| UVP | 14.149 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2016 bis 2018 | |
Pro und Kontra
- Motor !!!
- glaubwürdige Retro-Optik
- kerniger 3-Zylinder Sound
- technisch gut ausgestattet
- gerade noch alltagstaugliche Sitzposition
- typische Handballen-Schmerzen nach längerer Fahrzeit
- Bremse braucht etwas Handkraft für starke Verzögerung
- Extrem wendig
- Sportlicher Motor
- Exklusiv
- Verarbeitung
- Autobahntauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 200 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.180 | mm |
| Gewicht | 201 | kg |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 860 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 937 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 94 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
| Leistung | 110 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 95 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 307 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Monofederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) Tubeless | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) Tubeless | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | 43mm Upside-Down-Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | Pirelli Scorpion Trail, 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | Pirelli Scorpion Trail, 180/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
So geht Retro-Sport! Die GP liefert in allen Belangen ab und übererfüllte sogar unsere Erwartungen an eine Maschine dieser Art. Dies liegt am famosen Motor, aber auch an der sehr guten technischen Ausstattung, die man so komplett an einem Retro-Racer eigentlich nicht vermuten würde. Die Maschine geht ab wie Schmidts Katze und ist betörend schön. Die Sitzposition ist natürlich schon sehr sportlich, aber nicht so brutal, wie man es von anderen SuperSportlern kennt. Einfach mal draufsetzen. Und Spaß haben!Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht ein Vorführer in Grau und wartet auf Probefahrer. Wer nicht fahren, sondern nur schauen will, ist aber bei Tecius & Reimers ebenfalls Herzlich Willkommen. Nicht vergessen: Im Keller stehen jede Menge gebrauchte Bikes.
Fazit - gelingt der Kompromiss?
Ja. Tatsächlich gelingt der Kompromiss, aus einem der wendigsten Motorräder überhaupt ein tourentaugliches Motorrad zu schaffen, ohne dessen Kernkompetenzen einzuschränken. Der zweite Teil des Satzes ist allerdings der weitaus wichtigere, denn die Hyperstrada ist keinesfalls mit einem Tourer zu verwechseln. Trotz Scheibe ist der Windschutz stark eingeschränkt, die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h reine Theorie. Kann man mal machen, aber nach kurzer Zeit pendelt sich die ideale Reisegeschwindigkeit bei 130 km/h ein. Der Weg ist hier nicht das Ziel, sondern die einigermaßen gut überstandene Prüfung bis zum nächsten Gebirgspass.Die Hyperstrada ist ein alltagstaugliches Funbike, mit dem man auch länger von zuhause wegbleiben kann und einen Mordsspaß geliefert bekommt.
Sie ist eine Ducati durch und durch. Positiv bedeutet das, dass die Ducati umso besser funktioniert, je schneller es voran geht. Aber eben vor allem dann. Wer ein Motorrad für die gemütliche Runde zwischendurch sucht, sollte beim freundlichen Händler einer anderen Marke vorstellig werden.
Negativ bedeuten die Bürde und Würde, eine echte Ducati zu sein, offensichtlich eine nur unterdurchschnittlich zu nennende Verarbeitungsqualität und manch unverständliche Entscheidungen. So sind die Koffer nicht wasserdicht. Ducati weiß das, und legt zwei wasserdichte Beutel bei, was zwar funktioniert, aber eben ein Gefummel ist.
Seit 2012 gehört Ducati den Qualitätsfanatikern von Audi. Liebe Audianer: Wollt ihr nicht mal kurz nach Italien fahren? Ist schön da, und nebenbei könntet Ihr dafür sorgen, dass Schrauben nach zwei Jahren (!) nicht rosten, der Kunststoff am Heck sowie das Display (siehe Bildergalerie) nicht ausgeblichen sind sowie langsam stumpf werden. Die hintere Bremse mag aus unerfindlichen Gründen nicht dauerhaft funktionieren - alle zwei Monate heißt es auf zum Händler, der dann wieder entlüften muss.
Danke. Würde mir sehr helfen.
