| UVP | 14.149 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2015 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- Motor !!!
- glaubwürdige Retro-Optik
- kerniger 3-Zylinder Sound
- technisch gut ausgestattet
- gerade noch alltagstaugliche Sitzposition
- typische Handballen-Schmerzen nach längerer Fahrzeit
- Bremse braucht etwas Handkraft für starke Verzögerung
- gelassenes Dahingleiten
- pures V2-Feeling
- Platz ohne Ende
- Soundsystem
- Fährt auch bei Sturm stoisch geradeaus
- Koffersystem Serie
- groß und schwer
- nix für Einsteiger
- nix für Warmduscher
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 200 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.180 | mm |
| Gewicht | 386 | kg |
| Radstand | 1.625 | mm |
| Länge | 2.600 | mm |
| Radstand | 1.625 | mm |
| Sitzhöhe: | 740 | mm |
| Höhe | 1.440 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 1.690 | ccm |
| Hub | 111 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
| Leistung | 87 PS bei 5.010 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 3.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Monofederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) Tubeless | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) Tubeless | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit
So geht Retro-Sport! Die GP liefert in allen Belangen ab und übererfüllte sogar unsere Erwartungen an eine Maschine dieser Art. Dies liegt am famosen Motor, aber auch an der sehr guten technischen Ausstattung, die man so komplett an einem Retro-Racer eigentlich nicht vermuten würde. Die Maschine geht ab wie Schmidts Katze und ist betörend schön. Die Sitzposition ist natürlich schon sehr sportlich, aber nicht so brutal, wie man es von anderen SuperSportlern kennt. Einfach mal draufsetzen. Und Spaß haben!Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht ein Vorführer in Grau und wartet auf Probefahrer. Wer nicht fahren, sondern nur schauen will, ist aber bei Tecius & Reimers ebenfalls Herzlich Willkommen. Nicht vergessen: Im Keller stehen jede Menge gebrauchte Bikes.
Fazit - was bleibt hängen
Bisschen wenig technische Infos in diesem Testbericht, oder? Genau, aber darum geht es ja auch bei der Electra Glide: Vergesst Datenblätter oder Leistungsangaben. Setzt Euch, genießt das Leben, vergesst Eure Sorgen und fahrt einfach eine Runde ohne Nachzudenken. Das geht auf diese Maschine so gut wie auf vermutlich kaum einem anderen Bike.Das Testbike haben wir von Harley Davidson Kiel für diesen Test zur Verfügung gestellt bekomme. Dort gibt es knapp 100 gebrauchte Harleys, ein Besuch beim "Harley Händler des Jahres 2021" lohnt sich also allemal. Und falls Ihr Interesse an dieser Ultra Classic habt - hier geht es zur Verkaufsanzeige.
MotorradTest.de auf YouTube
Yamaha XSR 900 GP vs Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU – Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, ist der Vergleich besonders spannend. Die Yamaha XSR 900 GP steht für moderne Retro-Ästhetik, agiles Handling und ein sportlich geprägtes Fahrgefühl. Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU dagegen ist ein ausgewachsener Tourer mit viel Komfort, großem Auftritt und dem Anspruch, lange Strecken entspannt zu bewältigen. Wer sich zwischen beiden entscheidet, wählt am Ende nicht nur ein Motorrad, sondern vor allem eine Art zu fahren.
Grundcharakter: Retro-Performance vs. großer Tourer
Die Yamaha XSR 900 GP bringt den Vibe eines modernen Streetbikes mit Retro-Design zusammen. Das Motorrad wirkt kompakt, der Fokus liegt auf Dynamik und einem direkten Kontakt zur Straße. Gerade wenn die Strecke nicht nur geradeaus verläuft, sondern Kurven, Ampeln und wechselnde Beläge bietet, spielt die XSR ihre Stärken aus.
Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU ist dagegen auf Reise ausgelegt. Das Motorrad ist deutlich auf Komfort und Langstreckenroutine getrimmt: Windschutz, Gepäckmöglichkeiten und eine Sitzposition, die auch nach vielen Kilometern noch entspannt bleibt. Wer häufig mit Sozia oder Gepäck unterwegs ist, findet hier eine klare Ausrichtung.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich der größte Unterschied im Fahrgefühl. Die XSR 900 GP steht für ein sportliches Ansprechverhalten und ein Temperament, das sich gut dosieren lässt. Die Leistung und das Drehmoment wirken dabei so, dass sie sowohl im Stadtverkehr als auch auf Landstraßen schnell für Vortrieb sorgen. Das Motorrad lädt dazu ein, zügig zu beschleunigen und Kurven mit Schwung anzufahren.
Die Electra Glide Ultra Classic FLHTCU setzt ebenfalls auf kräftigen Vortrieb, aber die Art der Kraftentfaltung ist stärker auf gleichmäßiges Gleiten ausgelegt. Die Leistung und das Drehmoment werden so genutzt, dass das Motorrad bei Reisegeschwindigkeit souverän bleibt. Statt „sportlich attackieren“ steht eher „entspannt durchziehen“ im Vordergrund. Das passt besonders gut zu langen Autobahnabschnitten und konstanten Fahrten.
Stärken und Schwächen im Vergleich
Yamaha XSR 900 GP: stark bei dynamischem Fahren, schnelle Reaktionen, macht Spaß bei wechselndem Tempo. Schwäche: Wer vor allem lange, ruhige Strecken mit viel Gepäck plant, wird die Tourer-Vorteile der Harley vermissen.
Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU: stark bei Komfort, Stabilität und Reiseeffizienz. Schwäche: Im engen Stadtverkehr oder bei häufigen Richtungswechseln wirkt das Konzept weniger „leichtfüßig“ als bei einem kompakten Streetbike.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Reise-Stabilität
Das Fahrwerk entscheidet im Alltag oft darüber, wie anstrengend oder entspannt eine Fahrt wird. Die XSR 900 GP ist auf präzises Handling ausgelegt. Das Motorrad lässt sich spürbar kontrolliert bewegen, unterstützt beim Herausbeschleunigen aus Kurven und vermittelt ein sportliches Sicherheitsgefühl. Gerade auf Landstraßen fühlt sich das Konzept stimmig an: Man kann zügig fahren, ohne dass das Motorrad „zu groß“ wirkt.
Die Electra Glide Ultra Classic FLHTCU setzt auf Stabilität und Komfort. Das Fahrwerk ist darauf ausgelegt, Unebenheiten zu entschärfen und das Motorrad auch bei höheren Geschwindigkeiten ruhig zu halten. Das ist ein echter Vorteil, wenn die Strecke lang ist und man möglichst wenig „arbeiten“ möchte, um entspannt voranzukommen.
Bremsen und Kontrolle
Auch bei den Bremsen zeigt sich die Philosophie: Die XSR 900 GP zielt auf ein direktes, sportlich abgestimmtes Ansprechverhalten. Die Harley ist ebenfalls gut kontrollierbar, aber der Fokus liegt stärker auf souveräner Verzögerung bei Reisebedingungen und auf einem insgesamt ruhigen Gesamtgefühl.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie – und warum das zählt
Die Sitzposition ist bei beiden Motorrädern ein Schlüsselthema. Die Yamaha XSR 900 GP bietet eine eher sportlich aufgerichtete Haltung. Das unterstützt aktives Fahren und macht es leichter, sich im Verkehr zu bewegen. Gerade wenn häufig abgebremst, beschleunigt und die Fahrtrichtung gewechselt wird, wirkt die Ergonomie praktisch.
Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU ist auf Langstreckenkomfort ausgelegt. Die Sitzposition ist entspannter, der Körper wird weniger „gefordert“. Dazu kommt der Tourer-typische Ansatz: Windschutz und eine insgesamt durchdachte Ergonomie reduzieren Ermüdung, besonders bei längeren Fahrten.
Ausstattung und Alltag: Was man wirklich merkt
Bei der Ausstattung unterscheiden sich die Konzepte deutlich. Die XSR 900 GP ist eher auf das Fahrerlebnis fokussiert: übersichtliche Bedienelemente, ein modernes Setup und ein Look, der sich nach „Spaß“ anfühlt. Für viele ist das genau der Punkt: weniger Ablenkung, mehr Fahren.
