| UVP | 14.149 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 9.499 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Motor !!!
- glaubwürdige Retro-Optik
- kerniger 3-Zylinder Sound
- technisch gut ausgestattet
- gerade noch alltagstaugliche Sitzposition
- typische Handballen-Schmerzen nach längerer Fahrzeit
- Bremse braucht etwas Handkraft für starke Verzögerung
- 25% mehr Power als die Vorgängerin
- gutes Getriebe, kaum Lastwechsel
- Kardan
- Genüssliches Fahren mit einem charakterstarken Motorrad
- unpassendes LCD-Cockpit
- Seitenständer mit merkwürdiger Ausklapp-Rückmeldung
- einfache Ausstattung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 200 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.180 | mm |
| Gewicht | 218 | kg |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Länge | 2.165 | mm |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2-Zylinder-Viertakt längs | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | Luft-Ölkühlung | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
| Leistung | 67 PS bei 6.900 U/Min | |
| Drehmoment | 79 NM bei 4.400 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 429 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Monofederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) Tubeless | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) Tubeless | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | Hydraulische Teleskopgabel (Federweg 137)mm | |
| Federung hinten | Zwei hydraulische Federbeine (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 - 18 | |
| Reifen hinten | 150/70 - 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Brembo, schwimmend gelagerte Bremsscheibe, 4-KolbenBremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
Fazit
So geht Retro-Sport! Die GP liefert in allen Belangen ab und übererfüllte sogar unsere Erwartungen an eine Maschine dieser Art. Dies liegt am famosen Motor, aber auch an der sehr guten technischen Ausstattung, die man so komplett an einem Retro-Racer eigentlich nicht vermuten würde. Die Maschine geht ab wie Schmidts Katze und ist betörend schön. Die Sitzposition ist natürlich schon sehr sportlich, aber nicht so brutal, wie man es von anderen SuperSportlern kennt. Einfach mal draufsetzen. Und Spaß haben!Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht ein Vorführer in Grau und wartet auf Probefahrer. Wer nicht fahren, sondern nur schauen will, ist aber bei Tecius & Reimers ebenfalls Herzlich Willkommen. Nicht vergessen: Im Keller stehen jede Menge gebrauchte Bikes.
Fazit - was bleibt hängen
Gut gemacht, Moto Guzzi! Die neue V7 wurde an den richtigen Stellen angefasst. Mehr Power und mehr Stabilität machen aus der V8 850 die bessere Guzzi. Trotzdem hat sie ihren Charakter behalten, was die potentielle Zielgruppe erfreuen dürfte.Über das Design kann man streiten, wie gesagt gefällt uns die Special besser, aber auch die Stone macht optisch schon was her. Sie ist sofort als Guzzi zu erkennen und wir würden uns nicht für die schwarze Version entscheiden, sondern für die in Blau - die schwarze macht uns optisch zu sehr auf "evil" - und das ist sie einfach nicht.
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Zweirad-Technik Schielmann in Bokel.
MotorradTest.de auf YouTube
Yamaha XSR 900 GP vs. Moto Guzzi V7 Stone: Vergleich der Retro-Charaktere
Wenn zwei Motorräder aus der Retro-Ecke kommen, geht es selten nur um Optik. Bei der Yamaha XSR 900 GP und der Moto Guzzi V7 Stone treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die eine steht für modernen Roadster-Anspruch mit sportlicherem Auftreten, die andere für klassische italienische Motorradkultur mit eigenem V-Twin-Feeling. Genau darum lohnt sich ein genauer Blick auf die Unterschiede – denn je nach Fahrstil, Anspruch und Einsatzgebiet kann das eine Bike deutlich besser passen als das andere.
Design und Charakter: Modernes Retro vs. klassisches Understatement
Yamaha XSR 900 GP: sportlich gezeichnet, aber alltagstauglich gedacht
Die Yamaha XSR 900 GP wirkt wie ein Roadster, der bewusst die Brücke zwischen Retro und Performance schlägt. Die Linien sind klar, die Anmutung dynamisch, und das Gesamtbild zielt auf ein Motorrad, das nicht nur gut aussieht, sondern auch zügig bewegt werden will. Das Design unterstützt dabei das Fahrgefühl: Man sitzt eher „aktiv“, die Maschine wirkt bereit, wenn es auf die Landstraße geht.
