| UVP | 14.149 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 15.690 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Motor !!!
- glaubwürdige Retro-Optik
- kerniger 3-Zylinder Sound
- technisch gut ausgestattet
- gerade noch alltagstaugliche Sitzposition
- typische Handballen-Schmerzen nach längerer Fahrzeit
- Bremse braucht etwas Handkraft für starke Verzögerung
- starker Motor
- bolleriger V2-Sound
- große Modell- und Ausstattungs-Anzahl
- überraschend gute Straßen- und Kurvenlage
- Bremse vorne unterdimensioniert
- Solositzer: Soziusfähigkeit nur mit Zubehör
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 200 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.180 | mm |
| Gewicht | 248 | kg |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Länge | 2.206 | mm |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Sitzhöhe: | 680 | mm |
| Höhe | 1.155 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.250 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
| Leistung | 105 PS bei 7.250 U/Min | |
| Drehmoment | 108 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 232 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Monofederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) Tubeless | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) Tubeless | |
| Rahmenbauart | Stahlrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/60B19 61H | |
| Reifen hinten | 150/80B16 72H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
Fazit
So geht Retro-Sport! Die GP liefert in allen Belangen ab und übererfüllte sogar unsere Erwartungen an eine Maschine dieser Art. Dies liegt am famosen Motor, aber auch an der sehr guten technischen Ausstattung, die man so komplett an einem Retro-Racer eigentlich nicht vermuten würde. Die Maschine geht ab wie Schmidts Katze und ist betörend schön. Die Sitzposition ist natürlich schon sehr sportlich, aber nicht so brutal, wie man es von anderen SuperSportlern kennt. Einfach mal draufsetzen. Und Spaß haben!Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht ein Vorführer in Grau und wartet auf Probefahrer. Wer nicht fahren, sondern nur schauen will, ist aber bei Tecius & Reimers ebenfalls Herzlich Willkommen. Nicht vergessen: Im Keller stehen jede Menge gebrauchte Bikes.
Fazit
Die Indian Scout Sport ist mehr als nur eine Alternative zu Cruisern von Harley Davidson. Sie ist eigenständig, hat eine wunderschöne Cruiser-Silhouette und fährt sich überraschend sportlich. Der V2 ist nicht nur kräftig, sondern auch kultiviert und dürfte auch Leuten gefallen, die mit den teils ruppigen älteren V2 nicht viel anfangen können. Der Preis geht in Ordnung, zumal man mit einer Indian auch ein wenig Extravaganz mitkauft.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Powersport Nord in Appen/Pinneberg bei Hamburg zur Verfügung gestellt. Powersport Nord ist seit April 2024 offizieller Indian-Dealer und hat eine große Ausstellungshalle mit vielen Modellen von Indian und von CF-Moto. Ein Besuch lohnt sich also, auch wenn man nur mal schauen will.
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Yamaha XSR 900 GP vs. Indian Scout Sport: Vergleich, Stärken und Schwächen
Wer zwischen der Yamaha XSR 900 GP und der Indian Scout Sport schwankt, entscheidet im Grunde zwischen zwei sehr unterschiedlichen Interpretationen von Fahrspaß: Die Yamaha steht für einen modernen Retro-Look mit sportlichem Anspruch, während die Indian Scout Sport den klassischen Cruiser-Charakter mit sportlicher Note verbindet. Beide Motorräder machen Lust auf die nächste Ausfahrt – aber sie liefern das Erlebnis auf unterschiedliche Weise.
Grundcharakter: Retro mit unterschiedlicher Philosophie
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt wie ein Statement aus der Welt der Modern Classics: kompakt, dynamisch und mit einer Haltung, die Kurven nicht nur „mitnimmt“, sondern aktiv sucht. Der Motor und die Abstimmung zielen darauf, dass sich das Motorrad schnell anfühlt – vom Antritt bis zum Durchzug.
Die Indian Scout Sport dagegen kommt mit dem typischen Cruiser-Feeling: ein kräftiger, souveräner Auftritt, der sich besonders dann gut anfühlt, wenn die Strecke fließt. Gleichzeitig ist die Scout Sport nicht auf „gemütlich“ getrimmt, sondern versucht, den Charakter sportlicher zu machen – etwa über die Sitzposition, die Geometrie und die Abstimmung im Fahrwerk.