Die Electra Glide Ultra Classic FLHTCU ist dagegen ein Touring-Paket. Dazu gehören typischerweise umfangreiche Möglichkeiten für Gepäck, ein starker Windschutz und eine Ausstattung, die auf Komfort und Informationsfluss ausgelegt ist. Wer regelmäßig mit Gepäck fährt oder auch mal mehrere Tage unterwegs ist, profitiert von dieser Reiseorientierung spürbar.
Gepäck und Windschutz
Im Vergleich wird klar: Die Harley ist für „alles dabei“ gemacht. Die Yamaha kann natürlich auch genutzt werden, aber sie ist eher die Wahl für kürzere Touren, Tagesfahrten und Strecken, bei denen das Motorrad nicht zum rollenden Wohnraum werden muss.
Für welche Strecken passt welches Motorrad?
Die Entscheidung wird leichter, wenn man die typischen Fahrten betrachtet.
Yamaha XSR 900 GP – ideal für:
- Kurvenreiche Landstraßen und dynamische Tagesausflüge
- Fahrten, bei denen Agilität und direktes Feedback wichtiger sind als maximaler Komfort
- Strecken mit häufigen Tempowechseln und Stadtanteilen
Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU – ideal für:
- Langstrecken, Autobahnfahrten und entspannte Reiseetappen
- Touren mit Gepäck und häufigem Mitfahrer
- Fahrten, bei denen Windschutz, Ruhe und Komfort Priorität haben
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Wenn man die Stärken beider Motorräder gegenüberstellt, wird die Wahl klarer:
- Yamaha XSR 900 GP punktet mit sportlicherem Fahrgefühl, agilerem Handling und einer Ausrichtung, die Spaß beim Fahren in den Mittelpunkt stellt.
- Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU punktet mit Reise-Komfort, Stabilität und einer Ausstattung, die lange Touren deutlich angenehmer macht.
Die Schwächen ergeben sich dabei aus dem jeweiligen Fokus: Die Yamaha ist weniger „Tourer-typisch“ im Sinne von Windschutz und Gepäckkomfort, während die Harley im Alltag mit engen Wegen und häufigem Rangieren weniger leicht wirkt als ein kompakteres Streetbike.
Kaufberatung: Worauf beim Probefahren besonders achten?
Bevor man sich entscheidet, lohnt sich ein gezielter Blick auf das eigene Nutzungsprofil. Beim Probefahren helfen drei Fragen:
- Wie wichtig ist Komfort nach 2–3 Stunden? Wenn das entscheidend ist, spielt die Tourer-Philosophie der Harley ihre Vorteile aus.
- Wie oft fährt man in der Stadt oder auf kurvigen Strecken? Dann wird die Yamaha durch ihr agiles Handling oft schneller überzeugen.
- Wie sieht das Gepäck- und Mitfahrer-Szenario aus? Für regelmäßige Touren mit viel Equipment ist die Harley meist die passendere Wahl.
Auch die persönliche Vorliebe für das Fahrgefühl zählt: Die XSR 900 GP fühlt sich eher wie ein Motorrad an, das man „aktiv fährt“, während die Electra Glide eher wie ein Motorrad wirkt, das „die Reise übernimmt“.
Fazit:
Die Yamaha XSR 900 GP ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf Fahrspaß, Agilität und einem sportlich-direkten Gefühl liegt – besonders auf Landstraßen, bei Tagesausflügen und wenn Stadtanteile zum Alltag gehören. Wer ein Motorrad sucht, das schnell auf Impulse reagiert und sich leicht bewegen lässt, wird mit der Yamaha deutlich glücklicher.
Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU passt dagegen am besten, wenn lange Strecken, Komfort und Reiseeffizienz im Vordergrund stehen. Mit ihrem Tourer-Ansatz, dem starken Windschutz und der umfangreichen Ausstattung ist sie ideal für Vielfahrer, für Touren mit Gepäck und für entspannte Fahrten, bei denen das Motorrad möglichst viel Arbeit abnimmt.
Kurz gesagt: Agilität und modernes Retro-Feeling sprechen für die Yamaha – Komfort und große Tourer-Routine sprechen für die Harley.