200 ist typischerweise auf Vielseitigkeit ausgelegt: Sie soll nicht nur auf der perfekten Straße funktionieren, sondern auch auf wechselnden Bedingungen. Das merkt man daran, wie sie mit Unebenheiten umgeht und wie gut sie sich für längere Etappen „einpendelt“.
Wo die Grenzen liegen
Die Kawasaki kann ihre Stärken besonders dann ausspielen, wenn die Strecke „mitspielt“: saubere Linien, gleichmäßiger Grip und ein Fahrstil, der die sportliche Abstimmung nutzt. Auf sehr unruhigen Straßen kann die sportlichere Ausrichtung je nach Beladung und Fahrereinstellung etwas weniger „komfortabel“ wirken als die Ducati.
Die Ducati ist oft die bessere Wahl, wenn die Fahrt nicht nur aus Kurven besteht, sondern aus allem: Stadt, Landstraße, Autobahn und auch mal schlechterer Asphalt. Eine mögliche Schwäche liegt dort, wo man maximal sportliche, kompromisslose Präzision erwartet: Je nach Setup kann das Motorrad etwas mehr „Reise-Charakter“ mitbringen als eine rein sportlich ausgelegte Maschine.
Elektronik und Assistenz: Moderne Helfer im Vergleich
Regelung und Fahrmodi
Beide Motorräder sind in der Regel mit moderner Elektronik ausgestattet, die das Fahrverhalten unterstützt. Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE zielt dabei häufig auf eine fein abgestimmte Balance aus sportlicher Kontrolle und Alltagstauglichkeit. Das zeigt sich in der Art, wie Traktions- und Fahrhilfen eingreifen können, ohne das Fahrgefühl komplett zu „glätten“.
Die Ducati Multistrada 1200 setzt ebenfalls auf Assistenzsysteme, die vor allem den Komfort und die Sicherheit auf langen Strecken erhöhen. Gerade wenn unterschiedliche Bedingungen herrschen, kann das Systempaket helfen, das Motorrad berechenbar zu halten.
Stärken und Schwächen der Elektronik
Stärke der Kawasaki: Elektronik, die sportliches Fahren nicht unnötig ausbremst, sondern eher „mitfährt“. Schwäche kann sein, dass man bei sehr entspanntem Fahrstil manchmal das Gefühl hat, dass das Motorrad stärker auf „Aktivität“ ausgelegt ist, als man selbst gerade möchte.
Stärke der Ducati: Elektronik, die vor allem die Langstrecke erleichtert und das Motorrad in wechselnden Situationen stabilisiert. Schwäche kann sein, dass die Abstimmung je nach Fahrmodus stärker spürbar ist und man sich an die Charakteristik gewöhnen muss, wenn man sehr spontan zwischen Fahrstilen wechselt.
Komfort, Ergonomie und Windschutz
Sitzposition und Alltagstauglichkeit
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE wirkt ergonomisch oft wie ein sportlicher Tourer: Die Sitzposition ist tendenziell sportlich, aber so gestaltet, dass man auch längere Strecken bewältigen kann. Wer gern „aktiv“ fährt, findet hier meist eine passende Grundlage.
Die Ducati Multistrada 1200 ist häufig noch stärker auf Komfort und Reise ausgelegt. Das zeigt sich in der Art, wie sich das Motorrad auf langen Etappen anfühlt und wie gut es mit unterschiedlichen Fahrhaltungen harmoniert.
Wind und Schutz
Beim Windschutz spielt die Auslegung eine große Rolle: Die Kawasaki bringt typischerweise einen sportlichen Schutzanspruch mit, der bei zügigem Fahren angenehm sein kann. Die Ducati setzt eher auf einen „Reise“-Ansatz, der auch bei längeren Autobahnabschnitten das Gefühl von Anstrengung reduzieren kann.
