| UVP | 13.699 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 18.290 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- hochherrschaftliches Fahrgefühl
- echtes Reise-Enduro Feeling
- tolles Fahrwerk
- tolle Bremsen
- toller Motor
- tolle technische Serienausstattung
- Soziuskomfort so lálá
- für kleine Fahrer/innen nicht geeignet
- kein Y-AMT verfügbar
- hervorragende Bremsen
- extrem handlicher Kurvenräuber
- leicht zugänglich
- echter Duc-Sound
- großer Wendekreis
- Wärmeentwicklung an der rechten Seite
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 220 | kg |
| Radstand | 1.595 | mm |
| Länge | 2.370 | mm |
| Radstand | 1.595 | mm |
| Sitzhöhe: | 890 | mm |
| Höhe | 1.495 | mm |
| Gewicht | 210 | kg |
| Radstand | 1.478 | mm |
| Länge | 2.119 | mm |
| Radstand | 1.478 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.155 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 Zylinder Reihe | |
| Hubraum | 689 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 937 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 94 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 73 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 68 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 535 | km |
| Leistung | 110 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 270 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Zentralrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Telegabel, Ø 46 mm (Federweg 230)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein, voll einstellbar (Federweg 220)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Alu | |
| Reifen vorne | 90/90-21 M/C 54V | |
| Reifen hinten | 150/70 R 18 M/C 70V M S | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Öhlins USD-Gabel 48 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Öhlins Mono-Federbein einstellbar in Zug-, Druckstufe und Vorspannung (Federweg 144)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 180/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Brembo, Doppelscheibe ( Ø 282 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo 4-Kolben-Monoblock-Bremszangen M4.32 (feststehend), radial montiert ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo 2-Kolben-Bremszange P34E ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Die neue Yamaha Ténéré 700 World Raid ist eine konsequent weiterentwickelte Reiseenduro für Fahrerinnen und Fahrer, die tatsächlich weit fahren wollen – und zwar nicht nur auf Asphalt. Ihr größter Trumpf bleibt die stimmige Verbindung aus großer Reichweite, robustem Fahrwerk, kontrollierbarem CP2-Motor und echtem Offroad-Nutzwert. Dass Yamaha das Modell nun mit moderner Elektronik, Ride-by-Wire, Tempomat und IMU-gestützten Assistenzsystemen aufwertet, macht die Maschine alltagstauglicher und sicherer, ohne ihren Grundcharakter vollständig zu verwässern.
Gleichzeitig bleibt sie ein Motorrad mit klarer Haltung: hoch, präsent, funktional und bewusst weniger bequem als schwere Reise-Tourer mit Asphaltfokus. Genau darin liegt aber auch ihre Stärke. Die World Raid ist kein weichgespülter Kompromiss, sondern ein ernst gemeintes Adventure-Bike für lange Distanzen, schlechte Wege und Menschen, die lieber Horizonte als Stadtgrenzen anpeilen. Wer genau so ein Motorrad sucht, findet in der aktuellen Ténéré 700 World Raid eines der spannendsten und glaubwürdigsten Angebote der Mittelklasse.
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort stehen die neue World Raid sowie die Standard T7 als Vorführer und freuen sich auf Probefahrer. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgiebige Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser.
Fazit - was bleibt hängen
Junge, was hatten wir Spaß! Vor allem Volker, der mit knapp 250 km/h den Windschutz auf der Autobahn checken wollte, konnte sich ein "Uy, yeah!" nicht verkneifen. Das Windschild ist übrigens verstellbar, allerdings nicht ohne Werkzeug. Der Windschutz ist Sportler-typisch okay, aber der Helm bleibt im Wind. Die 950 ist wie schon gesagt eben doch kein Tourer.Okay, es gibt ein paar Nachteile wie z.B. der große Wendekreis oder die Warmluft-Abführung rechts oder die V2-typischen Lastwechselreaktionen oder die Konstantfahrruckeln, aber eine echte Duc ist eben ein kleine Diva, die an der ein oder anderen Stelle ein wenig zumzicken muss. Und genau das lieben wir doch an den Schönen aus Bologna, oder? Geiles Bike!