Moto Guzzi V7 Stone: italienische Ruhe mit markantem Profil
Die Moto Guzzi V7 Stone spielt dagegen die klassische Karte. Das Bike wirkt stimmig, reduziert und bewusst nicht überladen. Gerade dadurch entsteht ein besonderer Charme: Wer auf ein Motorrad steht, das nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt, aber trotzdem sofort erkennbar ist, findet hier eine starke Basis. Der Charakter ist weniger „sportlich getrieben“, sondern eher „kultiviert und souverän“.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung anfühlt
Yamaha: mehr Drehfreude und ein direkteres Ansprechverhalten
Im direkten Vergleich zeigt die Yamaha XSR 900 GP vor allem eines: Sie fühlt sich im Alltag und auf der Landstraße lebendig an. Das Ansprechverhalten wirkt insgesamt direkter, und die Maschine lädt dazu ein, häufiger in den passenden Drehzahlbereich zu gehen. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das eher an einen modernen Roadster erinnert – mit dem Vorteil, dass man auch im Stadtverkehr schnell „bei der Sache“ ist.
Guzzi: V-Twin-Charakter, der sich mehr nach „Wucht“ als nach „Hektik“ anfühlt
Die Moto Guzzi V7 Stone setzt auf den typischen V-Twin-Charakter. Das bedeutet: weniger das Gefühl von Drehzahlrauschen, mehr ein gleichmäßiges, kerniges Vorankommen. Gerade bei entspanntem Fahren wirkt das sehr stimmig, weil der Motor nicht nur Leistung liefert, sondern auch ein akustisches und vibrierendes Gesamtbild erzeugt, das man bewusst wahrnimmt. Wer gerne „mit dem Motor fährt“, bekommt hier ein sehr eigenes Erlebnis.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. souveräne Gelassenheit
Yamaha: präziser, wenn es zügiger wird
Die Yamaha XSR 900 GP spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn die Strecke mehr verlangt: Kurven, wechselnde Beläge und dynamischere Passagen. Das Handling wirkt insgesamt zielgerichtet, und das Bike gibt dem Fahrer das Gefühl, dass man es kontrolliert „einlenken“ kann. Das ist ein klarer Vorteil, wenn das Motorrad nicht nur für gemütliche Ausfahrten gedacht ist, sondern auch für sportlichere Fahrten.
Guzzi: komfortorientiert und angenehm zu fahren
Die Moto Guzzi V7 Stone wirkt im Vergleich häufig wie die entspanntere Wahl. Das Fahrwerk unterstützt einen ruhigen Stil und vermittelt Stabilität, ohne dass man ständig „gegensteuern“ muss. Das kann gerade auf längeren Strecken oder bei weniger perfekten Straßenverhältnissen ein Plus sein. Gleichzeitig ist das Handling nicht darauf ausgelegt, sich wie ein kompromissloser Sport-Roadster zu verhalten – wer das erwartet, könnte enttäuscht sein.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Alltag
Bei beiden Motorrädern steht die Alltagssicherheit im Fokus, aber die Charakteristik unterscheidet sich. Die Yamaha XSR 900 GP wirkt in der Bremsdosierung tendenziell sportlicher: Man kann zügig reagieren und bekommt ein direktes Feedback. Die Moto Guzzi V7 Stone bremst ebenfalls zuverlässig, setzt aber eher auf souveräne Verzögerung statt auf „sportliche“ Härte. Für viele Fahrer ist genau das ein Vorteil, weil es den Stress im Stadtverkehr reduziert und das Gefühl von Kontrolle stärkt.
Ergonomie und Sitzposition: Wer passt besser?
Yamaha: aktiver sitzen, mehr „Roadster“-Vibe
Die Yamaha XSR 900 GP lädt zu einer eher aktiven Sitzposition ein. Das ist besonders dann angenehm, wenn kurze Wege, häufiges Beschleunigen und ein dynamischer Fahrstil zum Alltag gehören. Wer gerne „in der Fahrt“ ist, findet hier eine passende Basis.
