Kawasaki Vulcan S

Hersteller-Infos Kawasaki

Vom Containerschiff zum Straßenkreuzer

image

Wir schreiben das Jahr 1878 als Shōzō Kawasaki im zarten Alter von 27 Jahren in Tokio die „Kawasaki Tsukiji-Werft“ gründet. Ihm haben wir es sogesehen zu verdanken, dass es heute diese schönen, zweirädrigen, grünen Flitze-Frösche gibt.
Aber nicht nur das, es war damals nicht weniger als der Grundstein für das zukünftige Wirtschaftsimperium, dessen Aktionsradius heute neben den leistungsstarken Motorrädern auch die Bereiche Transportation Equipment, Aerospace, Industrial Equipment und Consumer Products (also kurz gesagt: Schiffe, Bahnen, Flugzeuge, Automobile, Industrieanlagen und dankenswerter Weise eben auch Motorräder) umfasst. Aber fangen wir vorne an.

Am Anfang standen Schiffe

Nach den Anfängen mit Schiffen konstruierte Kawasaki bereits 1901 die erste Dampflokomotive Japans und im Jahr 1906 rollten dann Schienenfahrzeuge für Güter und Personen vom Band. 1918 begann die Firma Kawasaki, auch nach dem Tod des Gründers Kawasaki Shōzō, die ersten Luftfahrzeuge zu produzieren und trug vor dem Zweiten Weltkrieg entscheidend zum Ausbau der Flotte bei, die mit Flugzeugen wie der Ki-61 Hien der amerikanischen Marine später große Schwierigkeiten bereitete. Aber auch Personen- und Lastkraftwagen gehörten zum Repertoire des Unternehmens. So stellte die Abteilung Kawasaki Rolling Stock Manufacturing Company zwischen 1932 und 1942 über 4000 Lastkraftwagen her. Außerdem entstanden von 1932 bis etwa 1935 zehn Personenkraftwagen mit einem Achtzylindermotor mit 4738 cm³ Hubraum, die als Rokko vermarktet wurden.

Fotos: Kawasaki


Erste Motorräder nach dem Krieg

Als der Krieg endlich endete wurde glücklicherweise auch die Rüstungsindustrie abgebaut. Kawasaki widmete sich fortan also wichtigeren Dingen, stellte seine Produktion um und produzierte Einzylinder-Viertaktmotoren mit 148–150 cm³ Hubraum. Das erste Motorrad (Achtung jetzt geht´s los) war die 125 B7 und sie verließ im Januar des Jahres 1961 die heiligen Hallen. Kawasaki baute seine Motorräder ab 1960 zunächst ausschließlich in Akashi und erst wesentlich später dann auch im Ausland. Von 1969 bis 1975, als die Kawasaki Motoren GmbH in Düsseldorf gegründet wurde, gab es einen auch heute nicht ganz unbekannten Generalimporteur der Kawasaki Motorräder für Deutschland. Richtig es handelt sich um keinen geringeren als Detlev Louis, dessen Name heute den meisten von Euch vor allem durch die Detlev Louis Motorradvertriebs GmbH ein Begriff sein dürfte. 1981 zog die Kawasaki Motoren GmbH in Düsseldorf in das neue Firmengebäude in Friedrichsdorf. Eine ausführliche Historie zur Firmengeschichte von Kawasaki Deutschland findet Ihr auf der Herstellerseite



Vom ersten Tag bestimmt also vor allem die Mobilität zu Wasser, zu Lande und in der Luft die Unternehmensgeschichte von Kawasaki. Containerschiffe, Öltanker, Hochgeschwindigkeitszüge wie der berühmte Shinkansen, Helikopter und Jets. Aber auch eine Vielzahl von Industrieanlagen – darunter Kraftwerke, Brücken, Tunnelbohrmaschinen, Gasturbinen oder Müllverbrennungsanlagen prägen das Unternehmen. So generiert die japanische Aktiengesellschaft mit seinen rund 30000 Mitarbeitern im Jahr 2007 etwa einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro.

image

Zeit für eine Legende:
Die 900 Z1

Uns interessiert hier natürlich vorrangig die Motorradsparte, die Kawasaki weltweit zu einem Markenzeichen gemacht hat. Bei uns in Deutschland sorgten vor allem die schnellen Dreizylinder-Zweitakt-Modelle für den frühen der Erfolg von Kawasaki Ende der 60er-Jahre. 1972 verhalf dann die legendäre Kawasaki 900 Z1 zum endgültigen Durchbruch. Der 1983 mit der GPZ 900R, 1990 mit der ZZ-R 1100 und 2000 mit der Ninja ZX-12R fortgesetzt werden konnte. Eine schöne Übersicht zur Modellhistorie findet Ihr ebenfalls auf den Kawasaki-Seiten.
Aktuell bietet Kawasaki ein breit gefächertes Sortiment von Supersport, Supernaked, Sportler und Sport Tourern über Cruiser, Enduro, Roller und Quads. Die komplette, aktuelle Produktpalette findet ihr hier: Motorräder von Kawasaki