Das Test-Motorrad wurde uns zur Verfügung gestellt von Ducati-Hamburg, wo ihr neben der SuperSport auch viele andere, überwiegend rote Maschinen aus Bella Italia Probefahren könnt.
MotorradTest.de auf YouTube
Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid vs. Ducati Supersport 950 S – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid und die Ducati Supersport 950 S, wird der Vergleich besonders spannend. Auf der einen Seite steht ein Reiseenduro-Ansatz: aufrechter, alltagstauglicher Komfort, Fokus auf Strecke und Vielseitigkeit. Auf der anderen Seite ein sportlicher Supersport-Charakter: dynamische Linien, sportliche Sitzhaltung und ein Setup, das Kurven und zügiges Fahren in den Mittelpunkt stellt. Genau hier lohnt sich der Blick auf die Stärken und Schwächen – denn beide Modelle können auf ihre Art überzeugen, aber sie spielen nicht im selben Einsatzgebiet.
Grundidee und Charakter: Reiseenduro vs. Supersport
Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid
Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid ist als World Raid-Variante klar auf Touren ausgelegt. Der Charakter ist pragmatisch: Das Motorrad soll sich auf längeren Strecken wohlfühlen, auch wenn die Route nicht nur aus Autobahn und glattem Asphalt besteht. Die aufrechte Sitzposition und die typische Adventure-Logik sorgen dafür, dass der Fahrer auch nach vielen Kilometern noch entspannt bleibt. Gleichzeitig ist das Bike so ausgelegt, dass es nicht nur „für den Fall der Fälle“ taugt, sondern im Alltag regelmäßig genutzt werden kann.
Ducati Supersport 950 S
Die Ducati Supersport 950 S verfolgt dagegen eine deutlich sportlichere Linie. Der Fokus liegt auf Agilität, direktem Rückmeldung und einem Fahrgefühl, das Lust auf zügige Passagen macht. Die Sitzposition ist spürbar sportlicher, wodurch sich das Motorrad in Kurven sehr zielgerichtet anfühlt. Wer gern dynamisch fährt und dabei auch auf der Landstraße „mehr“ möchte, findet hier eine Maschine, die den Charakter eines Supersports ernst nimmt.
Motor und Fahrgefühl im Vergleich
Beim Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich ein klarer Unterschied in der Philosophie. Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid wirkt eher wie ein „Tourenmotor“: gleichmäßige Kraftentfaltung, gut dosierbar und auf Alltagstempo sowie längere Abschnitte ausgelegt. Das macht das Motorrad besonders angenehm, wenn die Fahrt nicht nur aus sportlichen Highlights besteht, sondern aus An- und Abfahrten, Stadtverkehr und wechselndem Terrain.
Die Ducati Supersport 950 S setzt dagegen stärker auf sportliche Dynamik. Im Vergleich wirkt die Kraftentfaltung direkter und „motorsportnäher“, was sich vor allem beim Beschleunigen aus Kurven und bei zügigen Zwischenspurts bemerkbar macht. Das Motorrad belohnt eine aktive Fahrweise. Wer häufig im Bereich höherer Drehzahlen unterwegs ist oder Kurven mit Schwung angeht, wird die Ducati als deutlich „spritziger“ erleben.
Fahrwerk, Handling und Stabilität
Auch beim Fahrwerk unterscheiden sich die Schwerpunkte. Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid ist so abgestimmt, dass sie auf wechselndem Untergrund souverän bleibt. Das Handling wirkt kontrolliert, ohne dabei zu „hart“ zu werden. Gerade auf schlechten Straßen, bei Kopfsteinpflaster oder wenn die Linie nicht perfekt ist, spielt die Yamaha ihre Stärke aus: Sie bleibt gut beherrschbar und vermittelt Sicherheit.
