| UVP | 23.000 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 16.390 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Sound direkt aus der Hölle
- Leistung satt
- Optik zum Niederknien
- schöne Details
- Spitzenfahrwerk, spielerisches Fahrverhalten
- Technik 'volle Hütte' mit wirklich allem, was es derzeit so gibt
- Handy-Connectivity mit App und Navi
- Getriebe etwas hakelig
- an manchen Stellen etwas lieblos
- Bremsweg länger als nötig, vermutlich wegen Abhebe-Control
- toller V2-Motor mit ordentlicher Leistung
- herrlicher Sound, blubberiges Ansauggeräusch
- starke Bremsen
- sehr gute technische Ausstattung
- leicht und handlich, agiles Fahrverhalten
- auch für zwei Personen absolut reisetauglich
- zwei Sitzhöhen (verstellbar)
- Heizgriffe nicht Serie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 186 | kg |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Länge | 2.080 | mm |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.572 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.572 | mm |
| Sitzhöhe: | 830-850 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 998 | ccm |
| Hub | 51 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 96 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 208 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 11.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 300 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 7 | l pro 100km |
| Reichweite | 239 | km |
| Leistung | 116 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 92 NM bei 8.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 215 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 345 | km |
Fahrwerk
| Federung vorne | Marzocchi USD (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 M/C (58 W) | |
| Reifen hinten | 200/55 - ZR 17 M/C (78 W) | |
| Rahmenbauart | Monocoque-Rahmen | |
| Federung vorne | Marzocchi USD-Gabel 45 mm, voll einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Sachs Monofederbein, voll einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo 4-Kolben Festsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe Brembo Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Monoblock 4-Kolben, radial verschraubt, radiale Bremspumpe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 265 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Mann, Mann, Mann, was für ein Motorrad. Die MV Agusta Brutale 1000 RS ist ein herrlich eigenständiges Bike mit Ecken und Kanten. Typisch italienisch steht bei ihr Style und die Fahrerei im Vordergrund. Da sieht man über die eine oder andere Eigenart hinweg und freut sich, dass man kein Einheitsbrei fährt, sondern italienische Motorradbaukunst vom Allerfeinsten. Kunstvoll ist vor allem die Optik, an der wir uns einfach nicht sattsehen konnten.Schade, dass wir die Leihmaschine nach einem halben Tag Heizerei auf den Landstraßen von Schleswig-Holstein und einer kurzen Autobahn-Etappe wieder bei Bergmann & Söhne in Hamburg am Nedderfeld abgeben mussten. Trotzdem sind wir dankbar für diese Erfahrung und können allen potentiell kaufwilligen nur zu einem Besuch bei B&S raten. Selbst wenn man nicht fahren will, lohnt sich ein Blick in den 1. Stock: Hier stehen sie, die Schätzchen aus Varese. Auch eine RR und die noch schönere Superveloce in mehreren Farben. Ich glaube, ich fahre da morgen nochmal hin...
Fazit
Die neue Multistrada V2 ist gegenüber der Vorgängerin dank der Gewichtseinsparung deutlich verbessert in Sachen Fahrbarkeit und auch bei der technischer Ausstattung. Der Preis ist angesichts der üppigen technischen Helferlein und der verbauten Komponenten gerechtfertigt - auch im Vergleich zum Wettbewerb. Ducati nennt die neue Multi V2 eine Cross-Over - das ist sie auch, sie ist aber eben auch sehr gut geeignet für die wirklich lange Reise, insofern irgendwo auch ein waschechtes Adventure-Bike.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Dort stehen übrigens sowohl eine V2S als auch eine V2 als Vorführer für Probefahrten bereit. Ihr könnt den Unterschied beim Fahrwerk also direkt miteinander vergleichen - falls ihr einen findet, schreibt uns bitte.
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MV Agusta Brutale 1000 RS vs Ducati Multistrada V2: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei italienische Marken mit viel Charakter gegeneinander antreten, wird der Vergleich schnell spannend. Die MV Agusta Brutale 1000 RS steht für kompromisslosen Fahrspaß, eine sehr direkte Ansprache und den typischen „Naked“-Look mit sportlicher Haltung. Die Ducati Multistrada V2 dagegen zielt stärker auf Vielseitigkeit: Sie verbindet sportliche Dynamik mit einer Reise- und Alltagslogik, bei der Komfort, Elektronik und Alltagstauglichkeit eine größere Rolle spielen.
Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte gegenübergestellt – ohne reine Datenlisten, sondern mit Blick darauf, wie sich die Unterschiede im Fahrgefühl bemerkbar machen.
Motor und Charakter: Direktheit vs. Vielseitigkeit
Beide Motorräder liefern spürbare Leistung, aber der Charakter ist unterschiedlich. Die MV Agusta Brutale 1000 RS wirkt im Alltag oft wie ein „Anschlag aufs Gas“: Der Motor fühlt sich lebendig an, dreht willig hoch und unterstützt eine Fahrweise, bei der man früh einlenkt und das Motorrad aktiv führt. Das macht sie besonders interessant, wenn Kurvenfahrten im Mittelpunkt stehen und man das Gefühl eines sportlichen Naked-Bikes sucht.
Die Ducati Multistrada V2 ist dagegen stärker auf gleichmäßige Kraftentfaltung ausgelegt. Der Motor unterstützt eine entspanntere Gangart, ohne die sportliche Seite zu verlieren. Gerade auf längeren Strecken oder bei wechselnden Bedingungen zeigt sich der Vorteil: Die Multistrada lässt sich souverän bewegen, bleibt dabei aber dynamisch genug, um auch zügig unterwegs zu sein.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. souveräne Kontrolle
Beim Fahrwerk liegt der Kernunterschied im Einsatzprofil. Die Brutale 1000 RS ist auf präzises, sportliches Handling ausgelegt. Das Motorrad wirkt „leicht“ in der Linie, unterstützt schnelle Richtungswechsel und belohnt eine aktive Fahrweise. Wer gerne mit Gefühl arbeitet, findet hier eine sehr direkte Verbindung zwischen Fahrer und Maschine.
Die Multistrada V2 spielt ihre Stärken eher in der Stabilität und im Komfort aus. Das Fahrwerk ist so abgestimmt, dass es auch auf längeren Etappen Ruhe in die Fahrt bringt. Gleichzeitig bleibt das Motorrad handlich genug, um in Kurven nicht träge zu wirken. Der Unterschied zeigt sich besonders dann, wenn die Strecke nicht perfekt ist oder wenn mehrere Fahrmodi und Einstellungen genutzt werden, um das Motorrad an den Tag anzupassen.
Elektronik und Fahrmodi: Sportliche Freiheit vs. Reise-Setup
Beide Modelle setzen auf moderne Elektronik, aber mit unterschiedlichem Fokus. Bei der MV Agusta Brutale 1000 RS steht die sportliche Abstimmung im Vordergrund. Elektronische Helfer unterstützen eine dynamische Fahrweise, ohne das Motorrad „zu glatt“ zu machen. Das Ergebnis ist ein Setup, das sich eher wie ein sportliches Werkzeug anfühlt: Man kann die Performance abrufen, bleibt aber in der Kontrolle.
Die Ducati Multistrada V2 ist in der Elektronik stärker auf Anpassbarkeit und Alltagsszenarien ausgelegt. Fahrmodi und Assistenzfunktionen helfen dabei, die Charakteristik je nach Situation zu verändern – vom entspannten Cruisen bis zur sportlichen Gangart. Das ist ein klarer Vorteil, wenn das Motorrad für unterschiedliche Fahrten genutzt wird: Stadt, Landstraße, Autobahn und gelegentliche längere Touren.
Bremsen und Sicherheit: Gefühl und Dosierbarkeit im Vergleich
Bei den Bremsen zeigt sich vor allem, wie die Hersteller das Zusammenspiel aus Verzögerung und Dosierbarkeit denken. Die Brutale 1000 RS wirkt in der Praxis sehr direkt: Beim Verzögern ist das Feedback klar, und die Bremse lässt sich gut dosieren, was gerade beim sportlichen Fahren in Kurven oder beim zügigen Anbremsen hilft.
Die Multistrada V2 punktet zusätzlich mit einem „Sicherheitsgefühl“ im Alltag. Die Bremsleistung ist stark, aber vor allem die Abstimmung mit der Elektronik sorgt dafür, dass das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen stabil bleibt. Das ist besonders relevant, wenn nicht immer die gleiche Strecke oder die gleichen Bedingungen herrschen.
