UVP 7.545 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP
Baujahr von 2006 bis 2013
Was macht die neue Z650 S besser als die alte Z650?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Motor mit Dampf bei mittleren Drehzahlen
  • brummeliger Sound
  • einfachstes Fahrverhalten
  • gutes Fahrwerk
  • hoher Fahrspaß
Kontra:
  • ab 7.000 Umin geht die Puste aus
  • eingeschränkter Sozius-Komfort
  • Bremse vorne könnte besser sein
Pro:
  • Lasten-Esel
  • gutmütiges Fahrverhalten
  • große Reichweite
  • gemütliche Sitzposition
  • sehr guter Windschutz
  • geeignet auch für lange und schnelle Autobahn-Passagen
Kontra:
  • schwer, Rangieren problematisch
  • anfälliges ABS

Abmessungen & Gewicht

Gewicht188kg
Radstand1.410mm
Länge2.055mm
Radstand1.410mm
Sitzhöhe: 805 mm
Höhe1.065mm
Gewicht256kg
Radstand1.510mm
Länge2.250mm
Radstand1.510mm
Sitzhöhe: 890-910 mm
Höhe1.470mm

Motor

Motor-BauartReihe
Hubraum649ccm
Hub60mm
Bohrung83mm
Kühlungflüssigkeitsgekühlt
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartBoxer 4-Takt
Hubraum1.170ccm
KühlungLuft/Ölgekühlt
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung68 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment64 NM bei 6.700 U/Min
Höchstgeschw.200km/h
Tankinhalt15Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite341km
Leistung98 PS bei 7.000 U/Min
Drehmoment115 NM bei 5.500 U/Min
Höchstgeschw.200km/h
Tankinhalt33Liter
Reichweite600km

Fahrwerk

RahmenbauartGitterrohr
Federung vorne41-mm-Teleskopgabel (Federweg 125)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 130)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten160/60ZR17M/C (69W)
RahmenbauartDreiteiliges Rahmenkonzept aus Vorder- und Hinterrahmen mit mittragendem Motor
Federung vorneTelelever 41mm Zentralfederbein (Federweg 210)mm
Federung hintenWAD Federbein (Federweg 220)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge Paralever
Reifen vorne110/80 R19
Reifen hinten150/70 R17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 220 mm)
Bremsen vorneDopperlscheibe ( Ø 305 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 265 mm)

Fazit - was bleibt hängen

"Hervorragende Offroad-Tauglichkeit bei nochmals gesteigerten Straßeneigenschaften" lautete damals der Pressetext zur neuen Adventure von BMW. Mit Offroad meinten die Schreiberlinge damals vermutlich nicht gerade die Crosspiste mit Sprüngen und tiefen Sand - dazu ist die GS 1200 Adventure schlichtweg zu schwer. Aber dennoch ist dieses Motorrad das ideale Bike für die gaaaanz lange Reise. Den Beweis lieferten Charly Boorman und Ewan McGregor 2007 auf ihrer "Long Way Down" genannten Reise, bei der sie 23.500 Kilometer durch Afrika eben genau auf diesen Maschinen zurückgelegt haben. 
 
Leider sind auch gebrauchte und ältere GS Adventure Bikes nicht ganz billig. Je nach Alter, Laufleistung, Zustand und Ausstattung werden bis zu 13.000 Euro verlangt. Allerdings darf bezweifelt werden, dass solche Preise tatsächlich auch gezahlt werden, aber für eine gute GSA K255 muss man schon mit 8.000 Euro rechnen. Zurück zur Ausgangsfrage: Lohnt sich das? Klares "JA!" unsererseits, denn diese Maschinen halten ewig und bringen auch nach 15 Jahren immer noch jede Menge Freude.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Neupreis: 13.500 € (nackt)
  • Gebraucht: 6.000 bis 13.000 € (je nach Alter und Zustand)
  • Baujahre: 2006-2013
  • Farben: diverse

MotorradTest.de auf YouTube

Kawasaki Z 650 S vs. BMW R 1200 GS Adventure: Vergleich für Alltag, Tour und Reise

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Kawasaki Z 650 S und die BMW R 1200 GS Adventure, wird der Vergleich besonders spannend. Die eine Maschine steht für agiles, leichtes Handling und ein unkompliziertes Fahrgefühl im Alltag. Die andere ist auf große Touren, lange Strecken und maximale Vielseitigkeit ausgelegt – inklusive dem Anspruch, auch abseits der Komfortzone souverän zu bleiben. Genau hier lohnt sich der Blick auf die Stärken und Schwächen beider Modelle, denn am Ende entscheidet nicht nur die Leistung, sondern vor allem, wie sich die Motorräder im Alltag und auf Reisen anfühlen.