Schwächen zeigen sich meist nicht in der Grundidee, sondern in der Passform: Wer sehr groß oder sehr klein ist, muss bei beiden Modellen darauf achten, wie gut der Windschutz zur eigenen Körpergröße passt.
Bremsen, Fahrstabilität und Sicherheit
Bremsgefühl im Vergleich
Bei beiden Motorrädern ist das Bremskonzept darauf ausgelegt, sportliche Anforderungen und Tourenbetrieb zu verbinden. Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE vermittelt dabei oft ein sehr direktes Bremsgefühl, das sich gut dosieren lässt, wenn man zügig in Kurven einlenkt.
Die Ducati Multistrada 1200 kann ebenfalls mit starker Bremsleistung überzeugen, wirkt aber häufig in der Gesamtbalance etwas „touriger“: stabil, berechenbar und auf Sicherheit ausgelegt.
Stärken und Schwächen
Stärke der Kawasaki: präzises Ansprechverhalten, das sportliches Fahren unterstützt. Schwäche kann sein, dass man bei sehr entspanntem Fahren die „Sportlichkeit“ der Dosierung stärker wahrnimmt als gewünscht.
Stärke der Ducati: souveräne Gesamtwirkung aus Bremsen, Fahrwerk und Elektronik. Schwäche kann sein, dass das Motorrad je nach Beladung und Einstellung etwas mehr „Reisegefühl“ statt maximaler Rennstreckenpräzision vermittelt.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Kawasaki Ninja 1100 SX SE – ideal für sportliche Tourer
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE ist besonders passend, wenn der Fokus auf dynamischen Ausfahrten liegt: kurvige Strecken, zügiges Fahren, häufiges Beschleunigen und ein Motorrad, das sich wie ein sportlicher Begleiter anfühlt. Wer gern aktiv fährt und die Maschine „mitarbeitet“, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Ducati Multistrada 1200 – ideal für Reisen mit Charakter
Die Ducati Multistrada 1200 passt besonders gut, wenn längere Strecken, wechselnde Straßenqualität und ein komfortabler Reisealltag im Vordergrund stehen. Wer ein Motorrad sucht, das auch bei weniger „sportlicher“ Fahrweise souverän bleibt und dabei Sicherheit sowie Komfort in den Mittelpunkt stellt, findet in der Ducati oft die passendere Wahl.
Typische Kaufentscheidung: Stärken gegeneinander abwägen
Wenn die Priorität auf sportlicher Direktheit und einem Handling liegt, das Tempo belohnt, ist die Kawasaki häufig die bessere Wahl. Wenn dagegen Vielseitigkeit, Reisekomfort und eine Gesamtbalance aus Stabilität und Assistenz wichtiger sind, spielt die Ducati ihre Stärken stärker aus.
Fazit:
Die Kawasaki Ninja 1100 SX SE ist die stimmigere Wahl für alle, die ein sportlich ausgelegtes Motorrad suchen, das auf kurvigen Strecken und bei dynamischem Fahrstil besonders viel Spaß macht. Das Handling und die Art, wie der Antrieb zur Fahrweise passt, unterstützen ein aktives Fahren und geben ein direktes, präzises Gefühl. Wer häufig zügig unterwegs ist und das Motorrad als „Sporttourer mit Biss“ versteht, wird mit der Kawasaki sehr zufrieden sein.
Die Ducati Multistrada 1200 punktet vor allem dort, wo der Alltag und die Reise zählen: wechselnde Straßen, lange Etappen und der Wunsch nach einem souveränen, komfortorientierten Gesamtpaket. Der Motorcharakter, die Reiseauslegung und die unterstützende Elektronik machen sie besonders attraktiv für Fahrerinnen und Fahrer, die entspannt starten, sicher ankommen und dabei trotzdem Charakter erleben möchten. Wer Komfort und Vielseitigkeit höher gewichtet als maximale Sportpräzision, trifft mit der Ducati die bessere Entscheidung.