| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 14.750 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Motor
- Handling
- Bremsen
- Fahrwerk
- Qualitätsanmutung
- Optik
- fehlende Anzeigen für Benzinstand, Drehzahl und Gang
- Reisemöglichkeiten und Windschutz nicht auf GS-Niveau
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
| Höhe | 1.105 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 110 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 321 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Paralever | |
| Reifen vorne | ZR | |
| Reifen hinten | ZR | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Betörend ist die Urban G/S ohne Frage. Unser Tester Markus ließ sich zur Anmerkung hinreißen, dass es in seinen Augen das derzeit schönste Motorrad auf dem Markt ist. Sie ist darüber hinaus ein typisches Boxer-Kind und von vorne bis hinten hochwertig verarbeitet. Wer nicht ständig zwischen Deutschland und der Mongolei pendelt, für den eignet sich die Urban G/S vielleicht sogar besser als eine normale GS, denn die Urban G/S ist handlicher und wiegt deutlich weniger.Das Testmotorrad wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht genau dieses Bike als Vorführer und freut sich auf jeden Menge Probefahrer. Also, ab geht's nach Pinneberg bei Hamburg!
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. BMW R NineT Urban G/S: Vergleich für Fahrspaß im Alltag
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die BMW R NineT Urban G/S, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen ein klar sportlich ausgerichtetes Konzept und ein markant gezeichnetes Retro-/Allround-Design aufeinander. Beide Bikes machen Spaß – aber auf unterschiedliche Art. Während die KTM mit ihrer sportlichen Ausrichtung und dem Fokus auf agiles Handling punktet, setzt die BMW auf Charakter, Komfort und eine entspanntere, zugleich vielseitige Fahrweise.
Grundidee: Sportlichkeit vs. Charakter & Vielseitigkeit
Die KTM 990 RC R ist im Kern ein Motorrad, das auf Dynamik ausgelegt ist. Die Sitzposition, die Geometrie und das Fahrgefühl sind darauf abgestimmt, zügig um die Ecke zu kommen und Kurven aktiv zu fahren. Das Bike wirkt wie gemacht für Fahrer, die gern Gas geben, früh einlenken und das Motorrad spüren möchten.
Die BMW R NineT Urban G/S dagegen steht für einen anderen Ansatz: Sie verbindet den Retro-Look mit einem alltagstauglichen Fahrkonzept. Die BMW fühlt sich weniger wie ein reines „Kurvenwerkzeug“ an, sondern eher wie ein Motorrad, das man gern täglich nutzt und auch für längere Strecken mitnimmt. Dabei bleibt sie nicht nur optisch eigenständig, sondern auch im Fahrstil: ruhigere Linienführung, mehr Gelassenheit und ein Motor, der nicht nur auf Drehzahl, sondern auch auf Drehmoment und Charakter reagiert.
Motor & Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der beiden Motorwelten zeigt sich vor allem der Unterschied im Charakter. Die KTM 990 RC R spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn das Tempo steigt und die Drehzahl genutzt wird. Das Motorrad wirkt dann „wach“, reagiert direkt und unterstützt eine sportliche Fahrweise. Wer gern dynamisch beschleunigt und das Motorrad im richtigen Drehzahlfenster bewegt, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die BMW R NineT Urban G/S liefert dagegen ein Fahrgefühl, das stärker auf gleichmäßige Kraftentfaltung setzt. Sie eignet sich besonders für Fahrten, bei denen nicht ständig „getaktet“ wird, sondern bei denen man flüssig beschleunigt und die Strecke genießen möchte. In der Praxis bedeutet das: weniger hektisches Arbeiten am Gas, mehr souveränes Gleiten – ohne dass die BMW bei Bedarf an Dynamik verliert.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- KTM 990 RC R: Stärken liegen in der sportlichen Reaktion und dem Antrieb, der Kurvenfahrten und zügiges Tempo unterstützt. Schwäche kann sein, dass der sportliche Fokus nicht jedem Fahrstil entspricht, wenn eher entspannt gefahren wird.
- BMW R NineT Urban G/S: Stärken liegen im charaktervollen, alltagstauglichen Ansprechverhalten und der souveränen Kraftentfaltung. Schwäche kann sein, dass der „Sport-Modus“ nicht so kompromisslos wirkt wie bei der KTM, wenn maximal sportliche Fahrweise im Vordergrund steht.
Fahrwerk & Handling: Agil oder souverän?
Im Handling zeigt sich die klare Ausrichtung beider Motorräder. Die KTM 990 RC R ist dafür bekannt, dass sie sich schnell in die gewünschte Linie bringen lässt. Das Bike wirkt leichtfüßig, unterstützt aktives Fahren und belohnt Fahrer, die das Motorrad bewusst führen. Gerade auf kurvigen Strecken ist das ein echter Vorteil: Einlenken, Stabilisieren und wieder herausbeschleunigen fühlt sich stimmig an.
Die BMW R NineT Urban G/S fährt sich dagegen eher wie ein Motorrad, das Stabilität und Komfort in den Vordergrund stellt. Das Fahrwerk vermittelt ein sicheres Gefühl, ohne dabei „träge“ zu wirken. Auf längeren Strecken und bei wechselnden Straßenverhältnissen spielt die BMW ihre Stärke aus: Sie bleibt ruhig, lässt sich kontrolliert bewegen und bietet eine angenehme Basis, um auch mal entspannter zu fahren.