Grundcharakter: Agilität vs. Reise- und Abenteuerfokus

Wie sich die Kawasaki Z 650 S im Alltag präsentiert

Die Kawasaki Z 650 S wirkt wie ein Motorrad, das schnell Vertrauen aufbaut. Das Konzept zielt auf ein direktes Ansprechverhalten und ein Handling, das sich in der Stadt ebenso wohlfühlt wie auf der Landstraße. Wer oft kurze Strecken fährt, gerne zügig unterwegs ist und dabei nicht ständig das Gefühl haben möchte, ein „großes“ Motorrad bewegen zu müssen, findet in der Z 650 S einen sehr stimmigen Ansatz.

Wie die BMW R 1200 GS Adventure auf Touren ausgelegt ist

Die BMW R 1200 GS Adventure ist dagegen klar als Reiseenduro gedacht. Der Fokus liegt auf Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten, Komfort über längere Zeit und einer Ausstattung, die für Tourenplanung und Alltagseinsatz gleichermaßen gedacht ist. Die GS Adventure fühlt sich weniger wie ein Motorrad für schnelle Feierabendrunden an, sondern eher wie ein „Langstreckenwerkzeug“: bereit für Tagesetappen, Wochenendtrips und auch für Strecken, bei denen man nicht genau weiß, was einen erwartet.

Motor und Fahrgefühl: Direktheit auf der einen, Durchzug und Souveränität auf der anderen Seite

Im Vergleich zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Kawasaki Z 650 S steht für ein lebendiges, sportlich orientiertes Fahrgefühl. Die Leistungsentfaltung wirkt dabei eher „nah am Fahrer“, was das Motorrad besonders für dynamische Fahrten interessant macht. Das macht Spaß, wenn Kurven, Beschleunigungsphasen und ein flüssiger Rhythmus im Vordergrund stehen.

Die BMW R 1200 GS Adventure spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es um gleichmäßigen Vortrieb, entspanntes Cruisen und souveränen Durchzug geht. Gerade auf langen Strecken ist das ein Vorteil: weniger „Arbeit“, mehr Gelassenheit. Gleichzeitig bleibt die GS Adventure so ausgelegt, dass sie auch mit Gepäck und wechselnden Bedingungen nicht aus dem Konzept gerät.

Fahrwerk und Handling: Leichtfüßig vs. stabil und tourentauglich

Kawasaki Z 650 S: Wendigkeit und Kontrolle

Die Z 650 S punktet beim Handling. Das Motorrad lässt sich spürbar leichter bewegen, was das Einlenken und das schnelle Wechseln der Linie erleichtert. In engen Situationen – etwa beim Rangieren oder in dichtem Stadtverkehr – ist das ein echter Pluspunkt. Auch auf kurvigen Strecken wirkt die Maschine dadurch oft „einfacher“ zu fahren: man bleibt schnell im Flow.

BMW R 1200 GS Adventure: Stabilität für lange Strecken

Die GS Adventure ist dagegen auf Stabilität ausgelegt. Das Fahrwerk und die Gesamtkonzeption zielen darauf ab, dass das Motorrad auch bei längeren Etappen ruhig und kontrolliert bleibt. Gerade wenn die Straße unruhiger wird oder man mit Gepäck unterwegs ist, zeigt sich der Vorteil: Die Maschine wirkt weniger nervös, sondern eher wie ein fester Rahmen, der die Strecke „mitnimmt“.

Als Schwäche kann man bei der GS Adventure im Vergleich festhalten: Wer vor allem enge Stadtfahrten und häufiges Rangieren bevorzugt, wird die größere, schwerere Auslegung eher als Herausforderung empfinden. Die Z 650 S ist hier klar im Vorteil.

Komfort und Ergonomie: Sitzgefühl für kurze Sessions vs. lange Etappen

Komfort ist bei beiden Motorrädern ein Thema, aber mit unterschiedlicher Ausrichtung. Die Kawasaki Z 650 S bietet ein sportlich orientiertes Sitz- und Fahrgefühl, das sich gut für Tagesfahrten eignet. Wer nicht stundenlang am Stück unterwegs ist oder eher „aktiv“ fährt, wird die ergonomische Auslegung meist als angenehm und unkompliziert empfinden.

Die BMW R 1200 GS Adventure ist auf Langstrecke getrimmt. Dazu gehören nicht nur Sitzkomfort und Windschutz, sondern auch das Gesamtpaket aus Fahrruhe und Ausstattung. Auf Reisen zählt, dass man sich nach einigen Stunden nicht „durchgearbeitet“ fühlt, sondern weiterhin konzentriert und entspannt fahren kann. Genau hier spielt die GS Adventure ihre Stärken aus.

Ausstattung und Elektronik: Minimalismus vs. Tour-Paket

Im Vergleich zeigt sich ein klarer Unterschied in der Philosophie. Die Kawasaki Z 650 S wirkt eher als Motorrad, das auf das Wesentliche setzt: Fahrspaß, gute Alltagstauglichkeit und ein unkompliziertes Setup. Das kann ein Vorteil sein, wenn man nicht ständig mit vielen Assistenzsystemen oder komplexen Menüs beschäftigt sein möchte.

