| UVP | 7.720 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 16.150 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Einfach und geradeaus
- Stilsicher
- Komfortabel
- Preis
- Nur ABS
- bulliger, Sprint- und durchzugsstarker Motor mit viel Charakter
- Intercity-mässige Straßenlage
- sehr komfortabel und Touren tauglich
- viel Platz für Fahrer und Beifahrer
- hochwertie Verarbeitung und Qualitätsanmutung
- schwer
- QuickShifter ruckelig
- Windschild erzeugt Turbulenzen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 202 | kg |
| Radstand | 1.400 | mm |
| Länge | 2.122 | mm |
| Radstand | 1.400 | mm |
| Sitzhöhe: | 804 | mm |
| Höhe | 1.165 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Länge | 2.202 | mm |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.255 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 648 | ccm |
| Kühlung | Luft-Öl | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxermotor | |
| Hubraum | 1.254 | ccm |
| Hub | 76 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Luft-/Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 47 PS bei 7.100 U/Min | |
| Drehmoment | 52 NM bei 5.150 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 340 | km |
| Leistung | 136 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 143 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen mit geschraubtem Unterzug | |
| Reifen vorne | 100/90-18 MC 56H | |
| Reifen hinten | 130/70-18 MC 63H | |
| Rahmenbauart | Zweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 140)mm | |
| Federung hinten | WAD Federbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | schwimmend gelagerte Scheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die BMW R 1250 RS ist nach wie vor ein betörend gutes Motorrad. Das Modell 2023 hat nun viele Features in Serie an Bord, die zuvor nur gegen Aufpreis verfügbar waren. Ausstattungsbereinigt ist die RS so gesehen sogar etwas günstiger geworden, auch wenn 15.990 Euro Grundpreis erst einmal nicht so wirken. Sie fährt toll, hat einen bärigen Motor, sieht klasse aus und ist gerade für sportliche Touren zu zweit wie gemacht.Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als vollausgestatteter Vorführer mit allen Paketen und jedweden Schnickschnack für 17.990 Euro. Ein fairer Deal und eine echte Einladung zur Probefahrt. Aber Achtung, vorher Kontostand prüfen, weil kaum jemand wiederstehen können wird...
MotorradTest.de auf YouTube
Royal Enfield Interceptor 650 vs BMW R 1250 RS: Vergleich für Alltag und Tour
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die optisch und technisch aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Royal Enfield Interceptor 650 steht für klassisches Design, spürbaren Motorcharakter und eine Philosophie, die sich nach Motorradfahren anfühlt – ohne unnötigen Schnickschnack. Die BMW R 1250 RS dagegen ist ein moderner Sporttourer: komfortorientiert, mit viel Elektronik, starkem Antrieb und dem Anspruch, lange Strecken souverän zu bewältigen.
Im Folgenden geht es nicht um einzelne Zahlen, sondern um das, was im Alltag und auf Touren wirklich zählt: Wie fühlt sich der Motor an? Wie arbeitet das Fahrwerk? Wie gut bremsen die Maschinen? Und welche Stärken zeigen sich dort, wo man sie im echten Leben braucht?
Grundcharakter: klassisch vs. sporttourerorientiert
Interceptor 650: Old-School-Feeling mit moderner Basis
Die Interceptor 650 wirkt wie ein Motorrad, das bewusst an die Tradition anknüpft. Der Motor liefert einen Charakter, der nicht nur „funktioniert“, sondern spürbar ist. Das macht das Fahren angenehm direkt: Gas auf, Drehmoment da, und die Maschine reagiert ohne große Umwege. Gerade auf Landstraßen und in der Stadt entsteht dadurch ein Fahrgefühl, das viele Fahrer an klassischen Twins lieben.
R 1250 RS: sportlich, aber auf Komfort getrimmt
Die BMW R 1250 RS ist dagegen klar auf Touren ausgelegt. Die Sitzposition ist sportlich genug, um zügig zu fahren, aber nicht so kompromisslos, dass lange Strecken anstrengend werden. Die Maschine wirkt insgesamt „eingestellt“ auf Alltagstauglichkeit: stabil, ruhig und mit einem Fahrstil, der auch bei wechselnden Bedingungen Sicherheit vermittelt.
