| UVP | 14.149 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 13.090 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- Motor !!!
- glaubwürdige Retro-Optik
- kerniger 3-Zylinder Sound
- technisch gut ausgestattet
- gerade noch alltagstaugliche Sitzposition
- typische Handballen-Schmerzen nach längerer Fahrzeit
- Bremse braucht etwas Handkraft für starke Verzögerung
- Motor
- Sound
- Materialauswahl
- Verarbeitung
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 200 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.180 | mm |
| Gewicht | 206 | kg |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Desmodromisch gesteuerter V2 | |
| Hubraum | 1.079 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
| Leistung | 86 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 4.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Monofederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) Tubeless | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) Tubeless | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, einstellbar (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Einstellbares Zentralfederbein (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Alu | |
| Reifen vorne | MT 60 RS 120/70 ZR18 | |
| Reifen hinten | MT 60 RS 180/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
So geht Retro-Sport! Die GP liefert in allen Belangen ab und übererfüllte sogar unsere Erwartungen an eine Maschine dieser Art. Dies liegt am famosen Motor, aber auch an der sehr guten technischen Ausstattung, die man so komplett an einem Retro-Racer eigentlich nicht vermuten würde. Die Maschine geht ab wie Schmidts Katze und ist betörend schön. Die Sitzposition ist natürlich schon sehr sportlich, aber nicht so brutal, wie man es von anderen SuperSportlern kennt. Einfach mal draufsetzen. Und Spaß haben!Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht ein Vorführer in Grau und wartet auf Probefahrer. Wer nicht fahren, sondern nur schauen will, ist aber bei Tecius & Reimers ebenfalls Herzlich Willkommen. Nicht vergessen: Im Keller stehen jede Menge gebrauchte Bikes.
Fazit
Die Ducati Scrambler hat in der Modellpalette der Italiener eine Sonderstellung: Sie beruhigt den Fahrer. Gleichzeitig liefert sie eine ganz andere Art der Genusstouren, die eher auf Cruisen abzielt. Dafür verzichtet sie auf hohen Nutzwert (und übrigens auch auf eine höhere Geländetauglichkeit). Zwischenspurts auf Landstraßen und in der Stadt sind ihre Reviere, mit bollerndem Sound geht es voran. Wer Spaß haben, wer endlich den Sinn von V2-Motoren erkennen will und derjenige mit dem Sinn für Emotionen kann sich über die Scrambler freuen. Eine Ducati? Ja, aber sie ist für die einen das schwarze Schaf in der Familie, für die anderen die einzige Ducati, die sie sich kaufen möchten. Kunststück: Viel Konkurrenz hat sie nicht, es gibt hauptsächlich die BMW R nineT Scrambler und diverse Triumph-Modelle auf dem Markt.Letzte Anmerkung: Die 1100er steht mit 12.990 Euro in der Preisliste, während es die kleine Schwester mit 75 PS ab knapp 8.000 gibt. Ein happiger Aufpreis für 11 Mehr-PS - aber wer das kann, sollte es sich gönnen.
Das Testmotorrad wurde uns freundlicher Weise von Ducati Hamburg zur Verfügung gestellt.
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Yamaha XSR 900 GP vs. Ducati Scrambler 1100 – welcher Scrambler passt besser?
Wenn zwei Motorräder aus dem gleichen großen Stil-Umfeld kommen, aber aus unterschiedlichen Philosophien heraus gebaut wurden, wird ein Vergleich besonders spannend. Genau das passiert beim Yamaha XSR 900 GP und der Ducati Scrambler 1100. Beide Modelle wirken auf den ersten Blick wie „echte“ Scrambler bzw. neo-retro Street-Bikes: markante Linien, ein eigenständiger Look und das Gefühl, dass man nicht einfach nur von A nach B fährt, sondern das Motorrad auch als Statement versteht.
Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch schnell: Die Yamaha XSR 900 GP setzt stärker auf ein ausgewogenes, alltagstaugliches Gesamtpaket mit sportlich angehauchter Leichtigkeit. Die Ducati Scrambler 1100 dagegen spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo Charakter, Präsenz und ein kräftiger Motorauftritt gefragt sind. Welche Stärken und Schwächen sich daraus im Alltag ergeben, lässt sich am besten verstehen, wenn man die wichtigsten Bereiche gegeneinander abwägt.
Design und Charakter: Retro-Optik trifft unterschiedliche Handschrift
Yamaha XSR 900 GP: klare Linie, sportlicher Akzent
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt wie ein durchdachter Mix aus klassischem Scrambler-Vibe und moderner Performance. Der Look ist stimmig, ohne zu überladen. Besonders der „GP“-Gedanke sorgt dafür, dass das Bike nicht nur nostalgisch aussieht, sondern auch sportlich interpretiert wird. Das macht die Yamaha attraktiv für alle, die Retro mögen, aber im Alltag trotzdem ein Motorrad wollen, das sich „lebendig“ anfühlt.