MotorradTest.de auf YouTube
Yamaha XSR 900 GP vs. Ducati Hyperstrada 939: Vergleich im Alltag und auf Tour
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, steckt oft genau darin der Reiz eines Vergleichs. Die Yamaha XSR 900 GP steht für modernen Retro-Stil, agiles Handling und ein Konzept, das sich vor allem im Alltag und auf kurvigen Strecken wohlfühlt. Die Ducati Hyperstrada 939 dagegen verbindet sportliche Ansätze mit einer Reise- und Alltagsorientierung, die sich besonders dann auszahlt, wenn es nicht nur um die schnellste Linie geht, sondern auch um Komfort, Alltagstauglichkeit und souveräne Fahrbarkeit.
Im Folgenden werden die beiden Modelle anhand der typischen Vergleichspunkte gegenübergestellt: Motorcharakter, Fahrwerk und Handling, Bremsen, Ergonomie sowie Ausstattung. Dabei geht es nicht um reine Zahlen, sondern darum, wie sich die jeweiligen Stärken und Schwächen in der Praxis bemerkbar machen.
Motor und Charakter: Retro-Impuls vs. Ducati-Temperament
Yamaha XSR 900 GP: drehfreudig und alltagstauglich
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt wie ein Motorrad, das sich schnell „einrastet“. Der Motor liefert spürbaren Vortrieb und fühlt sich dabei eher nach direkter Gasannahme und harmonischer Abstimmung an. Gerade im Stadtverkehr und auf kurzen Landstraßenabschnitten zeigt sich: Das Motorrad lässt sich leicht dosieren, ohne dass man ständig im Drehzahlkeller oder am oberen Ende arbeiten muss.
Ducati Hyperstrada 939: souverän, mit sportlicher Kante
Die Ducati Hyperstrada 939 spielt ihre Stärken oft dann aus, wenn das Tempo steigt oder die Strecke länger wird. Der Motorcharakter wirkt kräftig und präsent, mit einem Ansprechverhalten, das sportlich bleibt, aber nicht in hektisches Verhalten kippt. Im Vergleich zur Yamaha zeigt sich hier häufiger das Gefühl von „ziehen statt reißen“: Man kann zügig fahren, ohne permanent die Gänge zu jagen.
Fahrwerk und Handling: leichtfüßig vs. stabil auf Strecke
Yamaha XSR 900 GP: wendig und verspielt
Beim Handling punktet die Yamaha XSR 900 GP mit einem agilen Charakter. In engen Kurven und beim schnellen Richtungswechsel wirkt das Motorrad handlich und lässt sich zügig auf Linie bringen. Die Abstimmung vermittelt den Eindruck, dass das Motorrad nicht nur „funktioniert“, sondern mitfährt: Man bekommt Feedback, kann das Tempo gut anpassen und findet schnell ein Gefühl für den Grenzbereich.
Ducati Hyperstrada 939: ruhiger, tourentauglicher
Die Ducati Hyperstrada 939 fühlt sich im Vergleich häufig stabiler an – besonders bei längeren Abschnitten, wechselnden Belägen oder wenn das Tempo konstant gehalten wird. Das Fahrwerk wirkt darauf ausgelegt, dass das Motorrad auch dann souverän bleibt, wenn die Strecke nicht perfekt ist. In schnellen Passagen kann das ein Vorteil sein, weil weniger „Arbeit“ am Motorrad entsteht.
Bremsen und Sicherheit: Dosierbarkeit im Fokus
Bei den Bremsen zeigt sich im Vergleich vor allem der Unterschied zwischen sportlicher Direktheit und kontrollierter Alltagstauglichkeit. Die Yamaha XSR 900 GP bietet ein Ansprechverhalten, das sich gut dosieren lässt und bei zügiger Fahrweise schnell Vertrauen aufbaut. Die Ducati Hyperstrada 939 wirkt im Gesamtpaket oft etwas „tourensicherer“: Die Verzögerung ist berechenbar, und das Motorrad lässt sich auch bei wiederholten Bremsmanövern stabil in der Spur halten.
Beide Bikes sind damit nicht nur für die erste Ausfahrt geeignet, sondern auch für Fahrten, bei denen man öfter mal kräftig verzögert. Der Unterschied liegt eher darin, wie sich die Bremsarbeit anfühlt: Yamaha eher agil und direkt, Ducati eher souverän und gleichmäßig.
