| UVP | 14.149 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Motor !!!
- glaubwürdige Retro-Optik
- kerniger 3-Zylinder Sound
- technisch gut ausgestattet
- gerade noch alltagstaugliche Sitzposition
- typische Handballen-Schmerzen nach längerer Fahrzeit
- Bremse braucht etwas Handkraft für starke Verzögerung
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 200 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.180 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Monofederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) Tubeless | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) Tubeless | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit
So geht Retro-Sport! Die GP liefert in allen Belangen ab und übererfüllte sogar unsere Erwartungen an eine Maschine dieser Art. Dies liegt am famosen Motor, aber auch an der sehr guten technischen Ausstattung, die man so komplett an einem Retro-Racer eigentlich nicht vermuten würde. Die Maschine geht ab wie Schmidts Katze und ist betörend schön. Die Sitzposition ist natürlich schon sehr sportlich, aber nicht so brutal, wie man es von anderen SuperSportlern kennt. Einfach mal draufsetzen. Und Spaß haben!Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht ein Vorführer in Grau und wartet auf Probefahrer. Wer nicht fahren, sondern nur schauen will, ist aber bei Tecius & Reimers ebenfalls Herzlich Willkommen. Nicht vergessen: Im Keller stehen jede Menge gebrauchte Bikes.
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
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Yamaha XSR 900 GP vs. Kawasaki W 800: Vergleich für Retro-Fans
Wenn es um Retro-Motorräder geht, treffen zwei sehr unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die Yamaha XSR 900 GP verbindet Neo-Retro-Optik mit einem deutlich sportlicheren Charakter, während die Kawasaki W 800 den klassischen Stil konsequent in den Vordergrund stellt. Beide Maschinen wirken auf den ersten Blick vertraut, doch beim Fahren zeigen sich schnell klare Unterschiede. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Wie unterscheiden sich Motor, Fahrgefühl, Ergonomie und das Gesamtpaket – und für wen passt welches Bike am besten?
Design und Charakter: Neo-Retro trifft auf klassischen Look
Yamaha XSR 900 GP: moderner Retro-Ansatz
Die XSR 900 GP wirkt wie ein Designstatement: Sie bleibt im Retro-Vokabular, wirkt aber insgesamt „moderner“ und dynamischer. Das zeigt sich nicht nur in der Optik, sondern auch in der Art, wie die Maschine auf Gasbefehle reagiert. Wer ein Motorrad möchte, das nach Stil aussieht und gleichzeitig bereit ist, zügig mitzumischen, findet hier eine klare Richtung.
Kawasaki W 800: zeitloser Klassiker
Die W 800 steht für den klassischen Cruiser-Charme im Retro-Gewand. Das Bike wirkt bewusst ruhiger, bodenständiger und weniger „sportlich inszeniert“. Das ist kein Nachteil, sondern ein Versprechen: Wer eine Maschine sucht, die sich wie ein traditionelles Motorrad anfühlt und vor allem für entspannte Touren gebaut ist, wird die W 800 schnell schätzen.
Motor und Fahrgefühl: Drehmoment-Logik vs. Charaktermotor
Yamaha XSR 900 GP: mehr Punch, mehr Tempo
Die XSR 900 GP ist in der Praxis deutlich „aktiver“. Der Motor liefert spürbar mehr Reserven und lässt sich so fahren, dass auch sportlichere Ansprüche erfüllt werden. Besonders im mittleren Drehzahlbereich wirkt das Ansprechverhalten lebendig: Man kann zügig beschleunigen, ohne ständig im oberen Bereich zu arbeiten. Das macht die Maschine sowohl für Landstraßen als auch für dynamische Fahrten in der Stadt interessant.
Kawasaki W 800: entspannter Rhythmus
Die W 800 setzt stärker auf den klassischen Motorcharakter. Das Fahrgefühl ist weniger „druckvoll-schnell“, sondern eher „gleichmäßig und stimmig“. Der Motor lädt dazu ein, im passenden Drehzahlfenster zu bleiben und die Fahrt zu genießen. Gerade auf längeren Strecken entsteht so ein ruhiger Flow, der zum Stil des Motorrads passt.
Leistung und Drehmoment im Vergleich: Wer will wie fahren?
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Yamaha XSR 900 GP ist die Maschine mit dem klaren Vorteil, wenn es um mehr Leistungsreserven und ein insgesamt spritzigeres Tempo geht. Die Kawasaki W 800 punktet dagegen mit einem Charakter, der eher auf gleichmäßige Kraftentfaltung ausgelegt ist. Das bedeutet: Wer häufig zügig überholt, Autobahnabschnitte mit mehr Dynamik fahren oder einfach „mehr Luft nach oben“ möchte, wird die Yamaha als stimmiger empfinden. Wer dagegen bewusst entspannter unterwegs ist und das Motorrad eher als Genussobjekt sieht, findet in der W 800 eine sehr passende Antwort.
Ergonomie und Sitzposition: Alltagstauglichkeit entscheidet
Yamaha XSR 900 GP: sportlichere Haltung
Die Sitzposition der XSR 900 GP wirkt insgesamt straffer und sportlicher. Das unterstützt ein agiles Fahrverhalten und vermittelt mehr Kontrolle, wenn es kurvig wird. Gleichzeitig kann diese Haltung je nach Körpergröße und Gewohnheit auf längeren Strecken etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Wer häufig dynamisch fährt oder gerne „mit dem Motorrad arbeitet“, wird die Yamaha als Vorteil erleben.