Ducati Scrambler 1100: massiver Auftritt, viel Ducati-Feeling
Die Ducati Scrambler 1100 ist dagegen deutlich präsenter. Hier steht die Marke spürbar im Vordergrund: Der Motor, die Proportionen und das Gesamtbild wirken kraftvoll und „erwachsen“. Das Motorrad strahlt mehr Gewicht und Substanz aus – optisch wie auch vom Fahrgefühl her. Wer ein Bike sucht, das im Stand schon Aufmerksamkeit bekommt und beim Fahren eine klare Ducati-Identität zeigt, wird sich hier eher zuhause fühlen.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Bei beiden Motorrädern ist der Motor der zentrale Charakterträger. Entscheidend ist aber weniger die reine Zahl, sondern wie sich die Leistung und das Drehmoment im realen Fahrbetrieb bemerkbar machen. Genau hier unterscheiden sich die Bikes spürbar.
Yamaha: drehfreudig und gut dosierbar
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt im Vergleich oft „handlicher“ im Kopf: Gasbefehle werden schnell beantwortet, und das Motorrad lässt sich in vielen Situationen fein dosieren. Das ist besonders im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen ein Vorteil, weil man nicht ständig gegen das Motorrad arbeiten muss. Die Yamaha vermittelt eher das Gefühl, dass sie sich wie ein sportliches Streetbike steuern lässt, auch wenn sie optisch klar im Retro-Lager steht.
Ducati: kräftig, präsent und mit Druck aus dem Drehzahlkeller
Die Ducati Scrambler 1100 spielt ihre Stärken stärker über den „Bums“ aus. Im Vergleich wirkt der Motor weniger wie ein reines Drehzahlwerk und mehr wie ein kräftiger Antrieb, der auch bei moderaten Drehzahlen zuverlässig zieht. Das macht sie attraktiv für Fahrten, bei denen nicht ständig hoch und runter geschaltet werden soll. Gleichzeitig kann genau das auch ein kleiner Nachteil sein: Wer sehr leichtfüßig und „sportlich leicht“ unterwegs sein möchte, muss sich an den Charakter des Ducati-Antriebs erst gewöhnen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Handling entscheidet sich, wie entspannt oder fordernd sich ein Motorrad im Alltag anfühlt. Beide Bikes sind für die Straße gemacht, aber sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Yamaha: agiles Gefühl und gute Kontrolle
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt im Vergleich tendenziell agil. Das zeigt sich besonders beim Wechsel zwischen Kurven und beim dynamischen Fahren auf der Landstraße. Die Abstimmung unterstützt ein flüssiges Vorankommen, ohne dass das Motorrad „zu nervös“ wird. Für viele Fahrer ist das ein Pluspunkt, weil man sich schnell sicher fühlt und das Bike auch bei wechselnden Geschwindigkeiten gut kontrollieren kann.
Ducati: souverän, aber mit mehr „Substanz“
Die Ducati Scrambler 1100 vermittelt dagegen eher Souveränität. Sie liegt stabiler in der Spur und wirkt dadurch besonders auf längeren Strecken angenehm. In schnellen Passagen kann das ein Vorteil sein, weil das Motorrad nicht ständig nachjustiert werden muss. Wer jedoch sehr enge Kehren oder häufiges Rangieren im Alltag bevorzugt, merkt möglicherweise, dass die Ducati sich „größer“ anfühlt als die Yamaha.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Reichweite im Kopf und Komfort
Retro-Scrambler sind oft ein Kompromiss zwischen Stil und Komfort. Im Vergleich wird klar, dass beide Modelle grundsätzlich alltagstauglich sind, aber unterschiedliche Prioritäten setzen.
Yamaha: entspannter Einstieg, sportlich genug
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt im Alltag häufig leichter zu handhaben: Die Sitzposition und die Art, wie sich das Motorrad anfühlt, passen gut zu typischen Tagesfahrten. Für Pendler und Wochenendfahrer ist das ein Plus, weil das Bike nicht nur „schön“ ist, sondern sich auch im Alltag nicht wie ein Projekt anfühlt. Schwäche kann sein, dass wer maximalen Langstreckenkomfort sucht, je nach Körpergröße und Fahrstil stärker nach individuellen Einstellungen oder Zubehör schauen muss.
Ducati: mehr Präsenz, dafür oft „gefühlt“ sportlicher
Die Ducati Scrambler 1100 bietet ebenfalls eine angenehme Street-Ergonomie, wirkt aber im Gesamtpaket oft etwas „sportlicher“ im Gefühl. Das kann für viele genau richtig sein, weil das Motorrad dadurch lebendig bleibt. Gleichzeitig kann es bei längeren Fahrten oder sehr entspannter Fahrweise dazu führen, dass man eher über Sitzhöhe, Lenkerposition oder Zubehör nachdenkt. Die Ducati belohnt dafür Fahrer, die das Motorrad bewusst fahren wollen und nicht nur „mitrollen“ möchten.
Bremsen, Elektronik und Fahrmodi: Sicherheit und Kontrolle
Gerade bei modernen Motorrädern ist die Frage wichtig, wie gut das Bike in kritischen Situationen unterstützt. Im Vergleich zeigt sich: Beide Modelle sind auf einem zeitgemäßen Niveau, aber sie vermitteln unterschiedliche Schwerpunkte.
