| UVP | 7.720 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Einfach und geradeaus
- Stilsicher
- Komfortabel
- Preis
- Nur ABS
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 202 | kg |
| Radstand | 1.400 | mm |
| Länge | 2.122 | mm |
| Radstand | 1.400 | mm |
| Sitzhöhe: | 804 | mm |
| Höhe | 1.165 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 648 | ccm |
| Kühlung | Luft-Öl | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 47 PS bei 7.100 U/Min | |
| Drehmoment | 52 NM bei 5.150 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 340 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen mit geschraubtem Unterzug | |
| Reifen vorne | 100/90-18 MC 56H | |
| Reifen hinten | 130/70-18 MC 63H | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | schwimmend gelagerte Scheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Royal Enfield Interceptor 650 vs MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die Royal Enfield Interceptor 650 und die MV Agusta Superveloce 800, lohnt sich ein genauer Blick. Beide Modelle stehen für einen eigenen Charakter: Die Interceptor 650 bringt eine klassische, bodenständige Art von Fahrspaß mit, während die Superveloce 800 eher die sportliche, markante Seite des modernen Motorradbaus verkörpert. Im folgenden Vergleich geht es darum, wie sich die beiden Konzepte im Alltag und auf der Straße anfühlen – und wo jeweils die Stärken liegen.
Grundidee und Fahrphilosophie
Interceptor 650: klassisch, entspannt, nah am Alltag
Die Royal Enfield Interceptor 650 ist ein Motorrad, das sich wie ein vertrauter Begleiter anfühlt. Der Fokus liegt auf einem souveränen, gut nutzbaren Antrieb und einer Sitzposition, die nicht auf maximale Aggressivität getrimmt ist. Dadurch wirkt das Motorrad besonders dann stimmig, wenn Strecken nicht nur aus Kurven bestehen, sondern aus Alltag, Stadtverkehr und entspanntem Landstraßen-Tempo.
Superveloce 800: sportlich, präzise, mit Anspruch
Die MV Agusta Superveloce 800 verfolgt eine andere Richtung. Sie wirkt von der ersten Sekunde an wie ein Motorrad, das gern zügig bewegt wird. Die Abstimmung zielt auf Dynamik und ein direktes Feedback ab. Wer gern sportlich fährt, findet hier ein Konzept, das sich eher nach „mehr“ anfühlt: mehr Antriebspower, mehr Präzision und mehr „Motorradgefühl“ in schnellen Passagen.
Motor und Antrieb: Charakter statt nur Zahlen
Beim Vergleich der beiden Modelle zeigt sich vor allem der Unterschied im Charakter. Die Interceptor 650 setzt auf einen Motor, der sich angenehm dosieren lässt und in typischen Alltagssituationen zuverlässig zieht. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufiges Anfahren, moderates Beschleunigen und entspanntes Gleiten gefragt sind. Die Kraft wirkt nicht wie ein „Schalter“, sondern eher wie eine gleichmäßige Unterstützung.
Die Superveloce 800 dagegen ist deutlich stärker auf sportliche Nutzung ausgelegt. Der Motor liefert mehr Biss und unterstützt zügige Fahrmanöver. In Kombination mit einer sportlicheren Auslegung entsteht ein Fahrgefühl, das schneller in Richtung „Dynamik“ kippt: Beschleunigung fühlt sich unmittelbarer an, und das Motorrad lädt dazu ein, die Gänge öfter zu nutzen und das Tempo in Kurven und auf Überholstrecken konsequenter auszureizen.
Fahrwerk und Handling: Komfort vs. sportliche Linie
Interceptor 650: angenehm kontrolliert
Die Royal Enfield Interceptor 650 zeigt im Handling eine klare Stärke: Sie bleibt auch bei wechselnden Straßenbedingungen gut berechenbar. Das Fahrwerk wirkt eher auf Komfort und Alltagstauglichkeit abgestimmt. Dadurch ist das Motorrad besonders dann im Vorteil, wenn die Straße nicht perfekt ist – etwa bei Kopfsteinpflaster, grobem Asphalt oder längeren Strecken mit wechselndem Belag.
Superveloce 800: präzise und „auf Linie“
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo es sportlich wird. Das Motorrad liegt spürbar stabil und vermittelt ein Gefühl von Präzision. In schnellen Kurven und beim zügigen Richtungswechsel wirkt die Abstimmung zielgerichtet. Gleichzeitig kann diese sportlichere Ausrichtung im Alltag weniger „weich“ wirken, wenn die Strecke eher holprig oder unruhig ist.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder bieten ein sicheres Bremsgefühl, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die Interceptor 650 überzeugt mit einer gut dosierbaren Verzögerung, die sich natürlich anfühlt und für die meisten Alltagssituationen sehr gut passt. Das ist ein Plus, wenn häufig aus dem Stadtverkehr heraus gebremst wird oder wenn man nicht ständig an die Grenzen gehen möchte.
Die Superveloce 800 ist dagegen stärker auf sportliche Anforderungen ausgelegt. Das Bremsverhalten wirkt kraftvoll und standfest, was besonders bei zügiger Fahrweise und wiederholten Bremsmanövern auf kurvigen Strecken Vorteile bringt. Wer gern dynamisch fährt, spürt hier schneller das „Sportbike“-Gefühl.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie?