Die BMW R 1200 GS Adventure ist dagegen stärker auf „Tour-Betrieb“ ausgelegt. Elektronik und Ausstattung sind darauf abgestimmt, dass man verschiedene Situationen souverän meistert – von entspanntem Cruisen bis zu anspruchsvolleren Bedingungen. Das ist besonders für Fahrer interessant, die regelmäßig längere Strecken fahren oder gerne mit wechselnden Anforderungen unterwegs sind.

Als mögliche Schwäche der GS Adventure im Vergleich kann man nennen: Der Umfang an Technik und das „Reiseenduro-Gesamtpaket“ macht sie für manche Fahrer weniger passend, wenn das Motorrad vor allem für kurze Strecken oder spontane Fahrten ohne viel Planung genutzt wird.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Alltag und auf der Tour

Beide Motorräder sind so konzipiert, dass sie im Alltag sicher funktionieren. Im Vergleich zeigt sich jedoch, dass die BMW R 1200 GS Adventure durch ihre Reiseauslegung häufig den Vorteil hat, wenn es um das Gefühl von Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten und bei längeren Fahrten geht. Die Kawasaki Z 650 S punktet dagegen durch das insgesamt leichtere Handling und die direkte Rückmeldung, was das Bremsen in dynamischen Situationen oft sehr intuitiv macht.

Verbrauch, Reichweite und Alltagstauglichkeit: Effizienz vs. Reise-Reserven

Beim Thema Effizienz zeigt sich im Vergleich meist ein typischer Effekt: Die Kawasaki Z 650 S ist als leichteres, straßenorientiertes Motorrad oft die bessere Wahl, wenn kurze Strecken, regelmäßiges Pendeln oder häufiges Stop-and-Go im Vordergrund stehen. Das Motorrad wirkt dabei weniger „schwer zu bewegen“ und passt gut in einen Alltag, in dem man nicht ständig an Tankstopps denken möchte.

Die BMW R 1200 GS Adventure ist dagegen auf Reise ausgelegt. Selbst wenn der Verbrauch im Vergleich nicht der Hauptgrund ist, spielt die Gesamtkonzeption eine Rolle: Tankreichweite, Komfort und die Fähigkeit, lange Strecken entspannt zu bewältigen. Für Tourenfahrer ist das oft wichtiger als der letzte Prozentpunkt Effizienz.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Kawasaki Z 650 S

  • Agiles, leichtes Handling für Stadt und Landstraße
  • Direktes, sportlich orientiertes Fahrgefühl
  • Unkomplizierter Charakter für regelmäßige Alltagsfahrten

Schwächen der Kawasaki Z 650 S

  • Weniger „Reise-Setup“ als eine große Adventure-Maschine
  • Für sehr lange Etappen kann der Komfortansatz weniger auf maximale Langstrecke ausgelegt sein

Stärken der BMW R 1200 GS Adventure

  • Tourenfokus mit hoher Fahrstabilität und Langstreckenkomfort
  • Starke Gesamtkonzeption für wechselnde Bedingungen
  • Ausstattung und Elektronik als Reise- und Sicherheitsvorteil

Schwächen der BMW R 1200 GS Adventure

  • Größerer, schwererer Charakter – weniger ideal für enge Stadtfahrten
  • Komplexeres Gesamtpaket, das nicht jeder für kurze Strecken braucht

Welche Wahl passt besser: Kaufberatung nach Fahrprofil

Wer vor allem kurze bis mittlere Strecken fährt, gerne dynamisch unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das sich leicht bewegen lässt, wird mit der Kawasaki Z 650 S meist glücklicher. Sie ist ein Motorrad, das schnell Spaß macht und im Alltag nicht „zu viel“ ist. Besonders interessant ist sie für Fahrer, die ein straßenorientiertes Setup bevorzugen und nicht zwingend ein großes Reiseenduro-Paket benötigen.

Wer dagegen regelmäßig lange Touren fährt, Wert auf Komfort über viele Stunden legt und ein Motorrad möchte, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt, trifft mit der BMW R 1200 GS Adventure eine sehr passende Wahl. Sie ist ideal für Menschen, die das Motorrad als Reisebegleiter sehen – mit Reserven, Stabilität und einem Technik- und Komfortniveau, das auf „weit weg“ ausgelegt ist.

Fazit:

Die Kawasaki Z 650 S ist die bessere Wahl, wenn Alltag, Kurven und ein leichtes, direktes Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Sie wirkt unkompliziert, macht auf der Straße schnell Freude und passt besonders gut zu Fahrern, die ein agiles Motorrad für regelmäßige Einsätze suchen. Die BMW R 1200 GS Adventure gewinnt dagegen, sobald es um lange Etappen, hohen Komfort und ein starkes Tourenpaket geht. Ihre Stärke liegt in der Souveränität auf Reisen und in der Fähigkeit, auch mit Gepäck und wechselnden Bedingungen entspannt zu bleiben. Kurz gesagt: Wer ein straßenorientiertes Motorrad für den Alltag sucht, findet in der Z 650 S den passenden Charakter. Wer ein Reiseenduro als Hauptmaschine für große Touren möchte, ist mit der GS Adventure deutlich besser bedient.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