Motor und Antrieb: Drehmomentgefühl vs. souveräne Leistungsentfaltung
Beim Vergleich der Motoren zeigt sich ein grundlegender Unterschied: Die Interceptor 650 setzt auf einen spürbaren, eher bodenständigen Antrieb, der sich besonders gut für gleichmäßiges Fahren eignet. Das macht sie angenehm, wenn man nicht ständig nach dem nächsten Gang suchen möchte, sondern lieber flüssig unterwegs ist. Die BMW dagegen spielt ihre Stärken dort aus, wo man Reserven braucht: beim Beschleunigen aus dem Stand, beim Überholen oder wenn die Strecke zügig werden soll.
Beide Motorräder lassen sich im Alltag gut bewegen, aber auf unterschiedliche Art. Die Interceptor 650 belohnt ein „mit dem Motorrad arbeiten“: Gasdosierung, Rhythmus und ein ruhiger Umgang mit dem Fahrtempo. Die R 1250 RS belohnt eher das „einfach machen“: Gas auf, die Maschine zieht kraftvoll durch und bleibt dabei kontrolliert.
Fahrwerk und Handling: leichtfüßig in der Kurve vs. stabil auf Distanz
Interceptor 650: agil im Alltag, angenehm auf Landstraße
Die Interceptor 650 wirkt im Vergleich eher leicht und unkompliziert. In engen Bereichen, beim Rangieren oder beim zügigen Durchfahren von Kurven zeigt sich, dass das Motorrad nicht auf maximale Sportlichkeit getrimmt ist, sondern auf ein harmonisches Gesamtgefühl. Das Fahrwerk unterstützt den klassischen Stil: nicht übertrieben hart, nicht übermäßig weich, sondern so, dass man sich schnell wohlfühlt.
R 1250 RS: präzise Führung, souveräne Stabilität
Die BMW R 1250 RS spielt ihre Stärken vor allem bei höheren Geschwindigkeiten und längeren Abschnitten aus. Das Fahrwerk vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Kontrolle. Gerade auf welligen Straßen oder bei wechselndem Belag bleibt die Linie stabil, und das Motorrad lässt sich auch bei zügiger Gangart gut einordnen. In schnellen Kurven wirkt die Maschine weniger „nervös“ und mehr „auf Spur“.
Während die Interceptor 650 eher zum entspannten Kurvenrhythmus einlädt, ist die R 1250 RS stärker auf präzises, sporttourerorientiertes Fahren ausgelegt.
Bremsen und Sicherheit: dosierbar vs. kraftvoll mit moderner Unterstützung
Bei den Bremsen zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen klassisch und modern. Die Interceptor 650 bietet eine Bremsleistung, die sich gut dosieren lässt und für die meisten Alltagssituationen ausreichend Reserven bietet. Das System wirkt eher „direkt“: Man spürt den Druckaufbau und kann die Verzögerung fein steuern.
Die BMW R 1250 RS ist hier deutlich moderner aufgestellt. Neben der grundsätzlichen Bremskraft spielt die Unterstützung durch moderne Systeme eine große Rolle. Das macht das Motorrad besonders dann attraktiv, wenn man häufig unterwegs ist, auch bei wechselnden Bedingungen oder wenn man sportlicher fährt. Die Bremsen wirken insgesamt berechenbarer, vor allem in Situationen, in denen man nicht perfekt planen kann.
Elektronik und Assistenz: reduziert und pur vs. umfangreich und komfortorientiert
Die Interceptor 650 setzt auf ein Motorrad-Erlebnis, das weniger von Technik-Features lebt und mehr vom Fahrgefühl. Das ist ein Vorteil, wenn man sich nicht von zu vielen Menüs oder Assistenzsystemen ablenken lassen möchte. Gleichzeitig bedeutet „weniger Elektronik“ nicht automatisch „weniger Sicherheit“, aber es verschiebt den Fokus: Fahrerfeedback und Fahrkultur stehen stärker im Vordergrund.
Die BMW R 1250 RS dagegen ist ein Elektronik-Motorrad. Das wirkt sich vor allem auf Komfort und Sicherheit aus: Traktions- und Fahrmodi, die je nach Situation helfen, sowie eine insgesamt moderne Abstimmung. Gerade auf Touren, wenn Wetter und Straßenverhältnisse variieren, ist das ein echter Pluspunkt.