Motor & Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Im direkten Vergleich zeigen sich die Unterschiede vor allem im Charakter der Kraftentfaltung. Die Yamaha XSR 900 GP wirkt tendenziell lebendiger und direkter: Gasbefehle werden schnell beantwortet, und das Motorrad lädt dazu ein, häufiger zu schalten und die Drehzahl zu nutzen. Das passt gut zu Fahrten, bei denen Tempo und Rhythmus eine große Rolle spielen.
Die Indian Scout Sport spielt ihre Stärken eher in einem breiteren, „entspannten“ Bereich aus. Der Antrieb wirkt dadurch besonders angenehm, wenn es nicht ständig um maximale Beschleunigung geht, sondern um gleichmäßiges Vorankommen – etwa auf Landstraßen oder bei längeren Strecken. Wer gerne mit weniger Schaltaufwand fährt, wird das als Vorteil wahrnehmen.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
- Yamaha XSR 900 GP: Stärken liegen in der spritzigen Reaktion und dem sportlichen Drehzahlgefühl. Schwäche kann sein, dass der „Spaß“ stärker vom aktiven Fahren lebt – wer sehr entspannt unterwegs sein möchte, muss sich daran erst gewöhnen.
- Indian Scout Sport: Stärken liegen in der souveränen Art, Kraft verfügbar zu machen, ohne dass ständig nachgeschaltet werden muss. Schwäche kann sein, dass das Gefühl von „direkter Sportlichkeit“ weniger im Vordergrund steht als bei der Yamaha.
Sitzposition & Ergonomie: Cruiser vs. sportlicher Retro-Komfort
Die Sitzposition ist einer der größten Unterschiede. Die Yamaha XSR 900 GP bietet eine Haltung, die sportlicher wirkt: Der Fahrer sitzt so, dass das Motorrad zügig in die gewünschte Linie kommt. Das unterstützt ein dynamisches Fahrverhalten und macht das Handling in Kurven oft intuitiver.
Die Indian Scout Sport positioniert den Fahrer eher im Cruiser-Umfeld. Das bedeutet: mehr „entspanntes“ Sitzen, ein anderes Gefühl für die Gewichtsverteilung und häufig ein angenehmeres Langstrecken-Setup – besonders für Fahrten, bei denen man nicht ständig maximal sportlich unterwegs ist.
Was das im Alltag bedeutet
Für kurze Stadtfahrten und häufiges Rangieren kann die Yamaha durch die sportlichere Ausrichtung oft „handlicher“ wirken. Für längere Strecken und gleichmäßiges Tempo punktet die Indian Scout Sport häufig mit dem Komfortgefühl der Cruiser-Philosophie. Wer viel im Stop-and-Go unterwegs ist, achtet am Ende aber nicht nur auf die Sitzhöhe, sondern auch auf das Gesamtpaket aus Ergonomie, Übersicht und Bedienbarkeit.
Fahrwerk & Handling: Wie beide Motorräder Kurven „lesen“
Beim Fahrwerk und Handling zeigt sich die unterschiedliche Zielrichtung. Die Yamaha XSR 900 GP ist darauf ausgelegt, das Motorrad schnell in Schwung zu bringen. Das kann sich in Kurven so äußern, dass sich die Linie leichter korrigieren lässt und das Motorrad beim sportlichen Fahren stabil bleibt.
Die Indian Scout Sport setzt stärker auf ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Komfort und sportlicher Kontrolle. Das Fahrwerk wirkt oft dann besonders stimmig, wenn die Strecke nicht nur aus perfekten Kurven besteht, sondern auch aus wechselndem Belag, kurzen Bodenwellen oder längeren Abschnitten, in denen man nicht ständig „am Limit“ fährt.
Stärken und Schwächen beim Fahrwerk
- Yamaha XSR 900 GP: Stärken in der agilen Kurvenarbeit und dem sportlichen Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass sie bei sehr entspanntem Fahrstil weniger „smooth“ wirkt als ein cruiserorientiertes Setup.
