| UVP | 17.545 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 14.750 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- absolut tourentauglich, auch zu zweit mit viel Gepäck
- sehr bequeme Sitzposition für Fahrer und Beifahrer
- strammer Motor mit Druck in allen Lebenslagen
- guter Windschutz
- gute Bremsen
- guter QuickShifter
- hässliche USB-Buchse
- keine automatische Blinker-Rückstellung
- Handy-App mit Potential nach oben
- Windschild nur im Stand verstellbar
- Farbauswahl könnte besser sein
- Qualität
- Durchzugsvermögen
- Details
- Preis-Leistung
- Langstreckenkomfort
- Drehwilligkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 259 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
| Gewicht | 220 | kg |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.099 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 135 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 7.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 375 | km |
| Leistung | 110 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 321 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Paralever | |
| Reifen vorne | 120/70 R 19 | |
| Reifen hinten | 170/60 R 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit
Die neue Versys 1100 SE ist eine konsequente Weiterentwicklung der schon sehr guten Versys 1000 SE. Sie hat jetzt spürbar mehr Dampf, vor allem untenrum, und ist in der SE-Version in Serie mit Kurvenlicht, semiaktiven Skyhook-Fahrwerk, Tempomat, QuickShifter etc. sehr gut ausgestattet. Sie kann gleichermaßen reisen, cruisen, chillen und rasen - welches Bike kann das schon von sich behaupten?Wie wäre es mit einer Probefahrt bei Heller & Soltau im schönen Sankt Michaelisdonn? Dort steht die Versys 1100 als Vorführer und es gibt wunderbare Landstraßen, auf den denen ihr der Maschine mal so richtig auf den Zahn fühlen könnt.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Versys 1100 SE vs. BMW R nineT Scrambler – welcher Motorradtyp passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Kawasaki Versys 1100 SE und die BMW R nineT Scrambler, wird der Vergleich spannend: Hier steht ein modernes Reise- und Touren-Konzept im Fokus, dort ein charakterstarkes Scrambler-Design mit klassischer Ausstrahlung. Beide Maschinen können viel – aber sie spielen ihre Stärken auf unterschiedlichen Bühnen aus. Genau darum geht es in diesem Vergleich: nicht um reine Zahlen, sondern um das Fahrgefühl, die Alltagstauglichkeit und die typischen Stärken und Schwächen, die im echten Betrieb auffallen.
Grundidee: Reiseenduro vs. Scrambler-Charakter
Die Kawasaki Versys 1100 SE ist als Allrounder gedacht, der lange Strecken genauso mag wie zügige Landstraßen. Die SE-Version zielt dabei stärker auf Komfort und Ausstattung, damit sich Fahrten über mehrere Stunden weniger anstrengend anfühlen. Die Maschine wirkt dabei wie ein Werkzeugkasten: vielseitig, pragmatisch und darauf ausgelegt, dass man einfach losfährt.
Die BMW R nineT Scrambler verfolgt eine andere Philosophie. Sie steht für Stil, Sound und ein Motorradgefühl, das stärker von der klassischen Bauart geprägt ist. Der Scrambler-Ansatz macht sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur Transportmittel sein soll, sondern auch Charakter und Individualität ausstrahlt. Gleichzeitig bleibt sie nicht nur Show: Auch hier geht es um Fahrspaß, nur eben mit einem anderen Schwerpunkt.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich zeigt sich: Die Kawasaki Versys 1100 SE wirkt auf der Straße oft wie ein souveräner Langstreckenmotor. Die Kraft steht so bereit, dass man entspannt beschleunigen kann, ohne ständig am Gas zu „arbeiten“. Das ist besonders hilfreich, wenn man mit Gepäck unterwegs ist oder häufig zwischen Autobahnabschnitten und Landstraße wechselt. Die Maschine unterstützt einen eher dabei, gleichmäßig zu fahren – und genau das macht sie für viele zur Reiseoption.