Guzzi: entspannter, mit klassischem Motorradgefühl
Die Moto Guzzi V7 Stone wirkt ergonomisch eher auf entspanntes Cruisen ausgelegt. Das unterstützt lange Fahrten und macht das Bike interessant für Menschen, die weniger „Sport“ suchen, sondern mehr Motorradkultur und Komfort. Wer viel im Stadtverkehr unterwegs ist, profitiert zudem davon, dass sich das Bike nicht wie ein sportlicher Kompromiss anfühlt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, kurze Touren
Beide Motorräder sind grundsätzlich alltagstauglich, aber sie spielen unterschiedliche Stärken aus. Die Yamaha XSR 900 GP punktet mit ihrem lebendigen Antrieb und dem insgesamt direkteren Fahrgefühl. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufige Richtungswechsel, Ampelstarts und zügige Landstraßenabschnitte zum Alltag gehören.
Die Moto Guzzi V7 Stone ist dagegen oft die bessere Wahl für ruhige Touren, bei denen das Tempo nicht im Vordergrund steht. Das Bike wirkt wie gemacht für Strecken, auf denen man Zeit hat, die Umgebung wahrzunehmen – und bei denen der Motorcharakter die Fahrt prägt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Yamaha XSR 900 GP – Stärken
- Direktes Fahrgefühl und spürbar sportlicheres Ansprechverhalten
- Agiles Handling, besonders wenn die Strecke dynamischer wird
- Vielseitig für Stadt und Landstraße, ohne dass der Charakter „kippt“
Yamaha XSR 900 GP – mögliche Schwächen
- Wer vor allem „klassische Ruhe“ sucht, könnte den Yamaha-Charakter als etwas zu aktiv empfinden
- Bei sehr entspanntem Cruisen kann das sportlichere Setup weniger „gelassen“ wirken
Moto Guzzi V7 Stone – Stärken
- Starker V-Twin-Charakter mit eigenem, kultiviertem Vorankommen
- Komfortorientiertes Fahrverhalten für längere Strecken
- Stimmiges Retro-Gesamtbild ohne Übertreibung
Moto Guzzi V7 Stone – mögliche Schwächen
- Wenn maximale Agilität und „sportliche“ Dynamik erwartet werden, kann das Gefühl weniger kompromisslos ausfallen
- Der Fahrstil muss eher zum Motor passen: Wer ständig hochdrehen will, wird weniger „belohnt“ als bei der Yamaha
Für wen lohnt sich welches Bike?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Fahrprofil passt. Die Yamaha XSR 900 GP eignet sich besonders für Fahrer, die ein Retro-Design mit moderner Roadster-Performance verbinden möchten. Wer gerne zügig unterwegs ist, Kurven dynamisch nimmt und ein direktes Feedback beim Fahren schätzt, findet in der Yamaha eine sehr stimmige Wahl.
Die Moto Guzzi V7 Stone ist ideal für Menschen, die Motorradfahren als Erlebnis sehen: mit Motorcharakter, Ruhe und einem klassischen Stil. Wer lange Strecken entspannt genießen will, Wert auf ein souveränes Fahrgefühl legt und die italienische Art des Vorankommens besonders mag, bekommt mit der Guzzi ein Bike, das sich nicht wie ein Kompromiss anfühlt.
Fazit:
Die Yamaha XSR 900 GP ist die bessere Wahl, wenn ein Retro-Look mit spürbarer Dynamik gesucht wird. Das Motorrad wirkt lebendig, reagiert direkt und macht vor allem dann Spaß, wenn die Fahrt etwas mehr Tempo und Kurvenanteil hat. Wer ein vielseitiges Bike für Stadt und Landstraße möchte, das sich wie ein moderner Roadster anfühlt, trifft mit der Yamaha häufig die richtige Entscheidung.
Die Moto Guzzi V7 Stone punktet dagegen mit ihrem klassischen V-Twin-Charakter und einer eher entspannten, souveränen Art zu fahren. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die das Motorrad nicht nur „abspulen“, sondern bewusst erleben wollen – mit Ruhe, Stil und einem Fahrgefühl, das mehr nach Kultur als nach Sport klingt. Wer vor allem gemütliche Touren liebt und ein Motorrad sucht, das sich stimmig anfühlt, findet in der Guzzi die passende Antwort.