Yamaha: klare Rückmeldung, gut dosierbar
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt im Brems- und Regelverhalten oft sehr direkt. Das hilft, wenn man im Alltag häufig an Ampeln und im Stadtverkehr unterwegs ist. Die Dosierbarkeit macht das Bike berechenbar, was gerade bei wechselnden Bedingungen ein Vorteil ist. Als mögliche Schwäche kann sich ergeben, dass Fahrer, die maximale „Assistenten“-Komfortfunktionen erwarten, je nach Ausstattung genauer hinschauen sollten.
Ducati: souveräne Unterstützung, aber Charakter bleibt Ducati
Die Ducati Scrambler 1100 unterstützt ebenfalls zuverlässig, bleibt aber in ihrem Fahrgefühl klar eigenständig. Wer gern mit dem Motor arbeitet und das Motorrad aktiv steuert, wird die Ducati oft als „ehrlich“ erleben. Wer dagegen sehr sanft und gleichmäßig fahren möchte, kann den Charakter des Motors und die Art der Leistungsentfaltung als etwas intensiver wahrnehmen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Damit der Vergleich greifbar bleibt, hier die wichtigsten Unterschiede als Gegenüberstellung – ohne in Einzelwerte zu verfallen, sondern mit Blick auf das, was im Alltag wirklich zählt.
Stärken der Yamaha XSR 900 GP
- Ausgewogenes Gesamtpaket: Retro-Optik plus ein Fahrgefühl, das sich im Alltag leicht kontrollieren lässt.
- Agilität und Dosierbarkeit: Besonders auf kurvigen Strecken wirkt das Motorrad schnell „eingefahren“.
- Alltagstauglichkeit: Für Pendeln und Wochenendfahrten wirkt die Yamaha oft unkompliziert.
Schwächen der Yamaha XSR 900 GP
- Weniger „Show“ im Motorcharakter: Wer vor allem maximale Präsenz und Druck sucht, findet das eher bei der Ducati.
- Komfort-Feintuning je nach Fahrer: Für sehr lange Strecken kann individuelles Setup oder Zubehör sinnvoll sein.
Stärken der Ducati Scrambler 1100
- Motorpräsenz: Der Antrieb wirkt kräftig und macht Fahrten spürbar „voll“.
- Souveränität: Stabilität und ruhigeres Fahrgefühl auf längeren Strecken.
- Stil und Identität: Die Ducati wirkt wie ein echtes Scrambler-Statement.
Schwächen der Ducati Scrambler 1100
- Gefühl von mehr Masse: In sehr engen Situationen kann die Yamaha leichter wirken.
- Charakter verlangt Anpassung: Wer sehr „sanft“ fahren möchte, muss sich an die Ducati-Entfaltung gewöhnen.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der beste Vergleich ist am Ende der, der zur eigenen Fahrweise passt. Beide Motorräder sind keine „falsche“ Wahl – aber sie bedienen unterschiedliche Bedürfnisse.
Yamaha XSR 900 GP – ideal für…
- Fahrer, die Retro mögen, aber ein Motorrad suchen, das sich im Alltag leicht bewegt.
- Menschen, die kurvige Strecken gern dynamisch fahren und dabei eine gute Dosierbarkeit schätzen.
- Wer ein ausgewogenes Gesamtpaket bevorzugt und nicht nur auf Motorpräsenz setzt.
Ducati Scrambler 1100 – ideal für…
- Fahrer, die maximale Ducati-Identität und einen kräftigen Motorauftritt suchen.
- Menschen, die Langstrecke und souveränes Dahingleiten mögen – mit spürbarem Druck.
- Wer ein Motorrad möchte, das im Stand und in Bewegung stark wirkt und das Fahren bewusst zelebriert.
Fazit:
Die Yamaha XSR 900 GP ist die bessere Wahl, wenn ein neo-retro Scrambler gesucht wird, der sich im Alltag unkompliziert anfühlt und auf kurvigen Strecken mit Agilität sowie guter Dosierbarkeit überzeugt. Wer ein Motorrad möchte, das schnell Vertrauen aufbaut, ohne den Fahrspaß zu verlieren, findet in der Yamaha ein stimmiges Gesamtpaket. Kleine Einschränkungen können sich eher beim Komfort-Feintuning oder bei dem Wunsch nach noch mehr „Show“ im Motorcharakter zeigen.
Die Ducati Scrambler 1100 punktet vor allem dort, wo Präsenz und Motorgefühl zählen: Der Antrieb wirkt kräftig und macht Fahrten spürbar „voll“, während das Motorrad auf längeren Strecken souverän bleibt. Wer ein Bike sucht, das nicht nur gut aussieht, sondern auch beim Fahren deutlich Charakter zeigt, wird mit der Ducati glücklicher. Wer dagegen sehr enge Manöver oder ein besonders leichtfüßiges Handling priorisiert, könnte die Yamaha als angenehmer empfinden.
Kurz gesagt: Yamaha für ausgewogene Alltagstauglichkeit und Agilität, Ducati für mehr Druck, Identität und souveränen Langstrecken-Charme.