Die BMW R nineT Scrambler bringt dagegen mehr „Motorrad-Feeling“ in den Vordergrund. Der Antrieb wirkt direkter und die Art, wie sich Drehmoment und Gasannahme anfühlen, ist stärker mit dem Charakter der Maschine verknüpft. Das kann im Stadtverkehr und auf kurvigen Strecken richtig Spaß machen, weil das Motorrad zum Mitdenken und Mitfahren einlädt. Wer eher ein entspanntes „einfach laufen lassen“ sucht, wird die BMW vielleicht als weniger „automatisch“ empfinden – wer aber den Fahrstil genießen will, bekommt dafür mehr Emotion.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Die Versys 1100 SE spielt ihre Stärken vor allem in der Stabilität aus. Gerade bei längeren Fahrten, wechselndem Untergrund oder wenn die Straße nicht perfekt ist, wirkt die Maschine ruhig und berechenbar. Das hilft, wenn man nicht nur sportlich unterwegs ist, sondern auch komfortabel ankommen möchte. In Kurven fühlt sich die Kawasaki oft wie ein Motorrad an, das man „trägt“: man kann zügig fahren, ohne dass das Fahrwerk ständig nach Aufmerksamkeit verlangt.
Die R nineT Scrambler ist dagegen stärker auf spürbare Rückmeldung ausgelegt. Das Handling wirkt lebendiger, und das Motorrad vermittelt deutlich, was vorne passiert. Das ist ein Vorteil, wenn man gerne aktiv fährt und die Maschine als Teil des Fahrgefühls betrachtet. Gleichzeitig kann das Setup je nach Fahrstil weniger „komfortabel wegpolstern“ als eine Reiseenduro – vor allem dann, wenn die Strecke rauer wird oder man sehr lange am Stück unterwegs ist.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie?
Bei der Kawasaki Versys 1100 SE ist die Sitzposition tendenziell auf längere Strecken ausgelegt. Der Fokus liegt auf einer Haltung, die nicht nach kurzer Zeit „zieht“, sondern auch nach mehreren Stunden noch angenehm bleibt. Dazu passt auch der Reisecharakter: Wind- und Wetterschutz sowie die generelle Ausrichtung der Maschine machen sie zu einer Option für Touren, bei denen man nicht ständig Pausen einplanen möchte.
Die BMW R nineT Scrambler bietet eine andere Art von Ergonomie: eher „klassisch“ und mit einem Fahrgefühl, das stärker nach Motorrad als nach Reisegerät aussieht. Das kann im Alltag sehr reizvoll sein, weil die Maschine nah am Fahrer bleibt. Wer jedoch regelmäßig sehr lange Strecken fährt oder häufig in wechselnden Wetterbedingungen unterwegs ist, könnte die Kawasaki als entspannter empfinden – die BMW ist eher dann ideal, wenn die Fahrt selbst im Mittelpunkt steht und man den Charakter bewusst wählt.
Ausstattung und Komfort: Was im Alltag wirklich zählt
Die Versys 1100 SE ist in der Regel die Maschine, die man auswählt, wenn man Komfort und Funktionalität priorisiert. Die SE-Ausrichtung zielt darauf, dass man nicht ständig nachrüsten muss, um die Reise zu genießen. Gerade auf längeren Strecken ist das ein Plus: Man profitiert von einer Ausstattung, die den Alltag erleichtert und das Motorrad vielseitig macht.
Die R nineT Scrambler punktet weniger über „Reise-Tooling“ und mehr über Stil, Verarbeitung und das Gesamtbild. Die Maschine wirkt wie aus einem Guss und bringt eine starke Identität mit. Das ist ein Vorteil, wenn man gerne mit dem Motorrad „lebt“ und es als Teil des eigenen Auftretens sieht. Gleichzeitig kann der Komfortanspruch auf Reisen je nach persönlicher Erwartung unterschiedlich ausfallen – hier entscheidet oft, wie viel Wert auf Tourenkomfort gelegt wird.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in der Praxis
Beide Motorräder sind so konzipiert, dass sie im Alltag sicher funktionieren. Im Vergleich zeigt sich jedoch: Die Kawasaki Versys 1100 SE wirkt häufig wie die Maschine, die man bei wechselnden Bedingungen besonders entspannt bewegen kann. Das liegt weniger an „härteren“ Bremsen, sondern an der Gesamtcharakteristik: stabiler Geradeauslauf, gutmütiges Handling und ein Fahrgefühl, das Sicherheit vermittelt.