Ergonomie und Windschutz: entspanntes Sitzen vs. Tourenkomfort
Die Sitzposition ist bei beiden Maschinen ein Thema, aber mit unterschiedlichen Zielen. Die Interceptor 650 ist eher auf eine natürliche, klassische Haltung ausgelegt. Das macht sie angenehm für kurze bis mittlere Strecken und für das „einfach losfahren“. Wer viel in der Stadt unterwegs ist oder gern spontan fährt, wird die unkomplizierte Ergonomie schnell schätzen.
Die BMW R 1250 RS ist stärker auf längere Strecken optimiert. Der Windschutz und die Gesamtabstimmung reduzieren Ermüdung, sodass man auch nach mehreren Stunden noch konzentriert fahren kann. Das ist besonders relevant, wenn Autobahnabschnitte oder längere Landstraßenrouten Teil der Tour sind.
Alltagstauglichkeit: Parken, Handling und Wartung im Blick
Im Alltag zählt, wie leicht sich ein Motorrad in den Tagesablauf integrieren lässt. Die Interceptor 650 wirkt dabei unkompliziert: handlich, gut zu bewegen und insgesamt „nahbar“. Das macht sie auch für Einsteiger interessant, die ein Motorrad suchen, das nicht einschüchtert, sondern zum Fahren motiviert.
Die BMW R 1250 RS ist ebenfalls alltagstauglich, aber auf eine andere Art. Sie ist komfortorientiert und bietet durch ihre Ausstattung und Stabilität ein sicheres Gefühl – auch wenn man nicht ständig sportlich unterwegs ist. Allerdings ist sie eher die Wahl für Fahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren oder die moderne Technik bewusst nutzen möchten.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Royal Enfield Interceptor 650 – Stärken
- Charaktervolles Fahrgefühl mit direkter Motorreaktion
- Unkompliziertes Handling für Stadt und Landstraße
- Klassisches Design und ein Motorrad-Erlebnis ohne Technikballast
- Gute Basis für Fahrer, die das Fahren selbst in den Mittelpunkt stellen
Royal Enfield Interceptor 650 – Schwächen
- Weniger Reserven im Vergleich zu einem modernen Sporttourer bei sehr zügiger Fahrweise
- Weniger Elektronik-Assistenz als bei der BMW
- Tourenkomfort ist eher „angenehm“ als konsequent auf lange Strecken optimiert
BMW R 1250 RS – Stärken
- Souveräne Leistungsentfaltung für zügiges Fahren und Überholen
- Stabilität und Präzision besonders auf längeren Strecken
- Moderne Assistenz und Elektronik für mehr Komfort und Sicherheit
- Tourenorientierter Windschutz und insgesamt entspannteres Langstrecken-Fahrgefühl
BMW R 1250 RS – Schwächen
- Anspruchsvoller im Charakter: eher „Sporttourer“ als purer Klassiker
- Komplexität durch mehr Technik und Einstellmöglichkeiten
- Für sehr spontane Kurzfahrten kann der Fokus auf Touren-Setup weniger „spielerisch“ wirken
Welches Motorrad passt besser? Fazit
Die Royal Enfield Interceptor 650 ist die bessere Wahl, wenn ein klassisches Motorradgefühl im Vordergrund steht: direktes Ansprechverhalten, unkompliziertes Handling und ein Stil, der Lust auf Landstraße und spontane Fahrten macht. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur transportiert, sondern auch Charakter liefert, wird mit der Interceptor 650 sehr zufrieden sein. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die gern „mit dem Motorrad“ fahren und weniger Wert auf maximale Reserven oder umfangreiche Assistenzsysteme legen.
Die BMW R 1250 RS ist ideal für alle, die regelmäßig längere Strecken fahren oder ein Motorrad möchten, das auch bei zügigem Tempo ruhig bleibt. Die Kombination aus kraftvoller Leistungsentfaltung, moderner Elektronik und tourentauglichem Komfort macht sie zur passenden Wahl für Vielfahrer und für Menschen, die Sicherheit und Entspannung auf Distanz priorisieren. Wer ein Sporttourer-Erlebnis sucht, bei dem Technik und Fahrstabilität zusammenarbeiten, trifft mit der R 1250 RS eine sehr stimmige Entscheidung.