Ergonomie und Sitzposition: Stadtkomfort vs. Reisehaltung
Yamaha XSR 900 GP: sportlich, aber nicht unbequem
Die Yamaha XSR 900 GP bietet eine Sitzposition, die sportlich wirkt, aber im Alltag meist gut zu handhaben ist. Für kürzere Strecken und dynamisches Fahren ist das Setup angenehm, weil der Oberkörper nicht zu stark „eingesperrt“ wird. Auf längeren Touren hängt es stärker von der individuellen Statur ab: Wer eher auf eine aufrechte Haltung Wert legt, könnte die Ducati als entspannter empfinden.
Ducati Hyperstrada 939: auf längere Strecken ausgelegt
Die Ducati Hyperstrada 939 zielt stärker auf eine komfortorientierte Reisehaltung. Das Motorrad wirkt so, als sei es dafür gemacht, auch nach mehreren Stunden noch konzentriert fahren zu können. Gerade wenn die Strecke nicht nur aus Kurven besteht, sondern auch aus Autobahn- oder Landstraßenabschnitten, spielt die Ergonomie ihre Vorteile aus.
Ausstattung und Alltag: Retro-Style vs. Reise-Feeling
Im Vergleich der Ausstattung zeigt sich ein klares Bild: Die Yamaha XSR 900 GP setzt stärker auf den Retro-Look und ein stimmiges Gesamtpaket, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Die Ducati Hyperstrada 939 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das bewusst für „mehr als nur Feierabendrunde“ gedacht ist. Das zeigt sich weniger in einzelnen Features, sondern im Gesamtkonzept: Bedienbarkeit, Fahrbarkeit und das Gefühl, dass das Bike auch bei längeren Strecken nicht in den Hintergrund rückt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Yamaha XSR 900 GP – Stärken
- Agiles Handling für Kurven, enge Straßen und dynamische Fahrten
- Direktes Ansprechverhalten und ein Motor, der sich gut dosieren lässt
- Retro-Charme mit modernem Anspruch – optisch wie konzeptionell stimmig
Yamaha XSR 900 GP – Schwächen
- Für sehr lange Touren kann die Sitzposition je nach Körperbau weniger „entspannt“ wirken
- Wer maximale Reise-„Gelassenheit“ sucht, findet diese bei der Ducati oft stärker ausgeprägt
Ducati Hyperstrada 939 – Stärken
- Tourenorientierte Stabilität und souveränes Fahrgefühl auf längeren Strecken
- Sportliche Kraftentfaltung mit gutem Vortrieb über verschiedene Fahrsituationen
- Komfort- und Alltagsfokus im Gesamtpaket
Ducati Hyperstrada 939 – Schwächen
- Im sehr engen Stadtverkehr kann die Yamaha gefühlt leichter „durchziehen“
- Wer vor allem auf maximale Agilität und schnelle Richtungswechsel setzt, könnte die Ducati als etwas „ruhiger“ empfinden
Welche Wahl passt besser? – Fazit
Die Yamaha XSR 900 GP ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf Agilität, kurviger Fahrfreude und einem Motorrad liegt, das sich schnell anfühlt und im Alltag unkompliziert bleibt. Wer gern zügig fährt, häufig zwischen Stadt und Landstraße pendelt und dabei ein Motorrad möchte, das sich leicht in die nächste Kurve „hineinzieht“, wird mit der Yamaha sehr zufrieden sein.
Die Ducati Hyperstrada 939 passt besonders dann, wenn Tourenkomfort, stabile Fahrbarkeit und ein souveränes Gesamtgefühl wichtiger sind als maximale Wendigkeit. Wer längere Strecken plant, auch mal entspannt unterwegs ist und dabei trotzdem sportlich fahren möchte, findet in der Ducati oft das rundere Paket.
Kurz gesagt: Yamaha für die dynamische Feierabendrunde und das wendige Handling, Ducati für die Reise mit sportlichem Anspruch und mehr Gelassenheit auf Strecke.