Ein wichtiger Unterschied liegt in der Art, wie beide Motorräder den Fahrer positionieren. Die Interceptor 650 bietet eine Sitzhaltung, die eher auf entspanntes Fahren ausgelegt ist. Das macht sie besonders geeignet für längere Fahrten, bei denen man nicht ständig in einer aggressiven Haltung „arbeiten“ möchte.
Die Superveloce 800 ist spürbar sportlicher. Die Sitzposition unterstützt eine dynamische Fahrweise und fördert ein aktives Fahren. Für Fahrerinnen und Fahrer, die gern zügig unterwegs sind und die eigene Körperhaltung als Teil des Fahrgefühls sehen, ist das ein klarer Vorteil. Wer dagegen viel im Alltag unterwegs ist und häufig lange Strecken in moderatem Tempo fährt, kann die sportlichere Ergonomie als weniger entspannend empfinden.
Design und Charakter: Zwei Welten, zwei Zielgruppen
Design ist mehr als Optik – es beeinflusst auch, wie man das Motorrad wahrnimmt. Die Royal Enfield Interceptor 650 wirkt klassisch und zeitlos. Sie zieht Aufmerksamkeit über ihren Stil an und vermittelt das Gefühl, ein Motorrad für echte Fahrfreude zu besitzen, ohne dabei „zu viel“ zu sein.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen ein Statement. Sie wirkt moderner, sportlicher und hochwertig. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur fährt, sondern auch optisch und technisch nach „Performance“ aussieht, findet hier eine starke Ausstrahlung.
Ausstattung und Fahrassistenz: Was im Alltag zählt
Im Vergleich der Ausstattung zeigt sich: Die Interceptor 650 setzt auf ein stimmiges Gesamtpaket, das vor allem im Alltag überzeugt. Die Bedienung wirkt unkompliziert, und das Motorrad ist so ausgelegt, dass man sich schnell wohlfühlt.
Die Superveloce 800 richtet sich stärker an Fahrerinnen und Fahrer, die Technik und sportliche Features schätzen. Gerade wenn man Wert auf präzise Rückmeldung, moderne Fahrwerks- und Bremscharakteristik sowie ein „rundes“ Gesamtgefühl legt, kann die MV Agusta deutlich mehr bieten.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Royal Enfield Interceptor 650 – Stärken
- Alltagstauglicher Charakter: entspanntes Fahrgefühl, gut dosierbar.
- Komfortorientierte Abstimmung: auch auf weniger perfekten Straßen angenehm.
- Klassisches Design: zeitloser Look, der nicht schnell „out“ wirkt.
- Einfaches Handling: ideal für viele Fahrprofile, auch wenn man nicht ständig sportlich unterwegs ist.
Royal Enfield Interceptor 650 – Schwächen
- Sportliche Grenzen werden schneller erreicht, wenn es sehr dynamisch wird.
- Performance-Fokus ist nicht das Hauptziel – wer maximale Sportlichkeit sucht, muss das Konzept mögen.
MV Agusta Superveloce 800 – Stärken
- Sportliche Dynamik: mehr Druck beim Beschleunigen und mehr „Biss“ in zügigen Situationen.
- Präzises Handling: unterstützt dynamische Linien und schnelle Richtungswechsel.
- Starkes Gesamtpaket: wirkt wie ein Motorrad, das für ambitioniertes Fahren gebaut ist.
- Premium-Charakter: Design und Technik vermitteln deutlich mehr „High-End“-Anspruch.
MV Agusta Superveloce 800 – Schwächen
- Alltagskomfort kann weniger im Vordergrund stehen als bei der Interceptor.
- Anspruch an Fahrstil: Wer nur gemütlich fährt, nutzt die Stärken möglicherweise nicht voll aus.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Royal Enfield Interceptor 650 ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das im Alltag funktioniert, sich natürlich anfühlt und dabei einen klassischen Stil mitbringt. Sie ist eine gute Wahl, wenn Strecken abwechslungsreich sind, man gern entspannt fährt und das Motorrad nicht ständig „auf Sport“ trimmen möchte.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen ideal für Menschen, die sportlich fahren wollen und ein Motorrad möchten, das in dynamischen Situationen sichtbar und spürbar mehr liefert. Wer Kurven, zügige Überholmanöver und eine präzise Rückmeldung liebt, findet hier ein Konzept, das deutlich stärker auf Performance ausgelegt ist.
Fazit:
Die Royal Enfield Interceptor 650 ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad für den Alltag, für längere entspannte Fahrten und für wechselnde Straßenbedingungen gesucht wird. Ihr Vorteil liegt im gut dosierbaren Charakter, der komfortorientierten Abstimmung und dem klassischen Look, der auch ohne sportliche Härte funktioniert. Die MV Agusta Superveloce 800 spielt ihre Stärken aus, wenn es dynamisch werden soll: mehr Antriebspower, präziseres Handling und ein sportlicheres Gesamtgefühl. Wer häufig zügig fährt, Kurven aktiv angeht und ein Motorrad möchte, das in schnellen Momenten besonders viel Spaß macht, wird mit der MV Agusta glücklicher. Kurz gesagt: Interceptor für entspannten Alltags- und Genussfahrstil, Superveloce für ambitionierte Performance und ein klar sportliches Fahrgefühl.