UVP 17.545 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
UVP 12.090 €
Baujahr von 2022 bis 2024
Der einzige 4-Zylinder Cross-Over mit Adventure-Anleihen im Test
Weiter zum Testbericht
Scrambler oder Super Moto? Die Ducati Scrambler Urban Motard ist beides!
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • absolut tourentauglich, auch zu zweit mit viel Gepäck
  • sehr bequeme Sitzposition für Fahrer und Beifahrer
  • strammer Motor mit Druck in allen Lebenslagen
  • guter Windschutz
  • gute Bremsen
  • guter QuickShifter
Kontra:
  • hässliche USB-Buchse
  • keine automatische Blinker-Rückstellung
  • Handy-App mit Potential nach oben
  • Windschild nur im Stand verstellbar
  • Farbauswahl könnte besser sein
Pro:
  • spannende Optik
  • lässiger Sound
  • Kurven-ABS Serie
  • gute Verarbeitung
  • mega-wendiges FunBike
Kontra:
  • eingeschränkter Soziuskomfort
  • Bremskabel merkwürdig verlegt

Abmessungen & Gewicht

Gewicht259kg
Radstand1.520mm
Länge2.270mm
Radstand1.520mm
Sitzhöhe: 840 mm
Höhe1.490mm
Gewicht196kg
Radstand1.436mm
Länge2.100mm
Radstand1.436mm
Sitzhöhe: 805 mm
Höhe1.150mm

Motor

Motor-BauartViertakt-Reihenvierzylinder
Hubraum1.099ccm
Hub59mm
Bohrung77mm
Kühlungflüssig
AntriebO-Ring Kette
Gänge6
Motor-BauartV2
Hubraum803ccm
Hub66mm
Bohrung88mm
Kühlungluftgekühlt
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung135 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment112 NM bei 7.600 U/Min
Höchstgeschw.226km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite375km
Leistung73 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment66 NM bei 5.750 U/Min
Höchstgeschw.197km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite260km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelprofilrahmen
Federung vorne43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm
Federung hintenHorizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten180/55ZR17M/C (73W)
RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorneKayaba Upside-Down-Gabel mit 41 mm Standrohrdurchmesser (Federweg 150)mm
Federung hintenKayaba Federbein mit einstellbarer Vorspannung (Federweg 150)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70-ZR17
Reifen hinten180/55-ZR17

Bremsen

Bremsen vorneDoppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe, Brembo radial montierte Bremszange mit 4 Kolben ( Ø 330 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo schwimmend gelagerte Bremszange mit 1 Kolben ( Ø 245 mm)

Fazit

Die neue Versys 1100 SE ist eine konsequente Weiterentwicklung der schon sehr guten Versys 1000 SE. Sie hat jetzt spürbar mehr Dampf, vor allem untenrum, und ist in der SE-Version in Serie mit Kurvenlicht, semiaktiven Skyhook-Fahrwerk, Tempomat, QuickShifter etc. sehr gut ausgestattet. Sie kann gleichermaßen reisen, cruisen, chillen und rasen - welches Bike kann das schon von sich behaupten?
 
Wie wäre es mit einer Probefahrt bei Heller & Soltau im schönen Sankt Michaelisdonn? Dort steht die Versys 1100 als Vorführer und es gibt wunderbare Landstraßen, auf den denen ihr der Maschine mal so richtig auf den Zahn fühlen könnt.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 17.745 €
  • Gebraucht (Versys 1000, ca. 3 Jahre alt): 10.000€
  • Verfügbarkeit: 1100 seit 2025
  • Farben: Schwarz-Grün, Weiß

Fazit - was bleibt hängen

Klasse, die Urban Motard trägt den Namenszusatz "City Rebel" zurecht. Sie ist ein wenig evil, aber dabei nicht prollig. Vom Wesen her ist dies ein echtes FunBike. Man kann einfach gar nicht keinen Spaß mit der Kiste haben. Über 12.000 Euro sind zwar eine Ansage für eine 800er Maschine mit dieser eher spartanischen Ausstattung, aber der Fahrspaß, die Optik und die Wertigkeit der Urban Motard rechtfertigen diesen Preis. 
 