Die BMW R nineT Scrambler kann ebenfalls sehr souverän sein, wirkt aber im Grenzbereich stärker vom Fahrstil abhängig. Wer die Maschine dynamisch bewegt, bekommt ein direktes Feedback. Wer dagegen eher ruhig und gleichmäßig fährt, wird die BMW trotzdem genießen – nur eben mit einem anderen Schwerpunkt als bei der Kawasaki.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Kawasaki Versys 1100 SE – Stärken
- Reise- und Allround-Charakter: geeignet für lange Strecken und wechselnde Fahrprofile.
- Komfortorientierte Ausrichtung (SE): weniger „Basteln“, mehr direkt nutzbar.
- Ruhiges, berechenbares Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Etappen.
Kawasaki Versys 1100 SE – mögliche Schwächen
- Weniger „klassisches“ Motorradgefühl als bei der BMW – wer Emotion über Stil sucht, könnte die Kawasaki nüchterner empfinden.
- Charakter eher funktional: nicht zwingend die erste Wahl, wenn das Motorrad vor allem als Design-Statement im Fokus steht.
BMW R nineT Scrambler – Stärken
- Starker Charakter: Scrambler-Optik und Fahrgefühl machen die Maschine besonders.
- Direktes Handling: vermittelt viel Rückmeldung und macht Kurvenfahrten lebendig.
- Emotionaler Antrieb: Gasannahme und Motorgefühl wirken „motorradiger“.
BMW R nineT Scrambler – mögliche Schwächen
- Tourenkomfort kann subjektiv weniger „entspannt“ wirken als bei einer Reiseenduro.
- Fokus stärker auf Fahrspaß als auf Alltags-Tool: wer maximale Vielseitigkeit sucht, findet sie eher bei der Kawasaki.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Kawasaki Versys 1100 SE ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das viele Aufgaben abdeckt: Pendeln, Wochenendtouren und auch längere Reisen. Wer Wert auf Komfort, Stabilität und eine Ausstattung legt, die den Alltag erleichtert, bekommt hier einen starken Allrounder. Die Maschine eignet sich außerdem gut, wenn unterschiedliche Streckenprofile anstehen – von zügiger Landstraße bis zu längeren Autobahnabschnitten.
Die BMW R nineT Scrambler ist ideal für alle, die das Motorrad nicht nur fahren, sondern auch erleben wollen: mit Stil, Sound und einem Fahrgefühl, das stärker nach „klassischem Motorrad“ klingt und sich so anfühlt. Wer gerne aktiv fährt, Kurven genießt und eine Maschine möchte, die optisch und emotional auffällt, wird mit der BMW sehr zufrieden sein. Für sehr lange, komfortorientierte Reisen kann die Kawasaki die stressfreiere Wahl sein – die BMW ist dafür oft die bewusstere Entscheidung.
Fazit:
Die Kawasaki Versys 1100 SE ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das möglichst viele Situationen souverän abdeckt: lange Strecken, wechselnde Bedingungen und ein Komfortfokus, der den Alltag leichter macht. Sie überzeugt mit einem ruhigen, berechenbaren Gesamtpaket und einem Fahrstil, der eher auf entspanntes Vorankommen als auf maximale „Show“ setzt.
Die BMW R nineT Scrambler gewinnt dagegen dort, wo Charakter zählt: beim emotionalen Motorgefühl, beim direkten Handling und bei der starken Scrambler-Identität. Sie passt besonders gut zu Fahrten, bei denen die Freude am Fahren im Vordergrund steht und das Motorrad auch optisch eine klare Aussage machen soll.
Kurz gesagt: Wer Vielseitigkeit und Reise-Komfort priorisiert, fährt mit der Kawasaki oft glücklicher. Wer Stil, Rückmeldung und Fahrspaß als Hauptgrund sieht, findet in der BMW R nineT Scrambler die passendere Wahl.