Die Ducati Supersport 950 S ist dagegen klar auf sportliche Kurvenfahrt ausgelegt. Im Vergleich fühlt sich das Motorrad in schnellen Richtungswechseln sehr präzise an. Die Stabilität bei zügigem Tempo ist ein Pluspunkt, aber die Kehrseite ist, dass das Setup stärker nach „Sport“ verlangt. Wer viel auf holprigen Strecken unterwegs ist oder häufig im Alltag mit wechselnden Bedingungen fährt, merkt schneller, dass die Ducati mehr „Fahrstil“ und Aufmerksamkeit fordert.
Bremsen und Sicherheit: Unterschiede in der Wirkung
Bei den Bremsen zeigt sich im Vergleich vor allem der Unterschied zwischen „Alltagssicherheit“ und „Sportperformance“. Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid zielt auf kontrollierbares Verzögern und ein gut dosierbares Gefühl ab. Das ist besonders dann wertvoll, wenn häufig aus moderaten Geschwindigkeiten gebremst wird oder wenn die Straßenoberfläche nicht konstant ist.
Die Ducati Supersport 950 S liefert im sportlichen Einsatz spürbar mehr Biss. Das Bremsgefühl wirkt direkter, wodurch sich das Motorrad in Kurven sehr präzise kontrollieren lässt. Gleichzeitig gilt: Wer die Ducati überwiegend im entspannten Alltag bewegt, bekommt zwar viel Reserven, muss aber nicht zwingend die volle Sportbreite ausnutzen.
Elektronik und Assistenz: Komfort vs. sportliche Unterstützung
Elektronik ist bei beiden Motorrädern ein Thema, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid wirkt so konzipiert, dass sie das Fahren auf Distanz erleichtert. Assistenzsysteme und Fahrmodi unterstützen vor allem das entspannte, sichere Vorankommen – besonders dann, wenn die Bedingungen variieren.
Die Ducati Supersport 950 S setzt stärker auf sportliche Unterstützung. Im Vergleich fühlt sich die Elektronik so an, dass sie dynamisches Fahren begleitet, ohne die Fahrfreude zu „abzuwürgen“. Das kann gerade in Kurven und beim zügigen Herausbeschleunigen ein echter Vorteil sein. Wer jedoch eher ruhig fährt, wird die Ducati-Elektronik eher als „Performance-Tool“ wahrnehmen, während die Yamaha mehr „Touren-Entlastung“ bietet.
Ausstattung und Ergonomie: Wie sich die Bikes im Alltag anfühlen
Bei der Ergonomie zeigt sich der größte Unterschied im Nutzungsprofil. Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid bietet eine Sitzposition, die längere Fahrten angenehmer macht. Der Körper bleibt weniger „eingespannt“, was sich besonders auf Tagesetappen bemerkbar macht. Dazu passt die Reiseorientierung: Das Motorrad wirkt wie gemacht für Gepäck, wechselnde Strecken und eine Tour, die nicht schon nach 100 Kilometern endet.
Die Ducati Supersport 950 S ist ergonomisch klar sportlicher. Das ist ein Pluspunkt, wenn die Fahrt aus Kurven besteht und die Hände bewusst arbeiten sollen. Für kurze Strecken oder spontane Ausfahrten ist das Setup oft genau richtig. Auf langen Strecken kann die sportliche Haltung jedoch stärker ins Gefühl rücken, vor allem wenn das Tempo nicht durchgehend hoch ist.
Reisetauglichkeit und Alltag: Wo die Stärken liegen
Im Vergleich ist die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid die naheliegende Wahl, wenn das Motorrad vielseitig sein soll: Pendeln, Wochenendtour, längere Urlaubsfahrt – und gern auch mal eine Route, die nicht perfekt geteert ist. Die Reiseenduro-Logik sorgt dafür, dass das Bike nicht nur „für die Saison“ taugt, sondern das ganze Jahr über Sinn ergibt.