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht ein Vorführer, der sich schon auf viele weitere Probefahren freut - natürlich neben vielen anderen Ducati-Bikes und Maschinen von Suzuki. Also - nächster Ausflug nach Bremervörde, nach Holger fragen, Kaffee nehmen und zumindest mal um die Urban Motard herumstiefeln. Viel Spaß!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 12.090€
  • Verfügbarkeit: ab 06/2022
  • Farben: rot-weiß

MotorradTest.de auf YouTube

Kawasaki Versys 1100 SE vs. Ducati Scrambler Urban Motard – Vergleich

Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Welten bedienen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Kawasaki Versys 1100 SE steht für vielseitige Tourentauglichkeit, Alltagstempo und eine eher pragmatische Art, Kilometer zu sammeln. Die Ducati Scrambler Urban Motard dagegen wirkt wie gemacht für urbane Szenen: kompakt, verspielt im Charakter und mit einem Look, der sofort auffällt. Doch wie schlagen sich die beiden Modelle wirklich im direkten Vergleich – bei Motorgefühl, Fahrwerk, Bremsen, Ergonomie und Ausstattung?

Grundcharakter: Reiseorientiert vs. urban & motardig

Die Kawasaki Versys 1100 SE ist als Reise- und Allrounder gedacht. Das merkt man an der Auslegung: Sie zielt auf ruhiges Handling bei wechselnden Strecken ab, bietet eine komfortable Sitzposition und wirkt insgesamt wie ein Motorrad, das man auch nach vielen Stunden noch gern fährt. Die SE-Version legt dabei besonderen Fokus auf Komfort und Ausstattung, sodass längere Touren weniger „anstrengend“ wirken.

Die Ducati Scrambler Urban Motard ist dagegen stärker auf den Alltag und das direkte Fahrgefühl ausgelegt. Das motardige Konzept bringt eine lebendige, agilere Note ins Spiel. Statt „große Strecke“ steht hier eher „kurz hin, schnell um die Ecke, Spaß haben“ im Vordergrund. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder gern auf kurvigen Strecken zügig fährt, bekommt hier eine Maschine, die sich schnell nach vorn anfühlt.

Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen

Im Vergleich der Motorcharaktere wird schnell klar, warum die beiden Motorräder so unterschiedlich genutzt werden. Die Kawasaki Versys 1100 SE setzt auf einen Antrieb, der für gleichmäßiges Tempo und souveräne Beschleunigung ausgelegt ist. Das hilft besonders dann, wenn die Strecke nicht planbar ist: mal Stadtverkehr, mal Landstraße, mal Autobahnabschnitte. Der Motor wirkt dabei weniger wie ein „Kick“, sondern eher wie ein verlässlicher Begleiter, der Leistung stetig verfügbar macht.

Die Ducati Scrambler Urban Motard spielt stärker mit dem Gefühl von Direktheit. Der Motor liefert seine Kraft so, dass man schneller Lust bekommt, die Gänge zu nutzen und das Motorrad aktiv zu fahren. Das ist ein Plus für kurvige Strecken und für Fahrer, die gern mit dem Gas arbeiten. Gleichzeitig kann genau diese Ausrichtung bedeuten, dass das Motorrad im Alltag je nach Fahrstil „lebendiger“ wirkt – nicht unbedingt schlechter, aber anders.

Fahrwerk und Handling: Stabilität auf Distanz vs. Agilität im Alltag

Beim Fahrwerk zeigt die Kawasaki Versys 1100 SE ihre Reise-DNA. Die Abstimmung zielt auf kontrollierte Stabilität und Komfort ab. Gerade bei wechselndem Untergrund – Kopfsteinpflaster, grober Asphalt, wechselnde Beläge – bleibt das Motorrad insgesamt gut berechenbar. Das macht es leichter, entspannt zu bleiben, auch wenn die Strecke unruhig wird.