Bremsen & Fahrstabilität
Auch bei den Bremsen zeigt sich der Unterschied im Konzept. Die KTM wirkt darauf ausgelegt, sportliche Manöver mit hoher Verzögerung zu unterstützen. Die BMW hingegen setzt stärker auf eine gut dosierbare, alltagstaugliche Bremswirkung, die sich für Stadtverkehr und Landstraße gleichermaßen eignet. Beide sind sicher, aber die KTM zielt stärker auf „Performance“, während die BMW auf „Kontrolle“ und Alltagstauglichkeit optimiert wirkt.
Ergonomie & Sitzposition: Wie gut passt das Bike zum Alltag?
Ein entscheidender Punkt im Vergleich ist die Ergonomie. Die KTM 990 RC R bringt eine sportlichere Sitzposition mit. Das bedeutet: mehr „Fokus“ auf die Fahrdynamik, aber auch weniger Komfort für lange, entspannte Fahrten, wenn man nicht ohnehin sportlich sitzt. Wer gern zügig unterwegs ist und die Arme/den Oberkörper aktiv einsetzt, wird das als Vorteil erleben.
Die BMW R NineT Urban G/S bietet dagegen eine Sitzposition, die sich natürlicher für längere Fahrten anfühlt. Der Fahrer sitzt meist entspannter, was im Stadtverkehr und auf Touren spürbar wird. Gerade wenn das Motorrad nicht nur für Wochenendfahrten, sondern auch für den Alltag genutzt wird, ist das ein Pluspunkt.
Stärken und Schwächen bei der Ergonomie
- KTM 990 RC R: Stärken bei sportlicher Ausrichtung und direktem Fahrgefühl. Schwäche bei weniger entspannter Haltung für lange Strecken.
- BMW R NineT Urban G/S: Stärken bei Komfort und Alltagstauglichkeit. Schwäche, wenn eine kompromisslose Sport-Sitzposition und maximal „sportliches“ Feedback erwartet wird.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und „Zwischendrin“
Im Alltag zählt nicht nur die Fahrdynamik, sondern auch die Frage, wie unkompliziert sich das Motorrad bewegt. Die KTM 990 RC R ist in der Stadt nicht „unmöglich“, aber sie fühlt sich klarer in Szenarien wohl, in denen man zügig unterwegs ist und das Motorrad aktiv nutzt. Wer häufig im Stop-and-Go fährt oder eher gemütlich rollt, merkt schneller, dass die KTM stärker auf sportliche Nutzung ausgelegt ist.
Die BMW R NineT Urban G/S wirkt hier deutlich universeller. Sie passt gut in den Alltag, weil sie ein ruhigeres Fahrgefühl vermittelt und sich auch bei wechselnden Geschwindigkeiten angenehm steuern lässt. Auf der Landstraße spielt sie ihre Stärken aus, wenn man nicht nur „Tempo“ sucht, sondern auch Fahrkomfort und Charakter.
Design & Charakter: Warum das Bauchgefühl zählt
Auch wenn es technisch um Fahrwerk, Motor und Bremsen geht: Das Design beeinflusst, wie man ein Motorrad nutzt. Die KTM 990 RC R wirkt wie ein Statement für sportliche Fahrer. Sie sieht nach Tempo aus und fühlt sich auch so an. Die BMW R NineT Urban G/S steht dagegen für Stil mit Wiedererkennungswert. Der Retro-Charakter macht Lust auf Touren, und das Motorrad wirkt wie ein Begleiter, der nicht nur „funktioniert“, sondern auch Persönlichkeit zeigt.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über den Fahrstil entscheiden. Wer ein Motorrad sucht, das Kurven aktiv unterstützt, schnell in die Linie kommt und sportliches Fahren belohnt, findet in der KTM 990 RC R eine sehr passende Wahl. Sie ist ideal für Fahrer, die gern zügig unterwegs sind, das Motorrad spüren möchten und Fahrdynamik als Hauptargument sehen.
Wer dagegen ein Motorrad möchte, das im Alltag unkompliziert ist, auf längeren Strecken entspannt bleibt und dabei trotzdem Charakter hat, liegt mit der BMW R NineT Urban G/S richtig. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die ein vielseitiges Bike suchen: Stadt, Landstraße und Touren – ohne ständig den sportlichen Modus erzwingen zu müssen.
Typische Kauf-Szenarien
- KTM 990 RC R: Wenn der Fokus auf sportlicher Fahrweise, agilerem Handling und dynamischem Antrieb liegt.
- BMW R NineT Urban G/S: Wenn Komfort, Charakter und ein alltagstauglicher Allround-Ansatz wichtiger sind als maximale Sportlichkeit.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn sportliches Fahren im Vordergrund steht: Sie fühlt sich agil an, unterstützt aktives Kurvenfahren und liefert ein Antriebserlebnis, das besonders bei zügiger Gangart Spaß macht. Wer das Motorrad gern dynamisch bewegt und eine sportlichere Sitzposition akzeptiert, bekommt ein sehr zielgerichtetes Konzept.
Die BMW R NineT Urban G/S überzeugt vor allem dort, wo Alltag und Vielseitigkeit zählen: Sie wirkt souveräner im entspannten Fahrstil, bietet eine angenehmere Ergonomie für längere Strecken und bleibt auch bei wechselnden Bedingungen gut kontrollierbar. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur am Wochenende, sondern regelmäßig genutzt wird und dabei Stil sowie Charakter mitbringt, findet in der BMW den stimmigeren Begleiter.
Kurz gesagt: KTM für Kurven- und Tempo-Fans, BMW für Charakter, Komfort und vielseitige Touren.