Die Ducati Supersport 950 S punktet vor allem dort, wo Fahrspaß im Vordergrund steht: Landstraße, sportliche Passagen, dynamische Fahrweise. Für Fahrten, bei denen Komfort zwar wichtig ist, aber die Kurve und die Beschleunigung den Ton angeben, ist die Ducati im Vorteil. Wer dagegen häufig lange Strecken entspannt abspult oder viel auf unruhigen Straßen unterwegs ist, wird die Yamaha als entspannter erleben.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid – Stärken
- Reise- und Allround-Charakter: gut geeignet für unterschiedliche Strecken und längere Touren.
- Kontrolliertes Fahrgefühl auf wechselndem Untergrund.
- Ergonomie für Distanz: weniger „sportlicher Druck“ auf dem Körper.
Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid – Schwächen
- Sportliche Spitzenwirkung ist nicht der Hauptfokus – wer maximale Kurvendynamik sucht, fühlt schneller Grenzen.
- Supersport-Feeling kommt eher indirekt: Die Yamaha ist eher „tourend“ als „rennstreckennah“.
Ducati Supersport 950 S – Stärken
- Sportliche Präzision: sehr direktes Handling und dynamisches Ansprechverhalten.
- Kurven- und Beschleunigungsfokus: macht zügige Fahrten besonders attraktiv.
- Elektronik als Performance-Begleiter: unterstützt dynamisches Fahren.
Ducati Supersport 950 S – Schwächen
- Sportliche Sitzposition kann auf langen Strecken stärker fordern.
- Allround-Anspruch ist möglich, aber nicht der Kern: Auf holprigen Strecken wirkt die Yamaha oft entspannter.
Welche Wahl passt: Yamaha oder Ducati?
Der Vergleich lässt sich am besten über das eigene Fahrprofil entscheiden. Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid ist dann die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem als Reise- und Alltagsmaschine dienen soll: längere Strecken, wechselnde Straßen, gelegentlich auch abseits des perfekten Asphalts. Wer ein Bike sucht, das nicht nur am Wochenende Spaß macht, sondern auch unter der Woche zuverlässig funktioniert, wird mit der Yamaha deutlich zufriedener sein.
Die Ducati Supersport 950 S ist dagegen ideal, wenn der Schwerpunkt auf sportlicher Fahrfreude liegt: Kurven, zügige Landstraßen, dynamisches Beschleunigen und ein Motorrad, das sich wie ein „Werkzeug für Spaß“ anfühlt. Wer bereit ist, die sportlichere Ergonomie in Kauf zu nehmen und das Motorrad bewusst zu fahren, bekommt eine sehr begeisternde Maschine.
Fazit:
Die Yamaha Ténéré TNR 700 World Raid überzeugt im Vergleich vor allem als vielseitige Reiseenduro: Sie wirkt entspannter für lange Etappen, bleibt auf wechselndem Untergrund gut kontrollierbar und passt besonders gut zu Fahrern, die ein Motorrad für viele Situationen suchen. Ihre Stärke liegt in der Kombination aus Alltagstauglichkeit und Tourenkomfort – mit einem Fahrgefühl, das Sicherheit vermittelt, statt nur auf maximale Sportdynamik zu setzen.
Die Ducati Supersport 950 S ist die bessere Wahl, wenn sportliche Präzision und dynamisches Fahren im Vordergrund stehen. Im Vergleich zeigt sie ihre Stärken dort, wo Kurvenarbeit und zügiges Beschleunigen zählen: Das Handling wirkt direkter, die Elektronik unterstützt die Performance und das Motorrad macht spürbar Lust auf dynamische Ausfahrten. Wer häufig lange Strecken entspannt fährt oder oft auf unruhigen Straßen unterwegs ist, wird die Yamaha als angenehmer erleben.
Kurz gesagt: Yamaha für Vielseitigkeit und Distanz, Ducati für sportlichen Fahrspaß und kurvenorientierte Dynamik.