Die Ducati Scrambler Urban Motard wirkt im Vergleich deutlich „motardiger“. Das Handling ist spürbar agil, das Motorrad reagiert schneller auf Lenkimpulse und vermittelt ein sportliches, direktes Feedback. Für enge Kurven, kurze Sprints und dynamisches Fahren in der Stadt ist das ein klarer Vorteil. Wer allerdings lange Strecken mit viel Autobahnanteil plant oder häufig über längere Zeit sehr gleichmäßig fährt, wird die eher reiseorientierte Stabilität der Versys oft als entspannter empfinden.

Bremsen: Vertrauen beim Tempo und bei häufigen Stops

Bei den Bremsen geht es im Alltag vor allem um Dosierbarkeit und Standfestigkeit. Die Kawasaki Versys 1100 SE punktet typischerweise mit einem Gefühl, das sich gut anfühlt, wenn man vorausschauend fährt: Bremsen lassen sich sauber dosieren, und das Motorrad bleibt dabei kontrolliert. Das ist besonders hilfreich, wenn man im gemischten Verkehr unterwegs ist oder bei Touren öfter abbremsen muss.

Die Ducati Scrambler Urban Motard bringt ebenfalls ein sportliches Bremsgefühl mit. Gerade in der Stadt, wo häufiges Anhalten und Anfahren passiert, ist das wichtig: Die Bremsen sollen schnell reagieren und dabei nicht „nervös“ wirken. Im Vergleich zeigt sich: Die Versys wirkt eher wie „Touren-entspannt“, die Ducati eher wie „kurz und knackig“ – je nach Fahrstil kann das ein entscheidender Unterschied sein.

Ergonomie und Sitzposition: Langstrecke vs. kompakte Aktivität

Die Ergonomie ist bei diesem Vergleich ein Kernpunkt. Die Kawasaki Versys 1100 SE bietet eine Sitzposition, die auf längere Fahrten ausgelegt ist. Das hilft, wenn man nicht nur 30 Minuten unterwegs ist, sondern auch mal mehrere Stunden. Auch der Windschutz und die allgemeine „Reisehaltung“ spielen hier eine Rolle, weil sie den Fahrer weniger ermüden lassen.

Die Ducati Scrambler Urban Motard ist dagegen kompakter im Gefühl. Die Sitzposition wirkt aktiver und lässt sich leichter in eine sportlichere Haltung bringen. Für Stadtfahrten und kurze bis mittlere Strecken ist das oft genau richtig. Wer jedoch sehr lange Touren plant, kann die eher entspannte Ausrichtung der Versys als Vorteil sehen.

Ausstattung und Komfort: SE-Fokus vs. Scrambler-Charme

Bei der Kawasaki Versys 1100 SE steht die Ausstattung klar im Zeichen von Komfort und Nutzbarkeit. Die SE-Version ist darauf ausgelegt, das Motorrad im Alltag und auf Touren „einfach“ zu machen: mehr Komfort, mehr Alltagstauglichkeit, weniger Reibung im Fahrbetrieb. Das zeigt sich besonders dann, wenn man nicht nur bei Traumwetter fährt oder wenn die Strecke nicht immer gleich „perfekt“ ist.

Die Ducati Scrambler Urban Motard setzt weniger auf „Reise-Overkill“ und mehr auf den Charakter. Der Look, die Anmutung und das Gesamtpaket sind stark auf Stil und Fahrspaß ausgerichtet. Das ist ein Plus für Fahrer, die sich nicht nur für Technik interessieren, sondern auch für das Gefühl, das das Motorrad vermittelt. Gleichzeitig kann die Ausstattung je nach Erwartung weniger „tourig“ wirken als bei einer Reise-orientierten Maschine.

Für welchen Einsatz passt welches Motorrad?