- Indian Scout Sport: Stärken in der souveränen Kontrolle und dem angenehmen Komfortgefühl. Schwäche kann sein, dass das letzte Quäntchen „Sport-Feeling“ im Vergleich zur Yamaha weniger direkt rüberkommt.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei beiden Modellen spielt das Bremsgefühl eine entscheidende Rolle. Im Vergleich zeigt sich: Die Yamaha XSR 900 GP vermittelt häufig ein sehr direktes, sportlich orientiertes Feedback. Das hilft, wenn man zügig in Kurven hineinbremst oder häufiger aus höheren Geschwindigkeiten verzögert.
Die Indian Scout Sport bietet ebenfalls solide Verzögerung, wirkt aber oft etwas „ruhiger“ im Ansprechverhalten. Das kann im Alltag ein Vorteil sein, weil es das Fahren weniger hektisch macht und das Dosieren intuitiv bleibt – besonders auf längeren Strecken.
Ausstattung & Alltag: Was man wirklich merkt
Im Alltag zählt nicht nur die reine Technik, sondern wie gut sie in den Alltag passt. Beide Motorräder sind so gebaut, dass sie nicht nur für die eine perfekte Runde taugen, sondern für den regelmäßigen Einsatz. Dennoch unterscheiden sie sich in der Art, wie sie Komfort und Bedienbarkeit vermitteln.
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt wie ein Motorrad, das man gerne „aktiv“ fährt: Man spürt, dass es Spaß macht, die Maschine zu bewegen und den Charakter auszukosten. Die Indian Scout Sport dagegen ist oft die bessere Wahl, wenn man das Motorrad als Reise- oder Wochenendpartner sieht, der auch bei längeren Strecken angenehm bleibt.
Stärken und Schwächen in der Praxis
- Yamaha XSR 900 GP: Stärken bei sportlicher Bedienbarkeit, dynamischem Fahrgefühl und dem Wunsch nach Kurvenfahrt. Schwächen liegen eher im Anspruch an aktives Fahren – wer sehr „easy“ unterwegs sein will, könnte sich weniger abgeholt fühlen.
- Indian Scout Sport: Stärken bei Komfortgefühl, souveränem Vorankommen und dem cruisertypischen Wohlfühlfaktor. Schwächen können sein, dass das Motorrad nicht ganz so „spontan sportlich“ wirkt wie die Yamaha.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger von einzelnen Daten ab, sondern davon, welches Fahrgefühl gesucht wird. Die Yamaha XSR 900 GP ist besonders interessant für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad möchten, das sich sportlich anfühlt, schnell reagiert und Kurvenarbeit belohnt. Wer gerne zügig unterwegs ist, häufig schaltet und das Motorrad als dynamischen Begleiter sieht, wird hier eher glücklich.
Die Indian Scout Sport ist ideal für alle, die den Cruiser-Charakter schätzen, aber nicht auf sportliche Kontrolle verzichten wollen. Wer längere Strecken mag, gleichmäßiges Tempo bevorzugt und ein Motorrad sucht, das sich souverän und angenehm anfühlt, findet in der Scout Sport oft die passendere Basis.
Typische Szenarien
- Viele Kurven, sportlicher Rhythmus: eher Yamaha XSR 900 GP.
- Landstraße, längere Touren, entspanntes Tempo: eher Indian Scout Sport.
- Gemischter Alltag mit Wochenendspaß: beide möglich – die Yamaha für aktives Fahren, die Indian für Komfort und Souveränität.
Fazit:
Die Yamaha XSR 900 GP ist die bessere Wahl, wenn im Vordergrund steht, dass das Motorrad schnell anspricht, dynamisch wirkt und Kurvenarbeit mit einem sportlichen Gefühl belohnt. Wer gerne aktiv fährt, die Drehzahl nutzt und ein direkteres Handling bevorzugt, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Die Indian Scout Sport passt dagegen besser zu Fahrern, die den Cruiser-Charakter mögen, aber trotzdem Kontrolle und sportliche Abstimmung erwarten. Besonders auf längeren Strecken und bei gleichmäßigem Tempo wirkt die Scout Sport oft als souveräner Tourenpartner. Kurz gesagt: Yamaha für den sportlich-dynamischen Fahrstil, Indian für Komfort, Souveränität und entspanntes Vorankommen – beide mit eigenem Charakter und klaren Stärken im jeweiligen Einsatzbereich.