Ergonomie und Sitzposition: Naked-Sport vs. Touren-Alltag
Die Sitzposition ist ein entscheidender Unterschied. Die MV Agusta Brutale 1000 RS ist klar sportlich ausgelegt. Das bedeutet: mehr Fokus auf sportliche Körperhaltung, mehr „Fahrgefühl“ und weniger „Tourenkomfort“ im klassischen Sinn. Für kurze bis mittlere Strecken und für Fahrer, die gerne aktiv auf dem Motorrad stehen oder sich in die Kurve bewegen, ist das ein Vorteil.
Die Ducati Multistrada V2 bietet eine ergonomische Ausrichtung, die mehr auf Alltag und längere Fahrten passt. Die Haltung wirkt weniger kompromisslos sportlich und eher ausgewogen. Dadurch wird die Multistrada für viele Fahrer zur „Ein-Motorrad-Lösung“, wenn nicht nur die Kurve, sondern auch der Weg dorthin zählt.
Alltagstauglichkeit: Nutzung im echten Leben
Im Alltag entscheidet oft nicht nur die Leistung, sondern wie das Motorrad im Alltag „funktioniert“. Die Brutale 1000 RS macht Spaß, wenn der Fokus auf Fahrspaß liegt: kurze Strecken, spontane Ausfahrten, kurvige Straßen. Wer das Motorrad als sportliches Zweitfahrzeug oder als reines Spaßgerät nutzt, wird die direkte Art schnell schätzen.
Die Multistrada V2 ist dagegen stärker auf den Alltag ausgelegt. Durch die tourentaugliche Ergonomie, die Elektronik und die insgesamt souveräne Art eignet sie sich besonders, wenn das Motorrad regelmäßig genutzt wird – auch für längere Strecken oder wenn mehrere Fahrertypen das Bike bewegen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
MV Agusta Brutale 1000 RS – Stärken
- Sehr sportliches, direktes Fahrgefühl mit Fokus auf Kurven und Dynamik
- Klare Rückmeldung beim Fahren, wodurch eine aktive Fahrweise belohnt wird
- Elektronik und Abstimmung wirken wie ein Performance-Tool statt wie ein Reise-Setup
MV Agusta Brutale 1000 RS – Schwächen
- Sportliche Ergonomie kann auf sehr langen Strecken weniger entspannend wirken
- Wer maximale Vielseitigkeit für unterschiedliche Einsätze sucht, findet bei der Multistrada oft mehr „Allround“-Komfort
Ducati Multistrada V2 – Stärken
- Starke Vielseitigkeit: Alltag, Tour und sportliche Fahrten lassen sich gut kombinieren
- Elektronik und Fahrmodi unterstützen unterschiedliche Situationen und Fahrstile
- Ergonomie und Fahrwerksruhe sind besonders auf längere Strecken ausgelegt
Ducati Multistrada V2 – Schwächen
- Wer ein maximal „nacktes“ Sportbike-Gefühl sucht, empfindet die Abstimmung möglicherweise als etwas weniger kompromisslos
- Die Stärke liegt im Allround-Ansatz – wer nur auf Kurvenfokus setzt, könnte die Brutale als emotionaler empfinden
Welche Wahl passt? Ein Fazit für unterschiedliche Fahrer
Fazit: Die MV Agusta Brutale 1000 RS ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt klar auf sportlichem Fahrspaß liegt: Kurven, Direktheit, ein lebendiger Motor und ein Fahrwerk, das eine aktive Linie unterstützt. Sie passt besonders zu Fahrern, die ein Motorrad suchen, das sich wie ein konzentriertes Sportgerät anfühlt und bei kurzen bis mittleren Ausfahrten maximalen Spaß liefert.
Die Ducati Multistrada V2 empfiehlt sich, wenn Vielseitigkeit wichtiger ist als ein reiner Kurvenfokus. Wer ein Motorrad für Alltag, längere Touren und wechselnde Bedingungen sucht, profitiert von der tourentauglichen Ergonomie, der souveränen Fahrwerksabstimmung und der Elektronik, die das Bike je nach Situation passend macht. Damit ist die Multistrada besonders für Fahrer geeignet, die „ein Motorrad für alles“ möchten – ohne auf sportliche Dynamik zu verzichten.