Alltag, Stadtverkehr und spontane Fahrten

Für den Alltag ist die Ducati Scrambler Urban Motard oft die emotionalere Wahl. Das kompakte Handling, die direkte Reaktion und das motardige Fahrgefühl machen sie besonders attraktiv, wenn häufig kurze Strecken anstehen, Ampeln und Kreuzungen den Rhythmus bestimmen und man gern „aktiv“ fährt.

Die Kawasaki Versys 1100 SE ist im Alltag ebenfalls stark, wirkt aber eher wie die entspannte Alternative: Sie nimmt den Verkehr gelassen, bietet Komfort und macht auch längere Fahrten ohne große Umstellung möglich.

Touren, längere Strecken und gemischte Strecken

Wenn Tourenplanung im Vordergrund steht, spielt die Kawasaki Versys 1100 SE ihre Stärken aus. Die Reiseauslegung, die insgesamt ruhigere Fahrcharakteristik und der Komfortgedanke sorgen dafür, dass man auch nach vielen Kilometern noch gern weiterfährt. Gerade bei wechselnden Bedingungen ist das ein echter Vorteil.

Die Ducati Scrambler Urban Motard kann natürlich auch auf Tour gehen, aber sie fühlt sich eher wie ein Motorrad an, das man für „Fahrspaß mit Abwechslung“ nutzt. Wer lange, gleichmäßige Strecken priorisiert, wird die Reiseorientierung der Versys meist als passender empfinden.

Fahrstil: entspannt & souverän vs. aktiv & dynamisch

Die Kawasaki Versys 1100 SE passt besonders gut zu Fahrern, die gern souverän unterwegs sind: gleichmäßiges Tempo, sauberes Handling, verlässliche Brems- und Fahrwerksreaktionen. Sie belohnt einen Fahrstil, der nicht ständig „am Limit“ arbeitet, sondern kontinuierlich Spaß macht.

Die Ducati Scrambler Urban Motard ist ideal für Fahrer, die das Motorrad spüren wollen: mehr Dynamik, mehr Direktheit, mehr „Mitfahren statt nur fahren“. Wer Kurven liebt und gern das Gefühl von Agilität nutzt, wird hier schnell warm.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Kawasaki Versys 1100 SE

  • Stärken: Reise- und Allround-Charakter, komfortorientierte Ergonomie, souveränes Handling bei wechselnden Bedingungen, insgesamt „entspanntes“ Gesamtpaket.
  • Schwächen: Wer ein besonders kompaktes, motardiges Stadtgefühl sucht, findet das eher bei der Ducati. Außerdem wirkt die Versys im reinen „Urban-Playground“-Konzept weniger verspielt.

Ducati Scrambler Urban Motard

  • Stärken: agiles, direktes Handling, lebendiger Charakter, starkes urbanes Fahrgefühl, hoher Spaßfaktor bei kurzen und kurvigen Strecken.
  • Schwächen: Für sehr lange Touren kann die Reiseorientierung der Versys im Komfort und in der Ruhe im Vorteil sein. Je nach Erwartung wirkt das Setup weniger „tourbereit“ als bei einer Reiseenduro.

Fazit:

Die Kawasaki Versys 1100 SE ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Touren, Komfort und souveränem Allround-Fahren liegt. Sie harmoniert besonders gut mit einem Fahrstil, der gleichmäßig Tempo aufbaut, auch bei wechselnden Bedingungen entspannt bleibt und längere Strecken ohne große Ermüdung genießen möchte. Die Ducati Scrambler Urban Motard passt dagegen am besten, wenn Stadt, kurze Strecken und ein direktes, agiles Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Sie macht Spaß durch ihre lebendige Art, reagiert schnell und vermittelt dieses motardige „Aktivsein“ – ideal für Fahrer, die gern dynamisch unterwegs sind und das Motorrad als Teil des Erlebnisses sehen.

Kurz gesagt: Versys für die vielseitige Reisebegleitung, Scrambler für urbanen Fahrspaß mit Charakter.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