Kawasaki W 800: entspannter und klassischer
Die W 800 bietet eine eher entspannte, traditionelle Sitzhaltung. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrten, bei denen Komfort und Ruhe im Vordergrund stehen. Auch im Stadtverkehr fühlt sich das Motorrad dadurch oft unkompliziert an. Wer viel im Alltag unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das nicht ständig „sportlich“ fordert, findet in der Kawasaki einen sehr stimmigen Ansatz.
Fahrwerk und Bremsen: Stabilität vs. Agilität
Yamaha XSR 900 GP: präzise Rückmeldung
Die Yamaha wirkt im Fahrwerk insgesamt darauf ausgelegt, zügige Richtungswechsel und dynamische Fahrten zu unterstützen. Die Rückmeldung ist direkter, das Motorrad lässt sich spürbar kontrollierter bewegen. In Kombination mit dem stärkeren Motorcharakter entsteht so ein Paket, das auf Tempo und Fahrspaß ausgelegt ist.
Kawasaki W 800: souverän, aber eher „klassisch“
Die W 800 ist eher auf souveräne Alltagsfahrten und entspannte Landstraßen ausgelegt. Das Fahrwerk vermittelt Stabilität, ohne den Fokus auf maximale Sportlichkeit zu legen. Die Bremsen funktionieren dabei als verlässliche Basis: Sie sind nicht als „Sportwerkzeug“ gedacht, sondern als Teil eines stimmigen Gesamtgefühls.
Handlichkeit im Alltag: Stadt, Landstraße, Überland
Beide Motorräder sind für den Alltag grundsätzlich geeignet, aber sie spielen ihre Stärken unterschiedlich aus. Die Yamaha XSR 900 GP wirkt im Handling eher wie ein Motorrad, das man gerne „aktiv“ fährt: Gas, Blick, Linie – und schon geht es voran. Die Kawasaki W 800 ist im Alltag oft die entspanntere Wahl: Man sitzt, fährt, genießt. Gerade wenn der Fokus auf entspanntem Cruisen liegt, spielt die Kawasaki ihre Vorteile aus.
Schaltung, Antrieb und Alltagspraxis
Bei beiden Maschinen steht die Alltagstauglichkeit im Vordergrund, doch die Art, wie man sie nutzt, unterscheidet sich. Die Yamaha lädt dazu ein, häufiger zu arbeiten: Drehzahl halten, zügig beschleunigen, das Motorrad „mitnehmen“. Die Kawasaki dagegen belohnt eine gleichmäßigere Fahrweise. Das ist besonders dann angenehm, wenn der Verkehr oder die Streckenführung eher wechselhaft sind und man nicht ständig in den „sportlichen Modus“ wechseln möchte.
Sound und Vibrationen: Emotion statt nur Technik
Retro-Motorräder leben von Emotion – und dazu gehört auch der Klang. Die Yamaha wirkt insgesamt moderner und dynamischer, was sich auch im akustischen Eindruck widerspiegelt. Die W 800 steht dagegen für den klassischen, markanten Sound, der sich wie ein Teil des Motorrads anfühlt. Wer gerne mit dem Motorrad „spricht“ und den Charakter hören möchte, wird bei beiden fündig – nur eben auf unterschiedliche Art.
Stärken und Schwächen: Was jeweils besser passt
Stärken der Yamaha XSR 900 GP
- Mehr Reserven für dynamische Fahrten und zügiges Beschleunigen
- Agiles Fahrgefühl durch sportlichere Auslegung
- Neo-Retro-Look, der modern und zugleich klassisch wirkt
Schwächen der Yamaha XSR 900 GP
- Sportlichere Haltung kann auf sehr langen Strecken je nach Person weniger komfortabel sein
- Wer vor allem „gemütlich“ fahren möchte, könnte den Charakter als zu aktiv empfinden
Stärken der Kawasaki W 800
- Klassischer Charakter für entspannte Touren und ruhigen Fahrstil
- Stimmige Ergonomie für Alltag und längere Fahrten
- Zeitloser Retro-Look mit starker Identität
Schwächen der Kawasaki W 800
- Weniger „Tempo-Potenzial“ im Vergleich zur Yamaha, wenn es sportlich werden soll
- Wer häufig sehr zügig fährt, muss die Fahrweise stärker an den Motorcharakter anpassen
Welche Maschine ist die bessere Wahl?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Die Yamaha XSR 900 GP ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad nicht nur gut aussehen, sondern auch spürbar mehr Dynamik liefern soll. Sie passt besonders zu Fahrern, die gerne zügig unterwegs sind, Kurven aktiv angehen und das Motorrad als „Allrounder mit Charakter“ nutzen möchten.
Die Kawasaki W 800 ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf klassischem Retro-Feeling, entspanntem Cruisen und einem stimmigen Gesamtkomfort liegt. Sie passt besonders zu Fahrern, die das Motorrad vor allem genießen möchten – mit einem Motorrhythmus, der Ruhe ausstrahlt und zu langen Strecken einlädt.
Fazit:
Wer ein Retro-Motorrad sucht, das sich auch sportlich fahren lässt, liegt mit der Yamaha XSR 900 GP richtig. Sie bietet im Vergleich mehr Leistungsreserven und ein lebendigeres Fahrgefühl, das besonders auf Landstraßen und bei dynamischen Fahrten Spaß macht. Die Kawasaki W 800 ist dagegen die stimmigere Wahl für alle, die den klassischen Stil wirklich auskosten wollen: entspannte Sitzposition, ruhiger Motorcharakter und ein Gesamtpaket, das vor allem Genuss und Gelassenheit in den Vordergrund stellt. Kurz gesagt: Yamaha für mehr Dynamik und Agilität, Kawasaki für klassisches Retro-Cruisen und Komfort im Alltag.